Verhütung beim Stillen! Wie macht ihr das?

Hallo Ihr Lieben,

meine Kleine ist jetzt 4 Wochen alt und mein Wochenfluss ist fast vorbei. Jetzt mach ich mir Gedanken um die Verhütung. Termin beim FA hab ich erst in 4 Wochen und dann möchte ich wissen wie ich am besten verhüte. Habe gehört die Pille Cerazette kann man während dem Stillen nehmen. Stimmt das? Hat das keine Auswirkungen auf den Säugling?
Dann hab ich mir überlegt mir eine Kupferspirale legen zu lassen aber die hat ja viele Nebenwirkungen und die Mirena ist ja für fünf Jahre gedacht. Eventuell wollen wir aber in 2-3 Jahren nochmal Nachwuchs, somit würde ich ja das Geld zum Fenster raus werfen.

wie verhütet ihr und wie kommt ihr mit der Spirale klar?

Bin über viele Meinungen dankbar.

Gruß maren

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hallo,
ich hatte nach dem wochenfluss die cerazette.kam aber leider wie viele nicht damit klar.einige finden sie toll,man bekommt keine blutung(oder selten) und es gibt keine auswirkung auf den säugling.als ich abstillen musste, hab ich mir gleich nen termin geholt,weil ich ne neue pille haben möchte...
lg tobienchen

2

Hallo Maren,

mein Kleiner ist jetzt 17 Wochen alt (stille voll) und ich verhüte z.Zt. noch mit der 3Montas-Spritze. Ich habe sie super vertragen, hatte nur am Anfang etwas Schmierblutungen, mir war nicht schlecht und habe auch nicht zugenommen. Lasse mir aber nächste Woche die Hormonspirale legen. Kostet mich zwar erstmal 290,- € Aber mit der Spritze oder Stillpille kommt man nicht unbedingt günstiger. Spritze kostet 35,- und Pille wohl 38,- im Viereljahr (bestimmt muss man noch die Praxisgebühr draufrechnen) Momentan denke ich dass ich sie vielleicht so 3 Jahre lassen werde...bis zum nächsten#baby
Kenne 3 Frauen in meinem Freundeskreis die haben auch die Hormonspirale und sind super zufrieden, eine davon hat sie sich im Januar diesen Jahres ziehen lassen und war kurz darauf schwanger. Bei der 3Montasspritze kann das schon etwas länger dauern, deshalb ist das auch ein Grund, weshalb ich mir sie nicht nocheinmal geben lasse. Klar wenn man sie nicht verträgt, sind aufeinmal fast 300,- futsch...aber wenn es klappt muss man an keine Pille denken, die man auch mal vergessen kann

Liebe Grüße Kathleen + Oscar

3

hallo....

habe die 3-monats-spritze bekommen, weil ich mich nicht auf eine "mini-pille" festlegen wollte - lotta hat so wenig/unregelmäßig geschlafen, da wollte ich einfach nicht in die gefahr kommen, mir einen wecker (!) stellen zu müssen, um die einnahmezeit nicht zu verpassen... wenn sie mal schlief, schlief ich auch.

habe dann nach einem jahr wieder meine ganz normale pille genommen...

lg, Kathrin mit Lotta (4;10) und nur zwei beinen, #stern und mädchen-baby (26+2)

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Liebe Maren!
Es gibt eine Menge Verhütungsmöglichkeiten wenn Du stillst!

1) Mechanisch

Kondome sind ein geeignetes Verhütungsmittel während der Stillzeit - auch wenn es für einige ungewohnt sein mag. Sie lassen sich sofort nach der Geburt anwenden und haben auch keinen Einfluss auf die Muttermilch.

Nach der Wochenbettphase eignen sich auch andere Barrieremethoden, beispielsweise Diaphragma, Portiokappe oder das Lea Contrazeptivum. Frauen, die schon vor der Geburt ein Diaphragma verwendet haben, sollten es neu anpassen lassen, weil sich die Größe ändern kann. Die Kontrolluntersuchung sechs Wochen nach der Geburt ist ein geeigneter Zeitpunkt dafür.

Viele Frauen lassen sich sechs Wochen nach der Geburt eine Spirale einsetzen.

2) Hormonell

Manchen Frauen ist der Gedanke an einen Fremdkörper in Scheide und Gebärmutter unangenehm. Reine Gestagenpräparate ohne Östrogen sind eine Alternative. Im Gegensatz zu den Kombinationspillen beeinflussen östrogenfreie Präparate weder Fluss noch Qualität der Milch. Es konnte auch gezeigt werden, dass Gestagene keine Auswirkungen auf das Wachstum des Kindes haben.

Zu den reinen Gestagenpräparaten zählen neue Minipille, Minipille, Dreimonatsspritze, Verhütungsstäbchen und Hormonspirale. Im Vergleich zu herkömmlichen Spiralen treten weniger Blutungsstörungen auf. Der Vorteil gegenüber oral zugeführten Pillen oder Depotpräparaten in Spritzenform ist, dass die Hormonspiegel gleichmäßig niedrig liegen.

3) Natürlich

Natürliche Verhütungsmethoden wie die Temperaturmessung sind in der Stillzeit nicht unbedingt sicher. Bei den meisten Frauen gerät der Schlafrhythmus so weit durcheinander, dass die Aussagekraft der morgendlichen Aufwachtemperatur viel zu gering ist. Ohnehin sind Verhütungsmethoden, die an Regelmäßigkeit gebunden sind und Selbstdisziplin erfordern, in dieser Zeit schwer durchzuhalten - Stillen, Zuwendung für das Kind und die familiäre Neuorientierung erfordern nämlich einen ziemlichen Kraftakt.

Das Stillen selbst bietet einen guten Schutz vor einer erneuten Schwangerschaft. Es müssen hierbei aber einige "Regeln beachtet werden:
LAM (Laktationsamenorrhö-Methode) gilt als sichere Methode, wenn die Frau ab dem 56. Tag nach der Geburt noch keine Periode hatte und die Geburt nicht länger als 6 Monate zurückliegt. Es muss tagsüber mindestens alle 4 Stunden gestillt werden und nachts darf der Stillabstand nicht größer als 6 Stunden sein.

Bei Studien wurde eine Sicherheit von mehr als 98% festgestellt (Pearl Index 2), wenn die oben genannten Kriterien zutreffen.

4) Sterilisation

Manche Paare sind sich nach der Geburt sicher, dass die Familienplanung abgeschlossen ist und keine weiteren Schwangerschaften folgen sollen. In diesem Fall kann sich einer der Partner sterilisieren lassen. Bei Männern lässt sich der Eingriff ambulant und in Lokalanästhesie durchführen, Frauen brauchen dagegen eine Vollnarkose, weil die Eileiterdurchgängigkeit per Bauchspiegelung unterbrochen wird.

Eine Sterilisation ist auch direkt nach einer Geburt möglich. Durch einen kleinen Schnitt am Bauchnabel werden die Eileiter größtenteils entfernt. Sollte ein Kaiserschnitt geplant sein, lässt sich die Sterilisation auch während des Eingriffs durchführen. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt unbedingt schon zu Beginn der Schwangerschaft informieren.

(Artikel von Dr. med. Katharina Larisch)

Über die Sicherheit der NFP gibt es jetzt eine Langzeitstudie der Universitätsklinik Heidelberg wo der Pearl Index der NFP zwischen 0,4-0,6 liegt. Das ist besser als die Pille, die bei 0,6- 0.8 liegt.

Es gab es im Februar einen artikel in der "Welt"
http://www.welt.de/wissenschaft/article728068/Natu...le.html


Habe selbst voll gestillt und während der Stillzeit mit LAM und der Zervixschleimmethode verhütet, die ich auch schon vor der SS angewendet habe.

Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lactational_Amenorrhea_Method


Und wenn Du nicht stillst:
Natürliche Verhütung über:
Temperatur und Schleimstrukturmethode.
Sehr sicher!

Coitus interruptus, sehr unsicher

Hormonelle Verhütung über:
Pille
Minnipille
Hormonspirale
3-Monats-Spritze
Implanon
NuvaRing
Ortho Evra
Alle ziemlich sicher, kommen für Dich aber evtl. nicht in Frage.

Mechanische Verhütung über:
Kondom
Diaphragma
Portiokappe
Lea Contrazeptivum
Spirale
Ebenfalls ziemlich sicher

Chemische Mittel als:
Scheidenzäpfen
Gels
Schwämchen
Ovula
Schäume
Meist nur in Kombination mit einer barrieremethode ziemlich sicher

Verhütung-Computer:
Persona
Ladycomp
Bioself
Cyclotest
Siehe:
http://www.stiftung-warentest.de
dann bei Suche Zyklustester eingeben und auf pdf klicken


Sterilisation
Sterilisation bei der Frau
Sterilisation beim Mann
Kommt bei Dir nicht in Frage, da Du ja noch ein Kind willst

Pille danach (auch hormonell)
"Nur im Notfall"


Ich habe einen Sohn (22 Monate, Wunschkind im 1. ÜZ) und verhüte sehr erfolgreich mit NFP (Natürliche FamilienPlanung)
Kein "Fehltritt" vorher, und bis jetzt keiner hinterher!!!


Gruß Silke
exam. Krankenschwester

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