Wir haben endlich eine Diagnose...

Mein Jüngster hat heute seine erste tatsächliche Diagnose bekommen, die seine Symptome teilweise erklären: Frühkindlicher Autismus.
3 Jahre rennen wir nun schon von Pointius zu Pilatus ohne richtige Diagnosen. Bei seinem letzten KH-Aufenthalt (der geplante 3 Wochen ging), habe ich die Ärzte bekniet, ihn endlich mal auf Autismus zu testen (die Chefärztin dort darf diese Diagnose stellen).
Nun hat der Große am 01.02. noch seinen Termin in der Autismusambulanz für die Testung...nach 8 Monaten Wartezeit.

Hallo Kati

GLÜCHWUNSCH!!!

Jetzt weißt du was es ist.

schau mal unter: autisten-kinder.com da tauschen sich ganz viele Eltern aus.

lg

Hallo.

Mich würde interessieren: Hatten deine Söhne auch die Mumps-Masern-Röteln-Impfung?

Die wird ja oftmals mit Autismus in Verbindung gebracht.

LG

Lies mal das:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,425524,00.html

Für Autisten ist es übrigens recht erniedrigend, wenn ihr Sein, ihr Wesen als Impfschaden verunglimpft wird. Als Autist wird man geboren, wahrscheinlich wegen genetischer Disposition, so wie man halt gelockte Haare nicht nach Kontakt mit der Steckdose bekommt, sondern von Natur aus so gewollt ist.
Autismus ist keine Krankheit, zum Glück auch nicht heilbar, Autismus ist eine andere Art des Seins, der Wahrnehmung, nicht besser oder schlechter, nur anders.

Ja, die hatten sie. Aber sie waren bereits seit Geburt auffällig.

http://www.stern.de/gesundheit/masern-impfung-und-autismus-spaetes-ende-eines-medizin-skandals-1540936.html

Hallo erstmal. :-D

Ich habe den Artikel übrigens nicht ausführlich durchgelesen. Ich bin KEINE komplette Impfgegnerin, aber ich glaube trotzdem nicht alles kompromisslos, was Ärzte und schlaue Wissenschaftler so von sich geben. Geschweige denn von den ganzen Pro- und Kontrastudien....

Zudem habe ich mit keinem Wort behauptet, Autisten "erniedrigen" zu wollen, indem ich einen Impfschaden in Erwägung ziehe. #nanana Deshalb finde ich es unangebracht, dass du mich hier so angreifst.

Sicher werden viele Autisten bereits als solche geboren. Es gibt aber auch einige, bei denen die "Anzeichen" für Autismus erst viel später entdeckt werden - oder vielleicht auch "entstehen". Das sollte man halt auch nicht außer acht lassen.

Ich habe ein kleines Mädchen in meinem engen Freundeskreis bei der die "Symptome" 8 Wochen nach der ersten MMR Impfung auftraten und mittlerweile auch vom Arzt so bestätigt wurden (als Impfschaden). Die Kleine ist jetzt 4 Jahre alt und beginnt erst seit ca. 4 Monaten mit dem Sprechen. Dank dieses kompetenten Arztes, der weder Befürworter, noch Gegner von Impfungen ist, konnten bis jetzt sehr gute sprachtliche Fortschritte (und auch im gesamten Verhalten) erzielt werden durch Homöopathie. Bisher hieß es immer "Verdacht auf Autismus" (lt. SPZ). Die Kleine entwickelt sich mittlerweile prächtig. Hätte man das alles bereits etwas eher in Betracht gezogen, würde die Kleine vielleicht schon lange sprechen.

lb. Grüsse

Nun ja, wie dem auch sei.... Man so

Sorry, der letzte Satz war versehentlich reinkopiert....

Und was sollen wir nun aus diesem Artikel lernen? Alles was im Stern steht ist Gesetz???

Ich will nicht sagen, dass jeder Autist Autist ist, weil er die MMR Impfung erhalten hat. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass diese Imfpung evtl. bei manchen Kindern doch mit der "Krankheit Autismus" in Zusammenhang gebracht werden kann.

Ich stimme auch zu, dass es keine Beweise dafür gibt - aaaaber: es gibt auch keine Beweise, dass dem nicht so ist.

Warum soll man denn immer nur schwarz oder weiß sehen - gibts "grau" nicht auch?! #nanana
Ich bin, wie oben schon geschrieben, weder eine komplette Impfbefürworterin, noch eine komplette Impfgegnerin. Sicher sind gewisse Impfungen nötig und auch ganz in Ordnung. Aber man sollte die Gefahren trotzdem nicht unterschätzen und ggf. bereits vorsorglich nebenher z.B. homöopathisch mitbegleiten lassen. So könnten sich halt evtl. viele "Nebenwirkungen/Schäden" vermindern lassen.

LG

Hallo,
ich kann dir eines versprechen: reiner Autismus kann nicht durch irgendeine Impfung entstehen, ABER du hast insofern Recht, mittlerweile gibt es ja die autistischen Spektrumsstörungen und da zählt einiges mehr rein.

Nein, in dem Fall gibt es grau nicht. Ein bißchen Autist ist niemand. Entweder man ist es, oder aber eben nicht. Das ist genau so wie in der Schwangerschaft. Man kann nicht ein bißchen schwanger sein. Entweder man ist es, oder nicht. ;-)
Autismus ist übrigens wirklich genetisch bedingt und vererbbar. Es ist also bei einem (extrem teuren) Gentest durchaus nachzuweisen. Das zahlt natürlich keine Kasse, weil der Psychiater wesentlich billiger ist. Autismus ist per Definition angeboren. Es gibt keinen Autismus, der irgendwann durch äußere Einflüsse entsteht.
Dann gibt es nun noch autistische Züge. Also kein richtiger Autismus sondern es sieht nur so aus als ob. Derjenige erreicht den Cut-Off-Wert einfach noch nicht, liegt aber schon im auffälligen Bereich. Und ich denke schon, dass so etwas durch äußere Einflüsse geschehen kann. Ich weiß z.B. 100%ig, dass bestimmte Medikamente diese Wirkung auf Kinder haben, wenn Mütter sie in der SS nehmen mussten, haben die Kinder dann lebenslang autistische Züge, d.h. sie sind verhaltensauffällig, aber eben keine Autisten.
Sicherlich gibt es viele Merkmale die die "Allgemeinheit" als typisch autistisch versteht. Ich kann dir sagen, mein Sohn erfüllt kaum welche davon. Und trotzdem ist er frühkindlicher Autist. Er ist einfach nicht der Typ, der stundenlang Räder dreht, Wutanfälle bekommt, weil eine Änderung im Tagesablauf da ist,... Das sind alles Sachen, die ihn überhaupt nicht stören.

Die Globulis hat er übrigens bei der MMR bekommen ;-).

Meine Kinder haben keine Impfschäden, sondern sind in der SS quasi massiv durch meine Medikamente vergiftet wurden. Ein Wunder, dass sie überhaupt überlebt haben. Die Erkrankungen, Behinderungen und Fehlbildungen, die sie haben lassen sich zum Großteil darauf zurückfuehren. Nur wurde das Syndrom erstmals ein halbes Jahr nach der Geburt meines Jüngsten definiert und als Krankheit anerkannt. Es zählt zu den extrem seltenen Erkrankungen.

Du hast aber schon gelesen, dass der der die Studie herausgegeben hat (bzw. erfunden, gefälscht hat) deswegen angeklagt ist (ev. schon verurteilt ist)?
Das geschieht nicht einfach, weil irgendeiner Nase die Ergebnisse einer Studie nicht zusagen, sondern weil es sich um schweren Betrug handelt, von A bis Z erstunken und erlogen ist.

Ich greife nicht dich an, aber mir kommt echt jedesmal die Galle hoch, wenn diese Sch....-Legende wieder zitiert wird.

Und was den Zeitpunkt des Auftretens der Symptome anbelangt: es braucht schon sehr viel Erfahrung oder ein extrem auffälliges Kind, dass man die Symptome ab Geburt erkennt, der Zeitpunkt der MMR-Impfung ist ziemlich kongruent mit wesentlichen Fortschritten in der Kindesentwicklung, die Chance dass irgendwann NACH der Impfung etwas erstmals auffällt ist gross, dennoch besteht erwiesenermassen kein kausaler Zusammenhang.

Und Autismus ist ebenso erwiesen angeboren und nicht erworben!

Nachtrag:

Einer meiner autistischen Söhne hat auch erst mit 4 Jahren mit reden begonnen, er war 2 Jahre im Sprachheilkindergarten... Na und? Heute ist er ein extremst wortgewandter (autistischer, hochbegabter, einfühlsamer) 15 jähriger Junge und besucht das Gymnasium, ohne einen besonderen Sonderstatus... Das ist eine ziemlich typische Laufbahn für Asperger-Autisten, gerade die späte Sprachentwicklung. Wir "wussten" übrigens bereits sechs Wochen nach seiner Geburt, dass er Autist sein muss, liessen ihn aber erst in der ersten Klasse abklären, bzw. die Diagnose stellen.

Du hast einen Link gekriegt, und den nicht mal ganz gelesen laut deiner Aussage, ich könnte dir Hunderte Links schicken, die dasselbe aussagen, hat also nichts damit zu tun, ob das was im Stern steht Gesetz ist (ist es nicht).

Doch, es gibt hinreichend Beweise, dass zwischen Autismus und MMR-Impfung keinen einzigen Zusammenhang besteht, ausser dass relativ oft niemandem etwas auffällt bevor das Kind geimpft wurde, einfach weil es wenige Leute gibt, die sich derart gut damit auskennen, und weil die Anzeichen noch viel zu undifferenziert sind.

Autismus ist KEINE Krankheit. Es ist gottseidank auch nicht heilbar. Autismus ist kein Defizit, kein Schaden, wie ich weiter oben bereits geschrieben habe, ist es nur eine Andersartigkeit der Wahrnehmung, der Perspektive, des Seins.

Die Schwierigkeiten der Autisten bestehen lediglich darin, sich in einer Welt die ihnen Anfangs als Buch mit 7 Siegeln erscheint zurechtzufinden. An Orten, in welchen die Mehrheitsverhältnisse umgekehrt sind, zb. in gewissen Schulen im Silikon Valley, haben übrigens die neurotypischen (normalen) Kinder dieselben Probleme, einfach umgekehrt ;-)

Ach ja, ich bestreite nicht, dass es Impfreaktionen geben kann, ich bestreite auch nicht, dass Impfungen in seltensten Fällen gravierende Folgen haben können, aber Autismus gehört erwiesenermassen und mit absoluter Sicherheit NICHT zu den möglichen Nebenwirkungen durch Impfungen.

Ich weiß, dass "echte" Autisten das von Geburt an sind und dies auch vererblich ist. Aber "autistische Züge" zu haben kommt oftmals (fast) auf dasselbe raus.
Wie gesagt: Bei der Kleinen meiner Freundin hätte man wirklich auf "echten Autismus" getippt. Sowohl vom Verhalten her, als auch von den extremen sprachlichen Defiziten.
Erst nach und nach im Laufe der Behandlung hat sich dann herauskristallisiert, was die wirkliche Ursache ihres Verhaltens war/ist und nun wird es von Monat zu Monat besser mit ihr.

Ich wünsche dir und deinen Kindern von ganzem Herzen alles Gute!!!!!!!!!!

lb. Grüsse

Und wie konntet ihr bei einem 6 Wochen alten Säugling so eine Diagnose vermuten?

So ganz kann ich deine Meinung nicht teilen. Muss ich auch nicht - wir haben ja Meinungsfreiheit. ;-)

Sicher kommt es auf den "Grad der (Nicht-)Krankheit" drauf an. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Eltern gibt, die alles drum geben würden, dass ihr Kind "stinknormal" wäre - und KEIN Autist. Und ob es ein Defizit oder ein Schade ist, kommt wohl auch auf den "Grad" drauf an. Wenn man aber soooooo wenig drunter leidet wie du behauptest, dann verstehe ich nicht, wieso es so viele Eltern gibt, die hier und in anderen Foren so besorgt posten und sich mit anderen Betroffenen austauschen wollen. Wieso tummeln sie sich dann im Forum "Handicaps"???? Das bräuchten sie dann doch nicht, wenn diese Andersartigkeit so easy wäre. #kratz
Ich kenne einige von anderen Foren her, und die "leiden" sehr wohl in ihrer Familiensituation..... Und ob "echter Autist" oder "Autistische Züge zu haben" macht teilweise auch keinen Unterschied. Manche "echte Autisten" leben normaler als welche mit "autistischen Zügen" (welche aufgrund was auch immer im Laufe des Kleinkindlebens aufgetreten sind).

lb. Grüsse

Die Diagnose Autistische Züge darf behelfsweise jeder Arzt stellen. Die Diagnose Autismus nur die KJP bei Kindern. Das ist ein Riesen Unterschied. Für einen Termin in der KJP wartet man bei uns 8 Monate. Solange würde also auch ein Kanner Autist als verhaltensgestört mit autistischen Zügen eingeordnet werden. Mein Großer hat jetzt 3 Jahre gewartet, dass doch entschieden wurde, ihn dorthin zu schicken. Der Kleine hatte nur 2 Jahre gewartet. Beide hatten solange autistische Züge. Seit gestern nun hat zumindest der Kleine die Diagnose frühkindlicher Autismus.

Ja, aber autistische Züge dieser Art sind heilbar. Zwar schwer und mit viel Mühe, aber es ist möglich.

Ich wohne in der Schweiz, und bei uns sind die ganzen Diagnosebezeichnungen und auch Diagnoseverfahren etwas anders.

Dass soviele Eltern in Foren Rat suchen, verunsichert sind oder an ihre Grenzen stossen, hat vor allem mit Kompatilitätsproblemen zu tun. Versuche dir mal vorzustellen, dein eigenes Kind spräche nur chinesisch und alle seine Gewohnheiten, Bedürfnisse usw. seien den eigenen auch völlig entgegengesetzt.
Und wenn die Eltern sich mal so langsam zurechtfinden, beginnt der ganze Wahnsinn mit Schulen, Aussenwelt usw.
Innerhalb unserer Familie haben wir jetzt nicht soooo die Kompatibilitätsprobleme, da bei uns die überwiegende Mehrzahl der Familie Autisten sind, aber im Bereich Schule usw. sind wir immer und immer wieder an unsere Belastungsgrenzen gestossen.

Dies ist aber eine Erfahrung die viele Menschen mit allen möglichen Behinderungen oder deren Eltern machen: die grösste Behinderung stellt die Umwelt dar.

Ich kann es mindestens teilweise entspannt sehen, hier und jetzt, alle sind aus der Kleinkindphase raus, am Studieren oder am Gymnasium. Es gab aber auch andere Zeiten, und es kommen auch immer wieder schwere Zeiten, das bestreite ich nicht.

Und inwiefern "profitiert" ihr nun von dieser Diagnose? Ändert sich diesbezüglich irgendetwas bei euch?

Ja natürlich. Der Kleine hat jetzt Anspruch auf Therapien aus dem ATZ. Das zahlt dann nicht mehr die Krankenkasse, sondern das Sozialamt. Wir sind in der PKV. Und die stellt sich sowieso immer beim Bezahlen quer.
Er wurde das gesamte letzte Jahr nicht therapiert, weil er laut PKV zu behindert war. Er hat aber wahnsinnige Fortschritte gemacht - auch ohne Therapien. Wir verschwenden hier die Zeit, in der Menschen am einfachsten lernen. Ja, er wird nie allein leben oder gar für sich sorgen können. Aber wenn er es wenigstens schafft zu reden, zu essen, sich allein an- und auszuziehen,... wäre das doch schon mal gut.

Oh, das mit den Therapien wusste ich nicht. Finde es eine Unverschämtheit von einem Kind zu behaupten, es wäre zu behindert um es zu therapien, wenn man doch sieht, dass es (hier auch OHNE Therapie) schon Fortschritte macht. :-[

Ich hoffe für euch, dass ihr das Bestmöglichste rausschlagen könnt an Therapien und dass der Kleine wenigstens die nötigsten Dinge lernt.

Alles, alles Gute!!!!!!!!!!! #liebdrueck

Hallo,

ich frage mich echt immer, wie solcher Schwachsinn in Umlauf kommt, ehrlich...

Dani

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