Level 1 KH weit weg von zuhause

Hallo Mädels, ich habe eine Frage die mich beschäftigt. Ich bin bei 26+0 stationär wegen schlechter Versorgung. Leider isz das nächste Level 1 KH 1 1/2h von zuhause weg.

Ich bleibe definitiv bis die kleine kommt, kann Tage, aber auch Wochen dauern, im Moment unklar.

Nun frag ich mich wenn sie da ist, muss sie ja noch bis März (ET) ca bleiben. Ich hab aber noch 2 Jungs zuhause, corona macht es nicht besser mit absoluten Besuchsverbot.

Nun frag ich mich wie ich das regeln soll /kann, ich möchte natürlich jeden Tag beim Baby sein, aber doch auch meine Jungs sehen. 3-4h fahrt macht das alles nicht besser. Mit den Jungs her geht ich nicht wegen corona, ich weiß nicht wie das laufen soll.

Könnt ihr mir was dazu sagen? Wie habt ihr das geregelt? Wie seit ihr allem irgendwie gerecht geworden?

Jeder Tag zählt und ich würde mich sooo freuen wenn wir tatsächlich noch 4 Wochen schaffen, aber das bedeutet auch mindestens 4 Wochen meine Jungs nicht zu sehen 😭

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Hallo du Liebe,

Ich möchte dir von meinem Erfahrungen berichten. Vor der Geburt meines Sohnes lag ich 8 Wochen stationär. Anschließend noch 2 Wochen mit ihm im Krankenhaus, da Frühchen. Besuche durfte ich wg Corona die 4 Wochen vor der Geburt nicht mehr bekommen. Auch ich habe noch eine kleine Tochter, die damals noch keine 2 Jahre alt war.

Rückblickend kann ich dir nur sagen, dass du viel mehr schaffen kannst als du jetzt meinst. Die Aussicht auf all die Wochen ohne meine Tochter war grausam. Nach jedem Telefonat habe ich geweint. Und doch musste ich kämpfen. Für unser Baby. Ich habe mir immer gesagt, dass sich um unsere Tochter gekümmert wird (der Papa und ein gutes Netz der Familie), auch, wenn sie etwas durch die Gegend gereicht werden musste, was ich überhaupt nicht haben konnte. Es war aber immer jemand da. Sie wurde versorgt und jeder hat sie verwöhnt. Um dein Baby im Bauch kannst nur du dich gerade kümmern. So doof es auch klingt. Denke nicht so weit. Lieber Tag für Tag. Ich selbst habe mich nach der Geburt entschieden bei meinem Sohn zu bleiben, da auch das Klinikum für uns sehr weit entfernt war. Zudem gab es seinerzeit noch Regelungen, die eine Besuchszeit nur von einer Stunde ermöglichten. Das hätte ich nicht gewollt. Mir war es wichtig immer zu meinem Sohn zu können, daher bin ich quasi im Krankenhaus geblieben und habe es auch nicht verlassen. Das heißt. Nicht ganz. 2x war ich in der Zeit zu Hause, meine Tochter sehen. Der Leidensdruck war enorm. Ich kann es auch nicht beschönigen. In der Zeit habe ich viele Eltern gesehen, die nur einmal über Tag zum Kind konnten. Viele haben es gut hinbekommen, viele konnten es überhaupt nicht haben zu gehen. Ganz wichtig: höre auf dein Herz und deinen Bauch. Hoffentlich hast du auch ein gutes Netzwerk an Freunden und Familie, die euch unterstützen. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir dann leichter fällt eine Entscheidung zu treffen. Dies wirst du immer wieder tun müssen. Dir nur das Beste!

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Hallo,
mir steht ähnliches bevor. Muss ab dem 19.12. stationär bleiben wegen Hochrisikoschwangerschaft. Unser Et ist auch im März, die Kleine wird aber spätestens Ende Januar geholt, ich hoffe wir halten solange durch. Ich werde meine 2 großen wochenlang nicht sehen können, gehe mal von mind. 7 Wochen aus :( Ich habe keine Ahnung wie ich das schaffen soll. Immerhin darf mein Mann (derzeitiger Stand) jeden Tag 30min zu Besuch kommen. Ich werde versuchen mit dem Kh eine Regelung zu finden, vll lassen sie mich in den Hof gehen und ich kann da meine Kinder sehen, Raucher dürfen ja auch raus gehen. Ich werde versuchen täglich mit ihnen zu telefonieren oder zu skypen.

Euch alles Gute

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Mein Sohn kam 2018 in der 34. Woche zur Welt und musste ich auf Its. Ich habe mich nach 2 Tagen selbst entlassen und bin jeden Tag 2-3mal zu ihm gefahren. So konnte ich die Große auch sehen und mich zuhause gut erholen. War allerdings eine komplikationslose Spontangeburt, bei einem Ks ging das bestimmt nicht so leicht. Auch mit Corona glaube ich nicht, dass es so wieder möglich wäre. Müsste ich mal mit dem Kh klären.

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Dann geht es dir ja wie mir und auch gerade über Weihnachten nicht zuhause, das tut mir leid für dich.
Darf ich fragen warum du stationär musst?

Es ist einfach eine furchtbare Situation. Ich versuch stark zu sein für mein Baby.

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Meine Tochter war auch ab der 25. Woche über 90 km entfernt in einer Level 1-Klinik und hatte Angst, dass ihr Kind dort auf die Welt kommt. Sie hat keinen Führerschein und mit Zug und Bus wäre es nicht monatelang machbar gewesen, man hätte nach einem Zimmer schauen müssen.
Unsere näher gelegene Frauenklinik mit Neo (Level 2) nahm die Frauen ab 29+0 auf, weil die Frühchenstation dafür ausgelegt war. Hättest Du eine solche Möglichkeit evtl. auch? Wir haben sie auf eigene Kosten am frühestmöglichen Tag verlegen lassen, da sich die Uniklinik stur stellte, obwohl meine Tochter psychisch schon ziemlich fertig war. Die andere Klinik war einverstanden und so klappte es.
Am Donnerstag ließ ich sie mit dem Krankenwagen verlegen - am Montag kam Leonie spontan auf die Welt, mit 980 Gramm. Das war knapp#schwitz Eigentlich "sollten" Babys mehr wiegen bei Level 2, aber die Ärzte und Schwestern dort waren top und die Versorgung perfekt.
Die 20 km Entfernung waren mit Zug und Bus die nächsten 3 Monate schon zu schaffen, da ich sie auch oft genug abholte.
Wenn Du keine Level 2- Klinik in der Nähe hast, würde ich die Sozialarbeiterin Deiner Klinik fragen, ob sie Dir ein Zimmer besorgen/empfehlen kann. Anders wird es nicht machbar sein. Ob Du dann mal am Wochenende heimdarfst, weiß ich natürlich nicht. Ich halte Dir fest Daumen, dass Du noch eine Weile durchhältst und evtl. verlegt werden kannst.#herzlich
LG Moni

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Doch wir haben zum Glück ein Lever 2 KH bei uns in der Nähe, von der Ärztin dort wurde ich hierher überwiesen mit der Aussage sie glaubt nicht das ich zur Geburt dort sein werde. Wenn dann ist ja super, aber im Moment gehe ich davon aus das sie hier im Level 1 zur Welt kommen muss.

Und selbst wenn ist es momentan eh schwierig mit der Verlegung dorthin wegen corona wohl. Mir bleibt wohl nichts als abwarten

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Ja sicher, momentan musst Du Geduld haben, das ist klar.
Aber wenn Du es bis zur 28. Woche schaffst, würde ich schon mal Tod und Teufel in Bewegung setzen,(oder Dein Mann) dass Du ab 29+0 verlegt werden kannst. Mit Hilfe der Psychologin(die war bei meiner Tochter leider krank) und notfalls auf eigene Kosten, wie wir es machten. Der Liegendtransport ist zahlbar.
Corona hin oder her, dann eben Schnelltest in jetziger Klinik vor Abfahrt, kostet au h ni ht die Welt. Wichtig ist nur die Aufnahmebereitschaft der Level 2-Klinik. Mit frisch negativem Test müsste auch das gehen. Der Aufwand lohnt sich.
Meine Tochter wurde ja auch von unserer Frauenklinik in die Uni verlegt - und dann nach 4 Wochen wieder "zurückgenommen". Stur muss man natürlich sein. Aber jetzt brauchst Du erstmal Ruhe. Toi toi toi 👍#klee
LG

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