Könnt ihr mit einem Gehalt ein Haus finanzieren?

Hallo,
überall liest man von Hausbau oder Hauskauf!

Nun habe ich doch eine Frage an alle momentanen bzw. zukünftigen Häuslebesitzer!

Wir würden uns gerne ein Haus bauen, allerdings haben wir große Angst davor, dass wir die Raten nicht tragen können.

Momentan sind wir noch kinderlos, mein Mann verdient 1800,-- EUR und ich 1300,-- EUR (netto), wir haben also ein Einkommen von 3100,-- EUR.

Nun haben wir uns also mal ausgerechnet, welche monatlichen Raten für ein Haus auf uns zukommen würden, und da kommt man ja locker auf 200.000 EUR Grundsumme, das heißt, die monatlichen Raten sind bei ca. 1000 EUR, wenn man das Haus in ca. 25-30 Jahren abbezahlt haben möchte!!

Im Moment wären diese 1000 EUR kein Problem für uns, aber da wir in naher Zukunft auch mal Kinder möchten, sieht das natürlich schon wieder anders aus!
Da ich auf alle Fälle die ersten Jahre zuhause bleiben würde, würde mein Gehalt komplett wegfallen!
Es würden also noch 1800 EUR übrigbleiben, abzüglich 1000 EUR Raten fürs Haus.
800 EUR finde ich nicht gerade viel, um davon mit Kindern zu leben, Versicherungen, Auto, ... zu bezahlen und nebenbei noch ein wenig wegzusparen (falls mal etwas kaputt ist, ...).

Nun würde mich brennend interessieren:
Wie macht ihr das? Es kann ja nicht sein, dass alle Häuslebesitzer zu zweit Vollzeit in die Arbeit gehen, oder?
Welche Raten fallen bei euch an? Wieviel Geld habt ihr zum "Leben" übrig?

Bin gespannt auf eure Antworten!!

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Hallo!

Wir stecken noch mitten im Hausbau. Wir können unsere DHH auch mit einem Gehalt abtragen. Wir werden 467,50 Euro montl. an die Bank zahlen inkl. 1% Tilgung (haben Sondertilgungsmöglichkeiten).

Uns war es wichtig nicht mehr als unsere jetztige Kaltmiete (470 Euro montl.) zahlen zu müssen. Wir hatten 31% Eigenkapital. Wäre es deutl. mehr gewesen, hätten wir nicht gebaut.
Wenn alles gut läuft, können wir das Haus in 15 Jahren (auch mit einem Gehalt, mein Freund verdient ca. 1600 Euro netto) komplett abbezahlt haben, aber das werden wir im Laufe der Jahre sehen.

Gruß Kikki

www.kikkikorn.de

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Hallo,

grundsätzlich sollte eine Immo-Finanzierung auch mit nur einem Gehalt finanzierbar sein.
Gerade in der heutigen Zeit!!!

Je mehr Eigenkapital vorhanden und umso geringer der zu finanzierende Betrag, umso niedriger sind natürlich auch die Raten. Da ja neben der Tilgung auch die Zinsen niedriger ausfallen.

Ich würde Euch auch empfehlen, erstmal noch etwas Eigenkapital anzusparen. Bei Eurem derzeitigen EInkommen sollten mind. 1000 EUR p.m. in Bausparverträge und auf Sparbücher drin sein.

Zu Deinem Rechenbeispiel:
die 200', wäre das eine Vollfinanzierung?
Habt Ihr schon Eigenkapital?

Und Dein Rechenbeispiel mit nur 1 EInkommen und einer Rate von 1000 EUR wird EUch keine seriöse Bank finanzieren. Mit Kind/ern würdet Ihr weit unterm Existenzminimum liegen. Und die Haus-Nebenkosten (Steuern, Wasser, Abfall,...) sind da noch nicht mal mit berücksichtigt.

LG

sc

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ich habe vor 6 jahren umgebaut. Habe auch ein
nettoverdienst von1750. zuzüglich 385 euro mieteinnahme. abzutragen habe ich etwa 1100 Euro euro an die Bank. So würden also etwa 1000 euro zum leben bleiben. Leider kamen zwei uneheliche Kinder dazwischen, die mich monatlich 600 Euro kosten. Dazu kommen dann noch die Nebenkosten von etwa 200 Euro fürs Haus. Was dann noch da ist kostet allein der Sprit zur Arbeit etc.

Zum Glück unterstützen mich meine Eltern etwas, indem ich bei denen essen kann, ansonsten werde ich mir wohl etwas überlegen müssen.
Allein was die Anwaltskosten betragen, die ich im letzten Jahr wegen meiner Exe bezahlt habe......

Fazit: es kann noch so schön gerechnet werden, aber es kann dich durch andere Umstände schnell vom Hocker reißen.

5

Hi,
wie habt Ihr denn die Steuerklassen verteilt? Normalerwesie bei zwei Vollverdienern hat man doch 4/4, oder? Wenn Du aber zuahsue bleibst, kann Dein Freund die 3 nehmen- und in Steuerklasse 3 zahlt man wenig Steuern.

Dann kriegst Du fuer ein Kind Kindergeld, Erziehungsgeld ggf. uam.Dann kann es gut sein, dass man durch sinkendes Famlieneinkommen bei steigender Personenanzahl anspruch auf Sozialleistungen wie Wohngeld hat: das gibt es auch fuer Hauseigentuemer.

Und- auch ganz klar- wenn einer zuhause bleibt, spart man ganz schoen an sog. Kleinigkeiten, die sich gewaltig summieren.Bspw. wird es viels eltener passieren, dass keiner Zeit zum einkaufen hatte und man deswegen aus essen gehen muss. Man kann wieder selber putzen und benoetigt keine Putzhilfe mehr. Du kannst jeden Handwerker und Stromableser wieder selber empfangen und musst das nicht von den anchbarn uebernehmen lassen, denen Du dafuer auch mal aufmerksamkeiten wie Blumen und Pralinen zukommen laesst, etc.pp.

Das nur am Rande, fehlendes Gehalt ist natuerlich bitter.

Benedikte

6

Hallo!

Ich finde auch, dass es immer auf die Umstände ankommt.

Wir bauen gerade, unsere Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 227.000€, da ist dann aber auch komlpett alles drin, bis hin zu den Böden und Tapeten.

Mein Mann ist der Hauptverdiener und bringt 1750€ nach Hause. Wir haben eine 2-jährige Tochter und bekommen 154€ Kindergeld. Ich gehe 2 Mal die Woche arbeiten und verdiene mindestens 400€ dazu, macht also ein festes Einkommen von 2300€.

Wir haben 15% Eigenkapital in die Finanzierung einbringen müssen, weil wir u.A. mit Landesmitteln finanzieren und die dies voraussetzen. Da wir aber nicht die kompletten 15% (immerhin schlappe 34050€!) in bar hatten, haben wir die Eigenheimzulage als Eigenkapital auszahlen lassen und zu unserem ersparten Geld eben noch Eigenleistungen ("Muskelhypothek") hinzugenommen.

Somit haben wir eine Rate von 715€ monatl., da sind 1,7% für das Bankdarlehen und 1,0% Tilgung für das Landesdarlehen drin. Wir zahlen also 25 Jahre daran, wenn alles konstant bliebe. Da wir aber sehr jung sind, ist das für uns ok.

Zu der Rate von 715€ rechne ich mit gut 250€ Nebenkosten, also zahlen wir rund 1000€ für unser Haus. Dann bleiben uns 1300€ zum Leben, für uns reicht das aus. Wir haben sogar 2 Autos dabei. Naja, es bleibt eben nicht viel übrig, aber da wir auch vorher nicht auf großem Fuß gelebt haben, ist das für uns kein Problem. Im Notfall können wir das Haus auch weiterbezahlen, wenn ich mal nicht mehr arbeiten kann oder wenn mein Mann arbeitslos würde, dann müsste ich eben mehr arbeiten gehen oder sogar übergangsweise voll.

Wie gesagt, das muss jeder selbst wissen und bei uns hätte die Bank geschweigedenn die NRW.BANK auch gar nicht zugestimmt, wenn die Bonität nicht gestimmt hätte.

Ich wünsche Euch viel Glück und eine gute Hand für die richtige Entscheidung.

#liebe Grüße
Jeannie

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unser Haus wurde in 10 Jh. komplett abbezahlt.

25% Eigenkap.

hoher Verdienst des Ehemannes (also ich) deutlich über 3000 Euro netto

Teilzeit, aber sehr flexible Arbeitsmöglichkeit der Ehefrau , da im öffentlichen Dienst. (bis zu 9 Jahre Pause, und danach kannst Du sagen, wann und wie lange Du wieder arbeiten willst....)
in Teilzeit 18h deutlich über 1.000 Euro netto



Eurer Problem ist, dass der Hauptverdiener zu "wenig" verdient. Das ist das Thema ! (wer macht Karriere)
Und: Du fast genauso viel verdienst wie Dein Mann.
Gemäß unseren Steuern, Krankenversicherung etc. ist eine 50 / 50 Einkommensituation das SCHLECHTESTE.


Gruß
Klaus




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...das kommt ganz auf die Höhe des Nettoeinkommens an, mit dem Gehalt meines Mannes (über € 3.800 netto)könnten wir das Haus natürlich auch alleine finanzieren und das war auch so gerechnet, aber ich gehe auch Vollzeit arbeiten und unser Kinderwunsch hat sich nach zwei künstlichen Versuchen erledigt und ich bin jetzt ja auch schon 41 Jahre. Vielleicht gehe ich in den nächsten drei Jahren nur noch Teilzeit arbeiten, mal sehen. Unser Lebensstandard wird dann aber nicht beeinflusst. Ich denke, wenn man heute ein Haus od. ETW finanziert, sollte das sowieso so gerechnet sein, daß auch einer alleine es halten kann, denn man weiß ja nie was so passiert im Job. LG Kim

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Hallo,

wir haben von Anfang an so gerechnet das die monatl. Tilgungen mit nur einem Gehalt machbar wären. Geht aber nur weil es ein recht hohes Einkommen (3800,-) gibt. Es ist auch ein Kinderwunsch da und wir sind Steuerklasse 3/5, und zahlen 1400,- im Monat ab, wollen halt nach 10-15 Jahren Schuldenfrei sein...außerdem will man ja auch noch Leben...

LG

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