Wer weiß wieviel sowas grob kosten würde?

Hallo,
wir spinnen gerade ein bisschen herum bezüglich Wohnraum. Wir wohnen aktuell zur Miete mit den Schwiegis in ihrem Haus, jeder in seiner Wohnung. Wir benötigen langfristig mehr Wohnraum und möchten auch gerne Eigentum haben. Wenn es möglich ist, würden wir unseren Wohnraum dann von ihnen kaufen und so verändern und erweitern:
- 2stöckiger Anbau, Grundfläche ca. 24 qm, mit Heizkörpern, Fenstern, kein Keller, Fundament
- Treppe
- Bad im OG (Wasseranschluss von EG in OG hochlegen, das Gästebad ist und bleibt unter dem OG-Bad)
- diverse Wände raus
- 2-3 neue Dachfenster
- Küche neu (Anschlüsse in Nebenraum verlegen)
- Kamin im EG Anbau
- neue Böden im OG und teils EG
- Wände zum Nachbarhaus dämmen

Die Schwiegis wollen uns gerne hier halten und wären mit den Änderungen einverstanden. Es hängt natürlich davon ab, ob wir eine Baugenehmigung bekommen und wieviel uns der Spaß kosten würde. Außerdem wissen wir noch nicht, wieviel uns der bestehende Wohnraum kostet wenn wir von Schwiegis kaufen. Es wird aber wohl einen sehr günstigen Familienpreis geben. Dann kommen noch die Anbau-/Umbaukosten hinzu. Wir haben Connections zu diversen Handwerkern (Elektrik, Sanitär) und wollen auch ein paar Dinge selbst machen (Wände abreißen, Wände dämmen, Böden verlegen, Tapezieren).
Hat jemand von euch Erfahrungen und kann mir in etwa sagen wo wir uns da preislich für die oben genannten Umbau-Ideen bewegen? So ungefähr würde mir schon reichen, nur mal als erste grobe Orientierung. Dankeschön!

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Sowas ist sehr schwer zu sagen. Es kommt drauf an, wie eure baulichen Gegebenheiten sind, wo ihr wohnt, wieviel Eigenleistung ihr tatsächlich erbringen könnt.

Ich würde mich von einem Architekten beraten lassen. 😊 oder evtl. ein Statiker.

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Ja, wir werden uns auf jeden Fall noch intensiv beraten lassen wenn es wirklich ans Eingemachte geht :-)

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Und dran denken, dass ein Architekt auch nur schätzt. Wie gut er darin ist weißt Du erst hinterher, frühestens wenn Du Angebote vorliegen hast.

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Hi!

Gleich vorneweg (und das wirst du hier auch sicher zu hören bekommen): auch nur grobe Schätzungen sind schwierig bis unmöglich. Weil es von sehr vielen Faktoren abhängig ist. Welches Preisniveau haben die Baufirmen bei euch, wie ist deren Auslastung, was genau soll angebaut werden (Badezimmer ist was anders wie ein Wohnzimmer), Hanglage, welche Ausstattung, Eigenleistung wird oft überschätzt usw usf...

Um dir auch nur irgendeine Zahl zu nennen: in meiner Umgebung (bin übrigens aus Österreich) wird als ganz ganz grober(!) Richtwert für einen Neubau öfter 2500 Euro pro Quadratmeter für einen Neubau bei genannt. Bei mäßiger, durchschnittlicher Ausstattung (damit sind nicht die Möbel gemeint!). Allerdings bei einem ganzen Haus, Zubau dürfte pro Quadratmeter nicht billiger werden (der Lkw muss so oder so fahren, Planung seitens Firma muss so oder so gemacht werden etc...).

Frag Mal bei einer Firma vor Ort und lass dich beraten!

LG

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Bei kleineren Häusern und Anbauten passt die schätzungsweise Rechnung pro Quadratmeter leider überhaupt nicht mehr. Sie ist nur anwendbar auf Standard-Mittelgröße-Häuser.
Kleinere Häuser und Anbauten haben im Verhältnis einen deutlich höheren Quadratmeterpreis.

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Es gibt da kein "ungefähr" und per Fernanalyse kann man wirklich gar nichts dazu sagen. Ihr solltet einen Architekten konsultieren.
Es kommt auf unfassbar viele Details an. Klein anbauen, so wie ihr es ja vorhabt, ist nicht zwingend sehr viel günstiger als gleich ein ganzes Haus neu zu bauen. Vor allem die Technik und Ausstattung (Kamin, Küche, Bad...) ist das, was teuer ist. Ihr wollt ungefähr 80qm mehr haben... es wird meiner Meinung nach vermutlich nur geringfügig günstiger als ein kompletter Neubau.

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Hi. Ja, es ist uns bewusst, dass wir für die Summe wahrscheinlich neu bauen könnten. Das Problem ist: Es gibt hier keine Grundstücke. Wenn es sie gibt, sind sie kaum erschwinglich oder im absoluten Hinterland. Häuser ab 350000/400000 und aufwärts sind hier normal. Die meisten Bestandsimmobilien sind aus den 70ern, renovierungsbedürftig und heftig überteuert. Miete zahlst du für ne Doppelhaushälfte mehr als die Rate bei der Bank wäre wenn du kaufst. Aber bei den Kaufobjekten gehen Wert und Preis echt irre weit auseinander....
Der Kauf/Anbau/Umbau von Schwiegis Haus hat für uns aber immense Vorteile: Extrem niedriger Kaufpreis. Wir wissen was wir kriegen (Schwiegis haben vor 20 Jahren selbst gebaut und den kompletten Rohbau mit Fotos dokumentiert). Beste Lage. Man kennt die Nachbarn. Familie in nächster Nähe. Gartengröße akzeptabel und Südlage. Unser Wunschwohnort. Sozial integriert im Ort. Geschäft, Kita, Innenstadt, Spielplatz und Natur fußläufig. Schulen in der Nähe. Wir hätten dann etwa 120 qm Wohnfläche + Keller + Garten, soviel Platz kriegen wir niemals wenn wir neu bauen oder fremd kaufen für unser Geld. Wir müssten nicht umziehen.
Also es spricht eine ganze Menge dafür, das Geld in unser Vorhaben zu stecken. Eine vergleichbare Immobilie+Grundstück zu diesem Preis in dieser Lage werden wir nie kriegen können. Wir könnten Kosten sparen wenn wir die jetzige Küche behalten und weiter ausbauen (das Modell dürfte noch zu kriegen sein, ist noch keine 3 Jahre alt). Der Kamin ist ein nettes Want-To-Have aber kein Muss :-)
Aber ja, wir werden auch sicher noch mit einem Fachmann sprechen wenn es konkreter wird :-) LG

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Hi,

wir haben vor 10 Jahren, den 1ten und 2ten Stock im Haus meiner Eltern nur umgebaut.

Neue wohnungsinterne Treppe vom 1ten in den 2ten Stock inkl. Geländer, Galerie im Dach ausschneiden lassen wg Treppenaufgang, 2 Fenstertüren im Dachboden, Trockenbau von einem Zimmer unter dem Dach, 6 riesige Dachflächenfenster, Bad und Gäste WC neu. Neue Böden - Fliesen (legen lassen) und Holz (selbst verlegt), neue Heizkörper, Kaminofen. Wände und Decken streichen lassen. Eine Wand entfernt. Neue Küche.

Tja, waren mit gut 80Tsd Euro dabei. Das rechnet sich schnell zusammen....

Und wie gesagt, kein Anbau oder Neubau. Nur Umbau...

Lasst Euch mind. 3 Kostenvoranschläge machen.

LG
Caro

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Danke! Ja, wir rechnen schon damit, dass nur der Umbau+Anbau 200000 oder sogar mehr werden. Wir haben zum Glück gar keinen Zeitdruck und können uns in Ruhe über Preise informieren :-) Für die Elektrik zahlen wir wohl nen Freundschaftspreis und Heizung/Sanitär bekommen wir bestimmt auch ein gutes Angebot da es Familie+Freunde sind. Da werden wir schon mal etwas einsparen können.

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"Freundschaftspreisen" würde ich nicht unbedingt einplanen, die Leute sollten gute Arbeit machen und wollen auch bezahlt werden.

Sehr viel wichtiger ist, dass ihr gute Kontakte habt und hoffentlich faire Angebote bekommt, nicht nur Abwehrangebote.

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Beachte, dass ihr sobald ihr die Außenhülle verändert, zb Anbau, einen Bauantrag stellen müsst was zusätzliche kosten verursacht
UND das ihr dadurch automatisch in dieses „energieerneuuerungsgesetz“ (keine Ahnung wie das richtig heißt) fallt und auch die aktuellen energetische Auflagen erfüllen müsst.
Das hat es bei uns richtig teuer gemacht.

Uns hat unsere „einfache“ dachaufstockung soviel gekostet wie ein 2 stöckiges Standard-Weber-Haus 😅

Da es das Elternhaus ist, wisst ihr wenigstens um die Bausubstanz und den pflegezustand, das sind immer die beiden Dingen, die es bei uns im Freundeskreis richtig teuer gemacht haben. Wand aufgeklopft , Zack, Riesen Problem an der Backe, 20 000e mehr als geplant, etc.

Außerdem kostet es einen Haufen Nerven, wenn man auf der Baustelle wohnt, dreck, Lärm, Zeit je nach eigenleistung und die Bereitschaft Kompromisse zu schließen weil die Bausubstanz nichts anderes zulässt

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Vergessen:
Ich finde den Plan trotzdem gut. Neubauen heutzutage ist utopisch. Man muss aber vernünftig und klar an die Sache rangehen.

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Ja, mit der Baugenehmigung steht und fällt bei uns sowieso alles, wir brauchen auf jeden Fall eine Sondergenehmigung. Das lassen wir gerade prüfen ob es überhaupt geht. Es kommen dann auch noch Kosten für den Grundbucheintrag usw. Das Haus ist zum Glück nur 20 Jahre alt, von daher wird es vielleicht etwas einfacher wegen diesem Energiegesetz.

Ja, wir werden insgesamt wohl genauso viel zahlen wie wenn wir ganz neu bauen würden. Mit dem Unterschied, dass wir dann einen Keller haben und das Grundstück schon im Preis drin ist; der Kaufpreis ist super günstig und im Grunde teilweise der Erbanteil am Gesamthaus. Und wir wissen eben, dass wir keinen Schrott kaufen und alle Leitungen und Rohre sind sehr gut dokumentiert. Das ist echt beruhigend wenn man soviel Geld in die Hand nimmt.

Dass mit der Baustelle macht mir neben der Genehmigung noch die größten Sorgen im Moment. Wir haben 2 kleinere Kinder und ich selber wollte nach dem letzten Umzug nie mehr auf ner Baustelle wohnen. Wenn in der Bestandswohnung Wände eingerissen und die Treppe gebaut wird, gibt es Megadreck. Unsere Küche und der Wohnraum fallen dann zeitweise weg. Ich denke, ich werde dann für 2 Wochen oder so mit den Kindern zu meiner Familie fahren. Mein Mann kann dann bei den Schwiegis mitessen und wohnen und hat den Bau im Blick. Dann hat er die Zeit und Ruhe hier zu machen und wir müssen uns nicht so massiv einschränken in der Zeit und haben keinen Lärm. Ich hoffe, dann bleibt es nervlich etwas erträglich....

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Hallo,

Bekannte haben ein Haus gekauft und wollten da einen kleinen (ein Zimmer!) Anbau dran setzen. Die Angebote der Handwerker waren so hoch, dass sie sich damit fast ein zweites Haus kaufen konnten. Kann aber auch regional so sein, hier sind sowohl Immobilien- als auch Handwerkerpreise utopisch hoch.

Ich würde mir also ein Angebot einholen. Außerdem Vorsicht bei einem "günstigen Familienpreis". Ich kann es nicht mehr genau wiedergeben, das kann aber (ich meine) steuerlich und/oder erbrechtlich schwierig werden. Auch da also bitte vorher informieren.

LG

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Zum Thema Anbau:
Das kann man gar nicht so gut machen, das man es später nicht sieht. Die Risse werden immer größer. Ggf. senkt sich der Anbau mit der Zeit. Es gibt da wirklich häßliche Sachen. Meine Großeltern meinten auch 4 mal anbauen zu müssen...jede Seite dieses Hauses ist angebaut.

Zum Thema Ausbau:
Meine Eltern haben dieses Jahr eine Etage ihres Hauses kernsaniert (Fußboden/Decken, Strom/Internet, Rohre, Heizung, Küche, Bad neu). Das waren 100.000€

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Hallo, ich bin weit davon entfernt dir fundiert Auskunft geben zu können, aber wir haben vor zwei Jahren auf unserer Garage 24qm einstöckig angebaut (mit den Eigenleistungen, die ihr auch vor habt und inklusive Architekt) und haben dafür inklusive neuer Küche 44000 Euro bezahlt. Da ja bei euch noch ein Fundament und eine zweite Etage dazu kommt, würde ich alleine für den Anbau mit 90-100000€ rechnen.

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Pro qm ca 1800-2200 Euro

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