Grundstück vor dem Bau kaufen -> EK weg oder lieber mitfinanzieren?

Hallo!

Wir haben evtl die Möglichkeit ein schönes Grundstück zu einem guten Kurs zu erwerben. Allerdings können wir aus verschiedenen Gründen noch nicht mit dem bauen anfangen.

Ist es denn sinnvoller (in Hinsicht auf die Finanzierung des Hauses) das Grundstück schon jetzt zu kaufen. Dann wäre aber fast unser ganzes Eigenkapital weg.

Oder ist es sinnvoller mit dem Kauf zu warten (das Grundstück würde nicht von anderen gekauft werden können) und es mit in die Hausfinanzierung einfließen zu lassen?

Ich meine, das Grundstück zählt dann ja auch als EK bei der Bank, oder?! Das Gute wäre, dass das Grundstück auf jeden Fall vom offiziellen her einiges mehr wert wäre, als wir dafür zahlen müssten.

Oder sieht die Bank es anders? Sagt sie evtl dass wir ja jetzt kein "Bares" mehr haben und dass dann die Finanzierung des Hauses komplizierter wird?

Danke schon mal für eure Hilfe.

Gruß, Anja

1

hallo,

warum sollte das grundstück als EK zählen?

das geld ist doch weg.
und du müßtest eben dann ohne weiteres EK auch noch ein haus finanzieren.
aber vllt habe ich dich auch nicht richtig verstanden.


ehrlich gesagt, ich würde an deiner stelle erstmal ein grundsätzliches und allgemeines gespräch bei einer bank führen.
vllt werden dann deine grundideen und fragen bzgl. haus und grundstück erstmal an der basis geklärt.


lg
ayshe

9

Hi ayshe,
das Grundstück zählt wie Eigenkapital.
Die Bank interessiert nicht das Kapital an sich, sondern wie hoch der Kredit im Vergleich zur Sicherheit ist. Sicherheit ist das Grundstück und das Haus drauf. Daher ist es gehuppt wie geduppt, aber da sie ja offenbar recht günstig an das Grundstück rankommen, sollten sie zuschlagen...
LG

10

#blume
aber doch nur, wenn man auch das grundstück bezahlt hat oder? #kratz

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2

hallo!

Für die bank spielt das eher ne weniger wichtige rolle (so lange ihr in einem recht sicheren Arbeitsverhältnis steht und der Kaufpreis de s hauses euer budget nicht sprengt), die frage ist eher, ob ihr euch sicher seid, daß ihr mit so "wenig" eigekapital ein haus zahlen könnt.

geschickter ist es aber immer natürlich mit Eigenkapital zu zahlen als durch die zinsen einen erheblich höheren Betrag zu zahlen!

lisasimpson

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Warum denn so "wenig" Eigenkapital?

Hier kann ein mittelgroßes Baugrundstück auch schon mal 200 000 Euro kosten, also wenig finde ich das nicht.

LG Tina

7

"Wenig" Eigenkapital? Vielleicht sind die Grundstückspreise bei euch so günstig.
Hier kann man für 500 qm ca. 500.000 Euro rechnen. Und ich schätze mal, die wenigsten haben " so viel" Eigenkapital.

Grüße
Katja

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3

Hallo!

Also, das kann man pauschal nicht so sagen. Es kommt drauf an, wieviel das Grundstück wert ist im Gegensatz zum Haus.
Die Banken finanzieren nur mit mindestens 20 % Eigenkapital, besser ist natürlich mehr. Und natürlich zählt dann ein vorhandenes Grundstück zum Eigenkapital.

Bei uns kostet ein Grundstück in der Größe von 700m² ca. 65.000 Euro. In der Nähe einer Kleinstadt. Das Grundstück würde also für das Eigenkapital herhalten, wenn ihr ein durchschnittliches Haus bauen würdet (im wert von ca. 250.000 Euro).

Wir machen es auch so, dass wir erst das Grundstück kaufen und dann nach ca. zwei Jahren erst mit dem Bau beginnen. Unsere Gesamtkosten werden sich auf geschätzte 360.000 Euro belaufen.

LG Claudia

4

Hallo Anja,

läßt nicht pauschal beantworten.

Pro:
* Bei steigenden Grundstückspreisen habt ihr eine Wertsteigerung
* Die Grunderwerbssteuer müßt ihr in keinem Fall auch für die Hauskosten bezahlen, da der Erwerb des Grundstücks und des Hauses deutlich von einander getrennte Handlungen sind (derzeit immer sehr schwierig und der Staat braucht Geld, wir haben auch noch einen Einspruch bei Gericht deshalb offen)
* Der Hypothekenwert des Grundstücks ist höher als die Kaufsumme

Contra:
* wenn es mit dem Hauskauf nicht klappt hat ihr ein Grundstück an der Backe
* Fallende Grundstückpreise führen zu Kapitalverlust
* Zinsverlust (derzeit eher gering bei den kleinen Zinsen)

LG
Tanja

5

Hallo,

guck doch mal hier:
http://www.geld-magazin.de/finanzen/immobilien.html

Da stehen auch immer ganz gute Tipps wie man was machen könnte/sollte...

Viele Grüße

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Hallo,

für die Bank zählt "Bargeld" oder ein abbezahltes Grundstück als Eigenkapital. Und wenn ihr der Bank erzählt, dass ihr das Grundstück gekauft habt und deswegen nicht viel mehr Geld ansparen konntet, klingt das doch plausibel.
Wenn das Grundstück dann mehr wert ist als ihr jetzt Geld angespart habt, würde ich es kaufen.
Vorausgesetzt natürlich alles andere (wie z.B. die Lage) paßt auch.

Grüße

19

Hi,

Wenn es egal ist ob Du das Grundstück jetzt oder in einem Jahr kaufst und Du es jetzt auch nicht billiger bekommst dann würde ich es zusammen finanzieren.

Denn es ist meiner Meinung nicht sinnvoll sein ganzes Eigenkapital in die Finanzierung einzubringen, sondern sich ca. 20.000 Euro als Reserve in der Hinterhand zu halten.

Normalerweise gibt es am Anfang einen Preis für das Haus und einen für das Grundstück. Auf dieser Basis bewilligt die Bank die Finanzierung. Leider ist es in 99% der Fälle nicht der Betrag was die Sache am Ende wirklich kostet, denn während der Bauphase wächst das Wissen und damit auch die Ansprüche. Nachfinanzieren ist dan häufig nicht so dufte ;-).

Also lieber einen größeren Betrag in der Hinterhand behalten und am Besten davon auch der Bank nichts sagen, dort enstehen sonst nur unnötige Gelüste.

Lieber Sondertilgungsraten vereinbaren und so kannst Du deine Reserve - sofern sie wider Erwarten- doch nicht benötigt wird, als Sondertilgung in das Darlehen wieder einbringen.

Ich hoffe ich habe mich nicht ganz verquer ausgedrückt ;-)

grüßle

peter

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Hallo Peter,

nein, hab schon verstanden was du meinst ;-)

Mein Mann meint, es sei besser das Grundstück mitzufinanzieren um eben noch Bargeld als Reserve zu haben.

Allerdings müssten wir ja dann auch weitaus mehr Grunderwerbsteuer zahlen :-(

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