Hauskauf finanzielles Sicherheitspolster

Hallo ihr Lieben,

wir stehen kurz davor uns ein Haus zu kaufen. Nach drei langen Jahren der Suche! Wir haben super gute Konditionen erhalten (3,4 Tilgung, 26 Jahre Laufzeit gesamt, 20 davon unveränderter Zinssatz von 0,78 %).

Wir setzen natürlich nicht all unser EK ein und wollen die Modernisierungskosten (größtenteils in Eigenleistung) vom EK leisten. Diese sind also in der Finanzierung nicht mit drin. Das sind max. 15k. Voraussichtlich nach meiner gesamten Kostenaufstellung 13k.

Nun ist es so, dass wir auf der Bank 17k haben und auf einem zuteilungsreifen Bausparvertrag nochmal über 12k. Ziehe ich also die max. 15k von dem was auf der Bank ist ab, dann hätten wir als Sicherheitspolster nur 2k, was mir doch sehr wenig erscheint.

Andererseits gibt es bei dem Bausparvertrag mega gute Konditionen (11%, das waren noch Zeiten als man solche Konditionen bekam :-D). Es dauert ca. einen Monat bis das Geld des Bausparvertrags ausgezahlt wird.

Wie würdet ihr vorgehen bzw. was sind eure Erfahrungen? Wie viel Polster sollte man asap zur Verfügung haben im Notfall?

Natürlich haben wir bei unserer Tilgungsrate auch noch eine Sparrate pro Monat von knapp 350 Euro und die wird noch höher wenn wir in der ELW dann auch Mieter drin haben. Aber gerade in den ersten Monaten des Kaufs, wenn wir voraussichtlich auch noch Doppelbelastungen haben, wäre mir ein vernünftiges Polster lieber.

Bin hin und her gerissen und hoffe auf eure Erfahrungswerte. :-)

Danke schon mal und schön nett bleiben ;-)

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Hi,
Das Polster wäre mir zu wenig, vor allem weil vllt.noch Kleinigkeiten kommen beim Einzug, die sich schnell summieren (neue Vorhänge, noch ein Regal) oder die eine oder andere baulich Überraschung. Insgesamt kommt es dann natürlich auf das Alter und den Sanierungszustand des Hauses an (wie ist das Dach, die Heizung...). Auch ist euer Auto alt oder neu? Wie alt sind WaMa, Kühlschrank, etc.).
2k ist ja quasi nix - 20k schon eher...unser Polster an kurzfristig verfügbaren Kapital ist höher, damit fühlen wir uns besser.
Lg

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Mir wäre das Polster auch zu wenig.

Als wir damals unsere erste große Wohnung gekauft haben, hatten wir recht kurz nach Einzug eine kaputte Therme. Nicht lustig - und teuer. Und die Waschmaschine und der Trockner haben den Geist auf!

Als wir in das Haus zogen, bekamen wir rasch zwei Probleme. Kaputte Therme inklusive warmwasserspeicher,....& ein plötzlich feuchtes Untergeschoss. So ein Aushub, auch wenn man ihn in Eigenleistung macht, ist teuer.

Ich habe in meinem Beruf „damals“ als Bankkauffrau so einige erlebt, die wegen plötzlichen Dingen nachfinanzieren mussten - oder wieder verkaufen.

3

2000 sind für mich kein Polster.
Plötzlich zwei neue Reifen, Waschmaschine oder gar einer arbeitslos oder im Krankengeld und Zack ist das weg.

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Wenn ich es richtig lese habt ihr noch den Bausparer als „Notfall-Puffer“.
Wenn die Kreditrate so angesetzt ist, dass ihr nicht monatlich am Limit seit sondern neu ansparen könnt, dann wäre das aus meiner Sicht völlig OK.
Wir haben damals auch fast all unser Geld investiert. Haben nur 1x “Gebrauchtwagen” zurück behalten, weil das die höchste Spontaninvestition bei uns ist.

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Ja genau, die 12k sind unangetastet. Und da es dort so gute Zinsen jedes Jahr gibt, wären wir eigentlich doof, an den ranzugehen wenn es nicht dringend nötig ist. Meine Kalkulation bei den Modernisierungen beläuft sich halt auf die max. 13k und 2k Puffer nach oben. Wenn es gut läuft, hätten wir wirklich nur 13k an Modernisierung und somit mehr als nur 2k über.

Muss dazu sagen, dass wir halt auch sehr bescheiden leben und einen überwiegend minimalistischen Lifestyle leben. Neuanschaffungen gibt es kaum.

An dem Haus ist alles andere, was nicht in den Modernisierungskosten enthalten ist, neu: Dach, Dämmung, Heizung, Elektrik, Bäder. Also alle teuren Kosten. Unser Auto (brauchen nur eins) ist Baujahr 2016. Wir fahren unser Auto immer bis es irgendwann nicht mehr geht. Nur Gebrauchtwagen kommen bei uns in Frage.

Wir bringen auch Einrichtungstechnisch alles bereits mit. Klar kommen noch Kleinigkeiten hinzu. 4 neue Lampen und ein Regal. Aber das ist auch schon einkalkuliert bei den Modernisierungskosten.

Arbeitslosigkeit ist mehr als unwahrscheinlich. Wir sind beide unbefristet eingestellt in sicheren Branchen. Haben Berufsunfähigkeitsversicherungen und Lebensversicherungen. Daher an der Stelle auch kein Bauchweh.

Ich hab halt nur gerne (also so rein aus psychologischer sicht) gerne mehr auf der Bank als Sicherheitsgefühl. :-)

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Hi,
Ok, unter den Umständen und wenn du sagst ihr seid nicht die Mega-Konsumenten, dann klingt es machbar, zur Not ist ja auch die ETW da, die ihr "beleihen" oder zur Not verkaufen könntet.
Lg

6

Wir haben gebaut und nun wäre ein Bausparvertrag fertig, der einen Teil abgelöst hätte (so der ursprüngliche Plan vor ein paar Jahren). Jedoch haben wir uns entschieden, das Geld wegen der guten Zinsen im bausparer zu lassen und haben für 0,8% einen Kredit aufgenommen und damit einige Hausbausäulen umgeschuldet. Dort können wir jederzeit sondertilgen, wenn die bausparkasse möchte, das wir das geld rausziehen. Ansonsten erfreuen wir uns an den guten Zinsen 😊
Vielleicht könntet ihr ja mehr aufnehmen wegen der guten Konditionen und im Zweifel nach Einzug und allem im ersten Jahr mehr sondertilgen von dem EK?
2000 finde ich auch etwas knapp, kann aber klappen, wenn man nicht viel machen muss. Wir haben auch viel selbst gemacht, aber es ist trotzdem teurer geworden als gedacht 😁

7

Ich fände 2k zu wenig.

Wir hatten 25k als Puffer. Und 2 jahre nach Einzug war dann die Heizung fällig für 11k. Bis dahin haben wir unseren Puffer zum Glück steigern können.

2000 für ein Eigenheim als Rücklage ist meiner Meinung nach zu wenig.

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Hi,

ihr habt doch 2000€ auf dem Konto und 12000€ auf dem Bausparvertrag.

Dafür das alles neu ist, ist es doch in Ordnung. Solltet ihr jeden Monat noch etwas ansparen können, erhöht sich doch der Betrag auch noch.

Zudem bedenkt, wenn derBausparvertrag zuteilungsreif ist, kannst du ihn nicht mehr unendlich lange unangetastet liegen lassen. Es gab erst Gerichtsurteile, das in solch einem Fall du ihn entweder kündigst oder diesen nimmst.

Von daher werdet ihr das Geld auch bald auf dem Konto haben.

Majonjon

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So wie du es beschreibst ist ja gerade viel neu gemacht worden. Dach, Heizung, Feuchtigkeit und Rohre sind recht teure Sachen, die auch nicht ewig verschoben werden können. Ansonsten könnte man mit neuen Bädern, neuem Boden oder Fenstern noch etwas warten, bis was angespart ist. Mit Kleinigkeiten wie Vorhängen oder Möbeln sowieso. 2000€ wären schon etwas wenig aber mit dem Bausparvertrag ist euer Puffer mehr als ausreichend. Könnt ihr denn da wirklich dran, wenn ihr was bräuchtet? Der läuft ja eigentlich immer mehrere Jahre lang. Aber einen Monat warten wird man wohl noch schaffen. Vor allem, weil es sowieso etwas dauert, bis man Handwerker bekommt.

Also ich würde sagen, dass ihr gut aufgestellt seid. Nur Mut!

P.S. Rechne mal durch ob es sich nicht lohnt, etwas Geld in eine Sondertilgung zu stecken. Da spart man gerade am Anfang echt einiges. Soviel Zinsen bekommst du für dein Geld sicher nicht.

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Polster ist viel zu wenig. 20-30000 solltet ihr schon an Polster haben. Alleine für Lampen gibt man locker schon 500€ aus wenn man ein Haus damit neu ausstattet. Und ich rede noch von relativ einfachen Lampen und nicht von irgendwelchen teuren Sachen aus dem Möbelhaus.
Und der ganze weitere Kleinkram läppert sich extrem.

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