Hausumbau u. Architekt

Hallo!

Angenommen, wir kaufen ein Siedlungshaus Baujahr ca. '56. Steht aktuell nicht an, Interesse haben wir aber und auch die Grundrisspläne in Kopie. Wobei ich nicht weiß, ob das richtige Baupläne sind oder nur Ideenpläne von damals, da manches nicht passt.

Aber gut, wir hätten einige Ideen zur Veränderung einiger Räume. Ist es hier ratsam, diese Ideen mit einem Architekten zu besprechen, wenn es soweit ist? Oder nur mit den Handwerkern?

Bspw würde ich aus dem derzeitigen Bad ein GästeWC machen, aus der Küche, die mehr oder weniger neben dem jetzigen Bad liegt, ein neues Bad und aus dem neben der jetzigen Küche liegenden Schlafraum eine Küche, wo dann auch noch ein zusätzliches Fenster rein müsste.

Oben müsste eine Wand versetzt werden oder Türen, da aus einem Durchgangszimmer zwei einzelne gemacht werden müssten.

Ich habe den Thread weiter unten gelesen und frage mich, wie der Weg bei einem Umbau ist statt Neubau. Natürlich ist uns auch wichtig, dass wir kein Geld zum Fenster rauswerfen können, aber auch nicht an der falschen Stelle sparen. Aber was kostet eine Beratung beim Architekten? Wird ein Architekt auch einen Kostenvoranschlag erstellen für die angedachten Umbauarbeiten?

Viele Grüße 004

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Hallo 004!

Wir haben ein Haus aus 1987 gekauft und umgebaut und einen Architekten (+ gleichzeitig Bausachverständigen) gehabt.
BESTE INVESTITION!!
Er kam zum 2. Besichtigen mit, guckte nach Substanz, Keller, Dach etc.
Anschließend bzw. eigentlich schon vorher hatten wir ihm mitgeteilt was unsere Umbauideen sind. Hier gab es beim besichtigen schon erstes Feedback.
Dann erstellte er eine Kostenplanung, die wir für die Bank brauchten.
Diese Planung war erstaunlich genau!!
Wir selbst haben letztlich einiges anders gemacht, also zB nur eine statt 2 Wände raus, Treppenhaus blieb, dafür doch alle Fenster ausgetauscht (dachten zunächst einzelne reichen, waren aber doch alle nicht mehr toll).
Trotzdem kamen wir mit seiner Kostenschätzung gut hin. Er empfahl uns einige Gewerke, mit denen er gute Erfahrungen hatte, vergab in Absprache die Aufträge, allesamt top!! Zwei Handwerker+Küche hatten wir schon ausgesucht, auch bei denen stand er uns zur Seite, einfacher wäre aber eine Auftragsvergabe durch ihn gewesen! Er machte auch den Zeitplan für alle Gewerke, auch hier hätten wir zuvwenig Ahnung gehabt! Sein Zeitplan wurde perfekt eingehalten, nicht mal die Pufferzeiten wurden gebraucht!
Zudem war er unser Ansprechpartner für alle Ideen die noch spontan kamen, zB geht vielleicht Fußbodenheizung wenigstens in der Küche? Nein, die braucht mind. X cm Aufbau, dies und das, wenn wäre es der-und-der Aufwand und dann immer noch Stufe... ok, lassen wir!
Er kam jeden Tag kurz nach den Umbauten schauen, insbesondere bei den Sachen wie Wand raus, Träger einziehen hätten wir selbst keinen Schimmer gehabt auf was wir da hätten achten müssen.
Letztlich kostete uns der Architekt, abgerechnet nach Stunden, rund 2000€!
Das war viel weniger als wir dachten und für das was er geleistet hat (tatsächlich und für uns „mental“) hätte ich sogar gerne mehr gezahlt!
Also: klares ja zu einem bodenständigen Architekten!

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Mit dem Architekten.

Er sollte erkennen, was tragende Wände sind, wo und wie man Versorgungsleitungen umverlegen kann etc.


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Wird ein Architekt auch einen Kostenvoranschlag erstellen für die angedachten Umbauarbeiten?
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Ja, normalerweise plant er den Umbau, macht eine Ausschreibung und stellt damit auch die Kosten zusammen.
Je nachdem, was gemacht werden soll, erstellt er auch einen Bauantrag und beauftragt den Statiker (falls notwendig).
Der Architekt rechnet seine Leistungen normalerweise nach HOAI ab.
So haben wir das schon mehrfach gemacht, allerdings ist mein Mann selbst Architekt.

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Danke Euch!!

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