Wohnungskauf, Makler

Wir wohnen in München in einer eigentlich ganz schönen 3 Zimmer Mietwohnung ( 5 min von der U Bahn, also sehr zentral)
der Wohnungsmarkt in München in derzeit mehr als katastrophal wenn man sich die Preise anschaut.
Nun ist es so, dass wir mit dem Gedanken spielen etwas weiter außerhalb zu ziehen ( mehr Ruhe für die Kids, gemütlichere Umgebung..)
Da ergeben sich natürlich insofern Zweifel, was den Fahrtweg zur Arbeit betrifft ( reine Fahrzeit mit s bahn 1 Std)
Das könnte man natürlich noch managen, aber wiegt es das auch aus?
Wir haben einen netten Ort 30 km außerhalb gefunden wo eine sehr schöne Wohnung zum Verkauf angeboten wird.
Der Makler hat natürlich immer nur Gutes über die Wohnung gesagt, hat uns auch viele Infos gegeben, die Wohnung ist fast wie neu und zu einem ziemlich guten Preis.
Was uns stutzig macht:
Wir haben jetzt schon 2 mal quasi "abgesagt", da wir eben auch in diesem Vorort keinen Kiga Platz für unsere Kids bekommen können vor September 15.
Das stellt natürlich insofern ein Problem dar, weil die Kids sich dann nicht integrieren können und ich sie quasi morgens nach München in den Kiga fahren müsste für ein 3/4 Jahr. Das ist mir zu stressig.
Nun hat der Makler nach unserer Absage angeboten, den preis nochmals zu verhandeln ( wo es davor hiess, dies sei nicht möglich).
Haben wir abgelehnt.
Nun bietet er an, dass wir jetzt unterschreiben, aber erst zu JULI zahlen.
dies wäre natürlich eine super option, da dann sowieso Ferien im Kiga sind und sie quasi im Sept im neuen kiga anfangen würden.

So nun zu meiner eigentlichen Frage:
Wir können nun die ganze Lage nicht mehr einschätzen. Wieso ist die Wohnung nicht längst an einen anderen verkauft? Wieso gibt sich der Makler genau bei uns soviel Mühe? Reine Menschenliebe kann es ja wohl nicht sein...
Oder ist er wirklich einfach nur nett?
Wir haben uns die Wohnung nun 2 mal angeschaut und konnten auch keine Mängel entdecken. Mit dem Vormieter haben wir auch gesprochen..

Da muss doch etwas faul sein, oder?
Wer liesse sich denn auf so etwas ein wenn es angeblich soviel Interessenten gibt?

Wir sind verunsichert. haben keine Erfahrung und immerhin geht es um sehr viel Geld.

Wie würdet ihr entscheiden?

Auf der einen Seite können wir uns in der Stadt keine größere Wohnung leisten, schon garnicht zum Kauf und erst Recht nicht in der Qualität.
Auf der anderen Seite büßt man ja auch das Stadtleben ein, welches auch Vorteile hat.
Ist es wirklich schöner für die Kinder in einem kleineren Ort zu leben? Es gibt eine gemütliche schöne Grundschule, einen Hort, einen Kiga...alles zu Fuß erreichbar...Ist jetzt auch kein richtiges Dorf, sonder eine Kleinstadt. Die Wohnung liegt allerdings 2 km von der s bahn station entfernt...

Wer stand mal vor der Entscheidung und habt ihr es bereut "rauszuziehen"?
Wie seht ihr das mit dem Makler? Ist es normal, dass er sich soviel Mühe gibt?
Hier in der Stadt sind die meisten Wohnungen nach spät 1 Std verkauft...daher wundert es mich ein wenig.

lg

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Hallo!

Ich würde die Wohnung ein drittes Mal ansehen und einen Gutachter mitnehmen. Die kosten schon gut Geld, bei Eigentum lohnt es sich aber. Gäbe es versteckte Mängel würde er diese finden!

Wir sind mal in eine Wohnung außerhalb gezogen zur Miete. Ein Traum! Alles sah top aus. Dann kam der Schimmel. Sachverständigen stellte Baumängel fest, die man als Laie nicht sah. Wir konnten umziehen. Ihr hättet Eigentum.

Wir wollen in 5 Jahren kaufen und werden auf jeden Fall einen Gutachter durchjagen.

Wie sind die Preise sonst in dem Dorf? Könntet ihr mal einfach hinfahren und ein paar Stunden dort spazieren, wer so rum läuft? In jeder Stadt und jedem Dorf gibt es Brennpunkte (was man auch nicht immer sofort von außen sehen kann)...

Im Internet würde ich auch noch mal recherchieren, ob etwas dort geplant ist wie Schließung großer Firmen, was die Immobilienpreise enorm sinken lassen würde (passiert gerade hier in der Nähe).

Wünsche euch viel Glück!

2

Hallo,

wisst ihr auch wie viele andere Eigentümer es gibt?
Habt ihr die Teilungserklärung gelesen?
Habt ihr die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen bekommen und gelesen?
Wisst ihr von den Rücklagen?
Was steht an Renovierungen an in den nächsten Jahren?

Wisst ihr das alles?

LG

4

Ja, diese Informationen haben wir alle bekommen. Hat sich alles gut angehört. Auch die Protokolle haben wir gelesen, da sind immer wieder kleine Mängel aufgeführt aber es gibt ja immer was zu tun.

Das Haus hat 35.000 Euro Rücklagen. Ob das viel ist? Keine Ahnung!

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Das kommt auf die Größe des Hauses an und wie alt es ist. Das könnte ein neues Dach schon kosten.

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Hallo,

#Hier in der Stadt sind die meisten Wohnungen nach spät 1 Std verkauft#
#Wir haben einen netten Ort 30 km außerhalb gefunden #

Wahrscheinlich hat der Makler einen Stadtplan, auf dem die Stadtgrenze eingezeichnet. ist.
30 km ausserhalb, das hat doch mit München nichts mehr zu tun, da gibt es wahrscheinlich noch Wölfe und Bären.

freundliche Grüsse Werner

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Nicht genau, 30 km mit s Bahn Anschluss sind in München nicht gerade viel und immernoch sehr teuer und begehrt. Daher wundert es uns, dass die Wohnung noch bicjt verkauft ist.

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Sag doch mal, wo genau die Wohnung ist, ich wohne in München und habe auch schon ausserhalb gewohnt.

Ich persönlich würde übrigens eher nach Augsburg ziehen als aufs Dorf, das dauert nicht so lange mit dem Zug.

Wie kommst du denn im Winter zur S-Bahn? In welchem Takt fährt die? Ist die Strecke eingleisig (ständige Verspätung) oder fährt an einer Psychiatrischen Klinik vorbei (regelmäßige Sperrung durch Selbstmorde)?

Du brauchst auf dem Land auf jeden Fall für jedes volljährige Mitglied der Familie ein Auto, sonst wirst du wahnsinnig, das musst du auch mit einkalkulieren.

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Also je nachdem wie gross der Ort ist ind da sbahn anschluss vorhanden: wir sind kuerzlich in den nachbarort vom ike muc nord gezogen und kommen mit einem auto srht gut zurecht. die sbahn ist 5 fahrradmin entfernt; der hbf muc 25min..

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>> Da muss doch etwas faul sein, oder?
Nö, nicht unbedingt. Auf dem Land eine Eigentumswohnung loszuwerden ist nicht einfach: Die allermeisten potentiellen Dorfbewohner wollen ein Haus.

>> Ist es wirklich schöner für die Kinder in einem kleineren Ort zu leben?
Ja und nein. Es kommt immer auf's Umfeld an. Der Vorteil vom Dorf ist halt, das die Kinder ruckzuck jeden kennen. Der Nachteil ist, das sie ruckzuck alles kennen ;). Nehmen wir z.B. Vereine. Hier gibt es Turnen, Fussball, Leichtathletik, Jugendfeuerwehr. Das war super als die Jungs klein waren. Jetzt sind sie 9 und 10 Jahre und viele Sachen, die sie gerne ausprobieren würden, scheitern mangels verfügbaren Elterntaxi.

Oder die Ferienbetreuung: Ebenfalls super, aber nach 3 Jahren kennen sie da auch alles und blicken neidvoll auf die Veranstaltungen, die die Stadt anbietet.

Was mir persönlich am meisten auf dem Dorf auf die Nerven geht, ist die Tatsache, das man tatsächlich für (fast) alles ein Auto braucht und das Phlegma, das sich einstellt, wenn selbst ein Kinobesuch 40 Minuten Anreise bedeutet. Meinen Mann juckt das gar nicht - der liebt das Dorfleben. Ist wohl 'ne Typfrage.

Grüsse
BiDi

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Eine Stunde Fahrzeit die einfach Strecke?
Das würde mich schon nach 3 Tagen nerven und dann noch 2km von der Sbahn weg, heißt entweder ewig laufen oder man braucht noch einen Bus/Fahrrad/Auto.

Außerdem würden bei mir sämtliche Alarmglocken angehen aufgrund des Verhaltens des Maklers. Offensichtlich will niemand diese Wohnung und sie wird Euch quasi aufgedrängt bzw alles dafür getan, dass ihr diese Wohnung nehmt.

Da wäre ich weg....#schock

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Ja gut, dass es nervt täglich zu pendeln ist ja klar. Da muss halt jeder für sich Abstriche machen.
2km zur S Bahn ist auch nicht so tragisch, da ich immer mit Rad unterwegs bin.

Uns macht nur der Makler stutzig, da er er sich um uns soviel Mühe gibt und sehr entgegenkommend ist. Da man natürlich immer sehr kritisch an die Menschen rangeht vermute ich mal, dass was nicht stimmt.
Allerdings hat er eben schon recht Aufwand betrieben, ist zweimal mit uns hingefahren zur Besichtigung, er ist auch froh, wenn er die Wohnung "los hat". An wen sollte ihm egal sein, Hauptsache er bekommt seine Provision.

Also keine Ahnung ob er was zu verbergen hat.
Naja, wir haben uns sowieso dagegen entshciede.
lg

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Also das sich ein Makler Mühe gibt das finde ich nicht ungewöhnlich.

Und zwei Mal Besichtigung durchführen ist auch nichts großartiges.

Wir haben letztes Jahr eine Wohnung gekauft, bei der uns die Maklerin auch noch ein oder zwei Mal mehr die Wohnung gezeigt hätte.

Und natürlich ist ein Makler froh, wenn er seine Wohnungen los ist.
Besonders wenn er viel Aufwand betreibt. Das ist ja sein Beruf und er muss davon leben.

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Ich würde mit Kindern die Stadt bevorzugen. Es gibt immer Stadtteile die einen ländlicheren Charakter haben. Oft sind Kitaplätze billiger oder kostenlos, die Schulauswahl ist sehr gut und man muss nicht auf Jahre Mamataxi spielen. Auch Arzt- oder Therapeutenversorgung ist in der Stadt einfach besser.

Gruß

Manavgat

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Zitat
"Oft sind Kitaplätze billiger oder kostenlos"

ich weiß zwar nicht wo DU wohnst aber sicherlich nicht in München.

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Ich habe nur gesagt, dass es Städte und Gemeinden gibt, wo es so ist. Andere Städte sind so pleite, dass ein Platz locker mal 300 Euro kostet. Wer mehrere Kinder hat, der sollte vor einer Hauskaufentscheidung dies in Erfahrung bringen.

Ich habe nicht gesagt, dass ich diese Aufgabe jetzt für jeden hier übernehme.

Gruß

Manavgat

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hi,

Wohnungen die nicht sofort verkauft werden, ebenso Häuser, haben entweder einen Mangel oder sind zu teuer.

Wir schauen auch parallel nach einem neuen Haus und da lernt man wieder einiges dazu. je höher der Makler den Preis ansetzt, um so höher ist die Provision. Er geht nur runter, wenn er merkt, das keine Interessenten kommen.

Wir wohnen im Umland von München und bei uns gibt es fast zu viel kita und Kiga Plätze. Schulklassen sind klein ( unter 20 Kinder) und es gibt gute Einkaufsmöglichkeiten. Gr. Kreisstadt ist in der Nähe oder man fährt mal nach Muc rein.

Auch wenn man die Kinder fahren muss aber somit weiß man wenigstens wo sie sind und das hat nix mit Unselbständigkeit zu tun;-)

LG
Lisa

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