Kindergartenkosten bei SBA 100, G, B, H

Hallo zusammen!

Eine Freundin hat mir heute erzählt dass ab 3 Jahren die Kosten für den Kindergarten auch vom Vater mitgetragen werden müssen. Ist das denn generell richtig?
Ich bekomme den Mindestsatz an Unterhalt. Für mich garnix, das übernimmt momentan (bis Sommer) noch die Arge.

Nun frage ich mich, mein Sohn Louis hat einen SBA mit 100, G, B und H. Muss ich denn da überhaupt die Kosten übernhemen oder ist das kostenlos? Wir leben in Bayern. Der kindergarten hat selbst noch nix gesagt.

Wir haben im September nen I-platz beantragt für die Kleinkindgruppe #augen und einen Bescheid haben wir noch nicht.

Kann mir dazu jemand was sagen? Ich werd nicht schlau aus google und rehakids.

vielen dank!

Michi

Huhu,

wir haben auch einen Luiz mit D.S., SBA auch 100% und die Merkzeichen wie dein Louis. Wir wohnen in NRW und bezahlen garnix für nen 45 Std.-Platz. Nur sein Mittagessen zahlen wir selbst.

LG Kerstin

Hallo!

Danke für Deine Auskunft. Muss ich das erst beantragen?
Oder wie läuft das? Der Kindergarten kennt sich damit nicht aus, mein Louis ist das erste besondere Kind dort.

#winke und alles Gute für Euch #klee

Hallo,
das hat nichts mit dem SBA zu tun oder mit der Pflegestufe, sondern mit dem I-Status. Und das nun wiederum macht jeder Landkreis unterschiedlich. Manchmal übernimmt das Sozialamt die GESAMTEN Kosten, manchmal müssen die Eltern das Essensgeld zahlen und manchmal müssen die Eltern genau das zahlen, was die Eltern für ein gesundes Kind auch zahlen. Extra beantragen musst du da nichts. Das teilt dir das Sozialamt normalerweise direkt beim Bewilligungsbescheid für den I-Status mit. Wenn es das nicht getan hat, dann rufe nochmal dort an und frage nach.
Wir wohnen im MTK (Hessen) und hier zahlen wir für unseren Sohn genau das selbe, wie alle anderen Eltern für ihre gesunden Kinder auch. Ich finde das auch völlig ok so. Warum soll ich auch keine Kiga-Gebühren zahlen? Ein Kind ist ein Kind. Natürlich trägt den riesen Batzen das Sozialamt. Das ist klar. Mein Sohn hat übrigens auch einen SBA mit 100 BGH und die PS1.
Falls ihr jedoch zu gering verdient, dann habt ihr die Möglichkeit, die Kosten des Kigaplatzes ganz oder teilweise vom Jugendamt übernehmen zu lassen. Das hat dann aber auch nichts mehr mit dem SBA zu tun.
Auf alle Fälle habt ihr die Möglichkeit die Betreuungskosten steuerlich geltend zu machen.

Vielen Dank auch an Dich!

Ich verdiene momentan garnichts - ab Sommer bin ich wieder im Mutterschutz und beziehe auch kein ALGII mehr weil ich dann mit meinem Partner zusammen ziehe und eben wieder Elterngeld bekomme.

Somit bekomme ich momentan "nur" den Mindestsatz (der auch ausreicht) an ALGII. Allerdings bedarf unser Kind ja der Förderung im Kindergarten und ich sehe eigentlich auch nicht ein dass die "normalen" Kindergartengebühren von mir alleine getragen werden. Die Hälfte davon kann wenigstens Louis´ Vater bezahlen. Er will ja schliesslich auch dass er dort hingeht.

#winke und danke!

also wenn ihr einen I-Platz bekommt musst du wirklich nichts zahlen - denn dann läuft das übers Sozialamt.
Da ihr nen SBA habt gehe ich mal davon aus das Dein Kind auch Defizite hat, und deswegen den I-Platz bekommt.

Aber würde er einen normalen KiGa-Platz nur bekommen musst Du den Platz ganz normal bezahlen...da bringt ein SBA keine Vorteile!

Hallo!

Danke für Deine Antwort!

Der I-Platz wird hoffentlich genehmigt. Ab September soll er in eine I-Gruppe (anderer Kiga) gehen. Muss das dann wieder neu beantragt werden #kratz

Er hat nunmal grossen Förderbedarf. Und der Iplatz reicht einfach nicht aus. Und diese I-Gruppe sowie eine Heilpädagogische Tagesstätte und die SVE sind zwar im gleichen Landkreis, jedoch 15km entfernt. Hier bei mir gibts einfach nichts.

Und da die Plätze ja begrenzt sind, wirds eher schlecht aussehen. Umziehen will ich seit über 1,5 Jahren eben wegen der schlechten Förderung, finde aber nix.

Wenn ich in den genannten Einrichtungen keinen Platz ergattere werde ich eine Integrationshilfe für den Kindergarten beantragen. Auch wenn die Dame der Frühförderung mir jegliche Chance ausgeredet hat, das genehmigt zu bekommen. Dazu sei er nicht schlimm genug betroffen. Aber was soll ich denn noch tun wenn sich niemand zuständig fühlt. Einmal die Woche Logopädie und Ergotherapie, sowie 45 Minuten Heilpädagogik reichen bei ihm never ever aus.

#winke und Danke!

Also ich hatte meinen Jüngsten mal in einem Kiga angemeldet (I-Status wurde für dort genehmigt) und dort konnte er dann nicht. Dann sind wir im selben Ort in einen anderen Kiga und es musste wieder der I-Status beantragt und neu genehmigt werden. Aber das war natürlich nur eine Formsache. Dafür sind unsere Kinder einfach zu behindert, um das nicht zu bekommen.
Wenn ihr umziehen wollt, dann schaut unbedingt auf die Schule, in die euer Sohn gehen soll und die Entfernung zu eurem Wohnort. Wir haben derzeit das Problem mit unserem Großen. Ist nicht witzig :-/. Wegen Kiga umzuziehen lohnt sich nicht...wegen Schule schon eher.
Was genau hat denn dein Sohn? "Nur" die geistige Behinderung?

Hallo nochmal!

Ja es geht auch um die Schule. Dort wo der Kiga ist, ist auch eine geeignete Schule. Bzw. ich denke dass es eine ist, wie es in 3 Jahren aussieht, weiss ich nicht. Wir wohnen auf dem Land. Hier gibts garnix...

Er hat die geistige Behinderung, er spricht nichts ausser Mama und Papa, er kann nur mit Hilfe essen, trinkt nur aus der Flasche, ist motorisch sehr verzögert (schneiden, malen, etc kann er alles nicht), er versteht vieles nicht, Gehör ist aber ok.

Er kann sich nicht anziehen, nicht ausziehen, er braucht nach wie vor Windeln.

Im normalen Kiga wird sich mit ihm auch nicht wirklich beschäftigt weil er eben an nichts so richtig Interesse hat, man kann ihn für nichts begeistern, nicht umstimmen oder irgendwie erreichen. Es ist halt sehr schwer.

Er läuft mit, und das ist das was mir sauer aufstösst. Aber er braucht halt Kontakt zu anderen Kindern.

Drücke Dir die Daumen dass ihr eine geeignete Schule findet #klee

und nochmals danke für Deine Antworten - wann immer ich eine Frage habe, Du weisst meist sehr kompeteten Rat! #herzlich

Mein Jüngster (4 Jahre) hat auch eine schwere geistige Behinderung. Aber dazu kommen eben noch frühkindlicher Autismus, ein paar Fehlbildungen (die nicht so dramatisch sind) und noch irgendetwas, was bisher noch keinen Namen hat. Wir sind gerade heute wieder aus dem KH entlassen wurden. Er war mal wieder kurzzeitig sauerstoffpflichtig. Aber diesmal ist er wenigstens nicht ins Koma gerutscht. Ansonsten hat er bis vor ein paar Wochen noch seine Milch aus der Saugerflasche getrunken. Vor einem halben Jahr waren es noch 3 Liter - ausschließliche Ernährung. Er konnte nichts essen. Jetzt haben wir ihn durch zwingen und eine stationäre (3 wöchige) Esstherapie an Normalkost gewöhnt. Aber er muß natürlich nach wie vor gefüttert werden. Seine Hände baumeln hinter der Lehne des Trip-Trap beim Essen. Er sieht dabei aus, wie ein Pascha. ;-) Naja, Windeln hat er natürlich noch und reden tut er sowieso nicht.

Allerdings ist er motorisch super fit und wahnsinnig stark. Seine Hobbies sind Pullover-essen und aus-dem-Fenster-schauen. ...und Wutanfälle der besonderen Art. So langsam sind die kaum noch kontrollierbar.
Aber er geht in einen Kiga, wo sich super um ihn gekümmert wird. Die einzige Einschränkung ist leider, dass sie I-Kinder nur 3-maximal 4 Stunden aufnehmen. Aber sie garantieren eine 1:1 Betreuung. In der Gruppe meines Sohnes sind 18 Kinder. 3 davon sind behindert - 2 wiederum davon schwerbehindert. Alle gesunden Kinder haben gelernt mit den kranken Kindern umzugehen und Rücksicht zu nehmen. Mein Sohn ist glücklich dort und darauf kommt es an.

Mein Großer, der jetzt "Muß-Kind" ist, hat nur noch eine kleine Sprachentwicklungsverzögerung. Wir haben für ihn derart viele Empfehlungen für die Schule, dass wir echt keine Ahnung haben, was für ihn das Geeignete ist. Klar ist nur, dass er noch ein Jahr Kiga nicht überlebt. Aber auch diese Option wurde uns gegeben von der Amtsärztin.

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