Was hat mein Kind? Habt ihr eine Idee?

Hallo,

ich hoffe ich bin hier richtig und ihr könnt mir helfen.
Es geht um meinen Sohn.
Er ist jetzt drei Jahre alt, aber leider entwicklungsverzögert.
Wir sind bereits beim SPZ, aber diese 'beobachten' ihn nur und geben keine richtigen Antworten.

Mein Sohn ist drei Jahre und kann leider immer noch nicht flüssig rennen, sobald er etwas schneller laufen will schaut es bei ihm sehr holprig und steif aus. Er kann die Füße nicht richtig abrollen. Laut SPZ hat er eine Muskelhypertonie (also zu hoher Tonus).

Zudem kann er leider mit drei Jahren immer noch nicht sprechen :( Er kann zusammengezählt leider nur ca. 20 Wörter, wobei einige Fantasiewörter dabei sind und die meisten davon nur für uns verständlich.
Meine Eltern beruhigen mich, weil in unserer Familie viele erst sehr spät gesprochen haben (ab 4 oder manche sogar ab 5) Aber es macht mir trotzdem Sorgen.
Sein Sprachverständnis ist meiner Meinung nicht so schlecht, er versteht Anweisungen, auch wenn sie nur gesprochen sind (also ohne Gestik) Hab ihn ab und an Quatschanweisungen gegeben, die versteht er oft auch, aber nicht immer.

Ich habe das Gefühl, dass er reden will, aber er kann einfach die Buchstaben nicht rausbringen. Ich kann das schwer erklären.

Mein Sohn:
-wirkt oft nicht anwesend, wirkt zerstreut
-reagiert nicht richtig auf seinen Namen, nur wenn ich ganz laut werde und schimpfe, dann dreht er sich zu mir.
-Zurzeit brüllt er, wenn er ein 'nein' hört.
-er kann noch nicht springen, kommt zwar einen 1cm vom Boden weg mit beiden Beinen, aber kein richtiges Springen.
-er liebt Türen und macht sie gerne auf und zu, vor allem Schiebetüren.
-sein Blickkontakt ist leider meiner Meinung nach zu wenig , aber er macht den triangulären Blick und zeigt mir auch Sachen (Aber eben meiner Meinung nach zu wenig :( )


Ich habe am meisten Angst, dass er wohl geistig behindert ist. Kann man das jetzt schon irgendwie ausschließen? Manchmal muss ich ihm eine Sache tausendmal erklären, bis es bei ihm ankommt.
Andererseits habe ich ihm neulich ein Buchstabenpuzzle geschenkt und ihm versucht ein paar Buchstaben beizubringen. Ein paar hat er sich schon gemerkt. Zahlen kann er auch 0-3 erkennen (vom Aufzug spierisch gelernt). Und Farben kann er auch erkennen. Aber eben nicht benennen, weil er nicht spricht.
Ist das noch normal kognitiv?

Das SPZ hält uns leider nur hin, ich google echt jeden Abend alles hoch und runter. Klar bin ich auch auf Autismus gestoßen...
Ich mache mich echt verrückt.

Wirkt mein Kind auf euch geistig behindert?
Kann sein Zustand wirklich 'nur' daraus resultieren, dass in meiner Familie so viele spät gesprochen haben und er auch spät spricht?
Wird er richtiges Sprechen lernen, wenn er jetzt mit 3 nur 20 Wörter kann?

Wir sind auch bereits bei der Logo, aber da wird nur gespielt und zwar nur einfache Spiele. Neulich zum Beispiel eine Stunde lang Sachen versteckt und als sie aufgetaucht sind, dann ein 'daaa'.. das ist doch ein Babyspiel? Er ist jetzt drei...

Könnt ihr mich etwas beruhigen? :(
War eines eurer Kinder auch so ähnlich?

Danke fürs Lesen!

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Wart ihr mal bei der Frühförderung und bei der Pädaudiologie? Wurde mal ein MRT gemacht? Wurde den überhaupt irgendwas an Forderung gemacht.

Ob dein Sohn jemals aufholen wird kann keiner sagen, jetzt ist viel wertvolle Zeit verloren gegangen und je größer die Entwicklung mit gesunden Kindern auseinander ist desto geringer die Chancen dass er jemals "normal" sein wird.

Das kann alles mögliche sein, für mich als Laie würden so Sachen wie Autismus, Fragiles X Syndrom, Hirnfehlbildung/Hirnschaden, geistige behindeung in Frage kommen. Natürlich kann man keine Ferndiagnose stellen aber ich würde schnell zur Frühförderung, KJP und HNO Klinik, damit ihr hoffentlich bald Gewissheit habt um welche Krankheit es sich handelt.

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Hallo,

ja, wir sind bei der Frühförderung, seit ca. 8 Monaten. Pädaudiologie ist ohne Befund, hatte aber davor ziemliche viele Ergüsse und MOE. Paukenröhrchen will der Arzt keine legen.

Er entwickelt sich Gott sei dank schon weiter. Sein passiver Wortschatz ist schon viel größer geworden. Mit 2 Jahren haben wir ehrlich gesagt gezweifelt, ob er Mama oder Papa erkennt. Einfach Sachen hat er nicht verstanden (Bring das dem Papa, Hol den Ball). Jetzt versteht er, wenn ich sage: Zieh erst deine Schuhe und dann deine Hose aus, wir wollen baden.

Diese Ungewissheit macht Angst. :(

MRT wollen wir noch nicht, die Ärzte vermuten auch keinen Befund. Nach der Geburt hatte er einen Hirn-US ohne Befund Gott sei dank.

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Warum hat man nach der Geburt ein US vom Kopf gemacht? Gabs Komplikationen bei der Geburt?

Du siehst wahrscheinlich dass der Unterschied zu anderen 3 jährigen schon sehr groß ist. Viel Hoffnung dass er jemals normal sprechen wird würde ich ehrlich gesagt auch nicht haben. 20 Wörter mit 3 Jahren ist sehr wenig so viel sprechen andere Kinder vielleicht mit 18 Monaten. Übrigens meine Tochter ist 22 Monate und spricht auch ca 20 Wörter und selbst da ist es nicht mehr "normal" und wir werden das im Juli abklären lassen. Mit 3 ist dieser Stand natürlich schon heftig und ich rate dir wenn du einen Neuen Logo Rezept bekommst einen anderen Logopäden zu suchen, nur spielen geht gar nicht wie soll er den da sprechen lernen? Bitte such einen Logopäden der auch wirklich die Sprache fördert und nicht nur spielt. Mein Sohn ist genau so alt wie deiner, er bekam auch kurz vor dem 3. Geburtstag Logopädie und hat ganz normal Arbeitsblätter bei der Logopädin gemacht mit Bilder usw gespielt wurde natürlich aber zwischendurch musste er auch Wörter nachsprechen mit Buchstaben mit denen er Probleme hatte. Er hatte bsw hat aber nicht so heftige Probleme wie dein Sohn sondern "nur" Dyslalie (verwechseln, austauschen von Silben und Lauten). Also wie gesagt wenn eine Logopädin meint mit ihren Patienten spielen zu müssen würde ich dir raten eine andere zu suchen, am besten eine die auf VED spezialisiert ist.

Frühförderung ist schon mal super. Hat man bei euch schon man den SONO-R Test gemacht um zu schauen auf welchem Entwicklungsstand DEIN Sohn ist?

Wart ihr schon mal bei einem Kinder und Jugendpsychiater? Ich will dir keine Angst machen aber das hört sich sehr nach meinem Neffen an, er leidet an Autismus und ist bis heute mit fast 7 Jahren nonverbal bsw sprschlich auf dem Stand von einem Kind von 1-1,5 Jahren. Ich würde auf Autismus testen lassen.

Hat man die Genetik untersucht? Ist er äußerlich auffällig?

Bitte merk dir kein gesundes Kind bleibt absichtlich stumm. Wenn dir das SPZ nicht hilft such dir wo anders Hilfe.

Gibt es im Verhalten Auffälligkeiten? Macht er irgendwelche komischen Bewegungen, reagiert er überhaupt nicht auf Ansprache oder nur nicht auf seinen Namen? Rennt er auf der Straße weg oder läuft er ganz normal neben dir?

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Dein Kind ist nur eines und das wird es auch immer bleiben - schlichtweg dein Kind.
Da helfen kein Dr. Google, kein Urbia und keine Weißkittel. Wenn dort steht, dein Kind hat Diagnose A,B, C, D, E, .... dann ist das immernoch dein Kind. Es hat sich gar nicht geändert. Es war nie anders.

Wenn er nur reagiert, wenn du brüllst, würde ich umgehend zum Pädaudiologen gehen. Zumindest die Sprachprobleme und Verhaltensweisen sind erklärbar, wenn er schlichtweg schlecht hört. Entwicklungsverzögerungen mit so einer Ursache können wenigstens wieder aufgeholt werden, wenn die Ursache behoben ist (Hörgerät,...).

Du weißt, dein Kind hat eine deutliche (wieviel Monate?) Entwicklungsverzögerung in sehr vielen Bereichen. Ich weiß nicht, als welche Entwicklungsverzögerung das SPZ das genau eingestuft hat. Normalerweise steht da noch ein Wort davor. Du bekommst ja die Gutachten. Falls es also keine Ursache gibt, ist die Wahrscheinlichkeit schon relativ groß, dass die Schere zum gesunden Kind immer größer wird.

Seid ihr beim Orthopäden in Behandlung? Welche Therapien macht ihr? Logo, Ergo, Physio?

Sei Mutter, keine Therapeutin! Dein Kind braucht deine Liebe und nicht eine weitere Therapeutin, die testet und beobachtet.

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Wir sind regelmäßig beim Pädaudiologen, er hatte und hat leider imme rnoch viele Ergüsse und MOE. Aber die Ohren sind zur Zeit frei und dennoch muss ich manchmal echt sehr laut werden, damit er zu hört. Das Problem ist, dass es sehr phasenweise ist. Also eine Zeitlang hört er gleich beim ersten Mal, und manchmal kann ich brüllen und es scheint so, als ob er mich ignoriert.

ICh weiß nicht genau, wie weit er zurück ist. Sprachlich auf jeden Fall sehr viel. Vielelicht auf dem Stand von 18-20 Monaten. Er kann ja nur ca. 20 Wörter. Passiver Wortschatz hat aber sehr gut aufgeholt. Er versteht echt viel, aber dennoch nicht altersgerecht. Mit zwei Jahren wusste er noch nicht mal wer Mama oder Papa ist...

Er bekommt Logo und Frühförderung und bald sind wir bei einer Ergo, die sich mit IS auskennt.


Ich wünschte ich könnte den Therapeutin-Modus abstellen :( Egal, was mein Sohn macht, ständig vergleiche ich ihn mit anderen KIndern und sehe sein Verhalten sofort als pathologisch an :( Es ist echt schlimm...

Einerseits entwickelt er sich ja weiter und macht oft auch normale Dinge, aber andererseits weiß ich nicht, ob seine Verzögerung nur aufgrund der Familiengene ist oder doch was ernstes dahinter steckt :(

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Wer nicht hört, lernt nicht sprechen (oder nur extrem verzögert). Das ist vollkommen normal. Wenn die Ohren tatsächlich ständig zu sind, .... vielleicht sind Röhrchen ja eine Lösung?
Da würde ich keine tiefere Entwicklungsverzögerung annehmen, sondern eher davon ausgehen, dass dein Kind sprechen massiv verzögert lernt, weil es sehr, sehr schlecht hört. Damit geht natürlich auch sehr viel einher. Schwere Verhaltensstörungen können so ausgelöst werden ... das sieht dann aus wie Autismus. Das Kind kann sich ja nicht mitteilen und ist gezwungen in seiner eigenen Welt zu leben.

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Hallo,

wenn das SPZ Euch nicht hilft, müsst Ihr es anderswo versuchen.
Leider gibt es gerade in dem Bereich "auffällge Kinder" nicht wenige unfähige Ärzte/Therapeuten.
Ich kenne mehrere Eltern, die erstmal falsche oder gar keine Diagnosen bekommen haben oder nur eine Diagnose, aber keine Hilfe, bis sie endlich auf fähige Menschen getroffen sind. Leider ist das alles andere als selten.
Gerade SPZs bekleckern sich da selten mit Ruhm.

Wahrscheinlich hat Euch der Kinderarzt ja an das SPZ verwiesen. Wenn nicht, könnt Ihr den mal fragen, wer Euch noch helfen könnte.
Ansonsten würde ich mal bei Kinderpsychiatern anrufen. Empfehlungen anderer Eltern sind da immer zu bevorzugen, weil es auch da Flachpfeifen gibt.
Ich weiß nicht, ob die in Eurem Fall wirklich die richtige Adresse sind, aber die sollten zumindest wissen, wohin Ihr Euch noch wenden könnt.

Für Autisten gibt es Autismus-Zentren. Da musst Du mal googeln. Da würde ich auch mal anrufen und fragen, ob die es sinnvoll fänden, sich Euren Sohn näher anzusehen.

Bei Logopäden gibt es auch solche und solche. Auch da würde ich mal anderswo anrufen und fragen, wie sie bei Kindern, wie Eurem Sohn, vorgehen würden. Eventuell ist da ein Wechsel sinnvoll.

Ich habe überhaupt keine Idee, was das Problem bei Eurem Sohn sein könnte, aber wenn man ein Kind mit Problemen hat, hat man leider häufig oben drauf noch das Problem, kompetente Hilfe zu finden.

LG

Heike

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Das stimmt, was du sagst.

ICh fühle mich so, als ob ich alles erkämpfe muss. Mein Kinderarzt hat mich oft als übervorsichtige Mutter empfunden und ich war sehr oft bei ihm gestanden, bis er uns endlich Rezepte ausstellte.
Man muss auch Glück haben um an die richtigen Leute zu kommen.

An einen Wechsel der Logo denke ich auch nach. Ich weiß nicht, ob es normal ist, dass die Logopädin anscheinend nur mit ihm spielt. Sie hat auch auf meine Fragen keine Antwort.

Warum spricht er noch nicht?
Hat er eine verbale Entwicklungsdyspraxie?
Wieso kann er ein paar Laute nicht bilden?
Was kann ich zuhause machen?
usw.

Sie hat mehrmals gesagt, dass sie eigntlich nur darauf wartet, bi 'der Knoten platzt' und dann wird es schon gehen :(
Ob das jemals passiert...

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Könnt ihr das SPZ wechseln oder euch an andere Stellen wenden?

wurden schon mal untersucht:

- Ohren
Hören
Gleichgewicht!

- Augen

- Zungenband
ich habe neulich eine Doku gesehen, da wollte ein Kind sprechen und konnte es nicht.

In der Pubertät stellte eine Zahnärztin durch Zufall fest, dass das Zungenbändchen an der falschen Stelle festgewachsen war, was die Zungenmotorik behinderte.

- Sind Zungenmotorik, Mundmotrik ok?

- bekommt er Logopädie?

wenn ja, was sagen die dazu?

- bekommt er Unterstützung, Therapien?

Natürlich sollte man nicht übertherapieren. Aber wenn Probleme offensichtlich sind, wären Übungen unter Anleitung schon ggf. sinnvoll.

- wurde mal ein EEG gemacht?

nur wenn anderes scho geklärt ist?
- wurde mal Herz untersucht?

Das Kind einer Freundin hatte eine schlechte Motorik. Dann kam heraus, dass das Kind Herzprobleme hatte und sich deswegen kaum bewegte. Das wiederum hatte sich auf die Motorik ausgewirkt, wei diese so nicht trainiert wurde.


Eigentlich würde ich von einem SPZ erwarten, dass sie sich Gedanken machen,
dann Untersuchungen vorschlagen

und eine sinnvolle Reihenfolge aufstellen, was zuerst.



Wenn es bei euch in der Familie lag, dass Kinder spät gesprochen haben:

wurde im Nachheinein eine Diagnose gestellt oder andere Auffälligkeiten?

Bei uns ist es ADS/ADHS, das gehäuft vorkommt. Auch Autismus kann vererbt sein.
Ebenso Augenprobleme oder Hörprobleme.

Manches wurde früher nur nicht getestet oder später getestet, da gewesen ist es dann schon früher, hatte nur nicht so Augenmerk.

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Die Familienmitglieder, die bei uns spät gesprochen haben, sind heute ganz normale Erwachsene. Sie sprechen normal und haben ganz normal Schule und Studium/Ausbildung gemacht. Einer davon war mein Vater, der erst mit 5 sprach. Als er mir das erzählte, dachte ich, dass er mich veräppelt und das nur sagt, weil er mich beruhigen will. War aber tatsächlich die Wahrheit, hab mich umgefragt.

Ohren sind ok, Augen verdacht auf leichte Hornhautverkrümmung, die beobachtet wird.
Zungenband müsste auch ok sein, er hatte keine Probleme mit stillen und saugen gehabt.

Mundmotorik ist leider sehr schlecht. Er kann nicht mit der Zunge nachmachen, was ich vormache. Deshalb bekommt er auch die Laute nicht raus. Er ist Hyperton. Also er verkrampft sich oft im Mundbereich, weil sein Tonus zu hoch ist. Das haben wir leider auch schon sher lange..

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Das lässt ja schon mal hoffen :-),
auch wenn es jetzt verunsichert.

Einerseits finde ich gute familiäre Verläufe beruhigend und hilfreich,
andererseits möchte ich als Mutter auch nichts übersehen (und gleichzeitig keine Panik schieben). Manchmal gar nicht so einfach.

Mit den Muskeln kann ich dir leider nicht helfen. Ich weiß zwar, dass es das gibt, aber auch nicht welcher Arzt dann zuständig wäre.

Ich wünsche euch viel Kraft und Ärzte, die euch da ernst nehmen und evtl. einen guten Tipp haben, wer zuständig/hilfreich sein könnte.

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Hallo, ich verstehe dich ein wenig...
Wir sind jetzt such seit fast 2 Jahren alle 3 Monate im SPZ. Sie beobachten meinen Sohn auch immer nur und die Gespräche danach sind einfach immer sehr undeutlich, also keine klaren Diagnosen. Mein Sohn wird 2 und er sagt noch garnichts außer Mama, nein. Laufen tut er auch noch nicht obwohl er es kann aber er hat zu sehr Angst vor dem loslassen 😩 . Ich hab auch manchmal das Gefühl das er einfach nichts versteht von dem was ich sage oder reagiert.
Wir waren aber beim Padaudiologen und da war zum Glück alles gut.
Aber ansonsten machen wir auch nichts... Ich bin auch oft auf Autismus gestoßen aber habe dann nicht mehr weiter gegoogelt weil da einfach zu viele Sachen stehen.
Mein Mann war übrigens auch ein Latetalker!
Bei und wurde auch schon nach der Geburt gleich ein MRT gemacht weil er eine Trinkschwäche hatte und viele Syndrome getestet aber alles negativ!

Ich wünsche euch alles gute 🍀 und hoffe das er das alles aufholt!

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Die Sorgen sind einfach nur schlimm, ne? :(

Ach wie oft habe ich schon in Google gesucht. Ich versuche davon loszukommen, aber Dr. Google ist einfach nur ne Krankheit für sich.

Ich wünsche euch ebenfalls alles Gute!
Wir müssen stark sein für unsere Kleinen!

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Hi,

ich kann verstehen, dass Du Dir Sorgen machst...

Mich erinnert das ein wenig an meine Tochter. Sie hat zB auch erst mit 3,5 Jahren gesprochen, dann aber in ganzen Sätzen. Ich fühlte mich damals auch hingehalten und nicht ernst genommen - unser Kinderarzt hat immer gesagt, sie sei ein Latetalker, das komme noch... War damals nicht wirklich das, was ich hören wollte, trotzdem hatte er Recht. Sie sprach bis dahin 4 Wörter: Mama, Papa, ja und nein...

Auch beim Rest war Judith ein Spätzünder, gelaufen (also gegangen) ist sie zB mit 17 Monaten - auch bei dem Rest war sie zwar immer noch in der normalen Entwicklungsspanne - aber immer auch am Ende der Spanne.

Heute ist Judith ein völlig normal entwickeltes Mädchen. Das einzige, was wir gemacht haben (außer kleinerer Mengen Ergo) war, dass wir sie in der dritten Klasse ein Jahr zurückgestuft haben, weil sie auch da hinten dran war... Es war wohl bei ihr tatsächlich eine leichte Entwicklungsverzögerung... Sie ist jetzt (und sie wird im April 13, die 3. Klasse ist also lange vorbei) auch eine ganz gute Schülerin.

Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich mit dem SPZ gute Erfahrungen gemacht. Oft hatten Sie am Ende recht. Das einzige, was ich manchmal schwierig finde, ist, dass man oft schon merkt, dass das SPZ viel mit schwerstbehinderten Kindern zu tun hat. Wenn man viel mit schwerstbehinderten Kindern arbeitet, fällt es vermutlich nicht so ins Gewicht, ob ein 3-jähriges Kind nun hüpfen kann oder nicht... Da fehlt dem SPZ sicher manchmal das Feingefühl, dass auch diese Eltern sich ernste Sorgen machen... (Ging mir damals genauso!)

Ob bei Deinem Kind eine Behinderung vorliegt, kann Dir hier sicher keiner sagen. Ferndiagnosen sind da schwierig. Aber es hat weiter oben schon wer gefragt: Am Ende ändert das doch auch nichts. Man weiß dann, was los ist, ja - aber es bleibt doch so oder so Dein Kind. Sei Mama, keine Therapeutin. Sei für Dein Kind da. Habt Spaß zusammen!

LG
Frauke

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Wow, vielen Dank für diesen positiven Erfahrungsbericht. Das hat mein Herz sehr erfreut, dass es auch positive Beispiele gibt.
Ich hoffe, dass mein Sohn auch noch vieles aufholen kann und vor allem in Zukunft keine Beeinträchtigungen haben wird. Das ist mir eigentlich am wichtigsten. Ob er vielleicht später eingeschult wird oder eine Förderschule besuchen muss, ist zwar auch schlimm, aber die Tatsache, dass er wohl nie ein eingeständiges Leben führen kann, ist sehr bedrückend :(

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Du hast die falschen Vorstellungen von Behinderungen. Du siehst doch dein Kind schon vor dir.
Es ist keineswegs basal.
Dein Kind entwickelt sich. Es kann derzeit nicht altersgerechte sprechen - aber es kann auch kaum hören (irgendwie ist das ja die glatte Folgeerscheinung und damit normal). Die Entwicklung wird also noch voranschreiten. Dein Kind wird sprechen lernen...nur deutlich später. Die Baustelle sind die Ohren, nicht die Sprache! Ein Kind kann durchaus einen normalen oder hohen IQ haben UND trotzdem nonverbal sein. Kinder können quasi jederzeit sprechen lernen. Mein Ältester hat im Alter von 3 Jahren langsam angefangen mit sprechen lernen. In der üblichen Geschwindigkeit kamen dann Wörter und das Bilden von Sätzen. Jetzt ist er fast 14 - Grammatik schafft er heute noch nicht. Er besucht eine normale Schule mit Förderbedarf Sprache, hat Nachteilsausgleiche wegen LRS und AVWS und will Abitur machen. Mein Jüngster war nonverbal unterwegs bis zur Einschulung. Als Schulkind hat er lesen, schreiben...und sprechen zeitgleich gelernt. Er ist jetzt 12 und besucht ebenfalls eine Regelschule...trotz Förderbedarf Geistige Entwicklung.

Eine Behinderung bedeutet nicht immer, dass man kein eigenständiges Leben führen kann. Ich bin schwerbehindert seit meinem 3. Lebensjahr. Ich habe trotzdem alles geschafft ... Abi, Studium, Führerschein, Heirat, Kinder, Arbeit auf dem 1. Arbeitsmarkt.

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Ich würde das gerne aus Sicht einer Logopädin kommentieren ☺️
Woher weißt du, dass sie nur Babyspiele machen? Saßt du mal in einer Stunde mit drin und hast beobachtet oder ist das ihre Beschreibung der Stunde, „wir haben gespielt“? Letzteres fände ich tatsächlich problematisch, als Therapeutin sollte man sein Vorgehen schon näher erläutern können. Wenn das jedoch bloß deine Beobachtungen sind, kann das daran liegen, dass sie ihre Therapie natürlich in einem Spiel versteckt. Mit 3-jährigen kann man keine Arbeitsblätter ausfüllen. So kleine Kinder dauerhaft zu motivieren funktioniert nur, wenn man die Übungen nicht wie solche aussehen lässt.
Ich kenne es selber zu gut, dass Eltern ihre Kinder nach der Stunde fragen, was sie heute gemacht haben und diese dann antworten „gespielt“. Deshalb hole ich die Eltern gerne am Ende der Stunde ins Zimmer, und erkläre was heute gemacht wurde, wofür das wichtig ist, woran wir generell im Moment arbeiten etc.
Wenn du dich von deiner Logopädin nicht genug aufgeklärt fühlst, bitte sie doch erst einmal um ein Gespräch. Dort kannst du all deine Fragen stellen (z.b. welche Diagnose sie vermutet, woran aktuell gearbeitet wird, wie ihre Einschätzung ist) oder du bittest sie um den aktuellen Therapiebericht; bei fast allen Patienten muss man den nämlich schreiben.
Aber leider gibt es natürlich auch schlechte Logopäden, vielleicht hattet ihr einfach Pech; das kann man so aus der Ferne nicht beurteilen.
Wie lange seid ihr denn schon bei ihr in Behandlung?

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Danke für deine interessante Antwort.

Also es ist so, dass er immer eine halbe Stunde bei ihr drin ist, und dann werde ich dazu geholt. Sie sagt mir jedes Mal, was sie gespielt haben: OFt ist es dieses Affenalarm-Spiel oder er spielt mit Murmeln.
Sie sagt dann, dass sie findet, dass er wieder ein Stück mehr und mehr kann, fröhlicher ist, konzentrierter usw. Aber das sagt sie echt jedes Mal..
Und wenn ich dann beispielsweise sage, dass mein Sohn zurzeit nur noch schrill brüllt, weil er kein Nein sagen kann und was ich machen soll, dann fängt sie von ihrer Tochter zu erzählen, dass es doch normal sei, weil sie das auch täte und die ist ein halbes Jahr älter und macht das auch und so weiter und so fort...

Sie vertritt immer noch der Meinung, dass man warten muss bis bei ihm endlich 'der Knoten platzt' und dann spricht er schon...
Und wenn ich sage, dass das doch ncith mehr normal ist, dann bejaht sie das und ist stumm...

Schwierig :/

Ich habe jetzt gesehen, dass eine ältere Logopädin in der Praxis arbeitet, die auch Ahnung von SI hat und habe bereits nach ein zwei Stunde mit ihr gefragt. Ich hoffe, dass es klappt und quasi den Unterschied zu sehen, wenn da einer ist.
Oder ich erwarte zu viel von der Logopädin? Kann natürlich auch sein...

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Entschuldige die späte Antwort.
Also zuerst mal finde ich nicht, dass du zu viel erwartest, wenn du dir von deiner Logopädin ein paar konkrete Aussagen wünschst. Ich kenne es zwar selber, dass man manchmal nicht so recht weiter kommt, gerade bei Kindern, die auch in anderen Gebieten Therapiebedarf haben. Da geht es manchmal langsam voran und die Fortschritte sind klitzeklein, aber sie sollte dir schon ein paar Beispiele nennen können.
Weißt du, welche Diagnostik durchgeführt wurde? Kann vielleicht mal eine Verlaufskontrolle gemacht werden, um zu sehen, was sich konkret getan hat?
Dass „der Knoten platzt“ klingt fast ein bisschen nach begleiteter Spontanheilung. Sie muss ihn bei seinem Weg dahin ja schon irgendwie unterstützen, sonst wäre die Therapie ja überflüssig.
Ich kann deinen Wunsch zu Wechseln gut verstehen, würde aber trotzdem einfach aus Fairness für einen Gesprächstermin plädieren. Vielleicht kann sie deine offenen Fragen klären und du fühlst dich wohler. Besser betreut und aufgeklärt. Wenn nicht, ist ein Wechsel sicher sinnvoll.
Nochmal alles Gute für euch!

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Das mit der Sprache kann noch kommen, mit 3 Sprach mein Sohn maximal 15 Wörter so daß man ihn verstand. Um den 4. Geburtstag rum konnte er dann halbwegs seinen Namen sprechen. Mit 5 war er sprachlich mehr oder weniger gleich weit wie die anderen. Aber. Sprachlich war mein Sohn nie ein Genie und wird auch keins. Er spricht fehlerfrei und drückt sich ordentlich aus, wenn man ihn aber um etwas bestimmtes bittet " erkläre wie man eine Glühbirne wechselt und schreibe es auf" dann ist er dazu nicht in der Lage, wenn man nebenbei sowas fragt kann er es problemlos erklären.
In der Schule kamen massive Probleme er hat eine Legasthenie, Dyskalkulie und eine auditive Wahrnehmungsstörung. Der IQ ist durchschnittlich, trotzdem war die Schule Horror, bei niedrigeren IQ hätte er auf die Förderschule gekonnt, so musste er auf die Regelschule. Dieses Jahr beendet er hoffentlich die Schule, dann sehen wir weiter.

LG
Visilo

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Hallo
Mein Sohn ist mittlerweile 4 Jahre und such Entwicklungsverzögert. Bei der Geburt wurde ein Herzfehler festgestellt. Danach folgten viele Termine bei Ärzten, SPZ, Krankengymnastik und Logopäden. Jeder hat was anderes gesagt. Aber wir haben keine Diagnose bekommen. Erst letztes Jahr wurde ein Gentest gemacht. Da wurde festgestellt, dass zwei Chromosomen nicht ganz intakt seien. Mehr nicht. Eine genaue Bezeichnung oder Syndrom gibt es nicht.


Wir haben danach SPZ und Frühförderung beendet und ihn als Förderkind in einen Montessorikindergarten getan. Hier sind wir sehr zufrieden.

Wurde bei euch ein Gentest gemacht?

Viele Grüße

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