Epilepsi..familär Vorbelastet...

Hallo ihr alle zusammen,

vielleicht kann mir jemand helfen ich grüble seit zwei Tagen über das Ergebnis eines Telefonats...

Vorher muss ich euch noch kurz schreiben das wir mit allen den erwähnten schon lange keinen Kontakt mehr haben leider haben sie alle gar keinen Familiensinn.

Vorgestern habe ich erfahren das mein Neffe seit drei Jahren Epilepsie hat ( es ist der Sohn vom Bruder meines Mannes ) so jetzt kommt es, seit vielen Jahren hat unsere Tochter Abcensenepi leider nimmt sie erst seit 9 Monaten Medis ( es wurde vorher leider nicht erkannt ) und der jüngere Bruder meines Mannes hat auch seit vielen Jahren Epilepsie er nimmt schon lange Medis......durfte dann auch nicht mehr Tauchen seine Leidenschaft...war aber den Ärzten zu gefährlich.


Jetzt meine Frage kennt sich jemand gut aus damit, ist so eine Erkrankung vererblich oder liegt das in den Genen die weitervererbt werden.
Ich war echt erschüttert.....kann so etwas sein...

Leider haben wir erst in drei Monaten wieder einen Termin bei unserer Ärztin.

ich danke euch viele grüße baerbel_baer

1

ich kenn mich nicht damit aus, hab aber mal gegoogelt.

vielleicht hilft dir das in der zwischenzeit:

http://www2.netdoktor.de/frage_antwort/index2.asp?QID=121947&CID=79

alles gute

ute

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Hallo Bärbel,

ich hatte in der Schwangerschaft und Stillzeit Epileptische Änfälle (grosse Grand Mal).
Mein Cousin hat schwer Epilepsie. Und eine Tante von mir, aber nicht die Mutter dieses Cousin´s hat Epieleptische Aufwach/Schlafanfälle sowie Grand Mal Anfälle.
Auch der älteste Sohn mein Cousine hat Epilepsie, welche Form ist mir unbekannt.
Da, mein Sohn öfters abwesend schien, hatte Wir damals den Verdacht auf Absensen, dies wurde zum Glück jedoch nach Krankenhaus Aufenthalt ausgeschlossen
( viel später stellte sich Adhs raus).
Soweit mir bekannt wird lediglich die Neigung zu Epielepsie vererbt, d.h in Familien mit Epieleptikern wird eine höhere Anfallsbereitschaft vererbt, aber mehr nicht.

alles liebe Kk.

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Hallo!

Ich selber leide leider auch an Epi,.--- komischer weise aber erst seid 5 Jahren! Es wird aber immer schlimmer! Im Moment werde ich auf andere Medis umgestellt und habe echte Konzentrationsprobleme.

Soweit ich weiß, kann Epi vererbbar sein. Rufe doch einfach mal deine Ärtzin an, dann weißt du es genau und nicht erst in drei Monaten.

Gruß Steffi

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Hallo,

ich selber leide an Epilepsie seit vielen Jahren.

Es gibt verschiedene Formen der Epilepsie. Manche davon sind vererbbar und manche nicht. Meine Form - ich habe einfach fokale Anfälle sind nicht vererbbar!

Ich hoffe ich konnte helfen!!

Tschüss Tanja :-)

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Hallo!

Ein Bekannter von mir hat Epilepsie.
Sie ist vererbar.

Da er schlimme Epilepsie hat, hat er sich sogar sterilisieren lassen.

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Hallo Zusammen,

also ich habe auch Epilepsie. Wurde nach medikamentöser Behandlung sofort anfallsfrei. Zur Vererbung lässt sich folgendes sagen:

Epilepsie wird auf keinen Fall direkt vererbt sonder multifaktoriell. Was vererbt werde kann, ist eine gewisse Bereitschaft Anfälle zu bekommen. Diese Bereitschaft schlägt sich im EEG nieder. Es ist auch anzumerken, dass rund 10 % der Gesamtbevölkerung eine erhöhte Bereitschaft aufweiswen, jedoch nur 1 % jemals eine behandlungsbedürftige Epilepsie bekommen.

Dass das Risiko, dass das eigene Kind auch an Epi erkrankt, von der jeweiligen Form der Epi abhängt stimmt. Generell sagt man, dass das Risiko einer "Vererbung" bei idiophatischen Epilepsien am größten ist. Es liegt dann bei so ca. 6-10 % . Dabei ist es auch noch mal wichtig, ob beide Eltern betroffen sind, nur der Vater oder nur die Mutter.

Aber die Kinder kriegen dann meist auch die gleiche Erscheinungsform der Epi wie die Mutter, und gerade die idiophatischen Epilepsien lassen sich recht gut medikamentös behandeln.

Daher ist es so, dass kein Mediziner mehr davon abraten würde Kinder zu bekommen, weil 1. das Riskio der "Vererbung" nicht so groß ist und 2. Epi echt gut durch immer mehr Medikante zu behandeln ist.

Aber hier mal ein Link, der das alles echt gut beschreibt:
http://www.izepilepsie.de/cweb/cgi-bin-noauth/cache/VAL_BLOB/219/219/70/Epilepsie%20und%20Vererbung005.pdf

Ich habe mich sehr eingehend mit dem Thema befasst, weil ich aufgrund meines Kinderwunsches natürlich auch bescheid wissen wollte. Ich hatte meine Erkrankung (klingt jetzt ggf. blöd aber war echt so) eigentlich schon fast vergessen, weil ich außer dass ich meine Tablette nahm, keine weiteren Probleme hatte. Aber natürlich beschäftigt man sich damit, wenn man Kinder will :-)

Aber gut, ich denke, macht Euch nicht zu große Sorgen. Es wird schon schief gehen, und ich kann mit gutem Gewissen sagen, ich genieße mein Leben in vollen Zügen ob nun mit oder ohne Epi.... und das würde mein Kind, sollte es mal klappen, dann wohl auch tun :-)

Das einzige was ihr bitte bedenken sollte, wenn ihr Tabletten nehmt, sprecht mit Eurem Arzt wegen des Risikos in der Schwangerschaft.... Dosis, Verteilung über den Tag, Folsäure, wenn möglich nur ein Präparat... aber das wisst ihr bestimmt....

Alles Liebe Flocke 1978

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