Erstes Kind schwer krank.... wann und überhaupt zweites?

Wie schon kurz und kann im Titel erwähnt, unser erstes Kind ist seit Geburt an sehr schwer krank (was genau ist zu komplex und viiiiel zu lange zu erklären und eh nicht relevant bei meiner Frage), was oft mit langen Krankenhausaufenthalten mit hergeht. Sie ist nun über drei Jahre alt, kann aber (noch) nicht gehen oder krabbeln, muss also immer getragen werden.
Wir hatten uns immer drei Kinder gewünscht.... Und da ich doch schon 37 Jahre alt bin, kommt so langsam die Überlegung hoch, doch endlich wieder loszulegen, zumindest für ein zweites Kind (drei sind glaub ich eh nicht mehr drin...)
Nur kann man leider nicht vorhersehen, ob unsere Tochter gesund wird, ob sie es überleben wird, wenn ja, wann das alles vorbei sein wird.... Schon vor einem Jahr hatten wir diese Überlegung, doch sagten wir, wir warten noch ein Jahr (2019) und dann wird sie endlich gesund sein und wir machen ein zweites Kind. Nun sieht es so aus, dass sie bestimmt noch dieses Jahr lang kämpfen muss, wenn nicht sogar noch länger... Warten bis alles vorbei sein wird, ist glaub ich nicht denkbar, da man nicht sagen kann, ob das nicht noch ewig so weitergehen wird.
Diesen Monat dachte ich, ich sei schwanger, hatte mich eigentlich ausschliesslich nur gefreut... bis der Drache gelandet ist. Bin selber erstaunt, dass ich diesen Gedanken völlig angstfrei in mir hatte. Doch jetzt wo es eben doch nicht so ist, bin ich schon wieder am Zögern, ich werde noch wahnsinnig, echt! Immer dieses hin und her in meinem Kopf, Kind ja, Kind nein, noch warten, doch nicht warten.... und inzwischen verfliegen die besten Jahre...

So, ups, langer und etwas wirrer Text, ich weiss...

Wollte eigentlich nur fragen, ob es hier andere Mamis gibt, die eben das ERSTE Kind schwer krank oder mit schwerer Beeinträchtigung haben, sich dann für ein zweites Kind entschieden habe... und ob diese Entscheidung bereut worden ist, im Sinne zu früh, oder überhaupt...?

Herzliche Grüße

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Hallo,
Unsere Tochter wird im Mai 3 und hat auch seitdem sie 4 Monate alt ist einige Beeinträchtigungen.
Seitdem musste sie aber nicht mehr in das Krankenhaus ( toi toi toi ). Aber wir haben in der Woche einige Termine mit ihr zur Physio, Heilpädagogik und Logo.
Trotzdem haben wir uns für ein zweites Kind entschieden, da wir nie nur ein kind haben wollten. Unser zweites kind kam im November zur Welt. Ist jetzt 3 Monate und es klappt erstaunlich gut. Einmal die Woche kommt er mit zur physio, wo er seiner großen schwester fasziniert zu schaut. Bei den anderen Terminen kümmert sich mein Mann nachmittags um ihn. Und ich fahre mit der kleinen zu den Therapien. Da ist dann quasi Mutter-Tochter und Papa-Sohn Zeit.

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Hallo
Bei uns ist es das zweite Kind das krank ist. Bei uns ist es ein vererblicher Gendefekt (von dem wir vorher nichts wussten). Da es vererblich ist wüsste ich nicht, ob ich ein zweites Kind wollen würde, wenn mausi das erste wäre. Wenn es aber "nur" eine Laune der Natur wäre, würde ich ein zweites Kind wollen. Den richtigen Zeitpunkt erwischt man nie! Aber man verpasst den Zeitpunkt wenn man zu lange wartet.
Würde ich jetzt nochmal schwanger werden (trotz verhütung) wäre es ein Schreck, aber trotzdem würde freude aufkommen. Wie ich die kh-aufenthalt hinbekommen würde, weiß ich nicht. In der Situation findet man aber wie man damit umgeht. Ich hätte auch nie gewusst, dass ich es hinbekomme mit einer Behinderung umzugehen, war am Anfang sehr hart, aber man findet sich ein in die Situation.
Ich wünsch euch alles gute und das ihr die für euch richtige Entscheidung trifft.
Lg kleinmausi25

3

Guten Morgen!

Ich hab 4 Kinder, das erste Kind ist schwerbehindert. Die Behinderung ist vererbbar, ab Kind 3 war mir dieses Risiko bewusst.
Ich habe trotzdem all diese wunderbaren Kinder bekommen, weil ich zum Einen mit der Behinderung bzw. Generell Behinderungen gut leben kann, zum Anderen aber auch einen ungetrübten Optimismus hatte, dass alles gut geht.
Die Geschwister sind alle gesund.

Es ist vermutlich etwas anstrengender als in Familien ohne schwerbehindertes Kind, aber es ist unser Alltag und damit nicht mehr ungewöhnlich für uns.

Liebe Grüße!

4

Mein Ältester ist „nur“ schwerbehindert. Mein Jüngster ist schwer mehrfachbehindert. Beide haben als Ursache das gleiche Syndrom. Bereut habe ich es trotzdem nie. Allerdings hatte ich auch nie wirklich die Wahl. Ich habe erst von den Behinderungen erfahren, als der Kleine 2 Jahre war.

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Ihr Lieben!
Ihr habt mir alle so sehr gut getan und mich in meiner eigentlich innersten Überzeugung bestärkt, es doch zu wagen ein zweites Kind haben zu wollen (falls es denn auch klappen sollte, natürlich.)
Ich habe einen riesigen Knoten im Hals, vor lauter Bewunderung für eure Stärke und Kraft und Liebe, die ihr euren Kindern aufbringt. Ja, ich fühle es ebenso!! Meine Tochter ist trotz der unglaublich schwierigen Situation, das allerbeste das mir je passiert ist!! Bei ihr vermutet man zwar auch einen Gen-Defekt, konnte aber nie nachgewiesen werden (eventuell neue Mutation) deshalb wird das immer ein Rätsel bleiben... Das heisst aber, falls es tatsächlich genetisch sein sollte, haben wir eine 25% Chance, dass es wieder passiert, aber auch 75% Chance dass es nicht wieder passiert (Glas halb voll oder halb leer sehen...) Risikofrei sind wir aber nicht.
Falls es also wieder passieren sollte, was dann? Mit dem Gedanken muss ich wohl leben müssen (bzw wir als Paar natürlich...) findet ihr das egoistisch? Im Sinne, die Eltern gehen ein Risiko ein, nur um den Wunsch nach mehreren Kindern zu "befriedigen"?
Ein zweites Kind, das gesund auf die Welt kommen sollte, kann uns allen (vor allem auch meiner kranken Tochter) soooo viel schenken, meine Tochter ist voller Bewunderung für andere Kinder und Babies, auch die Physiotherapeutin meinte, es würde ihr gut tun, denn wir haben schon oft beobachten können, dass sie am schnellsten lernt, wenn sie es von Kleinkindern abschaut. Und wir natürlich mit ihr gemeinsam, das neue Leben feiern, den guten Aufwind, den ein gesunden Kind bringen könnte. Und ja, es besteht tatsächlich noch eine kleine Chance, dass auch unsere Erstgeborene gesund werden kann! Ich glaube daran!
Und falls auch das zweite Kind mit der selben Krankheit auf die Welt kommen sollte (eine schwere Autoimmunerkrankung übrigens), dann bin ich eben schon geübt darin ;-) und werde es als meine Lebensaufgabe betrachten!
Ja, ich will #herzlich#klee#herzlich#klee#herzlich#klee#herzlich

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Hm ich denke dazu hat keiner ein Recht zu sagen Ihr seid Egoistisch oder eben nicht, ich ziehe vor euch den Hut. Und wünsche euch alles gute und das ihr noch ein Gesundes Kind bekommt.

7

Huhu,
Wir haben 4 Kinder, die zwillinge sind die kleinsten und eins davon hat einen seltenen Gendefekt.
Bei all den Therapien und Terminen die so anstehen kommt ihr Zwillingsbruder einfach mit. Natürlich ist es manchmal ein wenig umständlich, aber es klappt wirklich gut. Gerade bei der Physio ist er der beste ca Therapeut den sich seine Schwester wünschen kann. Generell lernt sie so viel von ihren grossen Geschwistern, das sie eine Bereicherung für sie sind. Genauso ist die kleine Maus eine Bereicherung für ihre Geschwister, sie lernen von anfang an soviel Empathie.
Wir wünschen uns ein 5tes Kind und freuen uns auf die herausforderung mit unserer Rasselbande.

Ihr werdet für euch die richtige Entscheidung treffen. Alles Liebe

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Hallo

Mein Sohn ist von Oktober 2015 und gesund, bis auf eine Sprachentwicklungsstörung und Förderung in der Fein Motorik.

Meine Tochter ist von Oktober 2017.
Schwerbehindertenausweis mit Grad 70, Pflegegrad 3.
Sie hat keinen Dickdarm mehr, ein Teil vom Dünndarm fehlt. Am meisten ist die Einschränkung in der Ernährung und sie hat immer Durchfall.

Ein Sternchen mit ET 10/19 wollte nicht bleiben.

Nun bin ich schwanger in der 26.Ssw mit ET Mai.

Ich habe schon etwas Ängste, aber ich werde gut und viel kontrolliert. Bei meiner Tochter wussten wir es vorher nicht.

Traut Euch, Euer Herz hat doch schon entschieden

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ich würde warten, bis euer kind wieder gesund ist.

alles gute.

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