Ich verzweifle am Hauskauf

Hallo ihr Lieben!
Ich weiß gar nicht, was ich mit diesem Post bezwecken will. Vielleicht einfach Mal jammern, vielleicht den einen Tipp zum Erfolg bekommen?
Auf jeden Fall verzweifle ich gerade am Thema Hauskauf. Wir sind eine kleine Familie mit 2 Kindern und wohnen derzeit zur Miete in einer großen (130qm) Erdgeschosswohnung mit kleinem Garten in einer mittelgroßen Großstadt in NRW. So weit so perfekt. ABER: die Miete ist okay aber schon so teuer, dass es mir etwas weh tut das nicht in einen Kredit zu stecken wo einem hinterher wenigstens was gehört. Und der Schnitt der Wohnung ist nicht ideal. Das zweite Kinderzimmer hat nur 5-6qm mit vielen kleinen "Absätzen" in den Wänden, sodass man sehr schlecht Möbel stellen kann. Im Moment wohnt unser Baby dort und es ist kein Problem, spätestens mit großem Bett und Schreibtisch ist das Zimmer aber überfordert. Dh wir müssen spätestens zur Einschulung von K2 umziehen.
Die Suche nach einem Haus zum Kaufen gestaltet sich aber quasi unmöglich. Der Markt ist quasi leer. Und für das, was angeboten wird, werden fast schon Mondpreise verlangt. Unser Budget ist mit 500.000€ eigentlich gar nicht so klein und trotzdem ist für diesen Preis hier absolut nichts zu bekommen. Es ist sooo frustrierend! Wie kann es denn sein, dass man sich als Familie mit zwei wirklich guten Einkommen kein Haus mehr leisten kann?

Wie geht es euch damit? Wie habt ihr euer Haus gefunden. Wer hat den ultimativen Tipp für mich?
😭

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Hallo ,

Problem kennen wir … wir haben es auf gegeben …. Haben ne schöne Wohnung zu Miete …. Aber 500.000€ selbst das sind Mondpreise …. Alles völlig überteuert…. Für das Geld hättest du vor ca . 10-15 Jahren dir zwei Häuser kaufen können … und das liegt ehr an den Grundstücken… das ist das große Problem. Das steht zu keinen Verhältnis …

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Ja total ätzend!

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„überteuerte Mondpreise“ sind es nicht, sondern aktuelle Marktpreise. Und die sind leider auch realistisch und wenn man so teuer einkauft muss man sich in den Ballungsräumen von NRW nichtmal Sorgen darum machen einen Wertverlust zu haben. Doof, aber realistisch. Uns geht es genauso, nur dass wir zum Glück vor 5 Jahren noch eine prima bezahlbare ETW gekauft haben. Nur eine größere Immobilie zu finden wird jetzt für uns auch schwierig.

Man könnte nur überlegen, ob man ggf. gar nicht den Anspruch hat die Immobilie wirklich zu tilgen. Man sich also nur die „Miete“ für die nächsten 15 Jahre fixieren will und es einem nichts ausmacht das Haus dann irgendwann mit einer Restschuld zu verkaufen oder zu vererben. Dann hätte man jetzt ein deutlich höheres Budget zum Ausgeben und Sinn macht es wirtschaftlich ggf. trotzdem.

Man braucht halt Mut und Marktkenntnis.

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Wir wohnen in einer Großstadt. Hier kriegst du für dein doppeltes Budget in einem netten Viertel mit viel Glück ein kleines Reihenhaus...
Wir haben uns eine Zeitlang Immobilien in unserem gefühlten Budget (Bank würde sicher noch mehr geben) angeschaut, fanden alle langweilig, furchtbare Stadtteile, billig gemacht...
Wir bleiben beim Mieten. Haben eine schöne Immobilie, wie ihr auch mit Garten. Bei uns bleibt neben der Miete viel Geld über, das wir anlegen. Wer weiß, vielleicht kaufen wir dadurch „in bar“ später mal eine kleinere Wohnung im Alter.
Willst du unbedingt Eigentum? Dann erzähl allen, die du kennst, davon. Manchmal ergibt sich über Bekannte etwas. So ist es manchen Freunden von uns in „billigeren“ Städten gegangen. Aber bedenke auch: Miete, wenn man nebenher Vermögen bilden kann, ist nicht nur rausgeworfenes Geld. Man zahlt auch für Service und für Flexibilität. Vielleicht findet ihr mit dieser Einstellung auch eine passendere Mietimmobilie.

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Du, ich hätte echt nichts gegen dauerhaft mieten! Aber mindestens 4 Zimmer mit Garten ist sehr schwer zu finden. Bevor wir hier eingezogen sind haben wir 2 Jahre lang gesucht...

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Ja, wir auch. Haben uns einiges angeguckt, bevor das Passende kam... So wie ich es verstehe, ist euer zweites Kind noch klein, ihr habt doch noch Zeit und könnt nach Eigentum und Mietimmobilien gleichzeitig gucken.
Ich muss sagen, wir sind da anders drauf als einige hier. Ich liebe unseren Stadtteil. Super grün, die Kinder gehen hier ab Grundschulalter alleine raus, wie in meiner Kindheit. Wir kennen alle unsere Nachbarn, quatschen im Garten oder im Vorgarten. Und trotzdem laufe ich 5 Minuten zur Bahn, bin in 5 weiteren Minuten bei meiner Arbeit (mein Mann in 10) und in 15 Minuten mitten in der Stadt. Bioladen, Rewe,Metzger, Blumenladen-machen wir alles zu Fuß. Nein, ich würde nicht in einen Stadtteil ohne öffentliche Verkehrs-Anbindung ziehen für Eigentum. Nein, ich würde nichts kaufen, was ich in meinem Leben nicht mehr abbezahlen kann. Nein, ich will nicht, dass wir beide für den Besitz voll arbeiten müssen und nicht mehr die Zeit für unser Kind und unser Familienleben haben wie jetzt. Warum soll ich mein Leben extra schwer gestalten? Nur um zu sagen, „das Haus/die Wohnung gehört mir“? 😉
Eigentum ist sicher schön, wenn es wirklich passt. Aber in meinem Umfeld verursacht Eigentum oft mehr Stress als Freude. „Alles, was du besitzt, besitzt irgendwann dich.“...
Ich wünsche euch, dass ihr das findet, was für euch wirklich passt.

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Also ich komme zufällig aus der gleichen Stadt wie Du, wir hatten allerdings das Glück, vor ca. 5 Jahren eine DHH zu finden.
Wir planen, evtl. neu zu bauen, das ist finanziell aber vor allem nur deshalb realistisch, weil wir den Gewinn unserer Immobilie als Eigenkapital einsetzen können. (Wenn wir denn ein Grundstück finden 😂)

Ich kann Dir folgende Tipps geben, vielleicht kennst Du einen noch nicht…
- alles online abklappern (ImmoScout24, Immowelt, EBay Kleinanzeigen, alles…, am besten täglich)
- Nachbarn, Freunde, Bekannte ansprechen, dass Ihr sucht
- bei allen großen Maklern in der Stadt ein Gesuch aufgeben, die Kundenkartei erfährt meist vor allen anderen von neuen Immobilien
- den Vermieter ansprechen, ob ihr die Mietimmobilie kaufen könnt (wenn zb fürs Kinderzimmer angebaut werden könnte)
- flexibler werden bei der Art der Immobilie, beim Alter, beim Standort
- in den Nachbarstädten schauen, ja doof, weiß ich, aber manchmal steht das Traumhaus halt 3 km weiter
- Omas+Opas/ Tanten/ etc abklappern, ob die nicht ihre Immobilie verkaufen wollen oder noch etwas Eigenkapital beisteuern können
- gut vorbereitet in einen Besichtigungstermin gehen, also zB direkt einen Sachverständigen mitnehmen, sodass ihr schnell entscheidungsfähig seid. Überlegt euch vorher, was Euer absolutes Preislimit für diese Immobilie ist. Sprecht mit Handwerkern, welche Gewerke wie teuer werden könnten, ungefähr reicht ja. Sprecht mit der Bank, wenn das letzte Gespräch schon etwas her ist. Die Zinsen sind deutlich geringer als noch vor 2-3 Jahren, das verändert das Budget deutlich.

Ist vielleicht Eure Vorstellung zu konkret? Ich finde Euer Budget jetzt nicht soo knapp oder unrealistisch (für unsere Stadt). Klar, bestimmte Stadtteile fallen damit weg, bzw. werdet Ihr auch kein unterkellertes EFH mit 180 qm Wohnfläche und 800 qm Garten bekommen, höchstens als unsanierten Altbau.
Schaut euch sonst einfach mal Häuser an, die auf den ersten Blick nicht 100 % passen. Vllt ist da ja Liebe auf den zweiten Blick möglich?

Ansonsten bleibt nicht soo viel.
Mieter bleiben oder Ansprüche runter schrauben. Finanziell bis ans Limit gehen finde ich für mich gar nicht ok, aber drüber nachdenken kann man ja mal.

Leider ist die Haussuche sehr frustrierend gerade, kann ich gut verstehen. (Ich arbeite in dem Bereich…)
ABER: Ihr braucht keine große Auswahl. Ihr braucht nur das EINE Haus.
Man weiß einfach nie, was noch so kommt, vllt steht schon morgen DAS Haus für euch bei Immoscout drin 🤷🏼‍♀️🤞

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Haha na dann sag Bescheid, wenn ihr euer Haus verkaufen wollt! :D

Danke für deine Anregungen. Vermutlich müssen wir was die Lage angeht tatsächlich noch etwas flexibler werden...

Dauerhaft mieten wäre jetzt auch nicht das Problem. Aber mindestens 4 Zimmer mit Garten ist auch super schwer zu finden.

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Hallo!
Ich habe gerade versucht, dich per PN anzuschreiben, klappt aber nicht. Magst du es mal bei mir versuchen?
Liebe Grüße, Dian

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Eine Bekannte wurde zum Thema Hauskauf von der lokalen Zeitung interviewt. Sie hatte auch schon über zwei Jahre gesucht und dort von ihren Erfahrungen berichtet. Über diesen Artikel hat sie mehrere Immobilien angeboten bekommen, eine davon auch gekauft. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit für euch.

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Oh witzige Idee! Danke!

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Wir haben unseren Suchradius erweitert und plötzlich genau 1 Ort neben unserer alten Grenze unser Traumhaus gefunden. Inzwischen ziehen auch hier die Preise langsam an. Was ihr noch machen könnt: Visitenkarte in die Briefkästen oder Aushänge im Wunschviertel.

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Bekannte von uns sind im Sommer immer wieder in den Gegenden spazieren gegangen, wo sie kaufen wollten.

Haben mit den Leuten im Garten gesprochen bzw. angesprochen. Nette Kärtchen verteilt und wurden dann von einem Verkäufer fer kontaktiert.

Dieses Haus stand nie für den freien Markt zu Verfügung. War ätzend so seine freie Zeit zu
Verbribgen, aber so verbreiten sich diese Infos am besten, denn in einer Wohngegend kennt man sich am besten-hoffentlich.

Majonjon

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Hallo!
Ich würde auch den Radius erweitern. Im „Speckgürtel“ oder in an der nächsten Autobahnauffahrt gelegenen Orten ist vielleicht eher etwas zu finden, für einen bezahlbaren Preis.
Viele Glück und nicht aufgeben!

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Das ist das Problem in NRW als am dichten besiedelten Bundesland. Wenn du aus Köln soweit raus gehst, dass es günstiger werden müsste, dann sind das schon die Speckgürtel von Düsseldorf, Bonn, Aachen,... und das geht immer so weiter. Hier ist kaum noch was erschwinglich, was einen Bahnhof oder einen Autobahnanschluss hat. Nur wenn man mitten in die Eifel, das Sauerland oder den „dunklen Teil“ des Ruhrpotts ziehen will, kann man es noch bezahlen. Da bleibe ich dann doch lieber in der teuren Stadt und begrenze mich flächenmäßig.

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Ganz genau!

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Bei uns hier in der Nachbarschaft wurden die letzten Jahre 5 Häuser verkauft und nur eins davon war offiziell inseriert. Die anderen gingen alle auf anderen Wegen weg.

Wir hatten uns auch etliche ältere Häuser angeschaut. Unter 500.000 wurde keins davon angeboten und die waren trotzdem alle ruckzuck verkauft. Trotzdem haben wir letztendlich deutlich weniger gezahlt.

Der Tipp ist daher tatsächlich, sich überall umzuhören und zu erzählen, dass ihr sucht. Vielleicht ist dann jemand dabei, der vom Tenniskollegen o.ä. weiß, der verkaufen will.

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