Vater mit Behinderung

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage. Ich habe mit meinem noch Mann 2 Kinder 5 und 3 Jahre. Er hat eine Ataxie, ist aber leider nicht einsichtig. Er geht nicht zur logo weil er angeblich keine braucht. Er fährt auch noch Auto weil er sich alles zutraut. Da er mittlerweile sehr gewaltig ist und immer nur schreit, allerdings auch keine Therapie machen möchte, werde ich mich bzw muss ich mich trennen.
Wir sieht es mit der Betreuung der Kids aus? Ich möchte ihm nicht die Kinder weg nehmen aber wer entscheidet was er mit ihnen machen kann? Das Jugendamt?

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Ich erinnre mich, dass du früher schon geschrieben hast. Ist die Ursache der Ataxie geklärt?
Was meint der behandelnde Arzt?
Er ist gewalttätig? Wie wäre es, bei der nächsten Eskalation die Polizei zu rufen? Dich ans Frauenhaus zu wenden? An Beratungsstellen gelangen?
Ich denke ohne irgendwelche "Beweise" hast du wenig Chancen, dass das Jugendamt zum Schluss kommt, dass unbegleteter Umgang riskant sein könnte.

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So wie es aussieht hatte es auch sein Opa, also erblich. Oh Gott wenn die kinder es haben 😥. Bin trotzdem froh sie zu haben. Ich fühle mich aucb verraten, zum Schluss hat es jeder gewusst ausser ich. Ich bin sehr relativ sicher das er den Kindern nichts tut, aber es muss natürlich geklärt sein das er sie betreuen kann

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Was hat denn der Grossvater? Wie heisst die Erkrankung? Ataxie ist ein Symptom, keine Diagnose.

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Hallo,
damit die Ataxie und der Gendefekt diagnostiziert werden konnte, musste ja entweder dein Mann oder eure gemeinsamen Kinder zum Gentest.
Ich gehe mal davon aus, dass dein Mann Panik vor einem Ergebnis eines Gentests hat und daher nie untersucht wurde. So ganz unberechtigt ist die Angst und Panik ja nicht. Es ist nicht nur die Angst, dass er selbst immer mehr die Kontrolle über seinen Körper verliert, nein...er ist auch noch Schuld (!), wenn diese Behinderung seine Kinder haben.
Ich kann natürlich deine Angst verstehen. Sie ist real und die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering, dass die Kinder das auch geerbt haben. Daher: Gehe zum Kinderarzt und informiere ihn über die diagnostizierte Behinderung des Opas. Hier solltest du aber mehr wissen als nur „Ataxie“. Mein Söhnchen hat auch eine Ataxie - die ist nicht vererbbar, sondern nur Folge seiner anderen Behinderungen. Ataxie ist eigentlich nur eine Störung der Bewegungskoordination. Da steht immer etwas dahinter.
Der Kinderarzt sollte euch damit hoffentlich zum Humangenetiker überweisen. Ich müsste jetzt echt lügen. Ich weiß nicht mehr, ob wir da zusammen unterschreiben mussten. Ich glaube aber nicht. Laß deine Kinder testen darauf. Das ist sehr wichtig...schon jetzt. Denn FALLS sie das tatsächlich haben, könnt ihr schon jetzt mit Therapien anfangen und die Verschlimmerung dann ggf. verlangsamen.
Nicht ganz unwichtig ist das Ergebnis ja auch für den späteren Kinderwunsch deiner Kinder.

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Ja und ich frag mich wie er jahrelang mit so einer Lüge rum laufen und heiraten konnte. Ja selbst wenn er "schuld" ist, das meine kunder etwas haben er hatte bis 35 keine Anzeichen und ich bin froh das ich die kids habe. Danke für deine Antwort
Ich fühle mich einfach verar***

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Ich würde es wahrscheinlich anders empfinden wenn er einen Schlaganfall oder was anders bekommen hätte, aber mir absichtlich was verschwiegen das kann ich nicht verzeihen. Er gibt es nicht mal zu. Natürlich reime ich laut ihm nur alles zusammen. Ich bin so verzweifelt, ich kann nicht klar denken.
Ich hoffe die Kinder verstehen es und finden einen weg um mit seinem handicap umzugehen.

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