Ärger mit dem Nachbarn

Hallo!

Wir haben uns Anfang des Jahres ein Haus gekauft. Mit dem Nachbarn sind wir (bis jetzt) immer gut ausgekommen.

Da der Boden zum Nachbarn hin absackt, will mein Mann diesen befestigen und eine Mauer in die Erde setzen. Nur bodenhoch zur Befestigung, keine hohe Mauer. Mit dem Nachbarn haben wir (leider nur flüchtig) darüber gesprochen, was wir vorhaben. Bis dahin kamen keine Einwände. Begonnen hat mein Mann vor etwa 6-8 Wochen. Dann konnte er wegen einer Erkrankung die Arbeit bis jetzt nicht fortsetzen.

Letzte Woche bekamen wir ein Einschreiben. Der Zaun des Nachbarn würde wegen der Asuhaubarbeiten instabil und kippt. Außderdem habe mein Mann nicht nur bis zur unserer Grundstücksgrenze gegraben, sondern darüber hinaus.

Der Nachbarhat uns nun eine 2-wöchige Frist gesetzt, den Ursprungszustand wiederherzustellen, ansonsten beauftrage er eine Firma, die dies auf unsere Kosten macht.

Die Einwände sind durchaus berechtigt. Mein Mann hat tatsächlich etwas über unser Grunstück hinaus gegraben, damit es einen sauberen Abschluss gibt.

Der Zaun war allerdings schon vor den Grabungen schief. Aber so was lässt sich ja nun leider schlecht beweisen.

Meinem Mann geht es mittlerweile wieder besser und er wird die Arbeit fortsetzen. Allerdings weiss ich nicht, ob er das in der gesetzen Frist schafft.

So, genug erklärt, nun meine eigentliche Frage:

Bisher haben wir nicht auf den Brief reagiert. Müssen wir uns schriftlich dazu äußern?
Darf der Nachbar einfach willkürlich Fristen setzen? Ich finde die Zeit auch knapp bemessen. Was passiert, wenn wir bis dahin nicht fertig werden?
Müssten wir tatsächlich eine evtl. vom Nachbarn beauftrage Firma bezahlen?

Wir wollen ja auch, dass die Grube im Garten bald verschwindet.

Ich finde es sehr traurig, dass man nicht mal persönlich darüber sprechen kann. Wochenlang sehen und hören wir gar nix von ihm, dann kommt solch nette Post. Unter guter Nachbarschaft habe ich mir was anderes vorgestellt.

LG.
P.

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ts ts ts, Ideen haben manche Leute.... Ihr könnt doch nicht einfach auf anderer Leute Grundstück rumbuddeln. Stellt den Ursprungszustand selbst wieder her, dann müsst Ihr nicht anderer Leute Firmen bezahlen.

1

naja eure nachbarn haben sich sicher auch was anderes vorgestellt

als das die neuen die ihr ja nun seit auf ihrem grundstück herum buddeln !!

und sorry IHR hätte redet müssen

nicht die nachbarn

und ja man kann fristen setzen denn ihr hab das andere grundstück beschädigt

sonst könnte man ja ganz überspitzt sagen dann machen wir es halt mal in 5 j fertig

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und die nachbarn dachten halt IHR hab es nicht nötig zu reden

und warum sollte man sich dann mit so einem auseinander setzen und

ich unnötigen ärger belasten

und haben es auf diese methode gemacht was absolut legitim ist

zumal sie ja einen nachweis haben das ihr es erhalten habt

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Ihr habt bis jetzt, seit dem Brief, die Nachbarn nicht angesprochen?

Eigentlich sollte man auf sowas reagieren und zügig mit den Nachbarn ein Gespräch suchen.

4

Hallo,

wie würdet ihr reagieren, wenn die Nachbarn bei euch auf dem Grundstück ANFANGEN rumzubudeln und dann nicht zusehen, dass es fertig wird?
Das dein Mann erkrankt ist, ist keine Ausrede, dann hättet ihr eben eine Firma beauftragen müssen, die eure Arbeiten fertigstellt, oder Bekannte hätten geholfen oder oder....
Außerdem hättet ihr eure Nachbarn über den Beginn der Arbeiten und auch über deren evtl. Fertigstellung informieren müssen, nicht umgekehrt; eure Nachbarn müssen bei euch nachfragen, wann eure Baustelle auf DEREN Grundstück endlich mal abgeschlossen ist.
Ich denke mal, ihr seid in erheblichem Zugzwang. Mit einer Entschuldigung wird es wohl nicht getan sein.

LG

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Hi,

ich gehe mal davon aus, dass Dein Mann auf der anderen Seite mitgegraben hat, damit er mit der Schalung (oder will er Steine verlegen) besser dran kommt. Aber da muss man fragen und kann nicht einfach mal ein Loch auf fremdem Grund buddeln.

Also hättet ihr mit den Nachbarn reden müssen.

Das aber gleich einen Brief per Einschreiben kommt ist schon ein dickes Ding.

Man wohnt doch nebeneinander, sollte also auch miteinander reden können.

Einfach mal mit einem Kuchen vorbei gehen, und entschuldigen, dafür dass es a) so lange dauert und b) dass ihr hättet fragen sollen, wenn ihr auf deren Grundstück grabt.

Erkläre dass ihr selbstverständlich alles wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt (auch den Zaun, egal ob der vorher schon schief war).

Mache klar, dass ihr alles tun werdet um es in zwei Wochen fertig zu haben, aber bitte um Nachsicht, falls es ein paar wenige Tage länger dauern sollte. (Tage nicht Wochen!).

Vielleicht habt ihr Glück und findet einen Weg zurück zu einner einigermaßen guten Nachbarschaft. Aber Beste Freunde werdet ihr nach der Aktion (damit meine ich von beiden Seiten) wahrscheinlich nicht werden...

VG

7

Die Sache mit dem Buddeln wurde ja nun schon mehrfach erklärt. Aber ich möchte auch auf dem Brief per Einschreiben eingehen. Deine Nachbarn haben völlig richtig gehandelt. In Deutschland zählt nun mal die Schriftform.

Wie oft liest man hier "ich verstehe mich mit meinen Vermeitern gut und habe ihnen nun schon 5 mal diesen und jenen Mangel erklärt- aber sie reagieren einfach nicht darauf. Nun sind schon 5 Monate um- darf ich JETZT die Miete kürzen"

Nein- weil man seine Fristen und Forderungen schriftlich stellen muss. Was nützt es, wenn der Nachbar mit nem Stück Kuchen zu euch kommt und euch auffordert das zu erledigen?
Dann ist es in nem viertel Jahr immer noch nicht erledigt und der Nachbar kann schauen wo er bleibt.

Er hat euch eine angemessene Frist gesetzt, an die ihr euch zu halten habt. Damit stört man auch nicht den Nachbarschaftsfrieden. Es ist einfach normal. Wenn ich einen Vertrag über eine geliehene Summe mit einem Freund mache, dann stört das ja auch nicht die Freundschaft- man sichert sich eben nur ab.

Wie es ausgeht könnt ihr alleine bestimmen. Haltet euch an die Forderung, dann passt wieder alles. Oder eben nicht, dann kommt es zum hässlichen Nachbarschaftsstreit, bei dem ihr den kürzerern zieht, wenn es sich um Buddeln auf Nachbars Grundstück handelt.

LG Mona

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>> Ich finde es sehr traurig, dass man nicht mal persönlich darüber sprechen kann. Wochenlang sehen und hören wir gar nix von ihm <<

Ist ja komisch, das selbe wird sich euer Nachbar sicher auch gedacht haben.
Wenn dein Mann krank ist und nicht weitermachen konnte, warum bist du dann nicht mal zu ihm gegangen und hast Bescheid gegeben?
Aber jetzt wundern ... #klatsch
Geht zusammen hin, entschuldigt euch und regelt das Problem! - so macht man das!

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Hallo!

Danke erstmal für alle Antworten.

Wir haben 2x mit ihm darüber gesprochen, leider wohl nicht ausführlich genug.

Die "Baustelle" ist vom Nachbargrundstück aus nicht zu sehen. Und selbst wenn es 5 Jahre dauern würde bis wir fertig sind, ginge es denn Nachbarn eigentlich nix an, solange wir mit dem Abschluss der Mauer bis zu seinem Grundstück hin nicht solange brauchen.

Es sind nur wenige cm, die mein Mann über unser Grundstück hinaus gegraben hat, bis vor die Mauer, auf der der Zaun steht. Anders wäre kein sauberer Abschluss möglich.
Aber ich sehe ein, dass wir da vorher hätten drüber reden müssen.

Was mich ärgert und worüber es mir eigentlich ging, war die Tatsache, dass gleich mit Fristen und Konsequenzen gedroht wird, und das ganze schriftlich per Einschreiben, anstatt einfach das Ärgernis mal direkt anzusprechen.

LG
P.

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Jetzt Widersprichst du dir aber selbst...

in deinem Anfangs Thread stand: Mit dem Nachbarn haben wir (leider nur flüchtig) darüber gesprochen, was wir vorhaben. Jetzt sagst du ihr habt 2x gesprochen...

Sorry, aber der Nachbar ist im Recht, das er es schriftlich macht und anmahnt, ist ebenso gut... wir machen auch alles schriftlich, damit wir was "in der Hand" haben... bis jetzt hat es weder das gute Verhältnis zu Nachbarn, noch zu den Vermietern zerstört... Euer Nachbar wird genauso gedacht haben... also los, bringt alles wieder in Ordnung, Entschuldigt euch und gut ist.

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>> Was mich ärgert und worüber es mir eigentlich ging, war die Tatsache, dass gleich mit Fristen und Konsequenzen gedroht wird, und das ganze schriftlich per Einschreiben, anstatt einfach das Ärgernis mal direkt anzusprechen <<

Natürlich ist das ärgerlich, hätte nicht sein müssen, ist aber sein gutes Recht.
Jetzt seid ihr aber nicht beleidigt und sprecht ihn darauf an. Sicher wartet er darauf!

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Mit solchen Aktionen kann man es sich als neuer Nachbar echt verscherzen!

Wir haben auch ein Haus mit Grundstück verkauft und bauen da allerelei herum.
Bei allem, was in Richtung Grundstücksgrenze geht, haben wir die Nachbarn angesprochen und erklärt was wir machen wollen.

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