Holzwurm - wie und womit behandeln? Kosten? Selber machen oder nicht?

Hallöchen!

Wir haben einen alten Hof gekauft. Wir haben jetzt gründlich entkernt, im OG ist dabei der eine oder andere Holzwurm zum Vorschein gekommen. Das überrascht uns wenig, das Haus ist schließlich schon über 100 Jahre alt.. Die Substanz ist aber gut, einzelne Kopfbänder werden wir auswechseln müssen, aber die tragenden Teile sind im Kern super in Schuss. Bevor wir jetzt aber an Dämmung und Wände stellen gehen, müssen wir die Würmchen in ihrer Fressgier ausbremsen..!

Wir hatten einen Kammerjäger da, der uns ein Angebot gemacht hat, ich hab mich fast auf meinen Allerwertesten gesetzt: 1600 Euro zzgl. Mwst.! Für 100 qm Raum! Das geht ja mal gar nicht! Vor allem, weil wir bei diesem "Angebot" sämtliche Vorarbeiten (entstauben, abschleifen) sowie alle Nacharbeiten (wachsen oder lackieren) selber durchführen müssten!

Habe nachgeschaut, 5 kg Borsalz (zum Auflösen) kosten knapp 40 Euro, damit kommt man wohl ca. 80 qm weit.

Dazwischen liegen ja unfassbare Welten..!

Hat schon mal jemand Holz gegen Holzwürmer behandelt? Ich dachte mir, man könnte das Borsalz anmischen und mit einer Gartenspritze auftragen? Ist das praktikabel? Was muss ich noch beachten? Schutzkleidung, klar. Reicht eine Feinstaub-Atem-Maske? Oder ist davon generell abzuraten, das selber zu machen?

Ich tu mich bei den Preisen echt schwer, vor allem, weil die 100 qm nur die erste Ausbaustufe sind, wir haben noch 200 qm, die in den folgenden Jahren auch noch ausgebaut/saniert werden sollen. Und eine Reithalle, in dem das gleiche Problem besteht... Das geht nicht, dass wir zu solchen Konditionen den Hof behandeln lassen..! Das Geld brauchen wir ja schon noch für die eine oder andere Baustelle..!

Freue mich über Erfahrungsberichte! Danke euch!

1

Hallo,

wir haben auch ein altes Haus als Zweitwohnsitz .... mit Holzwürmern stellenweise ...

Wir haben einen Zimmermann kommen lassen, der sich die Sache angenommen hat. Wir müssen einen Balken komplett erneuern, bei den anderen meinte er, Holzwurmtod kaufen (so ein Giftdings von Xylamon...) auf die betroffenen Stellen zwei Mal auftragen und mit Frischhaltefolie umwickeln. Folie eine Woche oben lassen dann müssten die Tiere abgestorben sein. Das ganz nach ca. 8 Wochen wiederholen ...

Wir probieren das jetzt mal ...

Liebe Grüße
giersch

2

Hallo,
das einzige was wirklich hilft - bei allem Anderen zieht man dir nur Geld aus der Tasche-
ist Gas
Das Haus wird praktisch komplett in Spezialfolie gehüllt und begast.

Das Begasen mit Sulfuryldifluorid dauert gut 2 oder je nach dem auch mehr...Tage und das ist die einzige Methode um eine Haus holzwurmfrei zu bekommen, wenn der Befall mehr als oberflächlich ist.
Alles andere ist nur Kampf gegen Windmühlen.

3

Okay..?! Das hört sich ja leider auch ziemlich teuer an.. Oh mann..!
Davon hat allerdings der Kammerjäger gar nichts gesagt. Er hatte 2 verschiedene Mittel vorgeschlagen, zum einen Borsalz und noch ein anderes (Name vergessen..), aber von Verhüllungen wurde nicht gesprochen..! Er sagte allerdings noch, dass es überhaupt gar kein Mittel gegen Holzwürmer gibt, dass für den Wohnraum überhaupt zugelassen ist.. Borsalz ist das, was am menschenverträglichsten ist und da wir ein Baby haben und ein weiteres vermutlich unterwegs ist (#verliebt), ist das ja nicht ganz unwichtig.

4

Hallo,

ja das ist ziemlich teuer.

In dem Haus, wo ich derzeit wohne, wohnt auch der Holzwurm

Ein Balken lag mal frei und bei 7 % Befall meinte der Fachmann, das sich das nicht mehr lohne. Also Platte drauf und ich hoffe das die Toilette mal nie absackt

Davor war ich einem Haus ,schätzungsweise frühe 70ger Jahre, was richtig starken Befall hatte - nebenan altes Haus mit holzverarbeitendem Betrieb.
Gut fliegen können Holzkäfer aber nicht......so manche landete in meinen Bratkartoffeln.

Aber zurück zum Thema - dein Fachmann bekämpft nun, was er halt oberflächig erwischt. Nur sollte man nicht vergessen, das man ja nicht alle Viecher erwischen kann, weil das Zeug nicht in jeden Gang kommt.

Das geht meist nur in Tauchbädern, was bei kompletten Häusern entfällt oder Gas.

Er hält die Ausbreitung etwas in Schach bzw. den Verfall. Und das es wenig gibt, was im Wohnraum unbedenklich ist, stimmt vollkommen.

Ansonsten damit leben, immer nachbehandeln und ggf. stark befallene Teilstücke austauschen. Man muss halt immer am Ball bleiben, dann geht das auch.

Manchmal wandert der Befall auch auf Türen und Möbel - wobei der kleine Geselle es scheinbar eher etwas kühler und feuchter mag.

Bei Wärme schlüpfen die gern - sind ziemlich klein und länglich und rot/mittelbraun.

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Ich hab mal gelesen, dass man die Tierchen mit Hitze abtöten kann. Da wurde alles abgedichtet und mit Spezialöfen aufgeheizt.

Lg,
fina

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Hallo,

meine Eltern haben vor über 30 Jahren das ganze Holz in ihrem Haus mit einer Lasur eingestrichen. Dann war Ruhe.

Was das war, keine Ahnung. Es hat gestunken, wie die Hölle, aber es hat gewirkt.

Im Zweifel sind die Mittel, die es heute gibt, deutlich ungefährlicher.

GLG

7

Eine Bekannte von mir hat auch ein altes Haus gekauft, ein Fachwerkhaus. Nach einigen Wochen hat sie dann auch bemerkt, dass der Dachstuhl von Holzwürmern befallen ist. Der Befall war aber so stark, dass sie direkt einen Schädlingsbekämpfer gerufen hat. Die Schädlingsbekämpfer aus Lippstadt von der IRT http://www.irt-lippstadt.de haben die Holzwürmer auch relativ schnell entfernt, wiedergekommen sind sie zum Glück auch nicht.:-p

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