EINGEWÖHNUNG

Huhu,

wir haben es geschafft, unser 24+2 Frühchen durfte jetzt endlich nach Hause. Die ersten Stunden liefen recht gut, aber seit abend ist er total unruhig und nur am weinen. Beim Trinken schläft er ein, aber sobald man ihn ablegt ist er am weinen. Im Krankenhaus war das selten so, da hat er seelig nach dem Trinken noch gekuschelt und man konnte ihn ablegen und er war dann laut Schwestern auch ruhig am schlafen. Und wenn nicht halt Sab, Wärmekissen oder Minicube hören immer sehr schnell.

Haben alles schon versucht, Wärmekissen auf den Bauch, sein Sab simplex, sein Minicube ... alles was im Krankenhaus immer super funktioniert hat scheint keine Wirkung zu haben. Auch kuscheln will er nicht. Ich glaube er ist einfach total überdreht.

Habt ihr dazu Erfahrung und wie habt ihr damals die ersten Tage gemeistert?

Vielen Dank und LG
Pikku

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Guten Morgen,
mein Kleiner futtert grad an meiner Brust da dachte ich mir ich schreib dir mal.
Einen richtigen Rat kann ich dir nicht geben, da Henri nicht so früh dran war (31+6).
Er hat aber auch immer wieder Bauchweh und 2 3 Tage richtig heftig. Beruhigen lies er sich einigermaßen mit herumlaufen und auch Fliegergriff half ihm pupsen. Da wir aber auch mal schlafen mussten haben wir ihm dann ein halbes zäpfchen gegeben. Das hab ich von einer Freundin bekommen...ist homöopatisch...ne rote Packung...ich guck nachher mal wie es heißt.
jedenfalls...halbe stunde später lagen alle im Bett und konnten schlafen :-)

Ach...und noch herzlichen Glückwunsch und eine wunderbare Zeit mit eurem Engel!
Geht es ihm sonst gut?

lg und gute Nacht

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Hallöchen und erstmal Glückwunsch zur Entlassung! Das ist ein echter Befreiungsschlag! Ich erinnere mich noch, wie es vor 5 Jahren bei uns war, als Zoe nach 3 Monaten mit komplett eingestelltem Rhythmus aus dem KH entlassen wurde... Genau wie bei dir! :-) ich denke, es ist auch deine eigene Anspannung, Aufregung, Freude, Angst, die sich auf das Bobbele überträgt. Tausend neue Eindrücke, endlich Ruhe, kein Gebimmel und Gepiepse von Geräten, keine fremden Stimmen, daran müssen sich die Kleinen auch erst gewöhnen. Ich bin mir sicher, nach 3-4 Tagen hat sich alles eingespielt und ihr könnt in euren Alltag starten.
Bei schlimmen Blähungen helfen meinen immer Kümmelzäpfchen, oder Viburcolzäpfchen. Aber ich denke eher, dass es die Eingewöhnung ist...
Ich wünsch euch nur das beste!

LG Mareike mit Zoe 29.SSW, Aris 38.SSW und Martha 36. SSW

3

Hallo Pikku,
das ist ja ganz toll, herzlichen Glückwunsch zu diesem großen Tag!! Ich lese hier immer ganz begeistert Deine informativen Beiträge, von denen ich in der kommenden Zeit sicher noch viel profitieren werde. #liebdrueck
Ich habe ja keine eigenen Erfahrungen, aber bei Freunden und ihremFrühchen hat esgeholfen, den Fernseher laufen zu lassen - der Kleine konnte ohne Geräuschkulisse nicht einschlafen. Bei ihnen wurde es nach 4 Tagen allmählich besser.

Alles Liebe!

tatzel & minitatzel 26+4 #blume

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Hallo Pikkunoita

Schön, dass ihr es geschafft habt!

Mein Sohn kam zwar erst bei 33+3, verhielt sich aber genau gleich.
Im KH war er das liebste Baby. Hat eigentlich nie geweint und immer sehr friedlich.
Zu Hause war dann alles anders. Meine Schwester kam bei 28+2 und auch sie hatte diese Anpassungsprobleme zu Hause.

Die Kleinen sind sich nicht gewohnt, dass es plötzlich so still um sie ist.
Im KH waren sie nie alleine und es waren permanent Geräusche da. Das ist sicher eine grosse Umstellung.

Bei meiner Schwester half es damals, im Hintergrund CD's abzuspielen, dies anfangs die ganze Nacht, so schlief sie wirklich besser. Und auch etwas Licht war die ganze Nacht an.

Bei unserem Sohn half anfangs nicht viel. Habe ihn viel getragen, trotzdem hat er sehr viel geweint. Schlussendlich war ich mit ihm bei einer Therapeutin, welche spezielle Tragetücher verkauft. Diese sind sehr elastisch und man legt das Kleine hinein, es gibt ihnen etwas das Gefühl als ob sie noch im Bauch wären. So habe ich ihn dann wirklich Stunden getragen, das hat ihn sehr beruhigt. Ich musste daneben ja auch noch seine grosse Schwester unterhalten (war damals 20 Monate alt).

Es war die ersten Monate wirklich streng. Wir blieben dann auch lieber zu Hause, da er auswärts noch mehr am schreien war. Das tägliche Bad war für ihn sehr wertvoll, da war er immer total entspannt.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit zu Hause. Geniesst es, auch wenn man manchmal an Grenzen kommt.

Jetzt ist mein Sohn 1,5 Jahre alt und wir geniessen unsere zwei Kleinen in vollen Zügen^!

#herzlich Herzlich Mugg

5

Als mein Zweiter nach Hause kam, war's ganz genau so wie bei euch. Wir sind pro Nacht auf höchstens 30min Schlaf gekommen und auch nur dann, wenn er auf unserem Bauch lag. Das war die reinste Hölle und er hat geschrien und geschrien und geschrien. Sobald er auf unserem Arm war, war allerdings Ruhe. Schmerzen hat er demnach keine gehabt, auch wurde vieles abgeklärt per US.

Das ging die ersten 12 Wochen zuhause so und ich war oft nahe am Aufgeben.

Und dann - auf einen Schlag - war er der liebste Bube der Welt. Er braucht jetzt zwar immer noch deutlich mehr Aufmerksamkeit als sein großer Bruder, aber man kann ihn endlich auch mal für ein paar Minuten ablegen und er schläft auch ein paar Stunden am Stück.

Halt irgendwie durch, auch wenn's hoffnungslos scheint. Irgendwann wird es besser.

Alles Liebe und Gute
Blaue-Ente mit Henrik und Micha

6

Ich habe zwar kein Frühchen, aber auch mein Kind konnte ich am Anfang nicht ablegen. Alle sagten: das muss so, er braucht die Nähe.
Warum soll es bei deinem Kind nicht auch so sein? Die neue Umgebung.... Er braucht jetzt auch einfach eure Nähe, denn das ist grad das einzig bekannte.

7

Huhu,

danke schonmal für Eure Antworten, er kommt langsam an. Abends will er anscheinend partout nicht schlafen, er ist fast vier Stunden am Stück wach bis wir ihm die Nachtflasche geben und zusammen ins Bett gehen ... und heute nacht hat er durchgeschlafen. Er hat es auch nicht mehr so oft dass er sich anklammert und mit rießengroßen Augen um sich schaut und schwer atmet.

Was ich toll finde: Die Fütterungen die wir ihm Krankenhaus gemacht haben macht er wie im Krankenhaus, erst Flasche ex trinken und dann spielen und kuscheln. Die Fütterungen die er nicht gewöhnt ist, da kuschelt er während dem Trinken und schlummert mehrmals schmunzelnd ein statt zu saugen :) Man merkt richtig dass er die ganz besonders genießt :)

LG
Pikku

8

#verliebt
Füttern, spielen, kuscheln, schlummern, schmunzeln, genießen.........ach, das klingt so schön.

#winke

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hallo!

mein kleiner kam bei 32+2.
im krankenhaus lief es eigentlich toll und ich dachte schon: hey, ich habe das pflegeleichteste kind der welt mit einem perfekten rhythmus das kaum weint.

kaum zu hause war die welt bei uns aber eine ganz andere und mein sohn, mittlerweile 18 monate will mich bis heute eigentlich gar nicht mehr loslassen und braucht extrem viel nähe. von daher musste ich schon etwas lächeln als ich las: "wie habt ihr die ersten tage gemeistert".

ich hatte oft das gefühl dass er einfach auch ganz viel nachholen musste und je wacher er wurde kam auch immer mehr hervor dass er eigentlich ein sehr sensibler mensch zu sein scheint der das ganze doch nicht so einfach weggesteckt hat. ganz am anfang können die minis sich zudem rein physisch auch noch nicht so gut äussern und mitteilen und maunzen nur ganz zart. auch das wird sich ändern.

ich möchte dich nicht entmutigen aber die zeit im krankenhaus ist oftmals nicht zu vergleichen mit der zeit zu hause.
es kommt ja auch noch dazu dass man das kind jetzt 24 stunden versorgt und man jetzt erst merkt wie anstrengend das sein kann.
und du wirst es vermutlich schon von ganz vielen seiten gehört haben: eine tragehilfe wird bei einem kind dass sich nicht ablegen lässt die sinnvollste anschaffung überhaupt sein.