Frühchenmama braucht Mut für Geschwisterchen 😊

Hallo ihr Lieben 😊
Unser nun fast 2 Jähriges Frühchen liegt friedlich schlafend neben mir. 🥰
..wir wollen uns nun ans Geschwisterchen wagen und brauchen dafür leider (nochmal) Unterstützung durch eine Kinderwunschklinik.
Und was soll ich sagen...ich habe Angst.. das kenne ich gar nicht von mir, letztes Mal war es pure Vorfreude und dieses Mal macht mir einfach alles Respekt.
Ich kann es mir nicht anders erklären, als durch die letzte Schwangerschaft. Wir haben alles an Komplikationen mitgenommen was man sich nur vorstellen kann. Inkl. Frühgeburt und Neo nach Notkaiserschnitt. Zum Glück kam der Zwerg nur knapp 7 Wochen zu früh und war schnell fit. Ich weiß das ist ein Luxus im Vergleich zu vieler Geschichten und persönlichen Schicksalsschlägen die man hier liest. 😔 und glaubt mir jede einzelne Komplikation war das jetzige Glück mit unserem Sohn Wert!
Ich habe jedoch das starke Gefühl, damit eine SS überhaupt eine Chance hat muss ich runterkommen und meine Angst überwinden. Ich weiß einfach nicht wie. Ich glaube nicht dass mehr Zeit die Lösung ist, diese Situation entstünde wahrscheinlich auch später wieder.. Habt ihr Tipps? Ideen? Ging es euch vielleicht auch so? Ich bin für alle helfenden Worte sehr dankbar.
Danke und lG

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Hey 😀

mir hat es geholfen, mir immer wieder zu sagen, dass die zweite Schwangerschaft eine a n d e r e Schwangerschaft ist. Unsere Große kam auch knapp sieben Wochen zu früh, es war zum Glück recht unkompliziert und nach elf Tagen Neo durften wir heim. Dennoch, man macht sich seine Gedanken und kann Ängste nicht einfach nur beiseite schieben.

Hast du schon eine Hebamme, die dich betreuen würde? ich hatte in der zweiten Schwangerschaft eine tolle Hebamme, die mich mit meinen Gedanken immer wieder runtergeholt hat und meine Ärztin hat mich ab der 27. SSW (da fingen bei der Großen die vorzeitigen Wehen und der verkürzte Gebärmutterhals an) ins Beschäftigungsverbot geschickt.

Unsere Große hat mich auch sehr abgelenkt. Die zweite Schwangerschaft lief fast „nebenbei“. Bei 38+5 kam die Kleine - und nach fünf Stunden sind wir nach Hause gegangen. Die ambulante Geburt war für mich sehr wichtig, auch wenn ich mit der Betreuung in der (Kinder-)Klinik super zufrieden war. Ich brauchte die Bestätigung, dass es auch „unkompliziert“ geht...

LG

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Vielen Dank für deine Erfahrung! Das hört sich wirklich sehr ähnlich an.. bei uns ging es auch ab der 27. Ssw los mit den Frühwehen.. 🙈 Hebamme ist wirklich ein guter Tipp! Die damalige wohnt hier ganz in der Nähe und war wirklich gut und käme sicher auch schon mal vorab vorbei. 😊 dir alles Gute mit den beiden 🥰

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Die Hebamme kommt bestimmt, vor allem, wenn sie dich schon kennt.

Dir auch alles Gute! Und eine gaaaaanz unkomplizierte zweite Schwangerschaft, wenn es dann so weit ist 🥰

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Hallo,

Ich habe zwei Kinder, meine erstgeborene Tochter die ich neun Tage über Termin getragen habe und meinen zweitgeborenen Sohn der knappe acht Wochen vor ET gekommen ist.

Für mich war das alles ein riesiger Schock. Das mir mein kleines Baby direkt nach seiner Geburt weggenommen wurde. Das er ohne mich in einem Kinderkrankenwagen in ein anderes Krankenhaus gefahren wurde. Und noch so viele Momente mehr die ihm verweigert wurden aufgrund seiner Frühgeburtlichkeit.
Ich kenne die andre Seite, das Bonding direkt nach der Geburt, das erste mal ansetzen und das erste mal seinem Baby die Windel zu wechseln. Die erste magische Nacht zusammen.

Wie dem auch sei, nach dieser Geburt wusste ich, niemals wieder möchte ich dieses Gefühl spüren. Diese Angst um sein Kind, diese endlose Geduld die man aufbringt, Nein, ich will das niemals mehr erleben.

13 Monate nach dieser Geburt hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in meiner Hand. Ich fühlte mich ohnmächtig und alles was ich verspürte war diese Angst.

Ehrlicherweise muss ich zugeben das diese Angst mich lange lange begleitet hat.
Das Kopfkino lief jeden Tag. Ob ich das alles nochmals schaffe, mit noch zwei kleinen Kinder die mich zuhause brauchen.

Heute bin ich in der 20 ssw. Die Angst ist immernoch da, aber ich versuche es als eine neue Chance zu nehmen. Es ist unfair dieser Schwangerschaft und diesem Kind gegenüber wenn sich Mama nicht freuen kann, nicht dankbar sein darf und es nicht einfach genießen kann aufgrund von negativen Erfahrungen.
Ich habe mich entschlossen das alte Kapitel abzuschließen und ein neues aufzumachen.

Auch dieses Kind verdient es, geplant oder nicht geplant, es ist unter meinem Herzen.

Sorry das ich so weit ausgeholt habe, es ist länger als gedacht geworden.

Was ich im Endeffekt damit sagen möchte ist; DU bist nicht alleine. Ich glaube es geht sehr vielen Frauen nach einer traumatischen Erfahrung so wie uns beiden. Wichtig sollte sein das man negative Einflüsse und Ängste so weit wie möglich beiseite schiebt und jedem Kind seine eigene Geschichte lässt.

Auch ich möchte meinen allerhöchsten Respekt an alle Eltern da drausen aussprechen die Extremfühchen haben.

Von Herzen alles gute und ich wünsche wenn es denn so weit sein sollte eine total langweilige 40 wöchige Schwangerschaft 😊

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Vielen lieben Dank für deine ausführlichen Worte! Es hat mir sehr geholfen mir nochmal bewusst zu machen dass es eben a n d e r s ist und daher auch alles gut werden kann. Und genau das wünsche ich auch dir - alles alles Gute für die Schwangerschaft und kommende Geburt 🥰
Schreib mir gerne mal wie es dir zwischenzeitlich geht 🥰 glg

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Danke vielmals 😊 ich werde gerne berichten 🧡

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Hey,

Mir geht es ähnlich wie dir. Vielleicht ging es mir auch so ähnlich. Meine Tochter ist 6 Wochen zu früh gekommen und hatte trotzdem so einige Probleme nach der Geburt. Meine Schwangerschaft war schrecklich. Ich hatte eine Hyperemesis, habe wirklich die ersten 20 Wochen nur gebrochen und war deshalb auch länger im Krankenhaus. Zwischenzeitlich musste ich auch immer wieder viel liegen und dann eben die frühe Geburt bzw. Der Kaiserschnitt.
Bei mir ist die Möglichkeit gegeben, dass es bei einer zweiten Schwangerschaft wieder eine Frphgeburt wird. Auch die Hyperemesis kann natürlich wieder sein. Die macht mir fast mehr Angst als eine mögliche Frühgeburt.
Nun ist meine Tochter schon 4 und ich hatte lange Zeit mich mit einer zweiten Schwangerschaft auseinanderzusetzen. Und genau diese Auseinandersetzung hat mir die Angst genommen. Ich weiß, was auf mich zukommen kann und ich weiß auch, dass ich das alles schon einmal geschafft habe. Natürlich hoffe ich gleichzeitig, dass es nicht wieder so wird, aber dieses Mal bin ich darauf eingestellt und nicht unvorbereitet.
Wir planen deshalb auch so, dass ich sofort bei Beginn der Schwangerschaft in meinem Job ausfallen könnte, so dass wir erst Ende des Jahres starten.
Vielleicht hilft dir das ja ein bisschen.

Alles Liebe!

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Vielen lieben Dank für deine Antwort!
Dann weißt du genau was ich meine. 😊 Hast du dich einfach bewusst selbst damit gedanklich beschäftigt oder dir damit helfen lassen? Ich wünsche dir auf jeden Fall auch alles Gute und dass der nächste Versuch gut verläuft und alle Sorgen umsonst waren.. 🥰
Glg

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Ich jab jetzt lang überlegt ob ich dir schreibe aber ich versuche es mal.

Meine erste Tochter kam 2016, ähnlich wie bei dir, 7 Wochen zu früh. Meine Schwangerschaft war aber unauffällig und der Blasensprung war irgendwie nicht erklärbar. Im Nachhinein war es wahrscheinlich eine nicht erkannte Infektion Wir haben es dann nochmal gewagt. 2018 kam dann unsere zweite Tochter. Die Schwangerschaft war nicht schön, ich hatte ständig Blutungen und infektionen. Meine Blase riss in Woche 23, 6 Wochen Krankenhaus, 5 Monate Kampf mit und um unsere Tochter. Sie hat es nicht geschafft und ich bin nun in einer Situation wie du sie auch hast. Der Wunsch nach einem Geschwisterchen ist groß, die Angst größer. Ich hab vor einigen Monaten meinen Frauenarzt gewechselt, sie hat mir Mut gemacht. Hat mich aufgeklärt über den totalen Muttermundverschluss und bot mir an alle 14 Tage Abstriche zu machen um eine infektion früh zu erkennen und auch ein Ultraschall wird alle 14 Tage gemacht. Sie jat mir sogar ihre Handynummer gegeben und gesagt ich kann mich JEDERZEIT melden. Dass hat mir so sehr geholfen. Wir werden es nochmal probieren und ich hoffe so sehr dass diesmal ein ET geborenes, gesundes Kind auf die Welt kommt, die Angst werde ich wohl nicht abschütteln können und doch habe ich Hoffnung mit allen Maßnahmen die möglich sind diesmal 40 Wochen schwanger zu sein.
Vielleicht kannst du mit deinem Frauenarzt reden? Ich weiß nicht was der Grund für die früh Geburt war aber eventuell gibt es Möglichkeiten diese beim nächsten Mal auszuschließen bzw zu versuchen das Risiko stark zu minimieren. Blasensprung/Riss ist meistens durch eine infektion ausgelöst und die wahrscheinlich das es wieder passiert ist sehr hoch. Wenn es bei dir ein Blasensprung war würde ich unbedingt alle 14 Tage zum Abstrich machen zum Frauenarzt gehen.
Ich wünsche dir alles Gute und drücke die Daumen dass alles gut geht

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Sorry hab mich verschrieben 2018 testete ich positiv und Anfang 2019 kam unsere Tochter.

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Liebe Zwurgelchen,
Vielen Dank dass du mir geschrieben hast. Es tut mir wirklich sehr leid was du erlebt hast. Umso toller finde ich es, dass deine Frauenärztin dir das Vertrauen gibt es nochmal zu versuchen. Ich wünsche dir alles Glück, dass ihr es schafft! Die Voraussetzungen hören sich mit der Ärztin super an! 🥰
Bei mir waren es Blutungen, frühzeitige Wehen ab Ssw 27 und dann zu allem Überfluss eine Schwangerschaftsvergiftung, obwohl ich keinerlei Risikofaktoren dafür habe. Bei einer zweiten SS ist eine Präeklampsie etwas wahrscheinlicher. Die einzig bekannte Prävention ist die tägliche Einnahme von Aspirin und genau dagegen bin ich allergisch, mit Atemnot und allem drum und dran, so dass das leider keine Option ist. Ich werde daher nur täglich Blutdruck kontrollieren können und engmaschig Urinproben abgeben müssen, mehr kann man leider nicht machen.. 😔 aber gut das wird schon irgendwie 😊
Glg

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Haloo.

Ich kann dir von meiner Mutter erzählen.
Sie hatte in der ersten SS ein HELLP Syndrom. In der 28. SSW musste ich geholt werden. Es war alles sehr aufregend und angstbelastet für meine Eltern. Ich habe mich aber anscheinend gut gemacht und es gab keine größeren Komplikationen.

Vor 29 Jahren war dieses Syndrom noch nicht so bekannt und man sagte, dass eine Frau es nur einmal bekommt. Von daher war meine Mutter wohl etwas entspannter.

2 Jahre später kam dann meine Schwester um den ET herum nach einer komplikationslosen SS spontan zur Welt.

Das soll jetzt nicht heißen, dass du dir keine Sorgen machen sollst. Ich glaube das kann man nicht vermeiden nach so einer Erfahrung.
Aber es geht beim 2. Mal bestimmt gut.

Alles erdenklich Gute für euch! 🙂

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