Hausbau - was sind die ersten Schritte? Wo fängt man an?

Guten Morgen,

seit geraumer Zeit denken wir darüber nach ein Haus zu kaufen...
Nachdem wir uns jetzt einige gebrauchte Häuser angesehen haben, sind wir zu dem Entschluss gekommen lieber selbst (aber stressfrei) zu bauen.
Bei uns werden viele Projektierte Häuser angeboten, aber irgendwie sagt uns davon auch keines zu.
Am liebsten würden wir selbst bestimmt wie die Raumaufteilung etc. ist.
Jetzt stellt sich die Frage, wo fängt man an?
Grundstück suchen? Architekt anfragen (oder ist sowas sehr teuer?)? Kann man selbst Bauherr sein oder lieber einen engagieren?
Vielleicht kennt ihr auch eine gute Internetseite auf der solche Steps stehen?
Wie gesagt, ich weiß gar nicht in welche Richtung ich denken soll...
Vielleicht könnt ihr mir ja helfen #danke

LG Ramona

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Hallo Ramona,

stressfrei bauen, habe ich ja noch nie gehört ??? Keiner aus meinem Freundes- oder Bekanntenkreis hat dies geschafft. Aber Streß ist ja nicht gleich Streß....

- Prüfen wieviel Geld zur Verfügung steht und bei Banken anfragen, in welchem Rahmen Eure Finanzierung klappt.

- Wie groß das Haus werden soll, weiß man ja ungefähr (mit oder ohne Keller, mit oder ohne Garage, Doppel- oder Reihenhaus etc...)

- Grundstücke lassen sich parallel dazu suchen. Bei uns im ländlichen Umkreis gibt es jede Menge Neubaugebiete, die mit unterschiedlichen Attraktionen locken.

Gute Seite im Netz: www.bau.com

Viel Erfolg wünscht Hanni

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hallo,
wir sind auch gerade dabei ein haus zu bauen... sind aber schon bissl weiter... bei uns wird in den nächsten wochen schon der bagger anrollen...
wir haben so angefangen, das wir uns erstmal auf der bank nach den konditionen erkundigt haben und haben uns dann einen betrag x errechnen lassen, der für uns tragbar war... dann haben wir uns einige grundrissvorschläge verschiedener baufirmen angesehen. es gibt einige die von ihren musterhäusern die grundrisse auf ihrer hp haben. da haben wir dann von einer firma einen grundriss gefunden der in etwa so war, wie wir uns das vorgestellt haben... zu unserem glück war´s mit dem preis bei der firma ebenfalls in unserem rahmen. also haben wir dann mit der firma kontakt aufgenommen. haben dann an dem bestehenden grundriss noch unsere änderungen vornehmen lassen. und die pläne beim bauamt eingereicht. dann haben wir uns nochmal mehrere bank-angebote eingeholt und als wir die günstigste gefunden haben, haben wir alles unterschrieben... tja.. und nu kanns schon bald losgehen...
was man auch am anfang vielleicht bedenken sollte, ist was es für ein haus sein soll... ein fertig-haus oder ausbauhaus oder sowas in der richtung. und wieviel man vielleicht selber machen kann und will... aber egal wie ihr euch entscheidet... schlag dir das mit dem stressfrei gleich wieder aus dem kopf...;-) aber trotzdem macht es auch ein bisschen spaß sich mit sowas zu beschäftigen... bei uns war´s jedenfall so...

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Hallo ihr Bauwilligen,

ich würde als erstes bei verschiedenen "Geldverleihern", sprich Banken, Bausparkassen, Internetbanken (Interhyp, Dr. Klein) anfragen wieviel Geld sie Euch zu welchen Konditionen leihen würden.

Daraus ergibt sich ja schnell die verfügbare Summe für Haus, Grundstück, Nebenkosten etc.

Parallel dazu kann man ja schon einmal anfangen die verschiedenen Bauträger abzuklopfen.
MEINE Erfahrung, kleine regionale Bauträger liefern oftmals gute Qualtät zu vernüftigen Preisen !!. Viele große Anbieter sind oftmals unflexibel und unpersönlich.

Ein großes Sparpotenzial entsteht wenn man Grund und Haus NICHT von einem Bauträger kauft. Man muß ansonsten die 3,5% Grunderwerbssteuer auf beides zahlen. Kauft man erst einmal NUR das Grundstück ist die Grunderwerbssteuer auch nur für das Grundstück fällig.


Gruß Joe

http://www.die-jaegers.de

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Also ein Haus haben wir noch nicht gebaut - es ist nur geplant und ich lese schon seit laengerem sehr viel dazu. Stressfrei Bauen geht ganz sicher nicht!
Ihr braucht erstmal ein Grundstueck (muss Bauland sein). Dann wuerde ich mit einen Bauingenieur suchen, der das Haus entwirft. Evl. kann dieser fuer Euch auch die Ausschreibungen machen - sagt ihm, wieviel ihr insgesamt ausgeben wollt (er wird Euch schon sagen, was realistisch ist - es gibt auch viele Moeglichkeiten, Geld zu sparen, ohne dass es gross auffaellt) und wenn es Euch nachher weniger kostet, solltet Ihr ihn dafuer anteilig bezahlen. Die Firmen, die "alles aus einer Hand" anbieten, sind in der Summe oft teurer, als wenn man die Einzelleistungen kauft. Schaut Euch aber an, was die Firmen vorher so gebaut (bzw. verbrochen haben), damit ihr nicht nachher "Stress" habt.
Es empfiehlt sich auch, den Bau gut zu ueberwachen.

Ich wuerde eher einen Bauingenieur, als einen Architekten beauftragen. Die ersteren sind von der Ausbildung her technisch einfach besser... und fuer die kuensterlische Seite (viele Architekten sehen sich als Kuenstler - man muss ja nur mal schauen, was so fuer voellig unbewohnbare Haeuser Architekturpreise bekommen....) braeuchte ich niemanden.

Naja, ich bin da vielleicht ein bisschen voreingenommen, aber ich habe schon zuviele Gruselstories von Architekten und ihren Haeusern mitbekommen und wie sich Architekten bei der Hausplanung anstellen (und was im Gegensatz dazu ein gut ausgebildeter Bauingenieur vermag) - will ich hier aber nicht weiter ausfuehren.

Liebe Gruesse,
Kathy


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Ich würde das ganz anders angehen. Guck Dir Häuser in Deiner Umgebung an, die gerade gebaut werden oder wo schon Leute drin wohnen. Und wenn Dir was davon gefällt, dann rede mit den Leuten und frage, ob es eine fertige Zeichnung war oder ob sie extra haben zeichnen lassen. Dann laß Dir den Architekten sagen .Vielleicht kannst Du preiswert eine fertige Zeichnung abkaufen? Raumaufteilung kann man beim Bauen immer noch ändern, wenn keine tragenden Wände betroffen sind.

Wir haben es noch anders gemacht. Ich habe gemalt, wie mein Haus aussehen soll. Dann habe ich beim Bauamt gefragt, ob sowas gehen könnte (Antwort: nein, es aßt nicht ins Stadtbild) Neu gemalt (Bauamt sagt: o.k. - aber bitte richtige Zeichnung!) Dann alles von einem Architekten zeichnen lassen. Genehmigung vom Bauamt geholt und angefangen! SELBST ANGEFANGEN! Loch gebuddelt, Fundament ausgehoben, Steine geschelppt (ich hatte jeden Stein mindestens 4 mal in der Hand!), mit Freunden und Familie gemauert.
Dachstuhl, Sanitär, Heizung und Elektrik hat eine Firma gemacht. Alles andere haben wir selbst gemacht! Auch Bauleitung haben wir selbst übernommen. Klar hat es etwas länger gedauert, als ein "Ruck-Zuck-wir-lassen-bauen-Haus" (3 Jahre) ABER wir konnten das ganze ohne Kredite bewerkstelligen, denn man spart mehr als die Hälfte, wenn man alles selbst macht. Heute bin ich froh darüber, denn einen Kredit abzuzahlen könnte ich mir nicht mehr leisten!

#kratz stressfrei bauen??? - vergiß es!

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Hallo Aggie69,

zu dem "alles selber machen" würde ich Dich gern was fragen, wir haben uns das nämlich auch so ähnlich vorgestellt.

- Hattet Ihr einen Architekten und/oder Statiker, der Euch einen Plan gezeichnet hat, nach dem dann der Rohbau gemauert wurde? Und der den Bau dann am Schluss nochmal überprüft hat?

- Wie lange hat's mit dem Rohbau gedauert und wieviele Helfer hattet Ihr?

Wir überlegen auch schon laaaange bzw. haben wir auch noch kein geeignetes Grundstück gefunden etc. - wobei wir auch überlegt hatten, den Rohbau eine Firma machen zu lassen, denn alle anderen Berufe (Zimmerer, Heizungsbauer, Installateur, Elektriker) sind eigentlich in unserem Freundeskreis vertreten...

Danke schonmal,
Grüße
Lieserle

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Frage:"Hattet Ihr einen Architekten und/oder Statiker, der Euch einen Plan gezeichnet hat, nach dem dann der Rohbau gemauert wurde? Und der den Bau dann am Schluss nochmal überprüft hat? "

Antowort: Ja. Hatten einen Architekten/Statiker. Denn die Zeichung muß bautechnisch stimmen und muß auch vom Bauamt abgenommen werden. Nach einzelnen Baustufen war es immer wieder notwendig, daß die Bauausführung und Statik überprüft wurde. Nach Decke schütten unten, nach Decke schütten oben und ich glaube die "Bewährung" haben die auch kontrolliert. Das steht aber in der Baugenehmigung drin, welche Statikabnahmen die zwischendurch haben wollen. Den Architekten habe ich eigentlich nie gesehen, habe nur mit dem Statiker zu tun gehabt.

Frage:" Wie lange hat's mit dem Rohbau gedauert und wieviele Helfer hattet Ihr? "

Antwort: Rohbau hat ein halbes Jahr gedauert (Sommer bis Herbst) inkl.Keller, zwei Wohnetagen, Dachgeschoß) Wir waren zwischen 4 und 8 Leuten - je nach Arbeit, die gerade anstand. Wir haben ja nebenbei alle gearbeitet und konnten nur nach Feierabend oder am Wochenende am Haus bauen.
Den Winter über haben wir den Rohbau absichtlich ruhen lassen, damit der Bau austrocknet. Das war früher so üblich! Wir haben bisher auch keine Probleme mit nassen Wänden oder Schimmel.


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Hallo!

Wir haben zuerst mal ein Grundstück gekauft, weil man ja vorher wissen muss, wo die Straße verläuft, wo die Terasse sein soll, wo die Anschlüße liegen usw. - es bringt ja kaum was, wenn man nen super Plan hat und man hat dann die Garage auf der falschen Seite oder so.

Dann haben wir uns einen Haufen Kataloge von Fertigteilhaus- Produzenten geholt.. dann mal durchgegrast, welcher Plan am ehesten für uns geeignet wäre bzw. wo am wenigsten geändert werden müsste - also an der Raumaufteilung.

Den Plan hab ich mir dann kopiert und bin zu alle möglichen Anbieter gegangen und hab mir Angebote machen lassen. Hilfreich ist es wenn man gleich einen Plan vom Grundstück mit hat, wo alle Anschlüße (Kanal, Strom etc. ). Wir haben dann immer gleich ein bißl am Grundstückplan eingezeichnet, wo das Haus steht, ob es sich mit allen Abständen zur Grundgrenze ausgeht usw..

wünsch euch alles gute und viel Erfolg

lg
moni

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