Lebensstil minimum

Hallo

Mich interessiert das Thema minimalismus.
Könnt ihr vielleicht aus euren leben was erzählen? Wie hat sich die Veränderung bei euch bemerkbar gemacht? Warum habt ihr euch entschlossen so zu leben? Wie Viel habt ihr von was? Zb. Für 2 Wochen Gewand + 1× elegant und 1× bequem für daheim?
Möchte unter anderen meinen Kleiderschrank ausmisten. Und auch allgemein auf etwas minimalismus setzten da ich schön langsam nicht mehr weiß was ich habe und was nicht.

Danke.

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Ich habe mich nie bewusst für Minimalismus entschieden und bei der Menge an Dingen, die wir sie Familie so besitzen kann ich mich auch nicht mehr so nennen. Aber ich habe noch nie gerne Dinge besessen oder gekauft. Eine Ausnahme sind da Nähsachen, da bin ich fast süchtig. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass Minimalismus mehr darum geht, welche Dinge man hat und nicht, welche Dinge man nicht hat. Zum Beispiel: Wenn ich meinen Lieblings-Gelschreiber habe, den ich wieder befüllen kann, dann brauche ich keine Stiftebox mehr mit 10 Stiften von denen 7 alle sind.
Wenn ich eine gute schlichte Winterjacke habe, brauche ich keine 3. Wenn ich eine robuste Handtasche habe, die farblich gut kombinierbar ist, brauche ich nur diese.

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Ich sage immer, dass ich froh bin um jedes teil, das ich nicht habe oder brauche. Ich zähle nicht meine Klamotten ab, und wenn etwas ersetzt werden muss, tue ich es. Gehe allerdings nicht mehr shoppen oder so und kaufe wenig.

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Ich habe seit über einem Jahr keine Kleidung mehr gekauft und trage seit dem immer sie selben Jeans. Habe davon 3 paar.
Das allein macht alles so viel einfacher.
Pullis habe ich genug um zu wechseln, aber icht viele.
Mich überkam es "damals" und ich habe ausgemistet. Alles, was ich einfach nicht getragen habe, auch wenn ich es mochte.
Schuhe hatte ich nie viele.

Dinge im Haus / Deko habe ich ebenfalls auf das reduziert was mir gefällt. Einige Teile mochte ich z.B. staubten aber nur voll und wurden nicht genutzt.

Das Beste an dem ganzen ist, dass deutlich mehr Ordnung herrscht und das ist wirklich toll!!

Wir haben auch keine 10 Garnituren Bettwäsche, aondern max. drei.

Die Besteckschublade in der Küche ist als nächstes dran ... die Hälfte der Dinge dort wird nicht genutzt. Weg damit.

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"Die Besteckschublade in der Küche ist als nächstes dran ... die Hälfte der Dinge dort wird nicht genutzt. Weg damit."

Da schreibst du was. Die könnte ich mir auch mal wieder genauer ansehen. #schein

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Hose habe ich genau 1× 🙈 könnte eigentlich noch ne 2te kaufen fals ich mal nicht zum waschen komme.
Pulli könnte ich 2-3 weggeben. Bettwäsche genau 2×. Wenn eine kaputt wird wird 1× nachgekauft.

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Ich finde das Thema auch sehr interessant und habe bei den Küchen Utensilien angefangen. An scharfen Messern haben wir zum Beispiel nur noch 3 Stück. Die Kleidung der Kinder kaufe ich auch nicht mehr in den Massen nach, wie vorher, wenn sie raus gewachsen sind. Sondern nur noch bewusst wenn etwas gebraucht wird. Meine Kleidung ist auch stark reduziert, aber wieviel es genau ist weiß ich nicht. Ich kaufe einfach viel bewusster ein, weniger Dinge und nicht sofort, sondern ich überlege ob ich es wirklich brauche. Aber ich bin trotzdem noch sehr am aussortieren. Und gebe nach wie vor viel weg.
LG

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Hi,

mich fasziniert das immer, dieser Minimalismus. Ich schaffe es allerdings nicht so rigoros auszumisten. Ich kann mir aber vorstellen, dass es tatsächlich glücklich macht und vor allem zufrieden.

Ich handhabe das so, dass ich meinen Kleiderschrank ein mal im Jahr ausmiste. Alles was ich nicht wirklich kenne, fliegt raus, ich habe es nicht getragen. Brauche ich nicht. Im ersten Moment denke ich zwar mal kurz, könntest ja für zu Hause anziehen.... Nein, es fliegt dann doch weg.

Jetzt in den Weihnachtsferien werde ich zum ersten Mal die Schränke im Gang und Arbeitszimmer bereinigen. Da ist soviel Quatsch und Schnickschnack dabei, das braucht es nicht.

Ich bin jetzt 42 Jahre alt und wirklich zum allerersten Mal im Leben wünsche ich mir nichts zu Weihnachten. Das hat mich richtig traurig gemacht. Ich kann mir nichts mehr wünschen. Ich habe nichts, worüber ich mich echt freuen würde. Das ist ganz schlecht, keine Freude mehr zu haben.

Das muss sich unbedingt wieder ändern. Das liegt einfach an dieser immer-mehr-und-jetzt-gleich Mentalität.

Diese werde ich als Vorsatz für 2020 einhalten. Ich werde lernen abzuschätzen, brauche ich es, warum will ich es und nicht einfach kaufen, damit es halt da ist.

Im Grunde reichen bei mir 5 Jeans / Hosen, 5 Pullover, 5 Blusen, 5 Röcke, 5 Kleider und ein paar Tshirts vollkommen aus. Da würde dann auch der Schrank wieder richtig schließen.

Vielleicht kommt ja noch der ultimative Tipp hier, wie man das am Besten anstellt. Ich würde es machen!

Fröhliche Weihnachten!

LG
Caro

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Ich trage alles auf bis es wirklich nicht mal mehr zum Schlafen geht. Überflüssige Kleidung oder Schuhe hab ich nicht.
Aber ich war schon immer so, musste also nix umstellen.

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Ja, bei mir genau so :)

Ganz, ganz langsam wird es anders, weil wir von den "armen Studenten" zur oberen Mittelschicht gewandert sind und ich jetzt paar mal schon etwas gekauft habe, was ich sonst nicht gemacht hätte. Was durchaus auch schön ist 😂
Aber ich werde nie der Mensch sein, der sehr viel braucht und haben möchte. Und tatsächlich ist das etwas, was ich mag an mir. Macht das Leben irgendwie leichter 😊

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Hhmmm. Das würde bei mir überhaupt nicht gehen.

Alleine schon im Beruf muss ich topgestylt auftreten, bei Meetings mit Kunden in voller Montur mit Kostüm, Pumps, etc.

„Auftragen“ funktioniert bei Businessgarderobe gar nicht. Privat nutze ich allenfalls die Jackets zum Einkaufen gehen etc, aber abgenutzt ist davon gar nichts.

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Habe letztens ein Ausmist Video auf youtube gesehen. „10 Dinge von denen man sich sofort trennen kann.“ Nach dem Video war mir klar: ich bin schon Minimalist. Hatte von den 10 Sachen nix. 😂

Wichtig ist, dass du nicht einfach wie bei Marie Kondo wahllos Kram wegschmeisst, der dir nicht gefällt, sondern dir überlegst ob es dir nicht doch sehr wichtig ist oder was du sinnvollerweise damit tun kannst ( z.b an Umsonstläden spenden).
Meine Bücher z.b. sind mir sehr wichtig. Es sind viel zu viele! Egal. Die meisten davon kann und will ich nicht weggeben.
Dafür hab ich nur ein Concealer, ein Labello und ein Mascara bezüglich Make- up. Genauso mau sieht meine Schmucksammlung aus. Da lege ich einfach keinen Wert drauf und konnte dort nahezu alles weiterverkaufen, verschenken und spenden.
Es gibt nicht den Minimalismus. Der sieht nämlich für jeden verschieden aus.

Wenn man wirklich rigoros allen Ballast abgeworfen hat, dann fällt es allerdings wirklich sehr viel leichter alles sauber und ordentlich zu halten.
Es gibt auch ganz tolle Inspirationen wie man langsam zu einem wertschätzenderen und bewussteren Lebens- und Einrichtungsstil kommt. Viel Spass dabei.

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"Wichtig ist, dass du nicht einfach wie bei Marie Kondo wahllos Kram wegschmeisst, der dir nicht gefällt, sondern dir überlegst ob es dir nicht doch sehr wichtig ist oder was du sinnvollerweise damit tun kannst ( z.b an Umsonstläden spenden)."

Also ich bin kein Verfechter der Konmari-Methode, ich muss das nicht so aufgesetzt zelebrieren, aber bei dieser Methode wird doch nichts wahllos weggeschmissen. Im Gegenteil, man soll bei jedem Teil genau überlegen, ob man es braucht oder nicht, ob es einem aus anderen Gründen sehr wichtig ist oder nicht. Man muss die Dinge auch nicht wegschmeißen, sondern kann sie doch trotzdem spenden.

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Hab das Buch nicht gelesen, nur die Serie geschaut. Dort wird immer einfach alles mit ner Abschiedsnummer zelebriert, nur um es dann in den Müll zu befördern.
Statt Dinge wiederzuverwenden, umzufunktionieren oder zu spenden. Auch das ist Minimalismus. Mit dem auskommen, was man hat. Man kann aus kaputten Klamotten auch noch zb. Putzlappen machen, oder Hundespielzeug (und dann ans Tierheim geben) etc.
Viel an Kosmetika, Cremes etc kann man auch gezielt aufbrauchen anstatt es einfach wegzuwerfen, auch wenn man es bislang evtl. kaum nutzte.
Es kostet sicher mehr Energie und Aufwand einen guten Platz für die Sachen zu finden. Und Ausmisten im Sinne von Wegwerfen geht viel schneller und problemloser. Ist aber auch weniger nachhaltig.

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Ich habe mich dieses Jahr sehr intensiv mit Marie Kondo auseinander gesetzt. Es war und ist richtig toll. Ich bin richtig süchtig geworden ;-)
Weggeworfen habe ich fast nichts. ausgemistet dafür ne Menge. Die Dinge habe ich dann überwiegend im Sozialkaufhaus abgegeben. Ich kann berichten, dass ich (obwohl in Elternzeit und somit Zeit im Überfluss) noch nie in meinem Leben so wenig Geld ausgegeben habe. Bis auf wenige Dinge habe ich mir nichts gekauft. Bei meinen Mäusen schaffe ich das noch nicht so ganz, bin aber auf einem guten Weg.
Allerdings führt dies gerade auch dazu, dass ich ernsthaft überlege meinen gutbezahlten Job aufzugeben. Ich bin dort wirklich nur noch wegen des guten Geldes. Auf alles andere könnte ich gut verzichten.
So ganz traue ich mich noch nicht, aber mir ginge es so viel besser ohne den ganzen Stress. Außerdem habe ich die ein oder andere Freundschaft überdacht. Frei nach dem Motto... `"Was Dir gut Tut"
Also... Ist nicht ganz Minimalismus, geht aber in die Richtung. Man fängt mit Aufräumen an und schwupps ändert man sein ganzes Leben.

#gruebel

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"Ich kann berichten, dass ich (obwohl in Elternzeit und somit Zeit im Überfluss) noch nie in meinem Leben so wenig Geld ausgegeben habe."

Das ist leider der Punkt:
Sparen, Recyclen, Wiederverwerten, Upcyclen... kostet Zeit und braucht einen freien Kopf.
Solange ich in Elternzeit war, habe ich alles Überflüssige bei eBay verkauft - keine Zeit mehr.
Habe Klamotten selbst genäht mit Schnittmustern, die den Kindern lange passen (selbst erstellte Schnittmuster mit Zugaben, um elegant zu krempeln etc.). Keine Zeit mehr.
Habe in drei verschiedenen Supermärkten eingekauft, weil es immer irgendwo etwas gab, was entweder günstiger oder ökologischer war (selten beides...). Heute muss ein Wocheneinkauf im großen Supermarkt reichen.

LG!

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Hallo,

ich lebe seit ich bei meinen Eltern ausgezogen bin mit weniger Kram als andere Menschen. Nicht extrem minimalistisch, aber ich brauche viele Dinge nicht, die andere unabkömmlich finden. Ich miste regelmäßig aus, schon immer. Ich finde das unglaublich befreiend. Ich hänge kaum an materiellen Dingen.

Nach dem Studium habe ich es allerdings genossen mehr Geld zu haben und habe hier und da Dinge gekauft, die eigentlich kein Mensch braucht (z.B. wollte ich unbedingt einen Spiralschneider haben...). Mittlerweile habe ich mich von solchen Dingen wieder getrennt. Ich benutze sie kaum, sie nehmen sinnlos Platz weg und ich kann überfüllte Schränke nicht ausstehen - und tschüss! Manches habe ich weggeworfen, vieles habe ich verschenkt und gespendet.

Ich könnte mir aber nicht vorstellen keine Möbel und nur 4 Teller zu haben. Das ist mir zu extrem. Ich laufe auch nicht barfuß durch die Welt (wobei ich das bei anderen durchaus faszinierend finde).

LG

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