Wie viel Zeit habt ihr auf ITS/IMC verbracht?

Liebe urbia-Community,

meine Frage bezieht sich nichts auf die Entlassung (obwohl das auch interessant wäre), sondern die Zeit im KH.

Meine Zwillinge sind vor ca. 4 Wochen in der 30. SSW zur Welt gekommen und aktuell auf der IMC. Ich war bis vor kurzem ganz in der Nähe, seit letzter Woche aber wieder zuhause (ca. 30 Minuten pro Weg) und versuche einen neuen Rhythmus zu finden. Wie habt ihr es gemacht, wie viel Zeit habt ihr bei den Kindern verbracht? Ich tue mich ein bisschen schwer damit was zu viel und was zu wenig ist. Coronabedingt darf mein Mann nur 1h pro Tag.

Vielen Dank für eure Antworten!

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Wir waren 99 Tage auf der Intensivstation und 30 Tgae auf der Frühchenstation.
Zum Glück kamen wir im Ronald McDonald Haus unter. Somit haben wir die Besuchszeit immer komplett ausgeschöpft. Haben aber auch kein Geschwisterkind zu versorgen gehabt.
Besuchszeit war auf der ITS 9-13 & 16-21 (je Elternteil Dank Corona ein Block) und auf der Frühchenstation 10-20 Uhr. Zu der Zeit durften wir wieder gemeinsam hin und haben uns trotzdem etwas abgewechselt (10-12 gemeinsam zum Baden, mein Freund ist dann gegangen und um 4 wieder gekommen und ich war geblieben bis 5, sodass sie immer etwas Zeit zu dritt hatten)

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Wir waren immer Vormittag und Nachmittag da..
Nachmittag meistens nur 1-1,5h weil ich dann den Großen aus dem KiGa holen musste und mein Mann auf Arbeit gefahren ist (er hat versetzt spät nachmittags angefangen zu arbeiten damit er Zeit für Mini hat)

Liebe Gruße und alles Gute für euch und eure Minis 🍀

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Vielen Dank schon mal für eure Antworten!

Für mich sind es auch die ersten Kinder, es gibt zuhause also keine Geschwisterkinder. Grundsätzlich kann ich immer zu den Kindern, nur während der Übergaben muss man raus, aber das sind insgesamt nur 2h15m pro Tag.

Aktuell komme ich meist um 10 und bleibe bis ~18 Uhr und komme dann spät nochmal für eine Runde vorbei (22.00-24.00). Die Psychologin der Station, die einem mehr oder weniger auflauert ;), hat suggeriert, dass ich doch mehr Zeit „für mich“ haben soll. Die kann ich aber so oder so nicht genießen im Moment und weil es Zwillinge sind habe ich eh das Gefühl nicht genug Zeit mit jedem verbringen zu können :( Deshalb super interessant wie ihr es gemacht habt! Fine die Balance echt nicht leicht.

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Unser Kleiner war nicht so viel zu früh (34+5) und nur 10 Tage auf der Neo. Die Corona-Regeln waren aber streng: es durfte nur ein Elternteil pro Tag kommen und nur 1x. Also mal zwischendurch heimgehen oder was zu essen holen war nicht erlaubt. Da es mir nach der Entbindung nicht soooo super ging, habe ich es kräftemäßig meist nur 2,5-3h am Tag geschafft. Und das abwechselnd mit meinem Mann. Viel zu wenig Zeit. Aber dafür holen wir die jetzt zuhause 24h/Tag nach #herzlich

Ich verstehe dich total. Aber die Psychologin hat sicher recht: du musst auch auf dich selbst achten und mal abschalten und dich zuhause erholen.

Alles Gute, ,Malou

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Die Psychologin hat Recht, ich habe das auch zu hören bekommen.

Wir haben uns sogar in den 5 Monaten 2,3 Tage komplett freigenommen, waren sogar ein Wochenende weg auf Hochzeit wo wir Samstag morgens und Sonntags abends zwar beim Kind waren aber mal komplett abschalteten. Ein Frühchen ist ein Marathon und die echte Erschöpfung kommt oft erst lange nach der Entlassung. Als der kleine 1 Jahr alt war hat es mich richtig zusammengeklappt, und selbst nach 3 Jahren als ich wieder arbeiten ging merkte ich dass ich eigentlich nur noch urlaubsreif war.
Ich war morgens so 4 h beim Kind bis zum "Übergaberauswurf" mein Mann abends oft nochmal so 2 Stunden.

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Wir waren 4wochen auf der intensiv. Ich war zwischen 8-10std beim kleinen. Ab 17uhr har mein mann übernommen bis 20/21uhr. Sodass der kleine nur über nacht alleine war. Ich wollte ihn einfach selbst versorgen damit er jede minute bekommt die er brauchte mit uns und nur über nacht alleine war. Verstehe das es schwer ist aber nimm dir zeit für dich du brauchst kraft wenn deine Mäuse nach hause kommen 😊

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Ich bin morgens gegen 9uhr losgefahren ( hatte einen Fahrweg von 30-40 Minuten) und bin dann bis 13.30 Uhr geblieben, bis die Übergabe war.
Habe dann noch mit 2 anderen muttis da ein Kaffee getrunken und was gegessen und dann wieder nach Hause.
Am Abend sind mein Mann und ich noch mal für ca 2 Stunden zusammen hin gefahren.

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Hallo,

Ich finde das ist eine sehr gute Frage die du stellst.

Mein Sohn kam bei 32+3 auf die Welt, er war 14 Tage lang auf der Intensivstation und noch sieben weitere mit mir zusammen auf der Kinderstation.

Ich hatte da noch eine zwei Jährige Tochter zu Hause.

Ich war auch immer den ganzen Tag über bei ihm, von ca 11;00. - 20;00 plus minus.

Es zerbrach mir damals das Herz das ich meine kleine Tochter sehr vernachlässigt hatte, ich hatte sie nach der Geburt kaum gesehen, geschweige denn Zeit mir ihr verbracht.
Dazu muss ich auch sagen das mein Mann einen wahnsinnig guten Arbeitsgebet hat, er konnte flexibel im Homeoffice arbeiten.

In dem Moment empfand ich einfach das mich mein kleiner Sohn mehr brauchte als sie. Es war für mich auch eine Art „Wiedergutmachung“ das er nicht längere Zeit in meinem Brauch bekommen hat die er doch noch gebraucht hätte.

Ich bin überzeugt das er das bemerkt hat das seine Mama bei ihm ist.
Vielleicht ist alles nur Einbindung aber ich glaube heute noch fest daran das er mich wahrgenommen hat.

Ich finde das sagt sich so leicht, man muss Zeit für sich haben. Diese brauchte ich in dem Moment nicht, alles was ich wollte war in dem Moment bei meinem Baby sein.

Ich wünsche dir viel Kraft ❤️

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Genau, du sprichst mir aus der Seele. Klar, „Zeit für mich“ hört sich immer gut an, aber ich weiß noch nicht mal, was ich in der Zeit machen sollte - mein Interesse an den meisten „banale“ Dingen ist gerade gleich null.

Die bisherigen Antworten bestärken mich in der Häufigkeit, die ich da bin - „so viel wie unter den unterschiedlichen Rahmenbedingungen möglich“ scheint die Devise zu sein.

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Hallo.
Ich bin im Ronald Mc Donald Haus unter gekommen zu der Zeit und habe nur 1 Kind. Ich war morgens um 7 Uhr zur ersten Versorgung bis 21 Uhr da mit immer mal ne1-2 Stunden essenspausen. Ich könnte ganz schlecht ohne ihn sein. Hatte irgendwie Stress,wenn ich zu lange getrennt war. Hab auch später in einem Mutter Kind Zimmer auf der frühchenstation gelebt mit ihm, das war super.
Liebe Grüße Marie

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Hallo

Erstmal alles Gute zur Geburt deiner Kinder.

Mein Sohn kam Anfang 2017 bei 25+2 zur Welt. Er war 5 Monate und 2 Tage im kkh. 6 Wochen auf der neo intensiv und dann etwas über 3 monate auf der intensiv und dann noch auf der Inc und 1 Woche auf der normalen Station.

Es war bei mir sehr unterschiedlich wie ich bei ihm war. Aber hauptsächlich morgens.

Als er etwas auf der intensiv war, durfte ich auch bei der Schichtübergabe bleiben, da wir ein Einzelzimmer hatten.

Ich war oft so gegen 8 Uhr da und bin dann gegen 13 Uhr nach Hause.

Habe zuhause zwar kein weiteres Kind, jedoch einen Hund der halt auch raus möchte und da mein Sohn schwer krank war und viele Baustellen, dauerte es sehr lange bis er überhaupt richtig wach war eine Zeit lang.

Ich wusste immer das er super versorgt ist dort, da eine Schwester für ihn ganz alleine zuständig war.

Mit meinem Mann bin ich dann unterschiedlich hin am Wochenende. Immer wie es gerade am besten war.

Mir war bewusst, dass wir einen langen Aufenthalt haben werden. Deswegen habe ich das so für mich am besten empfunden. Da ich aber auch 1 Std mindestens pro Strecke hatte obwohl ich in der gleichen Stadt wohnen.

Als er dann "älter" wurde und wacher war ich auch wesentlich länger da. Teilweise von morgens bis abends. Wenn es ihm ganz schlimm ging, hätte ich auch 24 Std bleiben können. Bin aber mit dem ersten bis gegen 4 Uhr los und abends gegen 23 Richtung nach Hause.

Ich drücke euch die Daumen das du einen super Weg findest um auch Kraft für dich zu behalten und dafür wenn die kleinen anch Hause kommen...

Alles Liebe

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Mein Sohn kam bei 33+5 und war 4 Wochen auf der Intensiv bzw. IMC. Ich war eine Woche nach der Entbindung im Krankenhaus in der Zeit bin ich mehrmals am Tag zu ihm. Dann bin ich nach Hause. Wegen Corona durften mein Mann und ich nicht gleichzeitig zu ihm. Deshalb war ich vormittags 3-4 Stunden bei unserem Sohn und mein Mann dann nach der Arbeit nochmal 3-4 Stunden. Dabei haben wir immer geschaut, dass wir zu den Versorgungsrunden da sind. Das hat für uns so gut gepasst. Ich wünsche euch alles gute und dass ihr bald nach Hause dürft!

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