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Guten Morgen,

ich hoffe das mir einer hier vielleicht neue Ansatzpunkte geben kann, vorab ich bin beim Psychologen, der hat mir gesagt Depressionen aber mehr als Schlaftabletten kurzzeitig (dann bekam ich sie nicht mehr konnte aber nicht mehr ohne einschlafen) kam da nicht wirklich viel bei rum, irgendwann habe ich gesagt was er hören wollte weil ich für mich keinen Sinn mehr gesehen habe.

Es fing letztes Jahr an mit der Diagnose ADHS ich bekam Elvanse worauf ich Suizid Gedanken hatte und Agressiver wurde, mein Hausarzt kennt sich da nicht wirklich aus, die Dame die die Empfehlung für das Medikament schrieb meinte nur ja was ich dachte und das wars, einen anderen Arzt habe ich nicht mehr gefunden der mich auf Medikamente einstellt.

Joa ich habe so einige Dinge wo ich denke das kann nicht normal sein.

Folgendes:

Arbeit ist für mich teilweise sehr anstrengend, um 10 Uhr früh bin ich eigentlich schon durch, ohne viel getan zu haben

Wenn viele Geräusche Stimmen da sind ich kann diese einfach null filtern somit fühle ich mich wie in einem Freizeitpark demnach auch nach kurzer Zeit total knülle

Komm mit dem Haushalt so gut wie gar nicht zurecht, es sieht jetzt nicht aus wie bolle aber anders gehts eigentlich auch, wenn ich jetzt schon dran denke heute Abend mein Kind aus der Kita zu holen essen zu machen könnte ich hinliegen und so bleiben #schrei

Gereizt bin ich sowieso bei jeder Kleinigkeit, habe auch sehr oft Migräne anfälle #schmoll

Naja vielleicht hat hier jemand einen kleinen Anstoss für mich oder sagt mir einfach das jeder so ist und empfindet keine Ahnung.

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Hallo,

ich würde versuchen, über den Termeinvermittlungsservice der Krankenkasse oder KV einen Termin beim Psychiater zu bekommen.

Depressionen und ADHS sind ja nun zwei verschiedene Hüte, insofern sollten die Diagnosen mal auf den Prüfstand. Ich bin generell der Meinung, bei ADHS immer eine Zweitmeinung einzuholen. Vielleicht auch mal beim Internisten durchchecken lassen, Hausärzte kennen ihre Patienten zwar meist sehr gut, was aber den Nachteil hat, das die Meinung oft vorgefertigt ist.

Im Grunde kannst Du na nur bei "Null" anfangen. Käme ein Klinikaufenthalt in Betracht? Betreuung des Kindes durch Vater, Eltern?

Viele Grüße

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Zur Diagnose war ich bei einer anerkannten Psychologin, die Behandlung bei Ihr ist aber teuer, zudem lange Anfahrtszeit.

Bin bei einem Psychologen gerade aber ich fühl mich da überhaupt nicht ernstgenommen, hab eher das Gefühl das ich ihm ein Beratungsgespräch gebe über meine Arbeit #augenroll

Hm, Psychatrie meinst du? Mein Kind könnte ich schon beim Papa lassen. Aber es muss doch auch was geben wo ich so Hilfe bekomme? Auf Arbeit kann ich auch nicht immer fehlen bin allein im Büro und kann gerade so Corona ausfälle wenn was mit dem Kind ist auffangen.

Was macht man denn beim Internisten? Sorry ich habe so viele Fragezeichen im Kopf und merke ja das ich nicht normal belastbar bin, ich mache alles so gut wie es geht aber ich bin so ausgelaugt teilweise das ich morgens schon genug habe. Vor allem die Disskusionen mit meinem Kleinen der gerade erkennt wie er seinen Willen bekommen könnte. #augenroll

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Hallo,

die Situation ist natürlich aus der Ferne schwer zu beurteilen.

Ich denke, bevor man da wirklich in die Psychologie einsteigt, sollten alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen werden, wie z.B. Schilddrüse ..., deshalb mal eine 2. Meinung vom Internisten einholen, vielleicht sollte auch mal mit der Gynäkologin gesprochen werden, denn auch die Hormone (Pille!) können dabei eine Rolle spielen.

Die Diagnose ADHS kann nicht mal eben über den Tisch gestellt werden, dafür gibt es spezielle Tests und Ambulanzen in Kliniken (ADHS für Erwachsene). Die findest Du in der Suchmaschine.

Ich würde Dir raten, mit neuen Ärzten von vorne anzufangen. Manchmal tut auch einfach nur eine Auszeit gut.

Viele Grüße

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Hallo,

Bist Du sicher das es ADHS ist? Meine Tochter hat auch erst diese Diagnose bekommen, war aber falsch wie sich nach 4 monatiger Diagnostik in einer psychiatrischen Tagesklinik nun rausgestellt hat.

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Ich bin kein Arzt, ich weiß nicht ob oder ob nicht, das Medikament hat anfangs sehr gut geholfen, war sehr konzentriert und konnte den Tag schaffen ohne vorher schon absolut ko zu sein, nach ein paar wochen fing es aber an das ich suizid Gedanken hatte und die Ärztin meinte eben nur was ich mir vorstelle? Aber keinen Rat was ich tun kann, weitere Anfragen bei Ärzten wo es wenige gibt die auf Erwachsene geschult sind verliefen in Absagen, Verhaltenstherapien alle voll, und ich merke das mit mir was anders ist, aber ich werde von keinem im Umfeld ernst genommen.

Ich fühl mich irgendwie im Stich gelassen, und muss wohl sehen wie ich klar komme. Meine Migräne Anfälle mit Kind das gerade sieht wie er mich ko macht gibt mir den Rest, für die Aussenwelt funktioniere ich, versorge mein Kind, gehe 2 Tage arbeiten, mehr würde ich nicht packen denke ich würde total zugrunde gehen. Und bei mir ist es ordentlich. Aber innerlich tobt es eben, ich habe Tage wo ich denke kann das leben nicht vorbei gehen? Die Schmerzen geben mir wirklich den Rest, Kur letztes Jahr war super aber ich kann ja nicht nur auf Kur gehen um mich am überleben zu halten #augenroll

Ab und an denke ich ich frag meinen Ex ob er das Kind behält, will ich aber auch nicht liebe ihn ja schon aber manchmal ist mir einfach alles zuviel, was ich ganz gut gelernt habe schon früh das ich schwächen einfach verstecke. Heißt mein Umfeld ahnt nicht wie schlecht es mir eigentlich geht.

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Wir hatten auch erst einen Psychiater der seinen Job verfehlt hat, ich habe über 4 Jahre gebraucht bis ich an der richtigen Stelle gelandet bin mit meiner Tochter, die mit 7 völlig durchgedreht ist und sich selbst verletzt hat. Gib nicht auf, such weiter nach einer Stelle die Dir hilft. Frag auch mal in einem Autismus Zentrum an, die haben meist auch Angebote für ADHS und bieten eine vernünftige Diagnostik an.

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Hallo,
ich würde mit körperlichen Dingen anfangen und die erstmal ausschließen.
Wurde bei dir jemals mal ein großes Blutbild gemacht? Hast du vielleicht irgendeinen Mangel an Mineralien? Achtung! Nicht wild Nahrungsergänzungsmittel schlucken, sondern wirklich testen lassen.

Hast du das Problem mit den Geräuschen filtern erst seit kurzem oder schon immer? Eigentlich ist das eine Wahrnehmungsstörung. Das ist ein Teil von AVWS. Ggf. wäre also ein Test in dieser Richtung auch gut. Kinder lernen eigentlich heute damit Umzugehen. Aber es gibt während dieses Lernprozesses diverse Hilfsmittel, die den Leidensdruck mindern. Ggf. wären Otoplastiken etwas für dich.

Ansonsten wäre vielleicht mal der optimale Punkt für eine Mutter-Kind-Kur erreicht. Du musst aus deinem Alltag raus und dich neu organisieren.

Von niedergelassen Psychologen halte ich persönlich nicht allzu viel wenn es um Diagnosen geht. Das sind KEINE Ärzte. Der Arzt ist der Psychiater. Wenn du glaubst, du hast eine seelische Behinderung, dann lass dich bei einem ordentlichen Psychiater testen. Meist braucht es einen stationären Aufenthalt um die korrekte Diagnose zu stellen. Die Symptome zwischen verschiedenen Diagnosen sind absolut identisch.

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Haste dich mal gründlich untersuchen lassen? Großes Blutbild, Schilddrüse, Eisen (detailliert), Hormone?

Ich bin oft im Eimer und kann deine Empfindungen nachvollziehen.

Bei mir kam jetzt raus, dass der Eisenspeicher fast leer ist.

Den fülle ich jetzt auf.

Parallel hat mir geholfen:
Möglichst viel Struktur im Alltag. Ich mache mir jeden Morgen einen Tagesplan und denke dann nicht mehr drüber nach und arbeite den ab.

Viele geplante Pausen am Tag.

Sehr viel Schlaf. Ich versuche jede Nacht auf 10h zu kommen.

Bewegung: mein Schweinehund ist riesig und ganz anderer Meinung. Trotzdem geht es mir nach nem langen Spaziergang meistens besser.

Gute Besserung.

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Hey!
Sei bitte vorsichtig.
ADHS und Depressionen sind KEINE 2 Hüte, wie oben behauptet.
Viele Menschen, die seit der Kindheit an ADHS leiden, erkranken irgendwann an Depressionen, weil das adhs nicht behandelt wurde. Elvanse ist in diesem Fall das falsche Medikament- dafür gibt es spezielle Antidepressiva, die gegen beide Erkrankungen helfen. Schlafstörungen gehen oft mit adhs einher.
Ein Psychologe ist der falsche Ansprechpartner und es ist fatal, dass man dir einfach Medikamente ohne fundierte Diagnostik verschrieben hat.

Ich bin in einer lvr Klinik diagnostiziert worden, da gibt es eine spezielle ADHS-Ambulanz für Erwachsene. Aus der Aufklärung zum Krankheitsbild habe ich die Infos.
https://klinikum-essen.lvr.de/de/nav_main/erwachsene/klinik_fuer_psychiatrie_und_psychotherapie/ambulanzen/spezialsprechstunden/sprechstunde_fuer_adhs_bei_erwachsene/sprechstunde_fuer_aufmerksamkeits__und_hypreaktivitaetsstoerungen_bei_erwachsenen__adhs_.html

Vielleicht wohnst du in der Nähe dieser Klinik oder findest ein vergleichbares Angebot in deiner Nähe. Ansonsten solltest du einen geeigneten Psychiater finden, der dich einstellt- aber bei dem Krankheitsbild ist elvanse sogar kontraindiziert, wie du leider festgestellt hast.
Ich würde mit Medikinet eingestellt und mir wurde gesagt, dass ich dieses Medikament oder auch Elvanse dann nicht nehmen darf, sollte ich Depressionen haben. Mehrfach.


Liebe Grüße
Schoko

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Die Diagnostik in der Klinik war übrigens fundiert.

- Check der Schilddrüse
- Blutbild
- Befragung der Eltern zu meinem Verhalten in der Kindheit über einen Fragebogen
- Befragung meines Mannes zu meinem aktuellen Verhalten
- standardisierte Tests, die meine Impulsivität , Konzentration und Aufmerksamkeit gemessen haben
- Gespräche mit 2 Psychiatern und einer Psychologin zur Absicherung der Diagnose, Ausschluss anderer (psychiatrischen) Erkrankungen und Aufklärung zum Krankheitsbild und BTM.

Das alles ergab dann die Diagnose. Ich würde mit Medikinet vorsichtig eingestellt, es half sofort. Damit ist die Diagnose auch gesichert und ich habe aktuell eine Dosis von 40mg, mit der es mir gut geht. Geräusche filtern konnte ich noch nie- das ist nun auch besser geworden. Fällt mir gerade auf.

Wenn adhs und Depressionen als Diagnose korrekt sind, solltest du es wirklich behandeln lassen. Unbehandelte adhs-Fälle erleiden häufiger durch ihre Unachtsamkeit Unfalltode, begehen Suizid oder haben Suchterkrankungen. Meine Lebensqualität hat die Diagnose enorm verbessert- ich bin ein neuer Mensch geworden.
Falls die Diagnose deines Psychologen nicht stimmte, wird man adhs auch ausschließen können und Depressionen behandeln.
Nur Mut!

Aber lass es auch abklären. Ja, mein Ferritinwert ist auch im Keller- aber die Symptome hatte ich auch mit aufgefülltem Speicher.

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Dass Elvanse zunächst half, ist schonmal ein Zeichen, dass ihr mit adhs auf dem richtigen Dampfer seid. Aber es war vermutlich das falsche Medikament. Ich bin immer noch alle 2 Wochen momentan zur Kontrolle in der lvr, um solche Entwicklungen auszuschließen.
Es kann leider passieren.

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Ein Psychologe reicht da nicht, du musst zum Psychiater! Wenn die Wartezeit auf einen Termin sehr lang ist, kann auch der Hausarzt einen Termin für dich ausmachen.

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Ich habe jetzt morgen einen Online Termin in der Psychatrischen irgendwas weiß grad nicht wie es heißt :-) Aber ich hoffe das ich da jetzt weiter komme, den Psychologen Termin habe ich abgesagt heute, Migräne und irgendwie sehe ich es als absolute Zeitverschwendung an da hin zu gehen.

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