Extreme Belastung durch Bellenden Hund in der Nachbarschaft

Guten Morgen zusammen,

Ich habe ein Problem und würde mir gerne Tipps und Meinungen von euch einholen.

Mein Sohn ist 1 Jahr alt und ich wohne mit ihm und meinem Mann in einer Mietwohnung. Ich wohne dort schon seit 8 Jahren. Unser Schlafzimmer ist hinten raus zu den Gärten mehrerer Einfamilienhäuser.
Dort gibt es einen Hund, der schon immer sehr oft und laut gebellt hat.
Vor kurzem wurden die Hecken geschnitten, sodass er Einblick hat, was außerhalb seines Gartens geschieht und seitdem ist es eine reinste Katastrophe.
Er bellt ununterbrochen, von morgens bis Abends. Sobald sich jemand draußen aufhält, er ein Geräusch hört oder einen Menschen sieht bellt er.
Ich glaube auch, dass die Leute nicht mit ihm Gassi gehen und nur in den Garten pinkeln lassen, habe sie seit ich dort wohne noch nie gesehen.
Mein 1 jähriger Sohn wird jedesmal aus dem Schlaf gerissen. Zum Mittagsschlaf über Tag und am Abend ist es noch schlimmer.
Er ist sowieso ein sehr schlechter Schläfer. Ich lege ihn um 18 Uhr hin und gestern ging das Gebelle dann von 18 30 bis 22 Uhr mit Unterbrechungen. Mein Sohn ist jedesmal wach geworden und hat geweint und es ist jedesmal ein Kampf das er wieder schläft.
Ich selber gehe auch um 21 Uhr schlafen und kann durch das Gebelle nicht einschlafen wenn er sich noch bis 22 Uhr dran hält.

Es ist eine extreme Belastung für mich und meine Familie. Die Schlafräume sind alle auf der seite und tauschen wäre auch nicht möglich.

Was kann man in so einer Situation machen?
Hat man irgendwelche Rechte?
Ich kann den Leuten ja nicht verbieten, dass sie ihren Hund in den Garten lassen.
Und grade jetzt wo es wärmer wird, ist er sehr oft draußen, im Winter hielt es sich noch in Grenzen.
Habe schon überlegt einen Brief zu schreiben oder mal klingeln zu gehen, aber was sagt man ohne das sich jemand angegriffen fühlt und es im Streit endet? Ich weiß nicht wie kooperativ die Leute sind, ich meine die hören das bellen ihres Hundes ja auch und es scheint sie nicht zu stören.

Vielleicht könnt ihr mir helfen mit Tipps und Ratschläge.

Vielen Dank im voraus und Liebe Grüße

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Ich würde das Gespräch suchen. Briefe können falsch interpretiert werden. Geh mal rüber klingeln, stell dich vor und frage ob sie kurz Zeit hätten.

Dann schildere das Problem mit deinem Sohn (dass du nicht schlafen kannst würde ich nicht erwähnen). Frage, ob es möglich wäre den Hund zur Mittagsschlafzeit und abends nicht mehr bellend in den Garten zu lassen. Nenne am besten realistische Uhrzeiten nach denen man sich richten kann.

Meine Nachbarn hatten in der direkten Ansprache immer am meisten Verständnis. Zur emotionalen Bestechung hatte ich dann auch das Baby auf dem Arm. Dem kann man nur selten widerstehen.

Wenn deine Nachbarn sich einverstanden erklären, dann stell ihnen in den nächsten Tagen eine kleine Aufmerksamkeit vor die Tür. Wenn es klappt mit dem Hund (auch nur anteilig) dann geh rüber und bedanke dich.

Du musst bedenken, die Leute schränken sich wegen deinem Kind ein. Klar, man könnte jetzt sagen, dass der Hund nur 30 Minuten bellen darf, aber dann kann man sich schon mal einen Anwalt und ein neues Nervenkostüm suchen.
Mit freundlicher Ansprache hast du mehr Erfolg.

Alles Liebe
Muriel

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Ich finde das ist ein richtig toller Vorschlag!

Man muss nicht immer direkt auf Konfrontation gehen. Nett fragen ist doch genug für den Anfang.

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Hallo

Ich würde als erste Idee mich beim Tierschutzbund informieren. Da gibt es bestimmt Do's & Don't's für Hundehalter. Die Infos könnten sowohl dir, als auch dem Hund indirekt dienen, falls zur Verbesserung der Situation etwas unternommen werden kann.

Alternativ oder zeitgleich versuchen, die Meinung von Nachbarn zu erfahren. Wenn mindestens 2 Haushalte mit dem Halter direkt sprechen, könnte es mehr Wirkung haben als wenn ihr alleine vor seiner Tür steht. Oft kommt ja dann der Spruch: "Ich habe von niemand anderem eine Beschwerde erhalten. Sie sind empfindlich."

Wünsche baldige Beruhigung.

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Ich würde mich mit anderen Nachbarn zusammen tun und gemeinsam dort aufmarschieren. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die das Gebell nicht stört.
Hast du dich mal umgehört?

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Ich würde mich an den Tierschutz wenden und auch an den Vermieter 1 wegen dem Lärm und ich finde es ist ein No go das der Hund in den Garten pinkelt.

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Naja, es ist ein Einfamilienhaus. Es ist deren Grundstück und die Leute können ihren Hund dort hinpinkeln und kacken lassen, soviel wie sie wollen. Das ist doch deren Sache. 🤣 Und der Vermieter wird wohl auch nichts machen können. Denn das Einfamilienhaus der Nachbarin gehört ihm wohl nicht. 😉

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Doch du kannst mit einem Anwalt oder dem Mieterschutzbund sogar bei Hundegebell sogar 5 bis 10 % Mietminderung bekommen.

Als erstes würde ich mit dem Besitzer sprechen und wenn er nichts macht mit dem Tierschutzbund damit sie schauen ob die Haltung okay ist und wenn es ganz schlimm ist und er nicht reagiert die Polizei rufen.

Mir würde der Hund leid tun

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Tierschutz ist der falsche Ansprechpartner, da ein Hund, der bellt nicht automatisch auf eine schlechte Haltung hindeutet.
Hundegebell ist eine Lärmbelästigung und daher ist das Ordnungsamt Deines Wohnorts zuständig. Sinnig wäre es auch, ein Lärmprotokoll zu erstellen.
Wenn Du den Weg der direkten Kontaktaufnahme scheust, bzw.dieser nicht erfolgreich ist, dann wende Dich ans Ordnungsamt
LG

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Der Tierschutzbund kommt raus und schaut sich erstmal an ob das Tier wirklich artgerecht gehalten wird.

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Das streite ich ja nicht ab und mag vll auch für das Tier sinnvoll sein, aber das nützt der TE doch erst Mal wenig. Zumal der Tierschutzbund rechtlich ja auch nix machen kann, außer zusagen: "Du,du,du, ich melde Dich dem Veterinäramt" .
Die wenigsten Kläffer werden "nicht artgerecht" gehalten. Die sind halt einfach unerzogen und das ist per se nicht tierschutzgefährdend.
Wenn die TE mittelfristig für sich (!) Abhilfe schaffen will, ist das Ordnungsamt der richtige Ansprechpartner, nicht der Tierschutzbund
LG

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Wir hatten man das gleiche Problem. Man hat uns darauf hingewiesen, dass es möglich ist die Miete zu mindern, obwohl der Vermieter nicht schuld ist. Am besten mal beim Mieterschutzbund dazu informieren (wie gesagt, ist von mir nur hörensagen).

Der Vermieter wird ganz schnell ein Interesse daran haben, dass Ruhe ist.

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Ist irgendwie fies. Warum soll dein Vermieter das Ordnungsamt rufen. Das könntest Du doch selbst tun.
Er kann doch auch nichts dafür.

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Ich sage nur wie die Sachlage ist. Wir wohnen schon lange nicht mehr zur Miete. Als wir ausgezogen sind, kam ein Makler und wollte die Wohnung fotografieren. Ihm fiel da der laut belende Hund auf und sagte, dass wir die Miete deswegen hätten reduzieren können. 🤷🏻‍♀️

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Zuerst einmal würde ich ein Lärmprotokoll anfertigen. Wann wird gebellt und wie lange. Das muss für den "Ernstfall" protokolliert sein.

Dann würde ich als nächstes ganz einfach zu den Nachbarn hinüber marschieren, klingeln und das Problem schildern.

Stellen sie sich quer und stellt sich keine Verändeurng ein, würde ich das Ordnungsamt informieren.

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Gibt es nicht gesetzliche ruhezeiten? Gegen kinderlärm kann man ja nicht direkt vorgehen, aber sind die Besitzer nicht verpflichtet den Hund rein zu holen wenn der dauerhaft bellt? Ich kenne mich da nicht so gut aus, aber ich würde auch erttmal mit einer zweiten oder dritten Partei das Gespräch suchen, ansonsten dann härtere Maßnahmen in Erwägung ziehen.
Wir haben unter uns auch nen Hund der, wenn er alleine ist, ständig jault. Einmal bis nachts 23 Uhr, dann haben wir Polizei gerufen, weil es extrem war. Daraufhin kamen dann auch die Besitzer die uns dann Ansprachen und meinten es könne nur der Hund von xy gewesen sein.... Da fehlt jede Einsicht. Aber die ziehen demnächst weg, deswegen ertragen wir es noch. Ggf abends die Polizei rufen. Das macht dann auch schon extrem Eindruck, sollte der Besitzer nicht einsichtig sein.

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Ab 22 Uhr muss Zimmerlautstärke herrschen. Bis 7 Uhr Morgens.

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Und mittags? Meine Eltern haben auch ein Eigenheim und mittags ist auch bis 15 Uhr Ruhe

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Hallo,

wir haben ein Reihenhaus und auch eine liebe Labrador Dame. Wenn sie den ganzen Tag bellen würde, würde auch die ganze Nachbarschaft was davon haben. Wir mögen das auch gar nicht und rufen sie auch gleich rein oder gehen zu ihr. Wir möchten weiterhin ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn haben. Die finden es mittlerweile sogar super, dass unsere manchmal anschlägt, wenn für sie eine fremde Person dort rum läuft. 🤭
Das Hunde mal auf dem eigenen Grundstück ihr Geschäft erledigen, kann halt mal passieren.

Nun aber zum eigentlichen Thema. Ich würde entweder auch mit anderen Nachbarn sprechen und gemeinsam dort hingehen oder einfach allein zu den Ruhezeiten mit Kleinkind und es nett ansprechen mit verzweifeltem Unterton.
Das kommt denk ich mal besser an. 🙂
Wenn dann immer noch nichts passiert oder er/sie sogar patzig reagiert, kann man sich immer noch Gedanken machen wegen Tierschutzbund oder Polizei.

LG

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Wenn Fremde auf Gelände rumlaufen, wo sie nichts zu suchen haben, mag das ja in Ordnung sein. Aber ich verstehe es hier so, dass der Hund bei jeder Bewegung anschlägt. Und das anscheinend sowohl bei Nachbarn als auch bei Leuten, die vielleicht den an das Grundstück angrenzenden Gehweg nutzen. Das ist auf Dauer eben nicht machbar und hat mit eigenem Revier beschützen auch nichts zu tun. Die Leute sind ja nicht im Revier des Hundes. Das muss der Halter dem Hund beibringen oder ihn dann halt zu Ruhezeiten reinholen.

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Ja, klar. Ich sehe das auch so. ;-)

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