Multiple Dyslalie und eine leichte Sprechdyspraxie

Hi,

habe heute die ZUsammenfassung unserer Behandlung der Intensivsprachtherapie gelesen.

Unsere neue Logopädin bestätigte mir diese Diagnose heute ebenso und meinte, das unsere Tochter noch lange Probleme haben wird, bzw. es wohl immer bemerkbar sein wird.

Nach einer Woche Intensivtherapie und 4 Stunden Logopädie und fast jeden Tag Übungseinheiten zu Hause - hat sie schon super große Fortschritte gemacht aber es haut mich echt um, wenn ich höre, das wohl immer was zurück bleiben wird#schmoll

Jetzt ist die Hoffnung, das sie noch einen großen Fortschritt macht, damit sie in der Schule ab Sommer gut mitkommt. Ansonsten ist sie super intelligent und auch mit der Motorik ist alles OK - es hängt einfach an der beschissenen Sprache ....leider hat die vorherige Logopädin in drei Jahren gar nichts gemacht, noch nicht einmal eine Diagnose gestellt....somit haben wir viel Zeit verloren!!!

Bitte munter mich auf und erzählt wie es bei Euch war!

Grüße
Lisa

Darf ich fragen, warum ihr dann nur eine Woche Intensivtherapie gemacht habt? Mein Sohn hatte im Mai 4 Wochen stationäre Intensivsprachtherapie. Er hat super Fortschritte gemacht. Er wird natürlich trotzdem auf die Sprachheilschule gehen müssen, aber es gab Zeiten, da hat er gar nicht gesprochen ;-). Jetzt feilen wir an kleinen Aussprachefehlern und manchmal noch an der Grammatik.
Wo wart ihr denn?

Hi,

die Sprachtherapie habe ich mir besorgt, der Kinderarzt hatte sich sogar teil noch quer gestellt. Wir waren in Baiersbronn.

Dort haben sie mir Übungen gezeigt, die ich fast täglich mache, parallel habe ich mir noch eine Logopädin gesucht, die jetzt 2x die Woche Therapie macht und auch noch Übungen für zu Hause mitgibt, obwohl die Klinik widerrum meinte,das ich zu Hause alles alleine üben soll....

langsam weiss ich echt nicht mehr weiter, was der richtige Weg ist.

Wir waren schon vorher drei Jahre in Behandlung aber die Logpädin hat immer nur 10 Std. pro Jahr gemacht....und die hat alles verzögert und versaut....

Grüße
Lisa

Hallo!

Mein großer Sohn (6,5 Jahre) hatte die gleiche Diagnose. Die wurde etwa um den 3. Geburtstag herum in der Pädaudiologie gestellt und von seiner behandelnden Logopädin bestätigt.

Die Therapieerfolge waren in den ersten zwei Jahren - also in einem Alter zwischen 3 und 5 Jahren - sehr schleppend. Er hat mühsam Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort gelernt. Von einem einigermaßen "normalen" Satzbau war er weit entfernt. Mit gut 4,5 Jahren hat er therapeutisches Reiten angefangen. Von da an hat er auch bei der Logopädin schnellere Fortschritte gemacht. Ob es miteinander in Verbindung steht, oder Zufall ist, weiß ich natürlich nicht.

Den richtigen Durchbruch hat bei uns ein vierwöchiger Aufenthalt in einer Sprachheil-Rehaklinik gebracht. Das ist jetzt genau ein Jahr her, d.h. ein knappes halbes Jahr vor Schulbeginn. Wir waren vor der Reha überzeugt, dass er auf eine Sprachheil-Schule müsse. Da dort nach dem normalen Lehrplan unterrichtet wird, wäre das eigentlich okay. Aber die Schule ist 35km entfernt und daher hätte er wenig Kontakt mit Kindern bei uns aus dem Dorf.

Aber unser Sohn konnte im Sommer regulär eingeschult werden und er kommt im Unterricht sehr gut mit. Er kann recht gut lese (mehr als er können müsste) und hat auch beim Schreiben keine Probleme. Die Kinder sollen unbekannte Wörter nach dem Gehör schreiben und das klappt. Beim Abschreiben übersieht er selten mal einen Buchstaben, aber das passiert anderen Kindern ganz genauso. Man hört von Seinem Sprachproblem nur noch wenig. Wenn er aufgeregt ist, spricht er ein bißchen stockerig. Aber das war´s auch schon. Die Lehrerin war beim ersten Elternsprechtag sehr erstaunt, wie stark das Sprachproblem unseres Sohnes mal war. Wir hatten sie darüber informiert, dass es Probleme gab, damit sie uns bei eventuell auftretenden Schwierigkeiten schnell informiert. Aber sie wusste keine Einzelheiten.

Sein größtes Problem als Nachwirkung der Sprachentwicklungsverzögerung ist sein schlechtes Selbstwertgefühl. Er hat sozusagen "alle können besser sprechen als ich" übertragen auf "alle können alles besser als ich". Das macht ihm sehr zu schaffen. Er zweifelt dann manchmal an seiner eigenen Leistungsfähigkeit.

Dass die Therapie drei Jahre lang nicht gut war, ist schlimm :( Ich drücke Euch die Daumen, dass es ab jetzt besser wird!

Wenn Du Fragen hast, kannst Du Dich gerne melden, auch über PN.

LG Silvia

Diese Diagnose hatten wir auch bekommen.

Unsere Tochter fing mit 3 Jahren mit Logopädie an...2x die Woche je 45 Minuten.

Letzten Herbst....nach über 4 Jahren...kam vom SPZ das grüne Licht das wir aufhören können. Da war unsere Tochter 6,5 Jahre.

Sie geht auf eine ganz normale Regelschule und spricht ganz normal.

Wenn man es richtig therapiert dann bleibt da nichts zurück.

Hallo zusammen,

meine Frage wäre wie ich an eine Intensivsprachtherapie komme. Mein kleiner ist jetzt 41/2 und im Sprachheilkindergarten. Von einer Intensiven Therapie hat bisher leider niemand etwas erwähnt.

Liebe Grüße,

Angie

Hi,

Mein DOC kannte das auch nicht, ich habe mich um alles selber kümmern müssen.
Ich war bei www.gabriele-Iven.de.
Da brauchst du drei Rezepte
- ergotherapie
- logotherapie
-Krankengymnastik

Rezepte, die eigentlich jeder Arzt ausstellt.
Iven ist der Meinung, nur ein Baum bei dem die wurzeln gesund sind, kann wachsen und gedeihen. Deshalb wird mundtherie und Sport zusammen mit Logo gemacht....bei uns hat es sehr viel gebracht.
Man muss nur ca. 4-6 x die Woche zu Hause üben und das über Monate. Wir haben eine Logopädin jetzt, die diesen Ansatz auch mit in ihre Therapie mit einbezieht.

Grüße
Lisa

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