Was würdet ihr tun? Wieder Windeln und wenn ja welche?

Hallo ihr Lieben,

wir geraten mit unserer Tochter Leonie immer mehr an unsere Grenzen. Sie nässt ein, mal mehr, mal weniger. Nachts ist sie noch gar nicht trocken.
Jetzt war unser Jüngster im KH, ich auch viel weg von zuhause und bei ihm, jetzt liegt meine Oma noch im KH und ich bin eigentlich nur am hin und her pendeln, sodass wir hier zuhause leider keinen festen Rhythmus mehr haben und ich es leider auch nicht immer schaffe, zuhause zu sein, wenn sie aus dem KiGa kommt (ich weiß, da kann man mir jetzt Vorwürfe machen, aber man kann es auch lassen;-)). Jedenfalls pillert sie zur Zeit wieder ganz viel in die Hose. Hier zuhause, im KiGa, unterwegs, mal sind es nur ein paar Tröpfchen und mal richtig große Mengen.
Diese ganze Wäsche die dabei anfällt raubt mir zu allem Überfluss noch den letzten Nerv.

Eigentlich wollten wir es vermeiden wieder zurückzugreifen zu Windeln. Sie möchte es auch nicht, reißt sie sich wieder ab, macht Theater ohne Ende. Aber auch unsere Ergotherapeutin meint nun, dass wir ihr wieder eine ummachen sollen. Für uns als Eltern ist es allerdings auch ein schwerer Schritt, immerhin wird sie in 4 Monaten schon 5 Jahre alt und sich das einzugestehen, dass sie es nicht kann, bzw. nicht merkt, finden mein Mann und ich verdammt schwer#heul. Zusätzlich haben wir das Problem, dass sie die Pampers viel zu leicht abbekommt und wenn sie richtig Pipi muss, halten die das nicht aus und laufen aus#zitter.

Welche Windeln nehmt ihr denn? Oder wie handhabt ihr das bei euren Kids, die mal Bescheid sagen und mal nicht? Und vor allem: Wie können wir Leonie überzeugen, dass sie die Windeln umlässt? Das Einnässen so stört sie scheinbar kein Stück, sie nimmt es einfach so hin#schmoll

lg kathrin

Hallo,
ehrlich gesagt, ich kenne das Problem von meinem Großen. Ich habe ihm dann die Easy Up Pants umgemacht. Wir haben es mit allen möglichen und unmöglichen Versprechen versucht, hat alles nichts geholfen. Er hatte ja teilweise 4-5 nasse Hosen am Tag. Sorry, aber er hat auch noch einen schwerstbehinderten Bruder und mein Tag hat auch nur 24 Stunden.
Hast du ihr mal gezeigt, dass andere von außen sehen, dass sie Pipi in die Hose gemacht hat und dass das gar nicht nach einem großen Mädchen aussieht? Also mein Großer wollte immer sicherheitshalber eine Windel. Das Problem kenne ich nicht.

Hallo,

das Problem ist, sie ist ja auch "behindert" (wie ich dieses wort hasse#aerger). Sie hat Wahrnehmungsstörungen, motorische und sprachliche Entwicklungsverzögerungen etc.
Es stört sie nicht, wenn sie in die Hose gemacht hat. Sie sagt dann höchstens: ich hab in die Hose gepillert und geht zum Schrank und holt sich was neues zum Anziehen. Im KiGa hat sie ne Kiste mit Wechselklamotten, da geht sie dann dran (holt sich selbst nen stuhl, klettert darauf, um daran zu kommen#zitter) und will sich umziehen.

Nachts sieht sie es ein, da ist es mit der Windel kein Problem, aber tagsüber möchte sie es auf keinen Fall und sagt, sie wäre doch kein Baby mehr.

Ja, diese Behinderungen hat mein Großer auch. Wobei es bei ihm schon ein großer Fortschritt war, als er gesagt hat, dass die Hose naß war. Vorher hat er das nicht gemerkt. Selber umziehen kann er sich noch nicht.

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meine tochter wird im februar 5 und wir haben das problem nun seit sommer 2010... mitlerweile ist es wieder besser geworden. allerdings hat sie auch das große geschäft in der hose erledigt...
versuch ihr halt im alltag zu geben gehe liebevoll mit ihr um und wenn sie in die hose macht und du bist grad beschäftigt muss sie halt in der nassen hose warten bis du fertig bist.
ich persönlich würde nicht zur windel zurückgreifen.
habt ihr organisch alles abklären lassen?

lg

Hallo,

urologisch waren/ sind wir auch in Behandlung, aufgrund angeborenen Refluxes. Wir wissen auch, dass ihre Harnblase nicht altersgemäß entwickelt ist, sondern zu klein für ihr Alter ist.
Vom Arzt bekamen wir den Tipp, Blasentraining zu machen, sprich die Toilettengänge hinauszuzögern. Aber das hat bei ihr keinen Sinn.
Sie hat Wahrnehmungsstörungen, motorische und sprachliche Entwicklungsverzögerungen etc. Ob sie auch geistig behindert ist, wissen wir nicht, es deutet jedoch einiges daraufhin.
Sie testet auch viel aus und das einnässen bzw. auch einhalten von Urin scheint ihr zu helfen, sich selbst zu spüren (da der Urin ja warm ist, wenn sie in die Hose macht, oder die prall gefüllte Harnblase lässt sie ja auch ihren Körper spüren). Daher macht eben auch das Blasentraining nach Plan keinen Sinn, weil sie es einfach nicht richtig steuern kann (aber aufgrund der Wahrnehmungsstörung).
Pillert sie in die Hose, sagt sie höchstens: Ich hab in die Hose gepillert, geht dann aber selbstständig zum Schrank (oder im KiGa an ihre Kiste mit den Wechselklamotten) und zieht sich um.

Würden wir wieder zur Windel zurückgreifen, würden wir ja jederzeit mit ihr auf Toilette gehen, wenn sie sagt, dass sie muss. Aber wir sehen es einfach als Erleichterung für uns. Ich weiß, das hört sich jetzt super blöd an, aber wir haben momentan so viel familiären Stress, dass mich diese viele Wäsche echt extrem belastet.

lg

Hallo Kathrin,

meine Tochter ist gerade 5 geworden und wir haben dieses Problem auch (phasenweise). Wir haben hier auch schon alles durch (reden, Hilfe anbieten, schimpfen, selbst umziehen/sauber machen....#bla). Windel kommt aber nicht in Frage, da ihr dies sehr peinlich wäre, sie ist ja trotz der Problematik nicht doof. Wahrnehmungsstörung bleibt aber Wahrnehmungsstörung. :-(

Ich verzweifel hier auch von Zeit zu Zeit an der Schmutzwäsche die ein einziges Kind verursachen kann.

Besonders schlimm ist gerade, das ihr kleinerer Bruder nun sauber ist und das völlig problemlos, das macht ihr sehr zu schaffen. Bei Euch scheint es eben Deine Abwesenheit zu sein.

Lange Rede kurzer Sinn: steh es durch und erspare ihr die Windel, gerade wo sie sich so wehrt. Es wird sicher wieder besser werden, das wird es immer. Auch wenn man manchmal nicht mehr daran glaubt.

LG Nina

Hallo Nina,

deine Tochter hat auch eine Wahrnehmungsstörung und nässt daher ein?
Das ist nämlich bei Leonie auch so:-(

Leonies kleiner Bruder ist auch trocken (im Moment allerdings mit starkem Rückfall aufgrund Probleme nach einem Katheter#zitter).

Wir haben zur Zeit so viel familiäre Probleme, dass diese ganzen Wäscheberge echt extrem zusätzlich an den Nerven zerren#schmoll

lg kathrin

Naja- das ist das, was die Ergo vermutet. Gesichert sind solche Diagnosen ja nie. Meiner Meinung nach erklärt das nicht, warum es mal klappt (wochenlang) und dann wieder gar nicht. Im Moment klappt es wieder ganz gut, das kann sich aber wieder jederzeit ändern.

Ich wünsche Dir gute Nerven!

LG Nina

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Ich würde Dir die Höschenwindeln von Lidl empfehlen. Die sind günstig, können leicht runter- und hochgezogen werden und halten viel. Die hatten wir bei unserem Sohn lange Zeit nachts an.

Kenne mich leider nicht mit wahrnehmungsstoerungen aus, aber meine cousine die hatte son "Pusch-apparat", wenn ein troepfchen in die underhose kam, dann gab der ein akkustisches signal, piepte dann. Das ist nun echt ne ewigkeit her, aber vielleicht gibts die dinger ja heute immer noch.

Ehrlich gesagt, ich wuerde niemandem der es nicht selbst will, eine Windel anziehen, aber ich kenne auch nicht diese art der herausforderugen....

Lg!

Hege

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