LKG-Spalte und Vererbung?

Hallo,

hab mir gedacht, da hier bestimmt einige Leute mit Erfahrungen rumlaufen, stelle ich hier mal ne Frage, die mich schon länger beschäftigt.

Und zwar hat mein Freund eine doppelte LKG-Spalte. In seiner Familie ist sonst keiner betroffen.
Die Ärzte haben damals zwei Theorien aufgestellt:

1. Eine Spontanmutation

2. Seine Mutter hatte während der Schwangerschaft einen Autounfall und war für kurze Zeit bewusstlos. Möglicherweise war er zu der Zeit dann nicht richtig versorgt und es liegt daran.

Gibt es eine Methode um herauszufinden, ob es durch eine Spontanmutation entstanden ist?

Ich würde nämlich schon in einigen Jahren gerne Kinder kriegen, aber möglichst natürlich ohne diese Gefahr.

LG
hikari-chan

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Hallo
Der Bruder meines Mannes ist verheiratet und der erste Sohn hatte auch eine Lippenspalte.
Diese wurde mit ca acht Monaten vernäht.

Die Mutter, also Schwägerin meines Mannes u mir, hat noch einen Cousin, der es auch hat.
Die Ärzte haben in diesem Fall auf Vererbung getippt, wenn auch weitläufig.

Sollte Spontanmutation zutreffen, so ist ohnehin eigentl. jeder betroffen, denn davor ist man dann ja nicht gefeit.

Das wäre für mich aber heutzutage kein Grund kein Kind zu bekommen. Läßt sich ja gut behandeln. Einzig die Narbe sieht man und dass der Mund ein wenig schief ist, aber wer weiß, vielleicht kann man das in zehn Jahren ja auch noch per Laser korrigieren.

LG

2

Und welche Gefahr genau meinst du?
Was genau willst du nun von uns wissen? Der Punkt ist doch, was wuerdest du machen wenn:
A) durch einen Gentest, dass dein Freund diese Erkrankung vererben kann
B) du tatsaechlich schwanger wirst und während des Ultraschalls stellt deine Aerztin fest, dein Kind hat genau das?

Wuerdest du dein Kind abtreiben? Wuerdest du deinen Freund verlassen? Nur wenn du beide Fragen mit "Ja"beantworten kannst (fuer dich, das musst du hier nicht tun), dann macht eine Ueberlegungen in dieser Richtung ueberhaupt erst Sinn.
Es handelt sich bei LKG-Spalte um eine operativ behebbare Behinderung. Sicher sind die Jahre des Wachstums nicht einfach durch die ständigen OP's, aber mit zunehmenden Alter werden auch die immer weniger.

Und nun zu deiner eigentlichen Frage. Dein Freund kann zu einem Humangenetiker gehen. Es kann allerdings sein, dass ihr die Untersuchung selbst zahlen muesst. Humangenetische Untersuchungen sind nicht gerade preiswert. Ich habe dir diese Fragen da oben gestellt. Der Humangenetiker wird es auch tun. Er will genau wissen, was du wissen willst und auch deine Handlung (geplant), wenn Ergebnis A bzw. Ergebnis B eintrifft.

3

Danke für deine antwort und nun zu deinen fragen:

1) genau kann ich dir das nicht sagen, aber auf jeden fall würden wir uns das dann genau überlegen, ob wir das risiko eingehen.

2) nein. Ich glaube nicht, dass ich ein kind abtreiben könnte. Und ein solche erkrankung, die ja noch eher zu den "Harmloseren" behinderungen zählt, finde ich, macht das leben nicht weniger lebenswert.

aber meine frage an mich selbst eigentlich ist: "wenn ich weiß, dass mein freund eine genetisch vererbbare krankheit hat, kann ich dann verantworten, wissentlich eine schwangerschaft zu riskieren?"
ich weiß, es ist eine moralische frage, bei der mir keiner helfen kann.

aber ich könnte in einigen jahren ruhiger an die sache rangehen, wenn ich wüsste, es liegt nicht in seinen genen. klar, davor gefeit ist man nie, aber auch risiken verändern sich.

trotzdem danke für deine hilfe #winke

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Dann Sage ich dir mal meine "Geschichte". Meine Gene und die meines Mannes sind nach dem Stand der aktuellen Technik die die Humangenetik zu bieten hat voellig in Ordnung. Ich habe 2 schwerst mehrfachbehinderte Kinder mit identischen Symptomen in unterschiedlicher Auspraegung. Beide Schwangerschaften und Geburten verliefen voellig komplikationslos und unauffällig. Man nimmt nun an, dass beide Kinder während der SS vergiftet wurden mit meinen Medikamenten. Aber auch das erklaert nicht voellig die Schwere der Behinderungen. Trotzdem weiß ich JETZT (früher war diese Moeglichkeit der Vergiftung und deren Folgen gar nicht bekannt), dass alle meine Kinder zu 99,99% behindert sein werden. Daher habe ich mich auch gegen weitere Kinder entschieden. Sollte es trotzdem irgendwann wieder zu einer SS kommen, koennte ich ein Kind nie abtreiben.

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Hallo.

Mein Freund hat auch eine doppelseitige LKGS. Er ist der einzige in seiner Familie. Unsere gemeinsame Tochter und auch seine ältere Tochter aus einer früheren Beziehung haben diese Fehlbildung nicht gerbt. Ich hatte natürlich auch immer im Hinterkopf, dass unser gemeinsames Kind eine LKGS bekommen könnte. Deswegen wurde in der 21. Schwangerschaftswoche ein Feinultraschall gemacht. Wenn es so gewesen wäre, hätte ich für die Geburt, ein Krankenhaus mit Kinderklinik ausgewählt. Eine LKGS wäre für mich kein Grund ein Kind nicht zu bekommmen.

LG moosmuzel

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Hi
Wenn du ss werden willst, kann immer etwas schief gehen, ob nun durch die eltern oder durch eine spontanmutation. Mein sohn kam mit einem klumpfuss zur welt, ein cousin hatte das beidseits. Selbst wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich keine sekunde darüber nachgedacht -schwanger ja oder nein! Mein kleiner hatte nur einen körperlichen "fehler" den ich persönlich nicht als dramatisch empfand. Und die lkgs ist auch kein beinbruch. Das wäre für mich kein thema um über kinder zu entscheiden. Das einzigste wäre, das ich in der ss die feindiagnostik mitmachen würde (habe ich nicht gemacht, da mein mann und ich uns einig waren, so wie der kleine sein wird, soll er kommen) und dann die geburt in einer klinik mit einer kinderintensivstation durchziehen würde.
Lg conny

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Ich habe auch eine lkgs. Meine 3 Kinder haben nichts. Mein Arzt bei der Feindiagnostik sagte, dass kein erhöhtes Risiko besteht.

Anja

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