Habe keine Freude mehr am Haus...

Hallo,

wir haben 2012 gebaut und 2013 sind wir eingezogen. Endlich ist alles fertig, sodass man auch mal den Garten und die Terrasse genießen kann. Aber irgendwie habe ich keine Freude mehr an dem Haus. Eine schnuckelige Whg mit Dachterrasse oder großem Balkon wäre mir iwie viel lieber... Das macht mir ein wenig Angst! Mein Mann meint, ob ich spinne? Jetzt wo endlich alles fertig ist. Er würde es niemals verkaufen. Ich werde dort sicherlich nicht alt, wenn Sohnemann mal ausser Haus ist, jetzt ist er 11J., dann...... ;-);-). Klar ich putze alles, halte alles in Schuss, mache den Garten usw.... Aber dafür arbeite ich auch nur Halbtags und Menne Vollzeit! Das Kindergeschrei draussen nervt mich auch, überall ringsum sind kleine Kinder. Meine Freundinnen können mich auch nicht verstehen, sie würden sofort mit mir tauschen...:-(
Naja, vielleicht kommt die Freude ja mal wieder zurück....

Danke fürs zuhören, Bea!#klee#klee

Was genau stört dich denn an dem Haus? Und seit wann ist das so, ist was vorgefallen? Wir haben auch gebaut und inzwischen gibt es einige Dinge, die mich auch stören, oder wo ich denke, wieso haben wir das nicht so gemacht, aber alles nicht so schlimm, dass ich ausziehen will. Das könnte ich mir gar nicht mehr vorstellen.

Hallo,

macht dir das Haus zu viel Arbeit?

vg
novemberhorror

Hallo!

Ich bin ehrlich: ich will auch nie wieder ein Haus am Hals haben. Wir haben lange mit meinem Vater in einem Zweifamilienhaus gewohnt, und nachdem der bald pflegebedürftig wurde, hingen dann 200m² Wohnfläche, 700m² Hof und Garten, Keller und Dachboden an uns. Und das bei einem älteren Haus, wo dann auch reichlich zu renovieren war. Man wurde einfach nie fertig, noch bevor man am einen Ende halbwegs durch war, sah es am anderen Ende schon wieder richtig schlimm aus, und das mit Pflege nebenbei und chronischem Geldmangel.

Da ist so eine kleine Wohnung halt doch was tolles, da putzt man einmal die Woche 2-3 Stunden, und damit ist man aber auch fertig. Und die paar Balkonkästen sind auch schnell versorgt - wenn man überhaupt was will.

Allerdings sind Mehrfamilienhäuser naturgegeben noch lauter, und das Sommer wie Winter. Man hört es eben, wenn jemand durchs Treppenhaus läuft, mit seiner Wohnungstür knallt oder in der Wohnung über einem jemand rumrennt. Das schließt die Nachbarin vom 2. Stock ein, die morgens um sechs mit klackenden Stöckelschuhen durchs Treppenhaus runter geht, und die griechische Familie, die meistens erst um 23 Uhr heim kommt. Die Nachbarskinder beim freistehenden Haus hört man wenigstens nur im Sommer am Wochenende und in den Ferien, im Winter sind die deutlich weniger draußen und bei geschlossenen Fenstern kaum zu hören, und den halben Tag in der Schule.

Übrigens bedeutet ein Hausverkauf immer einen herben finanziellen Verlust. Die Bank will eine Entschädigung für entgangene Zinsen, und nachdem das Haus nie so 100% optimal für den Käufer passt, ist der meistens auch nicht bereit genauso viel zu zahlen. Und wenn Du Deine Einbauküche noch so toll findet, die Ablöse dafür wird nicht mal annähernd an den kaufpreis ran kommen.

Hi Bea,
bist Du evtl. noch so richtig fertig vom Baurummel?

Hatte ich auch, aber ich war sooooo froh, endlich drin zu sein, daß ich nichts mehr mit anpacken konnte.

Mit nur einem 11 jährigen gesunden Kind, ging ich wohl Vollzeit arbeiten, wenn ich die Gelegenheit hätte, egal ob Haus oder Wohnung, das hat doch damit nichts zu tun.

Es ist halt wesentlich mehr in der Reihe zu halten, als nur ne Wohnung. Aber du kannst auch um 23 Uhr die Waschmaschine anmachen und keinen stört es. Duschen um Mitternacht, laute Musik hören.

Ich möchte mein Haus nicht missen, ich wollte immer ein Haus, einen Garten wollte ich nie, aber der ist leider dabei.

Gruß Claudia

Hallo ihr lieben,

was mich genau stört, kann ich gar nicht sagen. Ich glaube, ich will es einfach nur zu perfekt haben. Wenn ich oben fertig bin, geht es unten weiter, dann der Garten, die Kosten, es hört ja nieee auf! Das ganze hat so vor ca. nem halben Jahr angefangen. Mein Mann möchte noch dies und das und jenes und mir ist da jeder Cent zu schade, möchte dafür lieber in Urlaub oder es einfach auf die Seite sparen... Er versteht das nicht. Gestern war ich bei meiner Freundin, sie wohnt alleine, in einer total schicken Loft Wohnung. Ich würde sofort mit ihr tauschen.... Oh Gott, wie schrecklich sich das anhört #klatsch#klatsch. Mein Mann sagt immer, du weisst ja gar nicht, wie gut du es hast... Kann schon sein das er Recht hat... Vielleicht ticke ich irgendwann mal wieder "normal" #kratz#kratz.

Grüßle Bea

Hi,

wir haben 2005 ein Haus gekauft, welches ich unbedingt haben wollte. 2006 sind wir eingezogen und ca. 2008 fing das Haus an, mich kolossal zu nerven. Ich wünschte mich in unsere alte Wohnung zurück, 2ZKB. Ich sah die Wohnung jahrelang als mein "Zuhause" an.
Ins Haus kam ich nur "zurück", nie heim oder nach Hause.

Letztes Jahr habe ich dann angefangen, mich nach anderen Häusern umzusehen und habe mir Gedanken gemacht, wie das wohl geht mit der Umfinanzierung undundund.

Dieses Jahr im Urlaub dachte ich das erste Mal: "Ich freue mich, bald geht es nach Hause". Das erste Mal so richtig bewusst. Es hat also ganze 9 Jahre gedauert, bis ich das Haus als mein Heim angesehen habe. Warum, kann ich nicht mal sagen, es hat eine super Lage, war erschwinglich, wir haben uns den Garten toll gemacht.

Kann dir damit nun nicht helfen, nur meine Geschichte erzählen, aber deine Freude kommt vielleicht doch nochmal wieder (ich wünsche dir nun aber keine 9 Jahre wie bei mir ;-)).

LG,
Pam

Hallo!

Wir wohnen seit 2012 in unserem Haus und ich habe auch lange gebraucht, bis ich mich komplett von unserer wunderschönen Maisonette-Wohnung lösen konnte.
Aber 2 Jahre, wie bei dir bisher, hat es nicht gedauert und hier war auch noch nicht alles fertig - sicher lag es auch daran, denn die Wohnung war es.
Inzwischen kann ich mir nicht mehr vorstellen, jemals auszuziehen. Im Scheidungsfall müsste mein Mann gehen #rofl

Vielleicht ist das Problem genau das, dass alles fertig ist und du "zuviel" Zeit hast um jetzt auf Kindergeschrei zu achten!?

Ich habe meine Liebe zum Gärtnern entdeckt, entspanne jetzt beim Pflanzen ausputzen.
Ist vielleicht kein Thema für euch, aber wir haben seit Weihnmachten auch einen Hund und ich muss sagen, dass mit genau diese Aufgabe noch gefehlt hat.

Das wird schon werden, konzentriere dich mehr auf die positiven Dinge, die ein Haus gegenüber einer Wohnung mit sich bringt ;-)

LG
sonntagskind

Hallo,

ich kann dich ein wenig verstehen.

Neulich erst habe ich im Kolleginnenkreis gesagt, dass ich mir an manchen Tagen unsere Wohnung zurückwünsche.

Wir haben mehrere Jahre eine altes Haus saniert und renoviert. Alles step by step, einen Kredit haben wir nicht aufgenommen. Wir haben in der Zeit des Umbaus/der Sanierung schon im Haus gewohnt und ich kann dir sagen, nach einiger Zeit ist mir alles nur noch mächtig auf den Sender gegangen. Nach Hause kommen 16:30 Uhr vom Job , das Haus voller Handwerker, Helfer, Familie - und das über Monate. Neben der Freude über die vielen Freiwilligen, die uns geholfen haben, war irgendwann das Maß voll. Ich habe nur noch von Ruhe geträumt, nicht bis abends hin arbeiten und saubermachen, Garten (1200 Quadratmeter), Tiere...

Mittlerweile wohnen wir fast vier Jahre im Haus und es ist mir erst im letzten Jahr so richtig als mein Zuhause in Fleisch und Blut übergegangen. Quasi, als Ruhe eingekehrt und wir mit fast allem fertig waren. Trotzdem frage ich mich manchmal, ob man mit dem Geld, was das Haus jeden Monat verschlingt, nicht doch etwas anderes machen könnte. Z. B. träumen mein Mann und ich von einem langen Urlaub in Neuseeland;-).
An manchen Tage stelle ich mir vor, wie ich nach der Arbeit nach Hause komme, mich auf meinen schönen Balkon in meiner alten Wohnung setze und einfach nichts mache...
Ein Buch lese, mich ausruhe... Mmmmhhh.

Ich denke, du kommst jetzt erst zur Ruhe nach der Bauphase. Ihr seid vielleicht beide gestresst und urlaubsreif. Zumindest mir ist es in unserem Fall schwer gefallen, mich einfach auf etwas Neues einzulassen.
Lass einfach noch etwas Zeit ins Land gehen, ich bin mir sicher, du möchtest dann nirgendwo anders mehr wohnen.

Alles Gute

Nici

Hallo Bea,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Mir geht es derzeit nämlich genauso #schein.
Ich bi auch nicht glücklich in unserem Haus.
Ich habe mir Gedanken gemacht WORAN dies liegen könnte.
Ich weiß es ;-) Ich bin absolut URLAUBSREIF!

Ich arbeite zwar auch "nur" halbtags, aber die Arbeiten am/im Haus + Garten bleiben zum größten Teil an mir hängen und dies ist mir auf Dauer einfach ZUVIEL!

Ich habe mich mit meinem Mann hingesetzt. Ich habe es ihm erklärt und um mehr Mithilfe seinerseits gebeten und - wir fahren dieses Jahr (seit 4 Jahren!) mal wieder in den Urlaub (auch wenn es nur eine Woche ist ;-)).

Wünsche Dir viel Kraft und alles Gute!

LG
Lorino

Ich würde eher fragen, was die Freude ist, die Du erwartest. Wir haben selber ein Haus mit Garten. Ich würde die Entscheidung zum Kauf nicht in Frage stellen, aber ich quieke nicht vor Freude beim Putzen, Instandhaltungsarbeiten oder bei der Gartenarbeit. Diese Festlegung ist mir auch immer etwas suspekt, aber wenn man nochmal weg will, kann man ja auch vermieten.

Aber ich sehe die Vorteile des Hauses (pragmatische jetzt, Wertanlage für die Zukunft usw), aber Freude? Freude hab ich an meinem Kind, aber nicht am Haus.

Ich frag mich auch: Ists Haus schon abbezahlt?
Das kann ja auch unbewusst Sorgen machen und du sagst, Dein Mann will noch mehr Geld ausgeben.
Mir klingt es auch so, als ib Du urlaubsreif bist...
Du musst auf dich selber hören, auf dein Inneres und dir überlegen, was dich ankrazt.

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