Praktische Tipps für Hypospadie-OP bei Prof. Hadidi in Offenbach

Praktische Tipps für Hypospadie-OP in Offenbach bei Prof. Hadidi
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Unser Sohn leidet an Hypospadie und wurde im Januar 2013 das erste Mal in Offenbach bei Prof. Hadidi operiert.

Vor der OP habe ich im Internet viel nach Informationen gesucht und der Erfahrungsbericht hier im Forum von cb69 war mir eine sehr große Hilfe:

http://www.urbia.de/forum/45-leben-mit-handicaps/3452931-erfahrungsbericht-op-hypospadie-3-grades-in-offenbach-bei-prof-hadidi

Da cb69 eigentlich alles schon perfekt beschrieben hat (cb69: vielen Dank an Dich; ich hoffe, du bist einverstanden, dass ich deinen Bericht verlinke), habe ich gedacht, ich schreibe für alle, die es interessiert, noch das dazu, was mir an praktischen Tipps für einen Hypospadie-OP-Klinikaufenthalt in Offenbach zusätzlich noch so einfällt bzw. was sich in der Zwischenzeit seit dem Bericht von cb69 vom Januar 2012 eventuell geändert hat.

Anreise am Aufnahmetag
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Wir sind mit dem Auto nach Offenbach gefahren. Direkt am Klinikum befindet sich ein großes Parkhaus mit ausreichend Parkplätzen (ca. 5 min. Fußweg vom Parkhaus bis zum Eingang des Klinikgebäudes). An der Information im Erdgeschoss kann man vergünstigte "Dauerpark-Tarife" buchen, d.h. man bezahlt anstelle des regulären Tarifes nur EUR 3,50/Tag und kann mit dem vorbezahlten Parkticket dann beliebig oft hinein-und herausfahren. In unserem Fall betraf das meinen Mann, der von morgens bis abends bei uns war und nachts im Hotel übernachtet hat.
Falls ihr auch die Möglichkeit habt, dass euer Partner oder eine andere Person euch begleiten kann, würde ich euch empfehlen, euer Gepäck während der Aufnahmeuntersuchungen erst noch im Auto zu lassen und zuerst wirklich nur das Nötigste (Wickeltasche, Spielzeug, etwas zu essen) mitzunehmen und den Rest später holen zu lassen. Die Aufnahme inkl. Untersuchungen ist mit einigen z.T. längeren Wegen in unterschiedlichen Etagen und häufig auch mit längeren Wartezeiten verbunden, so dass es einfacher ist, hier nicht alles "vollgepackt" zurücklegen zu müssen.
Empfehlenswert ist es aber auf jeden Fall, hier schon einen Kinderwagen dabeizuhaben, so dass euer Kleines während der Wartezeiten eventuell im Kinderwagen schlafen kann oder ihr über die Klinikgänge spazieren könnt. ;-)

Der Ablauf war bei uns wie in cb69s Bericht beschrieben:

- Anmeldung in der Kinderaufnahme
- Erledigung der Anmeldeformalitäten in der allgemeinen Patientenaufnahme
- Aufnahmeuntersuchung (inkl. Messen von Blutdruck, Temperatur, Gewicht, Größe durch eine Schwester und Untersuchung durch einen Arzt)
- Anästesie-Gespräch

Anschließend (in unserem Fall war das nach über 4 Stunden) konnten wir auf die Station und bekamen unser Zimmer zugeteilt.

Unterbringung
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Es gibt zwei Kinder-Stationen, auf die man -je nach freien Betten- aufgeteilt wird. Man sagte uns vor Ort, dass es keine Möglichkeit gibt, ein Einbett-Zimmer (auch nicht mit Zuzahlung) ohne medizinische Gründe zu bekommen, so dass die Unterbringung im Normalfall in Zweibett-Zimmern erfolgt.

Die Zweibett-Zimmer sind immer in Einheiten von je zwei Zimmern angeordnet; davor befindet sich ein Vorraum mit einem Wickelplatz und Waschbecken auf der einen und die Tür zur Toilette/Dusche auf der anderen Seite (Toilette/Dusche/Wickeltisch werden von beiden Zimmern gemeinsam genutzt).
Die Zimmer sind nicht besonders groß oder geräumig - besonders wenn am Abend die Klappbetten für die Begleitpersonen aus den Schränken geholt werden, wird es ziemlich eng im Zimmer. Aber dafür, dass man die ganze Zeit über bei seinem Kind sein kann, ist das nicht weiter schlimm.
Da das Klinikgebäude noch relativ neu ist, ist alles modern und hell durch die großen Fenster.

Was sollte man mitnehmen
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Für euer Kind
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Kleidung
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Wir haben unserem Kleinen während des Klinik-Aufenthaltes nur Sachen von zu Hause angezogen. Von anderen Müttern habe ich gehört, dass sie z.B. Hosen von der Klinik bekommen haben - bei uns gab es die Möglichkeit nicht.

Deshalb würde ich neben den 'normalen' Kleidungsstücken hauptsächlich empfehlen:

- bequeme Hosen mit weitem Bund am Bauch und dehnbarem Beinabschluss (hier wird der Katheter dann nach der OP am Bein nach unten 'durchgefädelt' und darf nicht abgedrückt werden)
- bequeme Bodys in einer Nummer größer als normal, so dass die zwei Pampers übereinander Platz haben

Praktisch haben sich bei uns außerdem anstelle von normalen Langarm-Shirts dünne Shirt-Jacken zum Knöpfen erwiesen, so dass wir diese schnell an- und ausziehen konnten, wenn wir mit ihm im etwas kälteren Kinikgebäude unterwegs waren und dann wieder auf die warme Station zurück kamen.

Pflegeprodukte
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Unter dem Wickelplatz im Vorraum der Zimmer befindet sich ein Schrank mit Pampers in allen Größen, so dass ihr keine eigenen mitbringen müsst (außer euer Kind verträgt nur eine andere Marke).
Eigentlich sollten am Wickelplatz auch Mullwindeln, Stoff-Wickelunterlagen, Waschlappen und Handtücher sein. Bei uns wurde aber nur einmal aufgefüllt, so dass wir hauptsächlich unsere eigenen Mullwindeln, Moltontücher und Unterlagen verwendet haben.

Andere Pflegeprodukte, die man eventuell benötigt, müssen selbst mitgebracht werden
z.B.
- Feuchttücher (für den Po)
- trockene Papier-Tücher (eigneten sich auch prima als Ersatz, wenn der Papier-Handtuch-Spender am Waschbecken leer war ;-))

Fläschchen & Co.
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Bei uns gab es leider keine Fläschchen, die wir zur Verfügung gestellt bekamen, so dass diese selbst mitgebracht werden müssen. Die Schwestern kochen die mitgebrachten Flaschen aber nach Bedarf für euch aus, so dass eine geringe Anzahl reicht.
Da unser Kleiner hauptsächlich noch gestillt wird, bekam er bis jetzt nur am Mittag Babybrei aus dem Gläschen. Brei bekommt man von den Schwestern, Plastik-Löffel zum Füttern sollte man aber mitbringen, sonst muss man die normalen Metall-Löffel nehmen.
Babywasser und Tee für euer Kind bekommt man auch von den Schwestern.
(Da wir kein Milchpulver o.ä. verwenden, weiß ich leider nicht, ob dies auch vorhanden ist.)

Nützliches
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In einem anderen Bericht hatte ich vorher den Tipp gelesen, ein Nestchen für das Bett und Tücher zum Abdunkeln zum Nachbarbett mitzunehmen. Dies hat sich als sehr praktisch erwiesen! Einerseits hatte unser Kleiner so etwas bekanntes von zu Hause in seinem Bett, andererseits konnte er sich nicht an den Gitterstäben des Bettes stoßen und auch das Spielzeug konnte nicht so leicht durch das Gitter auf den Boden fallen. Als Sichtsucht zu den Zimmernachbarn hatten wir ein ganz normales Bettlaken dabei - so hatten wir- trotz netten Zimmernachbarn- etwas Abgrenzung, vor allem abends und nachts, im kleinen Zimmer.
Ich hatte noch mein Stillkissen dabei, was ich zu Hause eigentlich nur noch sehr selten verwende. Das hat sich beim Stillen auf den Holzstühlen im Zimmer als sehr sinnvoll erwiesen, tagsüber diente es noch als Kuschelkissen in seinem Bettchen.

Mitbringen (für euch)
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- wer die Möglichkeit hat: eine liebe Begleitung, die euch während der Zeit im Krankenhaus unterstützen und entlasten kann!!!

... und vielleicht noch ganz praktische Sachen, wie
- Badelatschen (da die Toilette/Dusche bei Vollbelegung beider Zimmer schnell nicht mehr ganz sauber aussieht...)
- bequemes Kopfkissen (dort gab es nur ein riesiges, festes Kissen, so dass ich froh war, mein kleines, eigenes dabei zu haben)
- gute Handcreme (da wir uns vor dem Windelwechseln zur Sicherheit fast immer die Hände desinfiziert haben, hat man unseren Händen das entsprechend bald angesehen)

Allen, denen eine Hypospadie-OP noch bevorsteht, wünsche ich alles Gute.
Vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen mit meinen Tipps weiterhelfen.

Liebe Grüße,
susa79.1 :-)

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Hallo susa79.1,

vielen Dank für Deinen super Bericht über den KH-Aufenthalt in Offenbach.

Wir waren heute zum Vorgespräch bei Prof. Hadidi. Unser Sohn hat eine Hypospadie III. Grades und wird nun am 19. April 2013 in Offenbach von ihm operiert.

Auch wenn ich sehr große "Angst" vor der OP habe, bin ich froh zu hören bzw. zu lesen, wie gut die meisten OP´s in Offenbach verlaufen. Wie alt ist denn Dein Sohn bei der OP gewesen? Unser wird dann knapp 11 Monate sein - wir sind uns nicht sicher, ob es vielleicht noch zu früh ihn ist (wg. der Vollnarkose)?!?

Ich bin auf jeden Fall für die vielen Tipps dankbar, da kann man sich jedenfalls schon einmal ganz genau auf den KH-Aufenthalt vorbereiten. Alle diese Infos bekommt man ja leider nicht im Voraus anhand der ausgehändigten "Broschüre" (Faltblatt).

Viele Grüsse
Manuela

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Hallo Manuela,

danke, für deine liebe Antwort. Schön, dass ich euch mit meinen Tipps ein wenig weiterhelfen kann. :-)

Unser Sohn war 7 Monate bei der OP - die Entscheidung, ihn schon so früh operieren zu lassen, ist uns auch wirklich nicht leicht gefallen, da wir natürlich auch ziemlich Bedenken hatten hinsichtlich OP mit Vollnarkose etc. Zum Glück wurden wir aber hier von vielen Seiten beruhigt, dass eine Narkose auch bei Kindern in diesem Alter heutzutage so gut 'erforscht' ist, dass wirklich nur in ganz wenigen Ausnahmefällen Probleme auftreten. Was uns ebenfalls sehr beruhigt hat, war die Tatsache, dass Prof. Hadidi jeden Tag mehrere (kleine) Kinder operiert, so dass in Offenbach auch die Anästhesie auf die kleinen Patienten eingestellt ist und diesbezüglich entsprechend erfahren und routiniert arbeitet.

Unser Sohn hat vor der OP auch eine Dosis Beruhigungssaft bekommen und wurde danach innerhalb von ca. ein bis zwei Minuten extrem schnell schläfrig und benommen. Wir hatten ihn dann bis zur Übergabe an den Anästhesisten auf dem Arm und waren froh, dass er durch den Saft einen 'entspannten' Eindruck gemacht hat (wenn man das so beschreiben kann). Beim Anästhesie-Vorgespräch wurde uns gesagt, dass der Saft erst bei Kindern ab sieben Monaten gegeben wird; bei Kindern, die jünger als sieben Monate alt sind, würde man vor der OP kein Beruhigungsmittel verabreichen. Hier war ich sehr froh, dass für uns ersteres zutraf, da ich denke, dass er sonst doch sicherlich sehr verängstigt und gestresst gewesen wäre.

Für uns kann ich sagen, dass wir sehr froh sind, die erste OP bereits mit sieben Monaten bei Prof. Hadidi durchgeführt haben zu lassen. Bis jetzt hat unser Kleiner alles sehr gut überstanden. Schon am Tag der OP ist er nachmittags wieder fröhlich in seinem Bettchen rumgekrabbelt. Die Ärzte und Schwestern waren alle sehr nett. Und das Beste: Wir konnten unseren Sohn jederzeit auf den Arm nehmen, schon im Aufwachraum kurz nach der OP. Er konnte sich so viel bewegen, wie er wollte und musste nicht starr liegen bleiben. Auch die anderen Kinder, die am selben Tag wie unser Sohn operiert worden waren, sah man größtenteils schon am Tag der OP wieder fröhlich in ihren Kinderwägen sitzen, im Spielzimmer spielen oder auf der Station hin- und herlaufen.

Ich wünsche euch für eure OP im April alles Gute. Prof. Hadidi und Offenbach sind wirklich eine gute Entscheidung, für die sich auch eine längere Anreise lohnt.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gern bei mir melden.

Liebe Grüße,
susa79.1 :-)

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Hallo Susa79.1,

vielen dank für deinen ausführliche Bericht, ich habe Ihn und den Bericht von Cb69
mit großem Interesse gelesen und werde die Tipps annehmen.
Unser Sohn (6. Monate) wird noch im April bei Prof. Hadidi in Offenbach operiert (Grad 2) und
ich mache mir sehr große Sorgen das alles gut läuft.
Ich hätte Fragen zur Wundversorgung nach der Op, vielleicht kannst du mir
deine Erfahrungen mitteilen.
Wenn unser Kleiner seinen Stuhlgang hat und der an die frische Wunde kommt, wie säuberst du die Wunde am besten und wie hast du das gehändelt auch mit den Schmerzmitteln und der Salbe zum aufspritzen usw. Hat eurer Kind arge Schmwerzen gehabt ?
Mach mir da echt Gedanken ob wir das alles hinbekommen.

Vielen dank im Vorraus.

Liebe Grüße

Sge-81

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Neues von uns aus Offenbach :-)
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Mittlerweile haben wir die 2. OP hinter uns. Wir hatten uns für eine Vorhaut-Rekonstruktion entschieden, die wieder in Offenbach von Prof. Hadidi durchgeführt wurde.

Unser Sohn (mittlerweile 14 Monate) hat die OP und den Krankenhaus-Aufenthalt sehr gut verkraftet. Dieses Mal waren wir auf der anderen Kinderstation untergebracht. Hier gab es eine Eltern-Küche mit Sitzgelegenheit, Kühlschrank, etc. - dies gab es auf der anderen Station nicht. Außerdem waren dieses Mal am Wickeltisch im Vorraum immer ausreichend Wickelunterlagen, Handtücher, Wechselkleidung (für Babys), Pampers in allen Größen, Feuchttücher, Creme etc. vorhanden.

Was ich dieses Mal als sehr angenehm empfand, war, dass in unserer Zimmer-Einheit alles kleine Hypospadie-Patienten mit Begleitperson untergebracht waren. So hatte man immer die Möglichkeit, sich ganz unkompliziert mit den anderen Eltern, deren Jungs auch gerade operiert worden waren, z.B. beim Wickeln im Vorzimmer auszutauschen oder sich gegenseitig mit Tipps weiterzuhelfen. Außerdem hatte unser Kleiner so gleich drei nette Spielgefährten, mit denen er oft im Spielzimmer der Station gespielt hat.

Dieses Mal hat unser Sohn ganz normales Essen bekommen, das wir für ihn auswählen konnten. Außerdem gab es aber trotzdem noch die Möglichkeit, Brei in Gläschen von den Schwestern zu bekommen, ebenso Tee, Babywasser und Milch.

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Tipp:
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Unbedingt etwas zum Abdunkeln des Gitterbettes mitnehmen! Durch ein Fenster in der Zimmertür, aber auch durch die Fenster nach außen kommt vor allem in den Sommermonaten eigentlich immer Licht ins Zimmer. (Teilweise ließen sich die Jalousien während unseres Klinikaufenthaltes mehrere Nächte hintereinander nicht hinunter fahren, wodurch es dann nie richtig dunkel war im Zimmer.) Wir hatten ganz normale Bettlaken dabei, die wir nachts über die Längsseiten des Gitterbettes gehängt hatten, so dass unser Kleiner es trotzdem immer etwas abgedunkelt hatte und trotz Helligkeit im Zimmer schlafen konnte.
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Sonst kann ich -wie bereits in meinem Beitrag über unseren ersten Klinikaufenthalt in Offenbach- nur wiederholen: Wir waren wieder sehr zufrieden mit der Betreuung durch Prof. Hadidi und die anderen Ärzte, besonders aber auch mit den Schwestern auf der Station, die sich so lieb um unseren Sohn gekümmert haben und uns jederzeit, wenn man sie darum gebeten hat, mit Rat und Tat zur Seite standen.

Liebe Grüße,
Susa :-)

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Hallo zusammen,

auch ich möchte mich an dieser Stelle einmal melden, um anderen Jungen und deren Familien unnötige Hypospadie-OPs zu ersparen.

Zur Vorgeschichte: Unser Sohn (Ende 1999 als Frühchen geboren) hatte eine Hypospadie II Grades. Da wir es nicht besser wussten und man uns empfohlen hatte ihn mit ca. 3 Jahren operieren zu lassen, haben wir diese OP 2003 durchführen lassen. Er hatte einen Katheter durch die Bauchdecke und musste 2 Wochen ausschließlich liegen. Leider hatten sich nach der OP Fisteln gebildet und in den nächsten Jahren folgten 4 Fistelverschlüsse und zwischendurch auch noch 4 Bougierungen immer jeweils mit Vollnarkose. Nach dem letzten Fistelverschluss im Jahr 2009 hatten wir die Hoffnung, dass die Harnröhre nun endlich dicht sein könnte, doch leider bildete sich nach wenigen Monaten erneute eine Fistel. Bis 2012 hatten sich schließlich 3 neue Fisteln gebildet, so dass wir uns auf die Suche nach einer medizinischen Alternative gemacht haben. Dabei sind wir auf Professor Hadidi gestoßen und sind zu ihm nach Seligenstadt gefahren, um eine weitere Meinung einzuholen. Er sagte, dass die Harnröhre zu eng sei und dass die Engstelle unbedingt beseitigt werden müsse. Unsere Begeisterung hielt sich natürlich in Grenzen, aber wir haben uns dann zu einer OP bei Professor Hadidi entschieden. Im März 2013 war es dann so weit.

Hier möchte ich einmal die Anästhesisten und die OP-Nachbetreuung in Offenbach besonders erwähnen. Unser Sohn konnte aufgrund seines Alters statt einer Vollnarkose auch eine Spinal-/ Periduralanästhesie bekommen. Er wurde vom Anästhesisten am Vortag ganz hervorragend aufgeklärt (und auch wirklich für voll genommen), so dass er sich für diese Narkoseart entschieden hat. Auch direkt vor der OP hat man ihm noch einmal alles erklärt und als wir nach der OP zu ihm in den Aufwachraum konnten, erwartete man uns schon, um uns zu sagen, wie er alles überstanden hat. So etwas haben wir in dieser Form noch nie erlebt.

Professor Hadidi kam zwischen seinen OPs auch kurz zu uns und hat uns über den OP-Verlauf informiert. Für uns war es sehr ungewohnt, dass unser Sohn schon so schnell wieder aufstehen durfte. Dadurch war der Krankenhausaufenthalt für ihn wesentlich erträglicher. Professor Hadidi war zwar immer in Eile, aber sehr nett und unsere Fragen hat er alle geduldig beantwortet. (Ich habe mir für die Abschlussbesprechung eine Liste gemacht, um keine Fragen zu vergessen.) Nach 5 Tagen konnten wir wieder nach Hause und haben dort natürlich Professor Hadidis Anweisungen befolgt. In der Zwischenzeit sind nun fast 8 Monate vergangen und es sind immer noch keine Fisteln oder andere Komplikationen aufgetreten. Unsere Sohn ist total glücklich und glaubt nun zum 1. Mal selbst daran, dass die ständigen OPs nun der Vergangenheit angehören.

Ich kann allen, die vor der Entscheidung stehen, ihr Kind einer Hypospadie-OP unterziehen zu lassen, nur empfehlen, Professor Hadidi aufzusuchen. Wir hatten keinerlei Probleme mit der Krankenkasse und die Vor- und Nachuntersuchungen in Seligenstadt haben wir angesichts des tollen Ergebnisses gerne aus eigener Tasche bezahlt.

Liebe Grüße,
Wurzelhexchen

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Da dieses Thema, ja mehr betrifft als man eigentlich denkt, möchte ich in dem Rahmen hier nochml meine Hilfe anbieten.

Ich habe bis zur Geburt meines Sohnes (am 28.09.2013) in Offenach in der Anästhesie gearbeitet und in dem Rahmen auch viel mit Prof Hadidi und eben auch den Hypospadie OPs zu tun gehabt.

Bei Fragen Rund um das Them OP und vor allem der Narkose, stehe ich gern zur Verfügung. Ich habe wirklich oft die Narkosen und OPs von den kleinen Zwergen begleitet und habe so viel gesehen.

Auch wenn Prof Hadidi, nicht immer ein "freundlicher" Mensch ist, ist er ein SEHR guter Kinderurologe udn wirklich ein EXPERTE auf dem Gebiet der Hyposadie

Besonders freut mich natürlich auch zu hören, das die Erfahrungen mit der Anästhesie in OF gut waren ;)

LG und alles gute für alle HypospadieKinder

Mone

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Hallo susa79.1!

Ich bin neu hier im Forum und habe mit großem Interesse deinen Bericht über Prof.Hadidi und eure Hypospadie OP gelesen. Unser Kleiner war mit uns am Wochenende in Seligenstadt zur Voruntersuchung und im April soll die erste große OP stattfinden. er liegt zwischen Grad 3-4, stellt sich wohl erst bei der OP raus.
da unser Sohn bei der OP auch erst knapp 7 Monate alt ist, hab ich großen Respekt vor allem. aber du schreibst ja, dass bei euch alles gut gelaufen ist. wie geht es denn deinem Sohn heute? immer noch alles ok?
Weißt du noch, wie lange vor der OP die Kinder nüchtern sein müssen? Ich stille nämlich und kann mir bei meinem 3Stundenrhythmus nicht vorstellen, wie das gehen soll...
Würd mich über eine Antwort sehr freuen!

malzi14

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Hallo malzi14,

als ich eben deine Nachricht gelesen habe, musste ich gerade wieder feststellen, wie schnell die Zeit vergeht. Mittlerweile sind bei uns schon zwei Jahre seit der ersten OP vergangen...
Unserem Sohnemann geht es sehr gut. Wenn wir heute an die beiden OPs zurück denken, sind wir sehr froh, dass alles ohne Probleme geklappt und er alles gut überstanden hat. Jetzt hoffen wir, dass alles auch in Zukunft so komplikationslos wie bisher bleibt und weitergeht.

Zu deiner Frage zum Stillen vor der OP : ich denke, man durfte noch bis 4 Stunden vor der OP stillen. Am Abend vor der OP bekam man mitgeteilt, für welche Zeit die OP am nächsten Tag ca. geplant ist. Da bekam man dann auch nochmal genau die Zeiten gesagt, bis wann gefüttert, gestillt und klare Flüssigkeiten (z.B. Wasser) gegeben werden durften. Wenn man es wollte, haben die Schwestern einen auch zum letzten Stillen vor der OP geweckt. Ich habe unseren Kleinen damals auch sehr häufig gestillt, kam dann mit den 4 Stunden vorher aber zum Glück sehr gut hin.

Ich wünsche euch alles Gute für die OP. Falls du noch Fragen hast, kannst du mir sehr gerne schreiben.

Liebe Grüße,
susa79.1 :-)

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Hallo susa79.1,

vielen Dank erstmal für deine schnelle Antwort. Ich freue mich über alle Vorabinformationen zwecks der OP, die ich bekommen kann.
Nun wird es bei uns auch langsam etwas konkreter, am 16.4. ist die erste große OP geplant.

Hier kommen noch ein paar Fragen:

Ich habe immer wieder gelesen, dass man im Krankenhaus Kinderwagen geliehen bekommt. Sind denn das "richtige" Kinderwagen, mit denen man auch mal nach draußen fahren kann? oder benötigt man den eigenen?

Darf man mit den kleinen Würmern auch mal raus oder muss man ständig im Zimmer bleiben?

Darf unser Kleiner nach der OP auf dem Bauch liegen / Spielen?

Ist es sinnvoll / erforderlich, viel eigenes Spielzeug mitzubringen oder gibt es auch was Vorort?

Gibt es eine Möglichkeit, die eigene Wäsche und die unseres Kleinen zu waschen?

Du schreibst von einem Bettlaken zur Abgrenzung zum Nachbarbett. Das erscheint mir sehr sinnvoll, wie habt ihr das denn im Zimmer befestigt / aufgehängt?

Könnt ihr ein Hotel oder eine Ferienwohnung empfehlen?

Wann könnte man absehen, wann man entlassen werden darf?

puh, ich glaub, das war erstmal alles, was mir noch so eingefallen ist. Sorry, wenn es soviel geworden ist. Ich würde mich sehr über deine Antwort freuen!

Liebe Grüße,

Malzi 14

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Auch wir überlegen mit unserem bald 2 jährigem Sohn wegen einer hypospadie 3. Grades zu Hadidi zu fahren ( 6 Stunden) weil man ihn in der nahegelegenen klinik als bett fixieren würde.. Meine Frage an euch: darf mein Sohn wirklich nach der Operation gleich wieder selbst gehen, rennen sitzen,... ?? Es wäre für mich das allerschlimmste meinen Sohn 10 Tage lang angebunden im Bett zu sehen????

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Hallo :-)

Ich bin neu im Forum...
Mein Sohn (9Monate) hat auch eine hypospadie 2. Grades! Nach vielen Recherchen habe ich mich für dr.hadidi entschieden ...obwohl wir bereits zeitnah einen Termin Ortsnah vereinbart hatten! Diesen habe ich jedoch nach euren ganzen berichten storniert!

Am Montag haben wir uns bei dr.hadidi in seligenstadt vorgestellt und konnten GANZ zeitnah für Samstag einen Op Termin ergattern! Vermutlich weil ein andere abgesagt wurde - denn die eigentliche Wartezeit beträgt 6 Monate (für privatversicherte ca. 3 Monate...aufgrund der anderen Klinik)

Wir werden also Freitag in der Emma-Klinik anreisen...ich danke euch für eure super tollen Tipps!

Ich habe jedoch fragen zur Begleitperson ...
Mein Mann wird für 2 Tage mit mir reisen - danach muss er zurück zu unserer 2 jährigem Tochter!

Wäre genug Platz für beide Elternteile im Zimmer? Kann man sich tagsüber mit dem Kind hinlegen? Mein Sohn schläft seit der Geburt bei mir im Bett...er schläft nicht durch ...und je nachdem wie die Nächte sich gestalten...würde ich mich mittags zum kuscheln gerne zu ihm legen! ich bin so aufgeregt und würde ihm so gerne die Nähe schenken die er so oft fordert!

Liebe Grüße

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