Nachteile Eigentumswohnung

Hallo,

eigentlich wollten wir immer ein Einfamilienhaus kaufen oder bauen.
Leider sind die Baugrundstücke rar oder die Bestandsimmobilien gefallen uns einfach nicht.
Nun haben wir uns eine Eigentumswohnung angeguckt und sie gefällt uns echt gut.
Preislich würden wir das abzahlen was wir zur Zeit auch an Miete zahlen.
Positiv wäre auch das wir in unserem Wohngebiet bleiben könnten und keinen Kitaplatzwechsel vornehmen müssen.
Viele raten und jedoch von einer Eigentumswohnung ab (zb wegen des Hausgeldes).
Könnt ihr mir bitte noch Nachteile nennen warum Viele gegen den Kauf einer Wohnung, aber nicht gegen den Kauf eines Hauses sind?

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die anderen Leute im Haus, gemeinsame Nutzung zB des Treppenhauses oä, Streit über Reparaturen am Haus oder Verschönerungen etc.

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Kommt drauf an wie das Geregelt ist.

Meine Eltern haben eine kleine Wohnung gekauft.
Und die zahlen jedes Monat einen Betrag ein für Reparaturen. Jeder hat sein Eigenes Konto und dann gibt es noch eines wo alle Einzahlen. Das Geld ist weg und keiner hat mehr Zugriff darauf. Die Hausverwaltung entscheidet zb wann das Dach neu gemacht werden muss mit diesem Geld. Das gleiche mit der Hausversade da gibts einen Vertrag der Regelt das nach 20 Jahren die mal wieder neu gemacht wird. Das gleiche mit sanierungen der Heizung oder Reperaturen.
Bei denen gibts nix zum Streiten, da alles Vertraglich Geregelt ist.

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Du kannst vieles vertraglich nicht regeln.
Es muss innen (Flur) ein neues Treppenhaus her, Wände neu, neue Mülltonnenverkleidung, neue Vorgartengestaltung, ach da gibt es noch so viel mehr. Das wird dann abgestimmt, und es nicht zwingend nach deinem
Geschmack gemacht.

Wir vermieten zB, und machen das auch nicht mehr in Häusern in denen es andere Eigentümer gibt. Da hilft dir bei vielen Dingen nicht ein „Vertrag“. Wenn man alles nur so hinnimmt, einem vieles egal ist, und man froh ist das es wer regelt - egal wie - dann ist das prima.

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Das ist wohl letztlich Geschmackssache.

Ich würde immer weiter mieten, als eine Eigentumswohnung zu kaufen und dafür noch dem Staat, dem Notar und vielleicht noch einen Makler zusätzlich Geld hinterher zu werfen. Warum? Für mich ist eigne Eigentumswohnung einfach kein echtes Eigentum. Ich kann meist nicht selbst entscheiden, wie meine Fenster oder Fassade aussehen soll oder ob ich vielleicht Rollläden haben möchte. Ich habe immer noch Nachbarn, die Lärm machen oder sich über meinen Lärm beschweren können. Ich kann also nicht Sonntags um 23 Uhr noch einen Nagel in MEINE Wand hauen, da die ja auch noch halb dem Nachbarn gehört. Außerdem kann ich auch nicht einfach ausziehen, wenn die Nachbarn plötzlich doof sind.

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Das mit dem Lärm... das kannst du in einer Siedlung auch nicht machen ^^ das Beispiel mit den Rollläden ist quatsch^^ meine Eltern sind die einzigen die elektrische haben und sie haben auch andere Fenster drinn nur die Farbe passt zu den anderen Fenstern.

Das mit der Fassade kann ich bei einem Gekauften Haus auch nicht aussuchen. Klar kann man es ändern aber das kostet oft mal gern 10 000€ . Notar , Makler ,Steuern Zahl ich beim Haus auch. Nur beim Haus kommt noch alle Paar Jahre die Grundsteuer dazu.
Mein Bruder musste für sein Haus bei der Gemeinde schon 20 000€ liegen lassen für den Wasser und Stromanschluss,Kanal usw. Bei einer Wohnung teilt man sich das .

Und zum Thema Nachbar blöd Auszug. Das geht auch nicht so einfach. Sieht es eh immer Fernsehen das oft 30-40 Bewerber auf einer Wohnungsbesichtigung sind. Und bei einem Haus kann der Nachbar auch sehr blöd sein. Bei uns in der Umgebung hat der Nachbar erst seine Nachbarn abgeschossen. Beide Parteien hatten Häuser und Grund.

Also du zahlst lieber Miete die Ständig rauf gehen?
Sehr unklug. Kaufen ist noch immer Billiger inkl Steuern . Und im übrigen zahlst du beim Mieten Steuern. Du vll direkt nicht aber dein Vermieter muss es versteuern. Das ist alles in deinen Mietpreis inkludiert. Somit schenkst du dem Staat mehr Geld in deinem ganzen Leben als dem Notar usw..^^

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Wenn du schreibst "die einzigen, die elektrische haben": haben denn die anderen Wohnungen auch Jalousien, nur eben keine elektrischen?
Dann hinkt der Vergleich nämlich.
Kaufe oder baue ich, kann ich selbst entscheiden ob ich Jalousien oder, bei uns im Baugebiet auch häufig der Fall, Raffstores einbauen lasse. Oder nachrüsten. Beides ändert aber die Wirkung von außen - darf ich in der Eigentumswohnung also nicht mal eben selbst entscheiden.
Alle paar Jahre Grundsteuer? Die ist in Deutschland jährlich fällig. Zahlt man aber auch, wenn man eine Eigentumswohnung hat - eben den auf einen selbst entfallenden Anteil.

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hallo

das ist einfach einstellungssache.

ich würde nie mit anderen Mietern zusammen wohnen wollen, keine eigenen Entscheidungen treffen? kein eigener Garten? dieses und jenes.

wir wollen unsere ruhe, ein uneinsehbares Grundstück, Garagen.

Kind kann jederzeit im Garten spielen, Hund kann raus, keinen juckt es wenn das kind mal lauter ist...der Hund mal bellt usw


eine Wohnung bleibt eine Wohnung

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Sehe ich anders: In einem Haus voller Mieter ist allen alles egal. In einem Haus voller Eigentpmer verhalten sich die Leute ganz anders, gehen anders mit ihrem Eigentum um,... Ist meine persönliche Erfahrung.

Und in einer EG-ETW mit Garten ist der vielleicht sogar größer als an einem Reihenhaus.

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Naja,
aus einem Wohnobjekt in dem die Eigentümer selber wohnen kann ruck-zuck eines werden das überwiegend vermietet ist.

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Wir hatten bei unserer früheren Eigentumswohnung eine eiskalte Nordostwand, durch die es immer wieder zu Feuchtigkeit im Schlafzimmer gekommen ist.

Bei der Eigentümerversammlung hatte immer keiner Lust, die Wand isolieren zu lassen, weil nur wir ganz oben die Probleme hatten. Das ist wohl nicht so billig.

Wir haben dann von innen isoliert und verkauft.

Jahre später habe ich gehört, dass nach Eigentümerwechseln der betroffenen Wohnungen mit dieser Wand doch die Fassade von außen isoliert wurde, weil es den neuen Bewohnern auch allen zu kalt und zu feucht war.

Jetzt haben wir ein Haus und wenn mir irgendwas nicht passt, kann ich es selber machen oder lassen.

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Was diese vielen denken, müsstet ihr schon selbst fragen.

Bei manchen hier ist es das Gefühl: nichts halbes und nichts ganzes. Man hat was eigenes und trotzdem nahe Nachbarn.

Bei Umbaumaßnahmen etc. muss man sich absprechen.
Gefühlt weniger Freiheiten als bei einem Haus.
Trotzdem die Verwantwortung als Eigentümer.


Ich denke, es kommt auf den Einzelfall an und was man möchte.
Eine abbezahlte Eigentumswohnung kann man später auch verkaufen oder vermieten, wenn die Lage ungünstig wird, die Räumlichkeiten zu klein etc.
Gekündigt werden wegen Eigenbedarf wird schwierig.

Bei Entscheidungen muss man sich mit anderen auseinander setzen. Z.B. wenn das Dach gedeckt werden muss, die Heizung kaputt geht.

Der Vorteil ist dann, dass der Betrag aufgeteilt werden kann.


Zusatzkosten muss man so oder so einplanen. Beim Haus: Rücklagen für Dach, Heizung, Sanierung und sonstiges.
Bei Eigentumswohnung spart man sich die Miete (dafür Rate), muss aber auch Rücklagen bilden, anteilig Dach, Fassade streichen, Heizung.
und zusätzlich für eigene Reparaturen wie Heizung und co innerhalb der Wohnung.



Einige wollen keine Eigentumswohnung, weil sie ein Haus wollen. Gefühlte Freiheit. Von Mietwohnung zu anderer Wohnung ergibt für einige keinen Sinn.

Für andere ergibt das umso mehr Sinn. Wohnungsgröße reicht aus, Wertanlage, kann vermietet oder verkauft werden, wenn der Platz nicht reicht. Weniger Größenverantwortung wie beim Haus. Mann kann nicht alles alleine entscheiden, aber auch: man muss nicht alles alleine entscheiden.
Lieber eine Wohnung wo man sein möchte, als ein Haus weit weg.


Rücklagen sollte man so oder so bilden.
Und Kosten, was bei dem jeweiligen Objekt auf jeden Fall kommen, auf jeden Fall prüfen.
Steigerungen einplanen. Beim Haus wegen Handwerkern oder wenn man sich wegen der Größe dann doch mal Hilfe sucht; bei Wohnungen, wenn Entscheidungen getroffen werden, wie Verwaltung, Hausmeister oder anderes.

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Wir haben mal in einer Eigentumswohnung gewohnt. Allerdings nur mit einer weiteren Partei, mehr kam für uns nicht in Frage. Wir haben vor Kauf mit den Miteigentümern Kaffee getrunken, damit man mal einen Eindruck hat, mit wem man sich da was teilt. Waren nette Leute,...aber na ja,...halt anders gestrickt wie wir dann später raus bekamen.

Wir brauchten neue Fenster. Gehört zum gemeinsamen Eigentum. Sahen die anderen Eigentümer nicht ein.
Wir hatten einen Balkon, die einen Garten. Bei unserem Einzug erzählten sie, dass das noch schön gemacht wird. Nun ja, es war wohl schon Jahre vorher nur ein Müllabladeplatz, und ist es jetzt, 10 Jahre später noch immer.
Der Vorgarten musste erneuert werden... Einige dich mal mit Leuten, die da keine Lust drauf haben, möglichst kein Geld ausgeben möchten und einen völlig anderen Geschmack haben.
Die Therme musste ausgetauscht werden, beide. Am sinnigsten wäre Brennwerttechnik gewesen. Das wäre aber nur gegangen, wenn es beide gemacht hätten. Wollten die unter uns partout nicht.
Ach da gibt es noch viel mehr.

Wir haben mittlerweile einige Wohnungen. Komplette Einheiten - zum vermieten. Da müssen wir uns mit keinem anderen Eigentümer bei Erneuerungen streiten.

Wir wohnen aktuell in einem freistehenden Haus. Keiner der mitredet wann wir was wie tun müssen. Keinen direkten Nachbarn, der raucht, laut ist oder sonst wie „nerven“ könnte.

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Ach und aufpassen. All das kann dir auch bei manchen (meiste neueren) Reihenhaussiedlungen passieren. Da steht oft im Kleingedruckten eine Eigentümergemeinschaftsklausel. Dann darfst du auch nicht entscheiden, wie der Vorgarten aussieht, die Fenster, die Farbe des Hauses oder wohin die Satellitenschüssel kommt.

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Vor allen Dingen bei denen, bei denen man sofort sieht, dass in einem bestimmten Wechsel die Fassade mal so und mal anders gestaltet wird. Kenne da auch einige Reihenhaussiedlungen wo man da auch gar nicht eingreifen kann. Da entscheidet man im Endeffekt mit Kauf des Hauses welche Fassade es wird. Änderungen? Ähm nein, weil sich das ja jemand genau SO ausgedacht hat, dass es schön wäre.

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Also wir haben uns bewusst für eine Eigentumswohnung und gegen ein EFH entschieden. Warum sollte das Hausgeld ein Nachteil sein? Es sind die Nebenkosten und eine Rücklagenbildung, beides musst du bei einem EFH auch stemmen und zwar in deutlich höherem Unfang, weil du es nicht mit anderen teilen kannst.

Meine Schwestet hat ein EFH gekauft, Bestand. Zaun morsch, nach 4 Jahren Leck im Dach. Hat zusammen 15.000€ gekostet. Unser Grundstück der WEG ist so groß wie 2 EFH Grundstücke, unser Dach nur ungefähr genauso groß wie das eines EFHs, wäre uns das passiert hätten wir diese Summe durch 5 teilen können. Ist schon verträglicher und weniger riskant.

Zudem habe ich keine Lust einen großen Garten zu pflegen, den Winterdienst zu machen,... Das macht alles ein Hausmeister auf 450€ Basis und geteilt durch alle Miteigentümer ist das eine verträgliche Ausgabe.

Aber klar, es gibt auch Nachteile: Man muss sich eben zu allem abstimmen und da sind nicht immer alle einer Meinung. Ich würde gern die Fenster erneuern, geht aber nicht, weil es Teileigentum ist und die anderen keine neuen Fenster wollen. Ärgerlich und ätzend. Will ich gar nicht beschönigen.

Hat halt alles Vor- und Nachteile. Als „Einstieg“ ins Wohneigentum finde ich eine ETW perfekt. Kann man für ein späteres EFH auch wieder verkaufen oder unser Plan: vermieten und im Alter wieder selbst einziehen.

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Naja -- es hat auch viele Vorteile, sich die Kosten großer Reparaturen zu teilen bzw. das mit einem monatlich festen Betrag fest erledigt zu haben.
Bei einem Haus musst Du die große Rechnung auf einen Schlag alleine zahlen, wenn sie anfällt. Bei einer WEG-Gemeinschaft muss über solche großen Sonderzahlungen (z.B. bei neuem Dach oder Heizung, Fassade) vorab mit einer gewissen Frist beschlossen werden.

aber ja: es gibt auch Nachteile: stell Dir vor, du kaufst Dich wo ein, wo Du Dich nicht wohl fühlst. Da kann man nicht so einfach kündigen, wenn man es gekauft hat.
Ebenso entscheidet die Mehrheit (was ist, wenn Du öfter der gegenteiligen Meinung bist und es trotzdem wegen der Mehrzeit akzeptieren musst?)

Ich denke, wenn Ihr eine Eigentumswohnung kauft, solltet Ihr überhaupt gründlichst das Haus kennenlernen, - euch das Umfeld ankucken, - wenn möglich auch die Leute im Hause und den Verwalter. -- okay: das machen recht wenige, - aber die, die es nicht gemacht haben, brauchen sich auch später nicht beschweren, wenn so wo gelandet sind, wo es menschlich nicht passt....

Und auf der Kostenseite sieht es ähnlich aus: beschließt die Mehrheit ein neues Dach oder neue Fenster, dann bist Du dran mit zahlen, egal, ob du grad das Geld hast oder nicht. Die Mehrheit entscheidet.

Genau drüber nachdenken müsst ihr schon. Es gibt Vorteile und auch Nachteile.

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Das stimmt so nicht! Bei sehr großen baulichen Maßnahmen, insbesondere wenn es Sonderumlagen geben muss, weil die Rücklagen nicht reichen, muss es einstimmige Beschlüsse geben. Es ist also nicht so, dass dich die Mehrheit zur Verschuldung zwingen kann. Im Gegenteil, eher kann der Geizkragen oder der Pleitegeier der WEG (wichtige) Maßnahmen verhindern.

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Hallo,

seit wann müssen Sonderumlagen einstimmig beschlosssen werden ?

freundliche Grüsse Werner

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Wir haben selbst über 13 Jahre in einer ETW gewohnt.Ich kann nur positiv berichten.Dort gab es nie Stress oder Streit.
Das Hausgeld beinhaltet ua die Nebenkosten & Rücklagen.Nebenkosten müsst ihr ja beim Mieten oder bei einem EFH auch zahlen.
Ihr solltest ganz genau die Teilungserklärung lesen u. ebenso die Protokolle der Eigentümerversammlungen d.letzten Jahre.Daraus kann man ganz viel erfahen.
Wenn man nicht gerade in einer Einöde wohnt,dann hat man halt immer irgendwie Nachbarn.Überall kann es Stress geben,auch mit den Nachbarn im tollsten EFH.
Ich finde eine ETW einen guten Einstieg,vielleicht kommt Ihr später ja doch nochmal zu einem Haus ...auf jeden Fall schafft man mit Eigentum ja Werte ,beim Mieten nicht.

Wir wohnen seit knapp 2 Jahren im RMH ,haben nochmal gebaut und sind absolut happy.Mit den Nachbarn haben wir auch hier sehr viel Glück. Fassade ist z.Bsp. Klinker und bei Markisen beispielsweise ist es sehr locker in d. Teilungserklärung in unserem Fall gehandhabt.Jeder ist anders. Ich bin z.Bsp. ein absoluter Stadtmensch ,ich könnte mir nie ein Haus auf dem Dorf vorstellen. Ich brauche Menschen um mich rum.Ich brauche auch keinen großen Garten,wir haben hinten dran um die 100qm ,das reicht uns völlig.Unsere Kids sind schon größer ,ich liebe meine Terrasse.Arbeit gibt es im Garten trotzdem genug *lach*.

LG Kerstin

Schaut ,ob demnächst evtl. größere Reparaturen anstehen usw.,darüber muss der Eigentümer Auskunft geben.

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