"Globale" Entwicklungsverzögerung/ Geistige Behinderung

Hallo,

ich habe einige Fragen an Eltern die auch die Diagnose erhalten haben dass ihre Kinder Entwicklungsverzögert sind oder bzw "geistig behindert"

Vor ca einem jahr war ich meiner meiner tochter ( sie war da etwas über 3 jahre alt) im kinderzentrum ( sozialpädiatrisches institut)
dort sagte man sie hätte teilfähigkeiten eines knapp 2 jährigen kindes und eine globale entwicklungsverzögerung.

nach einem jahr ( vor kurzem) sind wir wieder hingegangen. sie würde diesmal auch von einer psychologen ca eine stunde " getestet" ( vorher von einer heilpädagogin mit 3 sitzungen)

dass ergebnis im drauffolgenden gespräch sagte aus, sie sei quasi geistig behindert ( sie kann kaum sprechen-undeutlich, nur wenige 3 wortsätze)
man sieht es ihr so auch nicht an....

nun gab es im kindergarten ein elterngespräch die teilten mir genau dass gegenteil mit-sie sei doch ziemlich in fast allen bereichen altersgemäß entwickelt.(?)

seit über einem jahr kämpfe ich dass meine tochter die kita wechselt ( da das offne konzept nichts für sie ist)

aber kita ( und leider der vater) stellen sich dagegen..

natürlich gab es mir hoffnungen als der kindergarten mir sagte sie sei ja ziemlich altergemäß entwickelt,
aber im kinderzentrum teilte man ebend genau dass gegenteil mit
es gäbe nicht so viele hoffnungen,ob und wieveil sie aufholt.

sie ist jetzt 4 jahre alt und immer noch in ihrer entwicklung eine knapp 2 jährige auch wenn kleine fortschritte waren im letzten jahr.

meine fragen:

gibt es chancen auf besserung durch angemessene förderung?
was braucht so ein kind?
nehmen wladorfkindergarten kinder später auch in der grundschule auf falls sie immer noch sprechen wie 2-3 jährige?
gibt es wirklich keine chance auf besserung?
wie haben sich eure kinder im laufe der zeit entwickelt( vorwärts-gleichbleiben-zurück)?

ich danke jetzt schon mal auf antworten :)
danke

Hallo,

laß dich erstmal drücken,#liebdrueck.

Es ist schon erstmal niederschmetternd wenn man so eine Diagnose bekommt. Bei uns steht sie wohl an, auch wenn wir doch einige Fortschritte durch intensive Frühförderung gemacht haben.

Bekommt deine Kleine denn schon Frühförderung, wenn nicht kümmere dich doch zuerst darum bei uns hat es auch einiges gebracht. Vor allem sprachlich, wenn auch bei weitem nicht altersgemäß.

Bei uns gab es dort begleitende Elterngespräche durch eine Psychologin (wenn gewünscht) mir hat es viel gebracht, denn auch ich mußte erst lernen zu akzeptieren, dass mein Kind nie so sein wird wie man es sich halt vorstellt.

Ich liebe meinen Sohn über alles, aber manchmal überrollt es mich doch und ich fühle mich hilflos wenn ich an seine Zukunft denke. Also lasse ich dass lieber und lebe in der schönen Gegenwart.

Leider kann ich dir bezüglich Waldorfschulen nicht helfen ich habe mich nie mit diesem Konzept auseinandergesetzt.

Ich wünsche dir und deiner Tochter alles Gute für den weiteren Weg, der mit nicht immer einfach sein wird

Liebe Grüße
Anita

hi,

cool eine antwort:)
ja das erste jahr hat sie 1,5 std im kindrgarten bekommen.
jetzt 3 std..
und bald wohl mehr. hoffentlich.
sie hat in dem jahr auch vortschritte gemacht.
ich hänge immer noch daran das sie es schafft zwar länger braucht( da geht es mir wie dir..an die zukunft denken tut so weh)
sie lebt seit einem jahr bzw länger im wechselmodell. 1 woche papa( der sagt das sie faul ist) eine woche bei mir..

aber nun sagt das gerichtliche gutachten das sie zu mir soll. ich hänge daran meine hoffungen (wenn auch nicht mehr so stark)

das es doch noch weiter geht.

wie alt ist dein sohn? wie weit ist er "zurück"? ich wünsche dir auch alles gute und natürlich deinem sohn!!!!!

Hallo,

jetzt hatte ich eine ganz lange Antwort geschrieben und jetzt ist der Text weg :-[ Naja, ich versuch's noch mal.

Ich hatte heute schon einmal in einem Thread geantwortet und ein bißchen von meiner Tochter erzählt, hierzu noch einige Anmerkungen. Meine Tochter war immer ca. 1 Jahr hinterher in allem, wir waren in drei SPZ, unter anderem in München (ich selbst wohne bei Frankfurt) inkl. MRT usw. und alle waren sehr vorsichtig in ihren Äußerungen und haben mir auch gesagt, die Regelschule wird es wohl nicht werden. Allerdings hat meine Tochter dann ziemlich stark aufgeholt und ich konnte sie ganz normal einschulen. Dieses Jahr ist sie in die 5. gekommen. Sie ist motorisch immer noch hintendran und auch mit gewissen Dingen wie Selbstorganisation hat sie große Schwierigkeiten. Aber bis jetzt ist es machbar.

Verstehe mich jetzt aber bitte nicht falsch. Ich will dir zwar zum einen sagen, dass es, je nach Krankheitsbild, Besserungen geben kann (dazu ist sicherlich die richtige Förderung zwingend notwendig), aber dass es auch anders aussehen kann. Manchmal gibt es einfach Grenzen und ich weiß, wie schwierig es ist, diese zu akzeptieren, aber das muss dann einfach sein. Versuche an Förderung dein Möglichstes zu tun, z.B. würde ich versuchen, einen I-Platz zu bekommen. Den hatte meine Tochter auch, was den Vorteil hatte, dass zum Einen die Gruppe kleiner war, zum anderen bekam sie Therapien wie Logopädie während der Kindergartenzeit, was uns Nachmittags ein wenig den Stress nahm.

Aber wenn Deine Tochter weiterhin 'stark' verzögert bleibt, dann musst du das akzeptieren. Und das wird auch den Druck von Dir nehmen. Meien Mutter bringt immer wieder mal ein Zitat, das ich persönlich zwar mittlerweile nicht mehr hören kann, das aber hier absolut passt: "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Zum Thema Waldorfschule kann ich dir nur folgendes sagen: Wir hatten meine Tochter im letzten Kindergartenjahr im Waldorfkindergarten, weil wir sie anschließend in der benachbarten Waldorfschule einschulen lassen wollten. Tja, bei dem Vorsatz ist es geblieben. Wer glaubt, dass 'besondere Kinder' bei Waldorfs schonender behandelt werden, der hat sich getäuscht. Das ging vom Mobbing bis zur körperlichen Attacke. Versuche, etwas zu ändern, schlugen fehl. Hier wird gerne unter den Teppich gekehrt. Ich habe meine Tochter dann 6 Wochen vorzeitig rausgenommen, weil es nicht mehr ging.

Wenn schon Waldorf, dann schau nach einer Waldorfschule für 'besondere Kinder', in Frankfurt gibt es so eine. Aber normale Waldorfschule? Da rate ich Dir dringend von ab.

Ganz liebe Grüße

puhhhh

danke!!!!

ich ärgere mich darüber dass die kita sie für altersentsprechend einschätzt, aber nicht dass kinderzentrum....

aber dafür dass mein kind so ist wie wie es ist können die auch nicht.

wass bedeutet I platz?

I- Platz bedeutet, das dein Kind nochal extra förderung bekommt. Meine Tochter hat seit august den Status und entwickelt sich sehr gut seitdem.

ja!?

wie sieht die extra förderung aus?

Das ist davon abhängig, wo du wohnst. Jeder Landkreis und jedes Bundesland hat seine eigenen Regeln. In Hessen wird für ein I -Kind für 15 Stunden eine IKraft eingestellt, die dieses Kind gesondert fördert. Zusätzlich wird die Gruppenzahl reduziert pro I-Kind. In anderen Regionen Deutschlands wird nur die Gruppenzahl reduziert und die Erzieher erhalten nochmal eine Ausbildung von ein paar Stunden speziell im Umgang mit diesem Kind.

Was bitte ist denn das für eine unqualifizierte Diagnose "quasi geistig behindert?". Ehrlich gesagt die Arbeit des SPZ würde ich in Frage stellen. Du gehst hier nur auf die Sprache ein. Ist das ihr einigzigstes Problem? Du schreibst, sie hat als Diagnose auch eine globale Entwicklungsverzögerung. Was ist denn mit der Motorik, spielverhalten, Soziale Kompetenzen,...
Mein Jüngster ( derzeit knapp 4 Jahre ) hatte urspruenglich als Diagnose eine globale Entwicklungsverzögerung. Mittlerweile ist daraus eine geistige Behinderung geworden mit einem EQ>50. Er hat auch eine Pflegestufe und den SBA mit 100% und den Merkzeichen B, G, H. Er kann nicht sprechen, nur verstehen ( von daher finde ich 3-Wort-Sätze super), wird noch gefuettert, trinkt noch aus der Flasche,... Aber Aussenstehende sehen ihm seine Behinderung auch nie an. Er sieht völlig normal aus und ist motorisch fit.
Nur haben bei uns die Aerzte es so lange, wie es irgendwie nur ging, versucht, das als Entwicklungsverzögerung laufen zu lassen. Mit der Diagnose "geistige Behinderung" hat er einen Stempel aufgedrückt bekommen, der mein Leben sehr schwer gemacht hat - in Bezug auf Beantragen von Therapien,... die werden nämlich seit dem plötzlich nicht mehr genehmigt. Er gilt als "nicht therapierbar".

Meine Tochter ist in einer gruppe wo 12 Kinder sind, in einem Normalen Regelkindergarten, der auch Integration hat. Ihre Erzieherin ist ausgebildetet Heilpädagogin.

Sie hat 1 mal die woche Einzelunterricht, auch wird sie viel im Gruppenalltag unterstützt, was nicht heißt sie kann nix, im gegenteil sie ist komplett Trocken, Selbstständig, Kann sich Sprachlich ausdrücken.
Braucht aber Unterstützung wegen Motorik, Wahrnehmung, Konzentration.

Sie war vorher schon in einer Gruppe, wo sie kein I-Kind war, dort wurde sie sehr kurz gehalten, sprich man traute ihr nix zu.
Seit August nun in einer neuen Gruppe und ihre Fortschritte sind enorm.

Achso wir leben in Sachsen

hallo piddy
ich hatte die geschichte meiner tochter vor ein paar tagen in einem anderen beitrag schonmal geschrieben.
ich fasse nochmal kurz zusammen...
bei uns fing es im 4.lebensjahr an das wir den eindruck hatten irgendwas stimmt nicht. vorher galt unsere tochter einfach als lebendig und leichte tendenz zu wutanfällen.
da hofften wir noch es würde"sich verwachsen"(wie naiv von mir).
zur u8 mit 4 jahren war für mich die sache klar. der arzt eher gelassen sie soll regelspiele machen und malen üben. mit viel viel üben bekam sie sowas wie ein strichmännchen hin aber motorisch war sie auch hinterher wir wollten gern ergo haben. der arzt war weiterhin der meinung alles sei im rahmen.
mit 4,10jahren sind wir zu einem kinderpsychologen der hat in 4 sitzungen unsere kind getestet. das ergebnis für eins trotzdem ein schock. stark entwicklungsverzögert und es ist von einer lernbehinderung auszugehen.
wir haben sie daraufhin 3 tage zur diagnostik im kh gehabt wir wollten andere sachen ausschließen. es kam nix dabei heraus.
sie bekam nun ergo und kurz frühförderung. kurze zeit später hatten wir glück und unsere tochter bekam einen integrationsplatz in einem regelkindergarten die eben so eine gruppe haben.
dort blieb sie nochmal 2 jahre sie wurde ein jahr zurückgestellt von der schule.
wir haben uns für eine förderschule mit dem schwerpunkt lernen entschieden und ich staune wieviel fortschritte unser kind gemacht hat und wie glücklich sie dort ist.

nun zu deinen fragen...
ich glaube nicht das kinder die soweit zurück sind das noch aufholen können sollte es dennoch so sein freue ich mich für alle.
ich habe mich mit unserem schicksal abgefunden und wir versuchen das beste draus zu machen. egal ob sie jemals allein wohnen und vielleicht arbeiten kann ist doch mein kind und sie hat es genauso verdient da zu sein und glücklich zu sein wie gesunde kinder. das ist das einzige woran ich dabei denke.... das ist denke ich ein lernprozess...
natürlich haben wir alle möglichen sachen versucht erziehungsberatung elterntraining wir haben eine kinderreha gemacht aber trotzdem kann sie nicht mehr als vorher.

ich hoffe ihr findet auch einen weg für eure tochter.
ich wünsche euch alles gute

achso wir haben 5 jahre gebraucht von damals bis heute...

lg

Hallo

Du schreibst sie Spricht wenig und undeutlich? Wurden ihre Ohren bzw. Gehör mal überprüft?

Meine Tochter ist eigentlich schon immer verzögert.
Sprachlich, Sozialverhalten, Spielen mit anderen alles kein Problem.

Motorisch, Wahrnehmung verzögert. Braucht viele Wiederholung

Wie sie sich entwickelt: Gut, es geht stetig voran. Sie ist jetzt 5 und auf dem Stand eines über 4 Jahren alten Mädchen. Wir sind sehr zufrieden.

Das sie Verzögert ist, ist für uns kein Problem. Machen da auch nicht so eine große Sache drum. Sie ist wie sie ist, wir lieben und glauben an sie, an ihre Stärken.

Kindergarten ist bei uns einer, der Struktur hat. Sprich es wird gemeinsam gebastelt, gemalt, gesungen, etc. Das brauchen gerade Verzögerte Kinder.

Hast du denn den Eindruck, das dein Kind geistig behindert ist, oder stark verzögert ist?

Ich weiß, das meine Tochter auch im Denken/Handeln verzögert ist. Dennoch denke ich eher an eine Lernbehinderung. Das ist auch mein Vorhaben für die Einschulung in einer sollchen schule.

Ob's ne Chance auf Besserung gibt? Gute Frage. Ich bin da einfach Optimistisch, das auch meine Tochter ihren weg gehen wird. Sie von uns die Unterstützung bekommt, die sie braucht und wir auch für nötig halten.
Auch achten wir mehr auf die Dinge, was sie kann und nicht was sie nicht kann. Was nicht heißen soll, das wir alles schönreden. Wir sind uns ihrer Entwicklungsverzögerung bewußt, steht aber nicht bei uns im Vordergrund

Lg, Dani

Weiter unten habe ich auch selber geschrieben.

Mein Sohn ist ende 3J, geistiger Stand ende 2 Jahre. Er wurde im SPZ getestet.
Wir habe lange gekämpft und schließlich einen Integrativ Kindergarten Platz bekommen.
Dort wird er auch Therapien bekommen.
Wie es weiter geht, kann keiner sagen, wenn keine deutliche besserung eintritt, wird er erst wieder im Vorschulalter weiter untersucht, mit EEG und so was.

Er ist jetzt seit 1 Monat Integrativ Kind und finde die Fortschritte enorm, er kann schon einige Worte mehr reden( aber keine ganzen Sätze) ist willenstärker geworden, setzt sich mehr durch.
Mehr wird die Zeit bringen.

Lg

waaaaas?
das kann doch nicht sein!

und wenn du rechtlich dagegen angehst, um die hilfe zu bekommen die deinem sohn und dir zustehen?
das kann doch nicht ernst sein , deswegen, gezwungen zu werden aufzugeben....

ohmann ich hoffe du kannst was machen. aber man ist ja auch selber so gefangen( in verzweiflung) ...

ich hoffe du kommst noch weiter....wirklich

puhhh
danke für deine antwort.......
ja stimmt, vielleicht schaffen es die kinder oder nicht. besser sich auf dass schlimmste einzu stellen um nicht entäuscht zu werden...
und was du sagst, richtig so, so denke ich bei meiner kleinen auch.

aber lassen kann ich es nicht, zu gucken wo man hilfe bekommt....

aber ich gehe auch davon aus, wir werden jahre brauchen....
aber ok-auch wenn es hart ist( und es immer noch nicht wahr haben möchte)

danke
und viel glück und dass beste für eure zukunft

Du bist sehr optimistisch. ICH habe einen schwerstbehinderten Sohn. Er muss permanent betreut und gepflegt werden. Dazu kommt noch mein Grosser...auch er ist schwerbehindert. Ich übrigens auch. Mein Mann arbeitet Vollzeit - irgendwie müssen wir ja auch leben. Zum Glück haben wir unser AuPair. Ohne sie wuerden wir untergehen.
Die KASSE hat tausende Berater, Gutacher und Anwälte. Gegen die kommt man nicht an. Ich habe im JANUAR!!! eine für meinen Sohn lebensnotwendige stationäre Esstherapie (er war bereits anämisch) beantragt - wurde abgelehnt mit der Begründung, er könne daraus keinen "Nutzen" ziehen. Natürlich habe ich einen Widerspruch geschrieben mit entsprechenden Schreiben und Attesten und Befunden der Aerzte...wieder eine Ablehnung mit der Begründung, er sei nicht therapierbar, wir sollen erst einmal den Grund für seine Behinderung herausfinden, bevor wir ihn behandeln... Sie wollten eine genetische Untersuchung. Unsere Aerzte meinten, das ist völliger Müll, wir wollten das auch nicht...aber wenn wir nur so an die Therapie kommen...bitte. Also sind wir an ein Labor gegangen. Das Labor hat einen Kostenvoranschlag an die Kasse geschickt...4000€. Die Kasse war geschockt und lehnte das ab und fragte nach MEINEN (???) Gründen, warum ich den Test will. Also habe ich in mühsamer Kleinarbeit den Ordner hervorgeholt, der alles dokumentiert an Krankenberichten und Krankenkassenschreiben was ich so bekommen habe und habe nochmal ein Schreiben verfasst und denen aufgezeigt, dass die das verlangt haben und nicht wir. Vielmehr war es im er so, dass wir gegen diesen Test waren. Samt der Kopie nochmal an die KK geschickt. Vor 1,5 Monaten bekomme ich einen Anruf von der Kasse, dass die Unterlagen nochmal zum Gutachter gehen und dass jetzt nochmal jemand gaaaaanz schnell drueberschaut. Und jetzt, In der letzten Novemberwoche, bekomme ich die Genehmigung für die Therapie. Spinnen die? Die haben 1/3 seiner Lebenszeit gebraucht, um eine Esstherapie zu genehmigen. So und ein Anwalt könnte auch erst dann aktiv werden, wenn die KK den Fall endgültig abgelehnt hat.

Hallo pidddy
ich glaub nicht, das ich dir soviel helfen kann. Ich wollt dir eigentlich nur sagen das ich deine Ängste gut verstehen kann.
Als unser großer 18 Monate alt war viel mir das erste mal so richtig auf das irgendwas mit ihm nicht stimmt. Ermachte die ersten freien Schritte erst mit 18 Monaten. Redete nicht spielte nicht. warf die Sachen nur durch die Gegend, konnte mit seiner kleinen Schwester nichts anfangen. Einige 9-12 montige kids waren weiter wie mein Sohn.
Ich habe mir eine Überweisung ins SPZ dann regelrecht erstritten.
Er ist jetzt 3 Jahre 4 Monate und spricht noch immer nicht steckt alles in den Mund, kann sich auf nichts konzentrieren ist motorisch aber ganz gut drauf. Die Diagnose geistig Behindert hat man aber selbst bei ihm noch nicht gestellt. Man sagte mir das tut man bei Kleinkindern ohne Diagnose nicht, erst so im Alter von 6-10 Jahren. Er gilt im Moment als schweer entwicklungsgestörrt. Er geht jetzt in einen Kindergarten für schweer entwicklungsverzögerte und geistig behinderte Kinder und fühlt sich da sehr wohl. Wie es nach dem Kindergarten weitergeht wissen wir noch nicht.
Bei seiner mitlerweile 2 Jährigen Schwester zeigen sich mitlerweile ähnliche Symptome :-( . Auch sie spricht noch nicht, lief frei mit 23 Monaten ist aber immer noch sehr unsicher. Sie gilt als entwicklungsverzögert.
Wir haben jetzt eine humangenetische Untersuchung machen lassen, haben aber noch kein Ergebnis. Am kommenden Montag kann ich da anrufen. Ob ich mir wünsche das da ein Ergebnis rauskommt weis ich nicht, denn dann besteht ja keine Hoffnung mehr das es sich "verwächst" andererseits hätte ich endlich klarrheit, mit dieser Unsicherheit umzugehen ist auch nicht einfach.

LG kanand

Hallo Kati,

deine Geschichte schockt mich gerade.
Da kann ich ja echt froh sein, das das SPZ meinen Sohn noch nicht als geistig behindert diagnostiziert. Er ist jetzt 3 Jahre 4 Monate. Spricht noch gar nicht (naja Mama papa und nein kommt ab und zu aber auch nicht immer richtig personalisiert) nimmt noch alles in den Mund kann nicht wirklich spielen ist sehr unkonzentrirt immer in Bewegung (motorisch ist er recht gut drauf). Essen mit den Fingern geht einigermassen, aber mit dem Löffel gar nicht.
Er hat eine kleine Schwester die jetzt ähnliche Symptome zeigt.
Uns hat das SPZ zum Humangenetiker geschickt, was bei uns ohne Problemefunktioniert hat, wir brauchten nur eine Überweisung, ich brauchte mich vorher nicht an die Krankenkasse zu wenden. Das war nicht anders als die Überweisung zur Pädaudiologie oder dem Augenarzt.

Das finde ich komisch bei euch.

Ich wünsche dir viel Kraft für deine Kids und viel erfolg bei der Essstherapie

LG kanand

hallo

entschuldigung dass ich mich jetzt erst melde...

ja ihre ohren wurden schon untersucht, alles gut ......

sie spricht kaum, ( obwohl sie spricht und spricht-abr nur in ihrer eigenen sprache, ab und an hört man auch ein wort raus) sie benutzt einzelne wörter ( hinter diesen steht bestimmt ein ganzer satz oder mehr, aber sie kann den leider nicht aussprechen).

sehr selten kommen unbeholfene 3 wort sötze bei ihr raus...sie benutzt viel mimik und zeigt auf sachen bzw versucht sie mit händen zu beschreiben...

ja und sie spricht undeutlich, verderht die wörte etc ( ganz oft denke ich sie versteht alles und dann gibt es genauso viele situationen wo ich denke sie steht "auf den schlauch")

ob ich denke das sie behindert ist ( fiese frage:) )

ich denke nicht, aber altersgemäß ist das auch nicht.

ich denke sie ist sprachbehindert?! ich denka aber auch dass sie viel potenzial hat..
sie hat seit dem sie 1 jahr alt einfach nur fiese lebenssituationen durchgemacht ;sprich wechselmodell ( wöchentlicher wechsel) und wurde hin und her greicht. nach 2 jahren kämpfen habe ich es endlich geschafft das sich diese ändern wird.
ich hoffe einfach, auch wenn das auch zeit braucht, wenn sie ein lebensmittelpunkt hat, und ruhe und rutine da ist, das ihr das nur helfen kann.

ich bin auch optimistisch auch wenn sie etwas hinter her ist.
ich denke wenn sie vielleicht in die 5-6 klasse geht , aufgeholt haben wird.
aber soweit sollte man nicht gucken :)

auch dir/euch viel glück für die zukunft

Hallo kanand,

es ist schon lange her seit Deinem Beitrag. Aber in diesem finde ich mein Kind wieder. ich würde mich interessieren, wie sich Dein Kind in der Zwischenzeit entwickelt hat...
hat er Fortschritte gemacht? Er macht 1:1 die gleichen Sachen wie Dein Kind. Sachen in den Mund. kann sich nicht auf eine Sache konzentrieren usw. Kann außer Mama noch nichts sagen:-(

ich hoffe Du liest es hier und kannst mir antworten.
Wäre super.
LG
Dagoline

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