Emotionaler Durchhänger bei drohender Frühgeburt...

Guten Morgen ihr Lieben!
Bisher konnte ich den Gedanken gut vertragen, dass ich wegen "drohender Frühgeburt" im Krankenhaus liege. Aber heute, nach 10 Tagen, ist es soweit, heute beutelt es mich furchtbar und ich muss das einfach mal loswerden - vermutlich hat hier die ein oder andere ähnliches erlebt und hat ein bisschen Verständnis für mich....
Am 5.2. war ich zur Routineuntersuchung bei meiner FÄ. Schon zwei Wochen vorher lag mein Baby sehr tief im Becken, aber noch alles schick. Bei der Kontrolle hat sie geschallt, wurde unruhig und hat gesagt, dass ich jetzt aufstehe, mich anziehe und in die Klinik fahre, es gäbe "Frühgeburtsbestrebungen". Den Rest hab ich nimmer gecheckt, bin wie in Trance ins Auto, in die Klinik und dann ging sie Maschinerie los.
Kurz: bei 30+3 MM 1,5cm auf, ein großer Trichter, GBMH 1cm. Tokolyse, liegen, Lungenreife, Therapie nach Leitlinie.
Die Nebenwirkungen haben mich gebeutelt, ansonsten kam ich sehr gut klar mit der Situation.

Bin jetzt 32+6 und seit Tagen ist alles gleich: Immer wieder Bauchkrämpfe, mal Wehen, mal nicht. Es sticht am MM, es drückt runter.
Hab ein furchtbar schlechtes Bauchgefühl - und das hat mich bisher selten getäuscht.
Ich weiß, dass meine Woche gut ist, ich weiß, dass die Lungenreife super ist, ich weiß, dass ich nur abwarten kann und evtl bis Termin komme.
Die Schwestern, Hebammen und Ärzte sind top. Ich bekomme täglich von meiner Familie Besuch, lese, höre Musik, die Selbsthilfegruppe für Eltern bei drohender Frühgeburt + die Ärzte der Neo waren hier - es ist also alles bilderbuchmäßig. Sogar meine Bettnachbarin ist spitze. Aber das alles hilft mir nimmer. Auch dass der Zwerg lustig turnt und zappelt tröstet nicht.
Ich möchte heute einfach schreien und wegrennen... Hab Angst vor dem Ergebnis der Untersuchung morgen und ich hab Angst um mein Baby...

War schön, das mal loszuwerden. Ich bewundere jede Frau, die den Scheiß durchmachen und aushalten musste und weiß, dass es noch schlimmer sein könnte...
Liebe Grüße und eine schöne Woche!

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Hallo!
Ich möchte Dir mal ein bisschen Mut machen, denn wie Du schon schreibst, die Woche ist schon super, die Lungenreife ist durch und noch ist das Kind ja im Bauch #huepf
Das Du trotzdem Angst hast, kann ich natürlich gut verstehen, aber versuch wirklich, Dich zu entspannen und rede mit Deinem Baby, das es noch eine Weile aushält #liebdrueck
Unser Sohn wurde in der 29.SSW geholt und wog da 700g #schmoll Heute ist er 3 Jahre und man merkt ihm den frühen Start nicht mehr an!
Alles Gute für Euch #klee
LG

asira #winke

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Hallo,

ich kann Dich gut verstehen.

Vor 2 Jahren lag ich auch in der Klinik. Präeklampsie!

Nach gut 3 Wochen wurde meine Tochter 34+0 geholt. Ich war insgesamt 1 Monat stationär.

Krankenhaus schlaucht! Du hast einen Koller!

Aber: Du musst da durch und Du schaffst das! Für Dein Baby und für Dich!

33. SSW ist gut, 35. oder 36. SSW wäre aber besser. Halte Dich an das, was die Ärzte sagen und vertraue.

Hinterher ist alles wieder schnell vergessen!

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Danke für eure lieben Worte...
Hab mich verschrieben, bin 31+6, also 32. Woche - verlier langsam den Überblick hier.

Ja, Augen zu und durch - vermutlich ist das der berühmte Krankenhauskoller (bin selbst Krankenschwester, was die Sache nicht besser macht) und ich hoffe sehr, dass es tatsächlich so ist, dass hinterher alles vergessen ist. Zumindest der Zwerg lässt sich die Laune nicht verderben und macht Party - sollte mir mal statt jammern ein Beispiel daran nehmen...

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Hallo,

dann weine, schreie oder tu, was dir gut tut. Und dann atme tief durch und halte durch #liebdrueck

Ich kenne das. Lag bei meinem Großen von 29+6- 34+1 stationär im Kh, mit dem vollen Programm inkl. Höchstdosis Tokolyse die ganze Zeit. Jeder Versuch einer Reduzierung führte zu Wehen, die den Trichter vergrößerten.

Hatte ein paar Tage Wehen, die aber nix bewirkt hatten und hatte das durch liegen und Magnesium in den Griff gekriegt. Montags war ich auf Arbeit und hatte ne minimale Blutung und bin ins KH. Dort hatte ich starke Wehen auf die Ctg die ich nicht gemerkt habe und Mumu außen leicht auf, innen Trichter von 2 cm und GBmh kaum noch messbar, Schätzung war ca 0,5 cm

Ich hatte in den Wochen im Kh viele zuversichtliche Tage aber auch einige Tage voller Angst, Zweifel und gaaaaaanz viel weinen.

Entlassen wurde ich bei 34+1 und mit weiter schonen und liegen daheim kamen wir dann noch bis 36+0 nachdem bei 35+6 nach den ersten wehenfreien 2 Tagen plötzlich die Fruchtblase geplatzt ist.

Jeder Tag hat sich gelohnt und wenn ich meine beste Freundin, die ich dort kennengelernt habe nicht hätte, hatte ich kaum noch Erinnerungen an diese Zeit. Sie ist wirklich einfach gestrichen uns die Gedächtnis und kommt mir so unreal vor.

Und wenn ich mir keinen großen anschaue, der dann nur etwas trinkschwäche hatte und trotz nur 2630 g sofort bei mir bleiben durfte, weiß ich, dass sich jede Träne millionenfach gelohnt hat.

Mir hat immer der Gedanke geholfen, dass ich im Fall der Fälle am richtigen Platz bin und es somit nur hoffen und warten heißt. Und aufgeben kam nie in Frage. Für mich selbst hätte ich das nie durchgehalten, aber es ging um mein Baby, da hätte ich alles für ausgehalten. #verliebt

Du schaffst das! Genieße jede Bewegung in dir #liebdrueck

Lg

JD

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Danke für deine Antwort!
Da bist du ja echt noch weit gekommen... Das macht ein bisschen Mut! Dieses Warten zermürbt, hab auch schon vergessen, welcher Tag ist usw... Alles so ne Einheitssuppe. Der Tag wird irgendwie von CTG und Mahlzeiten bestimmt.
Ginge es nur um mich, wäre ich längst heim. Es ist echt erstaunlich, was man für sein Kind alles erträgt!

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Hi,
ich drück dir die Daumen für morgen.
Denk positiv und vertrau deinem Körper.
Ich lag ab der 32. Ssw im Kh und es war klar, dass meine Töchter Ende der 34. Ssw geholt werden. Das Kh durfte ich schwanger nicht mehr verlassen.
Du hast "wenigstens" die Chance noch etwas weiter zu kommen.
Bei mir war klar bis 33+6 und keinen Tag länger.

Ich weiß es ist zermürbend kein "Ziel" zu haben, aber jeden Tag länger ist besser für dein Baby. Jeder Tag gibt deinem Baby mehr Zeit um an Gewicht zuzulegen und zu reifen. Jeder Tag im Bauch verkürzt am Ende die KH Zeit für dein Baby.

Meine Töchter haben 3 Tage Intensivstation und 9 Tage Säuglingsstation hinter sich.
Es gibt nichts schlimmeres sein Kind im KH zu lassen und zu pendeln.

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Vor dieser Pendelei graut es mir auch... Und ich hoffe, es bleibt uns irgendwie erspart. Aber abwarten. Die Situation ist schon so und jetzt muss man durch. Für mein Baby bin ich um jeden Tag hier dankbar! Wenn ich heim darf und es losgehen sollte, wartet über ne halbe Stunde Fahrt und das ist auch nicht lustig.

Ihr seid hier alle echt lieb - vermutlich versteht sowas nur jemand, see al in der Situation gewesen ist. Danke

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Halte durch! Solche Tage gibt es. Ich lag beim großen 8 Wochen stationär! 7 davon mit i.v. Tokolyse, teilweise mit Becken hochgelagert. Es war furchtbar, teilweise hab ich nur geheult! Aber man schafft auch das! Ich bin unglaublich dankbar dass ich damals bis 35+2 gekommen bin! Ich drücke die Daumen dass ihr noch lange durchhaltet!

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Becken hoch lag ich auch tagelang. Grauenhaft! Bin nur froh, schon "so weit" zu sein. Diese Angst, gepaart mit dem Nichts tun können... Schlimm. Schön, dass ihr die 36. Woche erreicht habt und mittlerweile ein hoffentlich gesundes Kind habt!
Und danke für deine aufmunternden Worte!!

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Du schaffst das schon! Fürs Kind hält man das einfach aus! Ich hab mich über die kleinen Dinge gefreut! Z.b. Als ich mal zum Duschen aufstehen durfte...
Wir haben mittlerweile übrigebs zwei gesunde Kinder. Das ganze ist jetzt fast 6 Jahre her und vor 6 Monaten kam unsere kleine bei et+8 nach absolut konplikationsloser schwangerschaft zur Welt! Die Ursache für die vorz wehen damals hat man übrigens nie gefunden! Ne infektion war's nicht, sonst könnte man auch nichts finden!
Alles Gute weiterhin!

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Hallo.

Ich kann dich sehr gut verstehen....Wenn dir nach weinen ist,dann weine einfach! Das ist nicht schlimm!!

Ich lag bei meinem Sohn damals auch stationär, war in der 29.ssw ganz normal zur Kontrolle beim Arzt und er schaute nach dem GMH und plötzlich wurde er leicht panisch...Er sagte ich soll meinen Mann anrufen,er müsste mich jetzt mit dem RTW aus der Praxis holen lassen,es droht eine Frühgeburt!
Mein GMH war bei 1,5 cm mit großem Trichter und ich hatte auch Druck nach unten (hatte ich schon die ganzen Tage zuvor,hatte es aber nicht ernst genommen ).
Ich rief total zitternd mein Mann an und heulte.Kurz darauf kam auch schon der RTW und fuhr mich ins KH.
Das war mir sehr peinlich damals,denn ich war ja zu Fuß in die praxis gekommen und jetzt durfte ich kein Schritt mehr alleine machen.

War dann 2 Wochen stationär, hab lungenreifungspritze bekommen, wehenhemmer (ruhepuls von 200 fühlt sich ganz toll an,vor allem nachts...) und Antibiotikum.
Dazu täglich CTG und alle 2 Tage Kontrolle vom GMH.
Es war Sommer, 35 grad und ich bin bald verrückt geworden.durch die Medis hab ich soo extrem geschwitzt,durfte nicht aufstehen,hätte so gerne mal geduscht usw...schrecklich.
Ich hatte auch schreckliche Angst um mein Baby,ich arbeite seit einigen Jahren in der häuslichen Kinderintensivpflege und habe bereits einige Frühchen betreut und hatte so Angst,mein Baby müsste beatmet werden oder hat Langzeitschäden usw.
Zum Glück stabilisierte sich mein Gebärmutterhals und ich durfte ab der 31.ssw nach hause mit absoluter Schonung und nicht baden,schwimmen usw.
Mein Sohn kam bei 37+4 völlig gesund spontan auf die Welt.

Jetzt bei dieser SS hatte ich bereits ab der 23.ssw ein verkürzten GMH, zum Glück ohne trichter und durch Schonung stabilisiert er sich immer wieder.
Bin jetzt 34.ssw.

Ich möchte dir nur sagen,lass die Gefühle ruhig raus,das ist völlig normal und ich wünsche dir und deinem Baby alles Gute!

Ihr zwei schafft das!!!!

LG Susanne

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Danke für deine lieben Worte. War bei mir ja auch die Routinekontrolle, klingt sehr ähnlich bei dir. Und dass es bei euch gut ging, macht mir Mut.
Jetzt hock ich hier rum und warte darauf, dass der Oberarzt Zeit hat für die Untersuchung, die letzte Messung war vor einer Woche. Bin nervös! :-( hab gestern auch noch rumgeheult und rumgewütet, das musste wohl tatsächlich raus - jetzt gehts besser.

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Liebe lillyvanilli,

Ich war ab der 22. Woche im KH und "durfte" 12 Wochen das Bett hüten. Immer Wehen, Wehenhemmer, Beta-Blocker, Antibiose, in der 28. Woche Lungenreife und in der 32. Woche nochmal. Bei 32+4 Geburt.

Am Anfang war das Ziel, nämlich einigermaßen gesunde Kinder auf der Neo, so weit weg. Aber Tag um Tag verging. Eigentlich ein Grund zur Freude. Aber Tag für Tag wurde das Nervenkostüm dünner, der Besuch stellte immer dümmere Fragen und das Personal kam mir unsensibel vor. Waren auch einige, aber dafür sehr sehr nett und beratend.

Auch wenn du einen Durchhänger hast. Du tust das beste, was eine Mutter für ihr Kind tun kann. Du hast die bestmögliche Versorgung und harrst aus! Andere nehmen die Warnunge er Ärzte nicht in Kauf, rauchen, trinken und achten weder auf sich noch auf das Baby.

Und du kämpfst, jeder Tag ist ein gewinn und DU kannst es dir auf die Fahne schreiben, dass Du dein Kind einen Schritt näher an ein gesundes Leben herangeführt hast. Das kann NIEMAND anderes. Du bist der Star, der das aushält, der das durchmacht. Du zeigst die Nervenstärke und fügst dich in die Situation. Du hast die Sorgen und die Ängste. Aber du machst das toll und du hältst dich an das, was die Ärzte dir raten.

Kann es etwas besseres für dein Kind geben? Nein!!!

Und wenn auch ein Durchhänger da ist. Auch das ist in Ordnung. Und morgen sieht die Welt ein kleines bisschen besser aus! Warum? Weil du deinem Baby wieder einen Tag in deinem Bauch geschenkt hast! Du nimmst dich zurück, nimmst Nachteile für dich in Kauf, alles für dein Baby! Fällt dir etwas tolleres ein als das, was du für dein Baby machst?

Ich klopf dir auf die Schulter! Weiter so!

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Huhu,

ich lag auch ab 29+6 im KH. Bei 31+4 habe ich einen totalen Zusammenbruch erlitten. Es ging nichts mehr, man konnte mich nur sehr schwer darin hindern aufzustehen und rum zu laufen. Was natürlich mit einen vorzeitigen Blasenriss sehr fatal gewesen wäre.

Es wird auch wieder besser. Du musst immer dran denken, jeden Tag den du liegst, ist ein Tag weniger den dein Kind auf der Intensiv liegt.

Ich habe damals Baldirantabletten gekriegt um mich zu beruhigen, haben auch recht gut geholen. Im Zweifel kann man auch ein Beruhigungsmittel nehmen. Die Ärzte haben gemeint, eine einmalige Dosis ist weniger schädlich, als wenn die Mutter sich so aufregt das die Wehen stärker werden. Ich habe es trotzdem nicht genommen.

Halte durch!!! Ihr schafft das. Natürlich gibt es Höhen und Tiefen, aber es lohnt sich. Und hey, du musst nur liegen ;-) Ich hätte der Psychologin damals für den Satz an dem Hals springen können, aber Sie hatte recht!

Ich wünsche euch alles alles Gute, ein entspanntes und noch ganz ganz langes liegen zu zweit!!! Halte durch, es lohnt sich!!!

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Huhu!

Ich hatte auch einen offenen MM in der 31. SSW und Gebärmutterhals auf 1 cm verkürzt. Es folgten die Lungenreife und ein paar Tage KH.
Jeder verbreitete Panik: mein hohes Alter (42), fünftes Kind, Risikoschwangerschaft.
Am Ende musste zum Geburtstermin eingeleitet werden: weil ich soviel lag, nahm das Kind so zu, und man befürchtete, es würde nicht mehr passen.
Nach 90 min und 3 Presswehen war das Baby mit 4300 g dann da.

Also nur Mut und Geduld! ... und vorsichtshalber wirklich tun, was die Ärzte sagen ;-)

Alles Liebe!

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