Private Samenspende bzw. Insemination zu Hause

Hallo zusammen,

hat jemand von Euch Erfahrung mit einer "privaten" Samenspende und anschliessender Insemination zu Hause?

Ich frage für eine gute Freundin. Wir sind gerade total verzweifelt. Sie steckt momentan in der 19. (!!!#schock) stimulierten IUI mit Fremdsperma und hat bereits auch eine erfolglose ICSI hinter sich.

Ihr Mann hat nach einer Krebserkrankung leider keine einzige Spermazelle mehr.

Bei ihr ist nach unzähligen Untersuchungen alles i. O., aber sie wird einfach nicht schwanger.

Da nun die finanzielle Situation immer schwieriger wird (die KK zahlt bei Fremdsperma keinen Cent :-[), hat sie nun die Möglichkeit einer "privaten Insemination" ins Auge gefasst.

Weiß jemand von Euch, wo man einen seriösen Samenspender am besten finden kann und was so was kosten soll/darf?

Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand seine Erfahrung berichten könnte!

Viele Grüße!

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Hallo,

diesbezüglich war doch vor kurzen ein Artikel in der Bild.

schau doch mal unter: www.bild.de..... gesundheit, Kinderwunschserie, da ist der Artikel drinnen.

LG

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Hallo,
ich kenne lesbische Frauen, die so etwas hinter sich haben. Man sollte sich das nicht zu einfach vorstellen. Da der Samenspender bei so einer Konstruktion zu Unterhalt verklagt werden kann, ist es nicht leicht, einen Mann zu finden, der das Risiko eingeht.

Bei meinen Freundinnen war es so, dass sie gezielt einen Mann gesucht haben, der auch Vater sein wollte. Aber es kann auch passieren, dass der Mann, der der Freundin einfach nur so Samen gibt, unerwarteterweise Vatergefühle entdeckt - und was ist dann?

Ein weiteres Problem, das man nicht unterschätzen darf, ist die psychologische Ebene bei allen Beteiligten. Eine Freundin hat das Projekt "Samenspende" noch auf der Vatersuche abgebrochen, weil sie den Gedanken immer befremdlicher fand, sich von irgendjemand, den sie einfach nur nett und sympatisch findet, befruchten zu lassen. Und ob der Mann wirklich damit klarkommt, wenn seine Frau das Kind eines anderen austrägt?

Die private Samenspende ist schon eine haarige Angelegenheit. Vielleicht wäre eher das etwas für deine Freundin?

http://www.storkklinik.dk/

Oder womöglich wäre Adoption auch ein Weg. Dann haben Mann und Frau die gleiche Ebene zum Kind.

Alles Gute,
Susi

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Danke für Eure Antworten! #klee

Die moralische Seite an der Situation (Kind von einem anderen Mann) wäre nicht das Problem. Sie haben es ja bisher auch mit einer Samenspende versucht. Ausserdem weiß der Mann meiner Freundin seit 20 Jahren, dass er keine leiblichen Kinder haben wird, d.h. er hat sich mit der Tatsache, dass - wenn überhaupt - das Kind nicht von ihm sein wird, abgefunden.

Adoption kommt leider aus Altersgründen in Deutschland auch nicht in Frage. Und für eine Adoption aus dem Ausland spielt die finanzielle Situation nicht mehr mit.

Die beste Lösung wäre natürlich in einer Kiwu-Klinik mit Spendersamen weiterzumachen, aber leider fehlt momentan einfach das Geld.

Das größte Problem ist wohl wirklich, die rechtliche Seite einer privaten Insemination. Da hast Du recht, nicht auszudenken, wie das alles ausgehen kann, wenn der Spender wirklich Ansprüche auf das Kind erhebt...

Es ist so furchtbar, so machtlos zu sein.

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Also ich würde deiner Freundin davon abraten!

Eine private Spende kann nicht auf alle übertragbaren Krankheiten untersucht werden! Und wer will sich schon mit HIV oder Hepatitis anstecken!

Außerdem weiß du nie, ob der spender nicht irgendwelche Gendefekte hat o.ähnliches!

Dann würde ich mir Gedanken machen, wenn es schon so lange nicht geklappt hat, dann muss doch irgendwas bei deiner Freundin nicht stimmen? Meine Ärztin meinte damals, wenn es bei einer Samenspende und IUI nicht beim 6. mal geklappt hat, dann sollte man sich Gedanken machen woran es liegt!


LG

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ich kann dir leider nicht sagen, wo du einen seriösen, privaten findest.

allerdings würd ich deiner freundin raten, sie soll mal den spender wechseln in der klinik.

hat sie die 19 versuche mit ein und demselben spender gemacht????

es gibt einfach "paar" die harmonieren nicht.

weißt, wie ich meine??

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Hallo nochmal,

danke für die Antworten.

Ihr habt wahrscheinlich recht. Das Risiko von irgendwelchen Krankheiten bzw. möglichen Vatergefühlen ist einfach zu hoch.

War ne Schnapsidee.... Ganz schön bedenklich auf welche ideen man kommt, wenn man keinen Ausweg mehr sieht#schmoll

Sie hat übrigens öfters mal das Sperma wechseln lassen u war schon in drei verschiedenen KIWU-Kliniken (u.a. in Tschechien). Kein Arzt hat bisher eine Ursache für ihre Kinderlosigkeit gefunden#schmoll.

Ach, dass ist alles zum Verzweifeln... ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich sie trösten u aufbauen kann#schmoll#schmoll#schmoll

viele Grüße!

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was ganz anderes zum thema, es gibt ja die kiwu bücher von birgit zart und da steht drinnen, dass eine frau auch nicht schwanger wurde vom fremdsperma obwohl bei ihr alles in bester ordnung war.
in gesprächen mit psychologen und eben dieser birgit kam dann heraus, dass sie sich total von dem sperma eines anderen mannes ekelte und sich vorkam als ob sie ihren mann betrüge.
nachdem sie das aufgearbeitet hatte und für sich geklärt hatte, hat es dann geklappt.
ich könnte mir schon vorstellen, dass daran was dran sein kann. auch wenn es auf den ersten blick den anschein macht, dass es für alle beteiligten passt, könnte es ja im inneren blockieren. ein neuer ansatz vor einen nächsten versuch könnte es sein
lg nicole

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Habe eine "Quelle" gefunden:

http://www.box.net/shared/05ci2giffl

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Wieso versucht "unseranfang" überall diesen link loszuwerden, der letzte Beitrag hier war 2009, das hilft bei dem ursprünglichen Problem nicht mehr weiter. Mir kommt das sehr unseriös vor!

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