Info zur Ernährung von Frühchen, insbesondere Mirkofrühchen unter 1000

Die kleinsten und schwächsten Babys (unter 1000 g), dazu zählen auch diejenigen, die künstlich beatmet werden, werden über einen Venenschlauch ernährt. Anfangs enthält diese Flüssigkeit Glukose und Salze und später wahrscheinlich auch Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Fette. Die intravenöse Ernährung wird ständig verlegt, um Irritationen einer Vene zu vermeiden.

Sind die Schwestern der Meinung, dass Ihr Kind ein paar Tropfen Ihres Kolostrums bekommen kann, dann werden diese über einen Fütterungsschlauch in den Magen geleitet. Das Kolostrum regt die Produktion von Hormonen an, die bei der Reifung des Verdauungsapparates hilfreich sind. Kann ein Baby Milch verdauen und selbstständig atmen, dann kann es über eine Sonde ernährt werden.


Ernährung über die Magensonde


Wenn das Verdauungssystem des Babys bereit ist für die orale Nahrungsaufnahme, es aber noch nicht effektiv trinken kann, dann kann es Milch über einen Schlauch in den Magen (oder Zwölffingerdarm) bekommen.

Babys werden über eine Sonde ernährt, wenn sie:
- weniger als 32 Wochen nach der Empfängnis alt sind
- schneller als 75 Atemzüge in der Minute atmen
- das Saugen, Schlucken, Atmen und den Würgereflex noch nicht koordinieren können

Eine Mahlzeit, bestehend aus Muttermilch (oder Flaschennahrung), kann über eine Spritze in den Schlauch geträufelt werden. Die Fütterungen sind häufig und kurz. Ein Baby von 900 g Körpergewicht bekommt wahrscheinlich nur 10 bis15 ml (das sind 2 bis 3 Teelöffel) Milch pro Stunde.

Die Mahlzeiten werden für einige Babys mit der Spritze in den Schlauch gegeben. Für andere treibt eine elektrische Pumpe regelmäßig Milch in den Schlauch.
Die meisten Babys scheint es nicht zu stören, dass der Schlauch auch zwischen den Mahlzeiten an Ort und Stelle verbleibt. Wenn Ihr Kind aber protestiert, kann jedes Mal ein neuer eingeführt werden.
Vielleicht bemerken Sie, dass Ihr Kind während einer Mahlzeit seinen Mund öffnet und schließt, seine Zunge herausstreckt oder an den Fingern nuckelt. Das heißt, dass es bereit ist, das Saugen an der Brust zu üben.

Quelle: www.babycenter.de


Nur mal eine kleine Info... :-)

Liebe Grüße, Nicole

1

Man kann ja gleich mal ne kleine Umfrage dran hängen.

Welche Kinder wurden so ernährt, wie es oben beschrieben
steht?

Meine Tochter wurde in der 29+2 SSW mit 1340 gr. geboren und hat die ersten 2,5 Wochen ihres Lebens 12 Mahlzeiten (also alle 2 Std.) über die Magensonde bekommen. Erst danach wurde die Zeit zwischen den Mahlzeiten verlängert. Zwischendurch hat sie zwar mal an der Brust genuckelt oder an der Flasche, aber größtenteils Sonde.

Wie war es bei euch?

Gruß, Nicole

2

Lilly kam in der 31.SSW zur Welt (30+6).
Sie wog 1260 g und war 38 cm klein.

Am Anfang hat sie alle 2 Stunden Muttermilch über die Sonde bekommen. Angefangen mit 2 ml.
Die wurden dann gesteigert.
Irgendwann bekam sie nur noch alle 3 Stunden was und jetzt alle 4 Stunden.

Sie war recht faul und wir haben immer halb halb gefüttert.
Halb Flasche halb Sonde.
Irgendwann war sie dann soweit und hat alles aus der Flasche getrunken.
Leider blieb mir nach 1.5 Wochen die Milch weg.
Zuviel Streß.





So und nun würde ich mich freuen wenn du mir nochmal auf meine Frage antworten würdest.
Du hattest mir ja ne Mail geschrieben.
Was meintest du damit?

3

Hi!
Ist zwar schon länger her (mein Kleiner ist mittlerweile schon 2 1/2 J. #freu) , aber wir hatten das auch: Muttermilch über Magensonde.
Mein Sohn kam damals in der 30.SSW mit 1200g.
Es hat ziemlich lange gedauert bis er selbst aus der Flasche trinken konnte (Wir waren auf jeden ml sooooooooooooo stolz #huepf- es war ja super anstrengend für ihn!)
Heute ißt er wie "Weltmeister" #mampf.
Liebe Grüße, Minkabilly!

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anna kam 25+4 zur welt mit 610g und wurde von anfang an nur über die magensonde und nicht über die vene ernährt mit alete frühgeborenennahrung!!
davon hat sie 12 mal 2 ml am anfang bekommen, was dann mit der zeit gesteigert wurde!!!

ich persönlich halte von der venenernährung nur dann was, wenn das kind keine milch verträgt oder extremste probleme mit dem bauch hat, aber jede klinik macht es ja leider anders!!!

lg dana

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