Hauskauf - was können wir uns leisten?

Hallo, mein Freund und ich haben angefangen uns nach Häusern umzusehen. Aktuell haben wir eine Wohnung in der Stadt und wollen auch nicht wirklich aufs Land ziehen. Nur ist es in der Stadt natürlich teurer.
Zurzeit verdienen wir beide ca. 2.000 netto, in 2 Jahren werden es jedoch schon 2.500 pro Person sein. Wir haben uns Häuser in unterschiedlichen Preiskategorien angesehen. Wir denken das wir ca. 330.000 Euro ausgeben müssten. Ist ne Stange Geld. Wir haben es auch durchgerechnet, leisten könnten wir es uns. Müssten dann monatlich ca. 1.200 bis 1.300 Euro zurückzahlen.
Trotzdem bin ich mir unsicher. Ich möchte ein Haus in der Stadt, bin mir aber nicht sicher ob es vielleicht zu früh ist. Aktuell gönne ich mir zwischendrin gerne mal etwas, das würde dann nicht mehr gehen. Andererseits denke ich die ganze Zeit das der Wohnraum immer knapper wird und man in 10 Jahren dann vielleicht gar nichts mehr findet.
Was meint ihr, lieber erst mal ein bisschen Leben und Geld ausgeben und wenn's schlecht läuft ein Leben lang zur Miete wohnen oder die Chance ergreifen wenn sie sich bietet und ein bisschen zurückstecken? Wäre ja auch erst mal nur für die 2 Jahre.

Schon mal Danke für Antworten :)

Erstens:
Für 330.000€ würdest Du bei uns in der Stadt kein Haus bekommen - höchstens ein sehr kleines Reihenmittelhaus minderer Qualität in einer vollgestopften Baulücke. Horizontales Hochhaus, wie ich die Dinger gerne nenne.

Zweitens:
Kinderplanung? Eventuell einer nur noch Teilzeit tätig? Kommt ihr dann noch hin? Auch wenn die Zinsbindung des Kredites ausläuft und aus der 1200€ Rate vielleicht 1600€ werden?

Drittens:
Habt Ihr Eigenkapital angespart? Die interessanten Konditionen gibt es i.d.R. nur wenn nicht zu mehr als 100% finanziert werden muss. Je mehr Eigenkapital, desto bessere Konditionen.

Viertens:
Was drängt Euch? Nur das Szenario, das es in 10 Jahren vielleicht gar keinen bezahlbaren Wohnraum mehr gibt? Es gibt andere Szenarien, die besagen das einem in 10 Jahren die Häuser hinterhergeschmissen werden, weil bei den ganzen panischen Jetzt-Käufern die Zinsbindung ausläuft und sie sich die Kreditraten nicht mehr leisten können.
Beides ist Kaffeesatzleserei.

Grüsse
BiDi

Es ist Gott sei Dank keine allzu große Stadt. Für 330 wenn man Glück hat bis 350.000 kriegt man ca. 140 qm, die die für uns interessant wären sogar teilsaniert/renoviert von 2012. Hätte sogar n kleinen Garten.
Kinderplanung besteht keine, man würde aber hinkommen. Da wäre man wieder bei den Thema das man sich ein paar Jahre zusammenreißen muss und nicht mit Geld um sich wirft.
Auch das mit der Zinsbindung sollte klappen.
Angespart haben wir knapp 30.000. Ist bei einem Hauskauf nicht viel, reicht auch nur ganz knapp für die Nebenkosten.

Drängen tut uns gar nichts. Ich weiß auch nicht warum ich so krampfhaft nach was suche 🤷🏼‍♀️ ich denke nur je früher wir abbezahlt haben, desto besser.

Mein freund und ich haben momentan das gleiche Thema. Wir sind zum Entschluss gekommen : wir leben nur einmal . Daher haben wir uns für einen Hauskauf entschieden. Noch nicht jetzt, aber definitiv Mitte / ende nächstes jahr . Der Grund ist zudem auch : mieten werden immer teurer, die Städter ziehen immer vermehrt aufs Land, weil ein Stadtleben einfach teurer ist . Außerdem werden die Banken in dieser Zeit Kredite "hinterher schmeißen"
Wir selbst wohnen auf dem Land und wollen auch dort bleiben, weil wir die Ruhe sehr mögen. Wir haben noch nichts konkretes ausgerechnet aber so im groben denken wir , dass wir den Großteil definitiv aus eigener Tasche bezahlen können und einen kleinen Teil mit einem Kredit von einer Bank. Auf jeden Fall wollen wir in dieser Zeit nicht auf alles verzichten und uns trotzdem zb einen Urlaub gönnen. Und das wird machbar sein er verdient sehr gut , ich ebenso.

Wenn ich du wäre , würde ich genauso denken : man lebt nur einmal . Später würdet ihr es bereuen - und unbedingt auf alles muss man in dieser Zeit auch nicht verzichten :) und : falls es doch nicht klappt so wie gedacht , kann man immer noch zurück in miete. Eine Lösung findet sich doch immer ;) zu deinen genannten Preisen kann ich nichts sagen .. Wenn ihr eure miete auf ein Jahr hoch rechnet, würdet ihr sicherlich schon einen teil des Hauses damit abzahlen können. .

Ich muss auch nicht unbedingt jetzt umziehen. Aber in der Stadt findet man nunmal nicht so viel. Man guckt immer mal wieder rein. Wenn nix drin ist ist das ok. Aber wenn ein mögliches Haus eingestellt ist mache ich mir immer unnötig viele Gedanken darüber. Was müsste man noch machen, ist man damit wirklich glücklich etc.

Aufs Land wollen wir beide nicht, wenn müsste man selbst bauen. Dann müsste man schon in 30 km Entfernung ziehen. Finden wir beide blöd, wir mögen die kurzen Wege zur Arbeit, einkaufen etc.
Mit der aktuellen Rechnung hätte ich monatlich auch ca. 500€, in 2 Jahren dann sogar noch mehr übrig. Grade in 2 Jahren wird das ne Menge sein, wenn ich mal so drüber nachdenke 😂 Urlaub sollte also auch drinne sein. Würde ich auch nicht drauf verzichten wollen.
Miete zahlen wir kalt ca. 600 Euro. Würde die auch lieber in was eigenes investieren.

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Man kann auch "Leben" UND dabei gut ansparen :-)!

Sind Kinder geplant? Dann bedenke, dass 1 Gehalt eine zeitlang wegfällt.

Legt doch zum jetzigen Zeitpunkt 1400€ jeden Monat zur Seite und schaut, ob das gut funktioniert.

Wie lange wollt ihr abbezahlen? 10, 20 Jahre oder länger?

Bisher keine Kinder, wenn dann nur 1.

Müssten wohl oder übel 30 Jahre abbezahlen.

Das Geld beiseite zu legen ist theoretisch möglich, ich spare aktuell jeden Monat 500 Euro, bisher für Auto/Urlaub oder größere Anschaffungen gedacht. Ich denke schon das ich auf 700 kommen könnte.

Ich kann halt nur nicht mehr mit Geld "Um mich schmeißen"
Ich lebe generell nicht verschwenderisch, aber es ist irgendwie befriedigend zu wissen was ich einfach mal n paar hundert Euro ausgeben kann ohne das es ein Loch in mein Konto reisst. Wäre bei einem Haus nicht so spontan möglich.


Wenn ich mir meine eigene Argumentation so angucke möchte ich ein Haus aber am liebsten trotzdem noch 600 Euro im Monat beiseite legen 😂 ich Frage mich worauf ich eigentlich spare 😂🤷🏼‍♀️

Dann spare doch jetzt 700,00 Euro im Monat....das ist in zwei Jahren eh nur ein Klavks für eine Anzahlung und für dich jetzt schon ein enormer Entzug, weil du dir nix mehr gönnen könntest.

Bedenkt, das ein Haus nicht nur der Abtrag ist, sondern auch viele Nebenkosten an Versicherung, Heizung, Garten, etc. ist. Instandhaltung fängt schon nach 10 Jahren bei einem Neubau an, sprich das sind wieder Kosten.
Nebenher noch die normalen spontanen Kosten wie Waschmaschi e , etc...geht alles heutzutage recht schnell kaputt.

lg
lisa

Hallo.
Wie alt seit ihr denn?
Ich persönlich würde noch 2 Jahre warten, bis ihr beide mehr verdient und in den 2 Jahren noch bissel Eigenkapital ansparen.

Ich sehe es auch so .Man lebt nur einmal und ewig in einer Mietwohnung wollten wir nicht leben, genau so kein Handtuch großes Grundstück in einer vollgebauten Siedlung haben. ABER uns war wichtig trotz haus noch leben zu können. Dazu gehören für uns Urlaube, oft Restaurant brauche und mal hier und da was schönes

Wir garantiert ist es, dass ihr in 2 Jahre jeder 500.- netto mehr bekommt und wie sicher ist eure Arbeitsstelle?. Wieviel % Eigenkaptital könntet ihr leisten...davon hängen die Höhe von Monatsraten und dessen Konditionen ab
Zu einem Kind kommt nicht teilsweise ein Lohnentfall dazu, sondern durch das Kind auch Mehrkosten...falls du nach Elternzeit wieder TZ arbeitest (wie sieht dann die Std. und dessen .Lohn aus) , dann noch Kosten wie Grippe oder Tagesmutter...

Schaut euch in eurer Stadt erstmal die Immobilienpreise an und was ihr für euer geplantes Budget überhaupt erwartet (evtl.sanierungsbedürftige Häuser, was unabsehbares Geldvermögen schluckt.) Nicht nur Mieten steigen in keinen realen Preis-Leistungsverhältnis mehr an, sondern auch Immobilien.

Wir sind beide Beamte. Von daher ist der Arbeitsplatz sicher und ich weiß wie viel ich in 2 Jahren oder 10 verdienen werde.
Wenn man wegen nem Kind ausfällt kann man in den Job zurück, nach egal wie langer Zeit.

Haben uns wie gesagt verschiedene Immobilien angesehen. Für weniger Geld kriegt man auch was aber das ist nicht hübsch. Da müsste man dann auch viel Geld für eine Renovierung rein stecken. Im Zweifel kostet das noch mehr. Aktuell ist ein recht frisch saniertes Haus im rennen. Man müsste halt nichts mehr machen.
Sowas ist mir lieber als was günstiges zu kaufen und die nächsten 10 Jahre Handwerker durchs Haus turnen zu haben und ggf. Noch mehr als bei dem aktuell teurerem Haus zu zahlen

Deshalb meinte ich ja, es gibt nicht schlimmeres als eine sanierungsbedürftige Immobilie....untransparente Kosten , meist zu teuer und dazu ewige Baustellen.

Hallo,

bei den Einnahmen würde ich kein Haus für 330.000 Euro finanzieren.
Du schreibst nichts von Eigenkapital. Habt ihr noch nichts angespart? So ein Kredit sollte im Notfall auch von einer Person bezahlbar sein. Das funktioniert bei euch ja schon nicht. Was ist wenn jemand wegen Krankheit ausfällt? Zu der Tilgung von 1300 Euro kommen ja auch noch die monatlichen Nebenkosten hinzu. Das ist ja auch nicht gerade wenig. Wieso bist du dir so sicher, dass ihr beide in 2 Jahren 500 Euro mehr verdient. Das wäre ja jeweils eine Gehaltserhöhrung von ca. 1000 Euro. Das wäre ja eine Verdienststeigerung von 30%-40%. Sehr sportlich #schein. Würde ich auch gerne bekommen ;-)

Mir wäre das auf jeden Fall zu riskant, aber jeder denkt da wohl anders.

LG
Silke

Ja, finde das mit den 25% Steigerung auch amüsant. Wir haben vor zu heiraten und in einer Verwaltung kriegt man eine Zulage wenn man verheiratet ist 😂
Zudem werden wir beide noch befördert und in einer Verwaltung kriegt man mit den Jahren mehr Geld. Die nächsten 2 hauen halt richtig rein, danach leider nicht mehr so. Dann kriegt man alle 2 bis 3 Jahre ca. 50 Euro mehr.

Eigenkapital sind wie gesagt, knapp 30.000 Euro. Reicht für die Nebenkosten.

Und durchgerechnet haben wir es. Preislich passt es, hab grade nur nicht mehr alle Preise im Kopf 😅

Aber sind auch fast 5.000 Euro die wir dann zusammen verdienen.

Als Beamter bekommst du deine Bezüge voll weiter, auch bei längerer Krankheit!

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Vielleicht sollte ich allgemein noch was zu unseren kosten sagen.
Das Haus liegt nicht weit von unserer jetzigen Wohnung. Wir haben es 5 Minuten zur Arbeit. Wir fahren alle 8 Wochen tanken und fahren kleine Benziner. An sich sind unsere Lebenshaltungskosten recht niedrig.

Wir haben für das Haus mal die ganzen kosten aufgeschrieben wie Schornsteinfeger, Strom, Gas, grundsteuer etc. Sind dann pro Person bei 300 Euro raus gekommen. Und da haben wir höhere Kosten angesetzt. Zudem sind da Sachen wie Rechtsschutzversicherung oder Internet drinne.
Drauf kämen noch mal 150 Euro fürs Essen. Da liegen wir auch immer drunter.
Die einzigen Kosten die dann noch dazu kommen sind so Sachen wie handyflat, private Krankenversicherung und kfz Versicherung.
Dazu kommt noch der Hauskredit. Da wollten wir 1200 Euro zurückzahlen.
Passen tut das. In 2 Jahren mit 2.500 Euro sogar locker.

Lebensqualität sollte eigentlich erhalten bleiben.
Ich weiß, bei einem Kind müsste man die Ausgaben wieder überdenken, aber als Beamter gibt es zusätzlich zum Kindergeld wieder eine Zulage. Kindergeld und die Zulage wären in etwa 500 euro

Ich muss mich leider korrigieren :(
Hab noch mal über die Zahlen geguckt und gemerkt das ich uns versehentlich in Lohnsteuer Klasse 3 statt 4 gesteckt habe.
Sind somit in der Tat nur knapp 2.300 Euro pro Person statt 2.500 😅

und ihr könnt ein Lebenlang dort arbeiten?

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Hallo,
Wir haben auch ein Haus gekauft. Kredit und Haus laufen nur auf meinem Namen. Ich verdiene 2400+UH und Kindergeld. Mein Partner verdient 2500. er zahlt mir aber „nur“ Miete. Die Raten sind fast 1000 Euro im Monat. Die Zinsen für 20 Jahre gesichert. Wenn was schief läuft, kann man immer noch vermieten oder verkaufen. Aber nicht probieren kam nicht in Frage.
Macht es doch. In 20 Jahren, wenn du 1200 abzahlst, wird das nix mehr sein.

1200-1300 monatlich zurückzahlen sind eine ganze Menge. Außerdem musst du noch die Kaufnebenkosten einkalkulieren und die Zinsen, die du über die Jahre abbezahlst.
Bei uns wurde beim ersten Finanzierungsgespräch gesagt die aktuelle Kaltmiete sollten wir als Wert zur Tilgung nehmen. Nebenkosten hat man ja dann auch noch. So gerechnet würde man gut fahren. Wenn man nebenbei noch was sparen kann packt man den Rest eben in die Sondertilgung oder legt sich was für Reparaturen zurück

Hallo,

wir haben bei unserer Hausfinanzierung durchgerechnet ob wir es auch mit einem Verdiener abzahlen können. Für den Notfall, falls einer krank oder arbeitslos wird. Klar, man ist versichert dagegen, aber die Versicherung greift ja nicht auf Dauer. Wir haben sämtliche Umstände im Kopf durchgespielt. Theoretisch müsste man mit 4000,- Einkommen ein Haus finanzieren können. Problematisch wird es nur, wenn ein Verdiener weg fällt. Ebenso sollte die Elternzeit berücksichtigt werden. Meine Freundin hat da auch sehr blauäugig gedacht. Sie wollte nur ein Kind und dann nach einem Jahr gleich wieder arbeiten. Sie ist Betriebswirtin auf der Bank mit gutem Verdienst. Blöderweise war das nach einem Jahr wieder anfangen problematisch. Sie fand keinerlei Betreuungsmöglichkeit und war gezwungen bis zum 3. Lebensjahr des Kindes daheim zu bleiben. Nach den 3 Jahren konnte sie auch nicht Vollzeit arbeiten, da ihre Arbeitszeit sich nicht mit den Betreuungszeiten des Kindergartens deckte. Was blieb war eine Teilzeitstelle, 25 Stunden/Woche und auch nicht mehr als Betriebswirtin, sondern als einfacher Kundenberater. Leider haben sie auch mit ihrem vollen Gehalt kalkuliert und sind nun in arger Bedrängnis. Das Haus können sie zwar halten, aber viel Luxus nebenher ist nicht mehr drin. Wir haben nur mit dem Gehalt meines Mannes kalkuliert. Mein Gehalt bildet die Rücklagen. Die muss man mit Eigenheim nämlich haben. Das Haus bleibt nicht immer neu und in gewissen Intervallen kommen Reparaturen im und am Haus. Eine Heizung hält keine 30 Jahre, das Dach muss irgendwann mal wieder gemacht werden, Leitungen eventuell getauscht werden etc. Es ist naiv zu denken, dass man ein Haus baut/kauft und dann bis zur endgültigen Tilgung Ruhe hat. Es können immer irgendwelche Dinge passieren. Das muss dann finanziell einberechnet werden. Z.B. hatten wir dieses Jahr einen Wasserschaden. Er betraf 2 Bäder. Den eigentlichen Schaden zahlt die Versicherung. In jedem Bad waren durch den Schaden aber nicht alle Wände betroffen. Im oberen nur eine und im unteren zwei. Die Versicherung zahlt nur die Trocknung und die Instandsetzung der betroffenen Wände. Sanieren muss man aber das ganze Bad. Es sei denn man will zweierlei Fliesen. Da sind mal eben 10.000,- weg. So etwas muss man immer in die Planung einkalkulieren und an Rücklagen zur Verfügung haben.
Das sind alles erste Überlegungen. Dann würde ich schauen wie es mit Eigenkapital aussieht. Ich würde nie ohne EK finanzieren. Außerdem ist zu beachten, dass die Zinsen, die momentan niedrig sind, in eurer Laufzeit auch wieder steigen. Du hast keine Zinspreisbindung für 30 Jahre. Siehst du ein Haus für 300.000,-, ist das nicht die Summe, die du finanzieren musst. Da kommen noch Kaufnebenkosten dazu. Notar, Grunderwerbssteuer, Grundbucheintragungen etc.

Lasst euch am besten bei einer Bank beraten.

LG
Michaela

Arbeitslos wird mich ja nicht betreffen, darüber bin ich sehr froh.
Das mit der Krankheit kann immer passieren, dass stimmt. Das ist für mich aber kein Grund für immer in einer Wohnung zu bleiben. Wenn es echt hart auf hart kommt müsste man es vermutlich verkaufen, das stimmt.
Das mit der Betreuung haben wir auch schon durchgespielt, aber wir haben beide die Möglichkeit in Bereiche zu wechseln wo man von daheim aus arbeiten kann. Ich denke das dass grade zu zweit daheim mit Kind gut klappen könnte. Klar, ne Betreuung wäre besser, aber im schlimmsten Fall sollte das auch so gehen. Zudem wir flexible Arbeitszeiten haben.
Das mit meiner Stelle ist mir als Beamter nun mal sicher. Wenn ich zurück kommen möchte geht das auch.

Der Vorteil an dem Haus ist das es fast komplett saniert wurde. Und so richtig teure Sachen wie Dach oder Küche haben wir einkalkuliert, allerdings haben wir auch dachdecker bzw. allgemein Handwerker in der Familie. Ich denke grade bei einem neuen Dach macht das einiges aus.

Die Kaufnebenkosten sind schon angespart.
Die monatlichen Nebenkosten haben wir auch durch gerechnet. Es würde klappen.
Ein Leben in Luxus brauche ich nicht. Ich möchte ein Auto, aber da reicht mir auch ein Kleinwagen. Einmal Urlaub im Jahr reicht uns auch. Und für ein Haus nehme ich auch gerne einen kürzeren bzw. günstigeren.

Das Problem ist halt das man in der Stadt kaum was bekommt. Wenn man im "günstigen" Preisbereich guckt, so bis 220.000 Euro sind das Häuser die eigentlich komplett saniert werden müssten, spätestens den nächsten 20 Jahren.
Wenn man höher geht kriegt man was renoviertes wo man natürlich nie die Garantie hat das nichts kaputt geht. Allerdings ist in der Preisklasse fast alles renoviert. Da muss man dann definitiv weniger rein stecken. Ich weiß das immer ein Rohr brechen kann o.ä. aber wenn wir mit einem Gehalt rechnen kommen wir nie zu einem Haus. Nicht mal zu einer Wohnung. Wir haben auch nach Wohnungen geguckt, es werden nur keine annehmbaren verkauft. Da gilt dann das selbe wie bei Häusern. In den nächsten Jahren müsste saniert werden. Und neubauwohnungen haben alle den wunderschönen Blick auf den Rhein. Da kosten 120 qm aber auch schon 400.000 Euro 😂

....Ich weiß das immer ein Rohr brechen kann o.ä. aber wenn wir mit einem Gehalt rechnen kommen wir nie zu einem Haus. Nicht mal zu einer Wohnung.....

Das ist wohl das Problem, denn ein Verdienst von 2.000 Euro (zurzeit) bis 2.300 Euro sind für eine Darlehenssumme von 330.000 Euro definitiv zu wenig.

Ich würde warten und noch mehr Geld ansparen, so dass die Darlehenssumme geringer wird, wenn ihr unbedingt ein Haus in der Stadt haben wollt. Wie sich die Zinsen in den nächsten Jahren entwickeln, weiß niemand. In meinem Bekanntenkreis sind so viele, die sich übernommen haben. Ein schönes Leben ist das dann nicht mehr......


LG
Silke

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Hallo!
Ich finde du klingst eigentlich schon sehr entschieden. ;) Holt doch mal ein paar Angebote von Banken ein und überlegt weiter...
Ich muss über "notfalls von einem
Gehalt finanzierbar" ehrlich gesagt immer grinsen. Das ist in Hamburg zB echt nicht machbar, hier starten die alten Reihenhäuser mit Sanierungsbedarf bei 500.000 Euro... Bei "ordentlichen" Reihenhäuschen aus diesem Jahrtausend bist du eher bei 600.000-800.000 Euro. Sorry, das bekommen wir als promoviertes Akademikerpaar definitiv nicht von einem Gehalt hin... Es sei denn es taucht noch irgendwo spontan eine sehr großzügige Erbschaft auf. ;) Eigenkapital aufbauen ist jedenfalls bei den hiesigen Mieten ebenfalls nicht so leicht, wenn man dank vorhandener Kinder etwas mehr Wohnraum braucht und nicht beide voll arbeiten können. Ist halt so, man kann nicht alles haben... Besser als mit zwei Beamtenstellen ohne Versetzungsrisiko KANN man de facto gar nicht abgesichert sein. Und mit der Familienplanung in der Schwebe kann man evtl niedrigere Tilgung und hohe mögliche Sonderzahlungen vereinbaren, so dass man auch ein paar magere Jahre mit Elterngeld oder in Teilzeit ausgleichen kann.
Viel Glück bei eurer Entscheidung!

Seh ich genauso!

Bei uns in Berlin kannst du dir nichtmal die Miete von einem Gehalt leisten 😂, geschweige denn ein Haus!!

Selbst im Umland kannst du nur zu zweit finanzieren.

Aber vlt verdienen wir auch zu wenig. Wer weiß das schon 😇.

Geht mir genauso! Lebe in Köln und wir haben eine ETW gekauft und auf Dauer würde es auf keinen Fall mit nur einem Gehalt gehen. Jetzt während des Elterngeldbezug geht es noch gut, aber mit weniger „Luxus“...aber man hat ja eh keine Zeit mehr für Essen gehen, Shoppingtouren, etc ;-)
„Wenn einer ausfällt“, dafür haben wir Berufsunfähigkeitsversicherungen, „wenn einer arbeitlsos wird“... dann ist er es nicht lang - wir sind beide sehr gut ausgebildet und leben in einem Ballungsraum mit etlichen potenziellen Arbeitgebern... ein bisschen positiv muss man an die Sache schon rangehen. Im Zweifel muss man verkaufen. Und auch da: Unsere Inmobilie hat in wenigen Jahren schon an Wert zugelegt aufgrund der Lage!

Zu den Miesmachern nach dem Motto „nee, auf Luxus würde ich nicht verzichten wollen“... da kann ich nur sagen: in Eurer Altersarmut werdet ihr dann noch verzichten lernen. Es ist Fakt, dass Wohneigentum (nicht unbedingt selbst bewohnt) die wichtigste Säule der Altersvorsorge ist!

"Ich gönne mir gerne mal was, das würde dann nicht mehr gehen!"

Je nachdem was Du darunter verstehst, wär mir es das nicht wert.

Müsstest Du über jeden Pullover nachdenken den Du dir kaufen willst oder würden einfach die Urlaube überschaubarer aus- bzw auch mal ganz weg fallen?

Weniger Urlaub, dafür ein Haus mit Gärtchen find ich nicht dramatisch.
Aber 2x überlegen ob ich auswärts esse oder mir ne Jeans kaufe will ich nicht müssen.

Ist aber alles eigenes ermessen. #winke

Huhu. Also mein Mann und ich sind beide 25 Jahre. Wir haben vor 2 Jahren neu gebaut und zahlen derzeit 1300€. Bis auf dass meine Eltern sie küche bezahlt haben , haben wir alles selbst finanziert. Wir haben weniger Einkommen als ihr und sind keine Beamten. Wir fahren 2 relativ neue Autos und regelmäßig in Urlaub und im Supermarkt kaufe ich ein wonach mir ist. Bis jetzt haben wir überhaupt keine Probleme. Über sowas habe ich mir auch Mumie so Gedanken gemacht. Zinsen sind auf 15 Jahre festgeschrieben. Theoretisch sollten wir in 18 Jahren fertig sein. Wenn es finanziell eng wird kommt die Rate halt runter. Sind wir dann in 20 Jahren oder 23 Jahren fertig. Falls es nötig sein sollte. Aber selbst dann sind wir nichtmal 50 Jahre alt. Also mach dir nicht so einen Kopf. Wenn es passt und euch das Haus wirklich gefällt das schlagt zu.

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