Krampfanfall - Rückenschmerzen - nun die Diagnose

Hallo,

ich habe eine genetische Blutgerinnungsstörung und bekam einen Gerinnungshemmer unter der Geburt und danach. Am Tag nach der Geburt reagierte ich mit einem schweren Krampfanfall - Nebenwirkung Gerinnungshemmer.
Bewußtlosigkeit - Umlegung - Transport - Intensivstation - usw. folgte.
Nach Erwachen - nach 2 Tagen - hatte ich starke Rückenschmerzen mit Bewegungseinschränkungen.
Obwohl ich 2 Wochen in der Uni-Klinik war und auch ein Orthopäde sich meinen Rücken (ohne Röntgenbild) anschaute, bekam ich keine Behandlung. Es wurde auf SS und Geburt abgwälzt - obwohl ich nie Probleme in der SS und direkt nach der Geburt hatte.

Zu Hause folgte eine Odysee mit Ärzten, Physiotherapeuten, Behandlungen, Akupunktur, usw.
Aber immernoch diese Rückenschmerzen mit Bewegungseinschränkungen.

Gestern war ich endlich bei einem Orthopäden, der ein Röntgenbild erstellt und mich auch körperlich untersuchte.

Die Diagnose:
Mein Körper ist total schief. Die Wirbelsäule ist zur linken Seite gebogen. Das wirkt sich auf den ganzen Körper - von Kopf bis Fuß - aus. Das Becken ist nun auch schief und mein linkes Bein ist um 1 cm kürzer. Ich wurde dort behandelt, bekam Übungen gezeigt und bekomme jetzt eine Schuherhöhung. Und muss zur Nachuntersuchung wieder hin.

Vermutlich hängt dies unmittelbar mit dem Krampfanfall zusammen und auch mit der Valium-Gabe und Umlagerung in verschiedene Betten bei Bewußtlosigkeit.

Wenn ich diesen orthopädischen Schaden schon vorher gehabt hätte, dann hätte ich es irgendwann gemerkt - spätestens in der Hoch-SS oder Geburt.

Ich bin so unglücklich. Eigentlich wollte ich nur ein Baby bekommen und eine glückliche Zeit - gerade jetzt die Elternzeit genießen. Stattdessen bin ich richtig krank und vielleicht sogar behindert geworden.
Es ist für mich auch sehr anstrengend mit dem Baby umzugehen. Alles ist sehr schwer für mich.
Es ist schrecklich.
Ich hoffe, ich werde wieder gesund.

Danke fürs Zuhören.

LG, + Baby 9 Monate.


1

Tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.

Kann ich auch nicht so ganz nachvollziehen, warum da vorher kein Röntgenbild gemacht worden ist.

Das wird sicher ein langer Heilungsprozeß werden und du mußt wirklich regelmäßig deine Übungen machen. Bist du denn jetzt nicht mehr direkt in Behandlung bei einem Physiotherapeuten? Nur zuhause üben reicht meiner Meinung nach nicht.

Die Schuherhöhung ist gut. Kann mit der Zeit (dauert aber) immer niedriger werden.

Ich hoffe, dass es dir bald besser geht und du trotzallem die Zeit mit deinem Baby genießen kannst.

Alles Gute und
LG Annette

2

Danke.

Ich mache zu Hause Übungen und gehe zur Physio.

Und das mit der Schuherhöhung mache ich auch.

Ich hoffe es wird wieder erträglicher.

DAnke.

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Hallo Du Arme!

Laß' Dich einfach mal #liebdrueck!

Hast Du vielleicht schon einmal an die Behandlung durch einen "Osteopathen" gedacht - oder hast Du bereits Erfahrungen damit gemacht?!??

Unsere ganze Familie (inklusive meinem kleinen Sohn von 2 Jahren) hat sehr, sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Merke Dir einen wirklich wichtigen Begriff für Dich: Die Wirbensäulentherapie nach der "DORN-Methode"!!! - Das ist wahrscheinlich für Dich genau das RICHTIGE!!! - Du musst höchstwahrscheinlich ein bissl herumtelefonieren und Dir einen erfahrenen Osteopathen (oder evtl. auch einen Hömopathen) suchen, der diese Therapie "nach Dorn" anbietet und darin speziell ausgebildet ist aber glaube mir: Du hast beste Chancen hierdurch "neu geboren" zu werden...

Meine Freundin hatte durch einen Unfall gleich mehrere furchtbar schlimmen Bandscheibenvorfälle, wo sich die Wirbelkörper schon ablösten und es drohte ihr sogar eine bleibende Lähmung der Arme und Beine. Es wurde operiert (von Orthopäden...) und sie hat nun künstliche Wirbelkörper. Aber sie hatte Monatelang furchtbare Schmerzen; sie ertrug es nur noch mit den tollsten Schmerzmitteln. Durch diese Medikamente war sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sie war sehr depressiv; konnte und wollte sich zu gar nichts mehr "aufraffen"; alles war zuviel, jeder Schritt tat weh und kostete unendlich viel Kraft... das ganze ging ca. 10 Monate so; bis sie als "austherapierte" galt - jeder Arzt sagte ihr, dass sie die Medikamente weiter nehmen müsste und man "da nix mehr anderes machen könnte"...

Sie kam durch "Zufall" auf der Suche nach einer Alternative zu einer Hömopathin (Heilpraktikerin), die unter anderem auch diese Wirbelsäulentherapie "nach Dorn" anbietet und auch als Osteopathin arbeitet. - Was soll ich sagen: Es ist wie ein WUNDER! - Sie konnte nach ein paar wenigen Behandlungen OHNE Schmerzen wieder alles tun, was sie vorher auch tat (sie ist sehr sportlich); es ist kaum zu glauben - sie ist wirklich wie "neu geboren" und es ist jetzt schon seit letztem Jahr wieder alles im Lot! - Ihr Orthopäde wollte es ihr nicht glauben und hat sich dann sogar selbst die Adresse der Dame besorgt und will nun seine Patienten dorthin überweisen, da es ihm "unerklärlich" scheint...! (Ärzte...)!

Die Frau arbeitete mit ganz, ganz klitzekleinen Bewegungen, die kaum zu spüren/zu "sehen" sind; so werden die minimalsten "Verschiebungen" korrigiert und wieder in die Richtige "Lage" zurück gebracht... diese Methode kann ich wirklich nur wärmstens empfehlen. - Vielleicht bist Du ja auch "Zusatzversichert" und kannst sogar einen Teil der Kosten wieder bekommen aber meiner Freundin war das eingentlich egal: Hauptsache keine Schmerzen mehr...

Ich drücke Dir ganz, ganz fest die Daumen!

Manuela mit Flo#klee

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Im DORN-Forum 3 beschreibt eine Ulmer Hebamme, wie meist schon nach einer Dorn-Behandlung bei den Frauen, die nach der Geburt mit starken Schmerzmitteln ihre Schmerzen erfolglos bekämpften, die Schmerzen weg sind. Damit das so bleibt,lernen die Betroffenen - nach einer sorgfältigen Beratung - einfache und wirksame Selbtshilfeübungen. Ich maile ggf. gern einen Übersichtsartikel zur Dorn-Methode + Therapeutenadressen zur PLZ zu.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie wir heute alte werden, ohne dass uns irgendwo Nützliches gelehrt wird, wie wir das in einer besseren Qualität werden können.
Mit herzlichem Gruß
Franz Josef Neffe

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