phonologische Bewusstheit

Moin,

nutzt ihr Lernprogramme / Trainingsprogramme mit diesem Schwerpunkt? Unser SPZmeinte es gäbe da gute wir sollten die Logopädin fragen, aber die arbeitet nicht mich APPs.

Vielen Dank schonmal,

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Hallo,

wo genau liegen die Schwierigkeiten deines Kindes? Ich meine gelesen zu haben, dass die Einschulung nächstes Jahr bevorsteht - stimmt das? (Nicht, dass ich dich verwechsle.)
Hat dein Kind Sprachprobleme? Hat die Logpädin keinen Tipp?

LG

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Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort, ja er wird nächstes Jahr eingeschult.
Im Moment hat er noch Probleme mit einigen Lauten, W, R und K, wobei das R inzwischen fast perfekt da ist und das W teilweise. Im Moment hat er bei einigen Lauten noch Probleme sie herauszuhören, er hört auch keine Reime. Ich habe eher den Verdacht dass er gerade vieles auswändig lernt, also Maus reimt sich auf Haus, das weiß er und sagt dass es sich reimt, aber bei "reimt es sich auch auf "Laus"?" sagt er dann "nein". Auch Anlaute sind eher ein Rätseln. Die Logopädin meint er hat noch jede Menge Zeit, Anlaute müssten sie erst in der 1. Klasse lernen, es eher zu können wäre ein "nice to have" aber kein Zwang. Beim SPZ gabs dafür ein "deutlich unter Altersdurchschnitt." Sie will ihn demnächst einmal testen ob er Anzeichen für eine Schwäche da hat.
Das Problem ist ich weiß gerade beim SPZ nicht ob sie ihn korrigiert berechnen, er kam 4 Monate zu früh und zieht auf einigen Gebieten eine Entwicklungsverzögerung von 6 Monaten konstant mit. Deswegen wird er als Kann Kind von diesem Jahr auch erst nächstes Jahr eingeschult, da man hofft dass viele Probleme die eben durch die 6 Monate Verzögerung die er eben nie aufgeholt hat damit erledigt sind. Die große Frage ist eben ob die Anlaute eben ein halbes Jahr vor Einschulung schon "da" sein müssen oder eben nicht.
Also speziell geht es eben um die Lauterkennung, diese Übungen von wegen "kreuze an ob du ein I hörst und ob das I am Anfang, in der Mitte oder am Ende kommt etc.

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Hallo nochmal,

also ich bin selber Grundschullehrerin und habe seit vielen Jahren immer 1./2. Klasse, kenne mich damit also schon etwas aus... Kommt ihr nicht zufällig auch aus Bayern? Warst du nicht die Mama, die sich mal wegen Schulbegleitung erkundigt hat?

In der ersten Klasse wird sowas wie Anlaute hören und auch Laute im Wort lokalisieren ausführlich geübt. Das können NICHT alle Kinder zu Beginn der ersten Klasse! Im Gegenteil, vielen fällt gerade das lokalisieren von Lauten ziemlich schwer am Anfang.
Reime hingegen verstehen fast alle Kinder vor der Einschulung. Wenn er das so gar nicht versteht bzw. nur auswendig lernt, finde ich das eher auffällig.
Wie sieht es mit Silben aus? Kann er Silben klatschen, hüpfen, schwingen - was auch immer?

Dein Kind hört aber gut, oder? Manchmal haben Kinder auch Schwierigkeiten mit der auditiven Verarbeitung. Aber das wurde bei euch bestimmt schon überprüft.
Es ist schwer zu sagen, ob das alles noch im Rahmen ist - ich meine, bis zur Einschulung vergeht ja auch nochmal ein Dreivierteljahr, da macht ein Kind auch noch eine große Entwicklung durch. Nach deiner Beschreibung klingt es für mich nicht dramatisch. Ist er schon sechs oder wird er es erst noch?

Wie ich höre, geht er ja zu einer Logopädin, was sagt sie zum Thema? Bekommt er im Kindergarten eine besondere Förderung?
Was sicherlich nicht schadet, wenn ihr versucht, diese Themen spielerisch zu üben, aber nicht als "Vorbereitung auf die Schule", sondern als Spiel - also das Kind nicht unter Druck setzen. Es gibt schöne Spiele, mit denen man sowas üben kann, ohne dass das Kind merkt, dass es lernt.
Die Frage ist halt, was ihm so allgemein Spaß macht und was er gern spielt. Wenn man das weiß, kann man eher suchen, woran er Freude hätte.

Ich weiß gar nicht, ob da wirklich Apps sinnvoll sind. Ich bin eher von "analogen" Spielen überzeugt.

LG

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Hallo Pikatsch,

ich finde die Anton App ganz gut. Da gibt es unter Deutsch-->1.Klasse einiges zu Laute im Wort hören und Silben klatschen. Ich weiß nicht, ob es für euch passt, aber die App ist kostenlos, so dass ihr sie ja auch einfach ausprobieren könnt.

Viele Grüße
Mx

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Oh, danke für den Tipp, ich habe sie schon mal angeschaut, sieht gut aus #pro

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Genau die Anton-App ist mir vorhin auch eingefallen. Da sind unter 1. Klasse wirklich auch Übungen drin, die auch für Vorschulkinder gut geeignet sind.

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Hi,
habt Ihr eine Sprachheilschule in der Nähe?

Bei der, wo meine 2 Jungs hingegangen sind, wäre er perfekt für die ersten 2 Schuljahre, bzw. bei Bedarf gibt es noch ne Vorschule.

Meine hatten "nur" kein Satzbau, der Kleine AWVS, aber die kleinen Klassen, 2 Lehrer. Unterricht nach Lehrplan, nur andere Schulbücher und anders aufgebaut.

Sie haben dort unheimliche Fortschritte gemacht. Habt Ihr schon über eine Sprachheilreha nachgedacht?

Gruß

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Hallo und danke für Deine Nachricht,

ja, drüber nachgedacht wurde schon bzw haben wir das SPZ schon auf beides angesprochen.
Sprachheilschule wurde vom SPZ abgeraten, da er sozial sehr gut integriert ist und ihm das auch sehr wichtig ist. Die Einschätzung war dass ihn das Raußreißen aus der gewohnten Umgebung (er ist sehr unsicher bei Neuem) mehr schaden als die Sprachheilschule Nutzen könnte, sprich seine Probleme sind anscheinend immer so "grenzwertig". Eigentlich hieß es als vom Wechsel in den Sprachheilkindergarten abgeraten wurde, dass er auf eine Sprachheilreha sollte vor der Einschulung, aber nach dem letzten SPZ Besuch wurde seitens des SPZS dazu keine Notwendigeit mehr gesehen.

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Hi,
dann seit Ihr doch auf einem sehr guten Weg!

Alles Gute!

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Hallo,
Darf ich fragen wann dein Sohn auf die welt kam? Meine Tochter kqm bei 31+O und ich erkenne bei ihr auch manchmal Schwächen in diesen Bereichen. Bild selber Grundschullehrerin und da sehr sensibel drauf. Übe mit ihr jetzt auch schon Reimen und Silben klatschen. Das kann sie mal mehr mal weniger gut. Anlaute hört sie noch gar nicht. Dafür kann sie sehr viele Buchstaben schon benennen und erkennt sie auch überall wieder. Habe jetzt auch überlegt ihr vorher schon einiges beizubringen. Das kann ihr her helfen als Schaden. Mir persönlich macht es übrigens gar nichts aus wenn ich Kinder in meiner Klasse habe die bereits lesen können.
Meine Tochter ist übrigens 4 und wird im Februar 5, korrigiert im April. Bei uns kam auch im Soz noch kein aufholen raus.
Vielleicht könnten wir uns austauschen.
Lg purzel

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Hallo,

er kam in der 25. SSW.

Ja, genau das kenne ich von unserem auch, er erkennt und benennt schon viele Buchstaben, aber mit dem "Heraushören" hapert es. Oft brauchen Frühchen aber auch einfach nur etwas länger bis sie etwas lernen, oder eine andere Vermittlungsmethode. Es gibt da einige Forscher die sich damit intensiv auseinandersetzen, wenn Du willst, Frau Jäckel und Herr Prof.Dr. Wolke sind da Koryphäen.

Laut unserem SPZ ist es eh eine Mär dass Frühchen "aufholen".
Dazu müsste ja die Natur merken "Ups ich bin zu früh gekommen, ich muss jetzt schneller entwickeln als geplant damit ich das Defizit raushole". Käse.
Die Entwicklung von Kindern geht halt immer langsamer vonstatten, im Alter von 24 Monaten machen 4 Monate noch eine Menge aus, im Alter von 10 Jahren merkt man es vermutlich einfach nicht mehr.
Man merkts ja selber, beim Baby sagt man noch "Ist der ein Jahr alt?" - "Der ist schon eineinhalb". Kein Mensch sagt mehr wenn jemand fragt ob das Kind 14 Jahre alt ist "Also genaugenommen 14 1/2" Und irgendwann fallen sie halt in den Normbereich weil der so groß wird dass sie reinpassen, nicht umgekehrt.

Wenn DU willst kannst du mir auch gerne per PN schreiben.
Alles Gute Euch!

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Eine meiner Töchter hat eine auditive Wahrnehmungsstörung (fehlende Unterscheidung Stör-/Nutzschall). Leider haben wir in der weiteren Umgebung keine einzige Logo gefunden, die damit arbeiten kann. Sehr schade. Was ihr aber hilft: Ein Schallschutzkopfhörer, den sie in Absprache mit der Schule immer dann trägt (auch jetzt in der 5. Klasse noch), wenn es ihr zu unruhig ist oder bei Proben etc.

Ansonsten sind wir leider mit dem Thema recht allein gelassen worden, sie kompensiert das aber recht gut.

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