Entwicklungsverzögerung.

Hallo,


ich habe einen Sohn der im Dez. 5 wird. Er war schon immer auffällig.
Er war als Baby sehr unruhig, hat viel geweint.
Hat erst mit 3 Jahren angefangen zu sprechen. Sehr lebhaft und großes Aufmerksamkeitsbedürfnis.

Er geht seit letztes Jahr in einen heilpädagogischen Kiga, hat gute Fortschritte gemacht.
Dort wurde von einer Kinderpsychologin seine Intelligenz getestet.
Habe am Mittwoch dann das Ergebnis von Ihr bekommen. Ich wusste ja von seiner Kinderärztin, das er Entwicklungverzögert ist, doch das es so schlimm sein soll hat mich schon getroffen.
Laut Kinderpsychologin ist er 1,5- 2 Jahre zurück, also auf den Stand eines knapp 3 jährigen.
Er kann sehr viele Dinge nicht. Sowohl in Fein und Grobmotorik. Bälle fangen, abstraktes Denken, Sätze wiederholen, Formen nachmalen und so weiter.
Jetzt soll er noch mal zu einem Kinderpsychiater und er soll in nochmal testen, als eine 2. Meinung einholen.
Denn Sie meint, das er evtl. in eine andere Kindergarteneinrichtung müsste.:-(
Das will ich nicht, weil er sich dort so gut eingefügt hat und sich wohl fühlt.
Er würde (jetziger Stand) auf eine Fördergrundschule eingeschult werden.

Ich bin sehr traurig und hätte meinen Sohn gar nicht so eingeschätzt.
Er kann super zählen, er kennt alle erdenkliche Farben.
Kann italienisch verstehen und viele Wörter sprechen(er wächst zweisprachig auf)

Ich würde mich gerne mit anderen Müttern austauschen, deren Kinder auch entwicklungsverzögert sind.

fiori#blume

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Huhu Fiori,

mein Sohn ist auch Entwicklungsverzögert vorallem in der Sprache und hat einen gestörten Muskeltonus.

Er bekam mit 3 Jahren Frühförderung und geht seit August in einen Integrationskindergarten wo er momentan Pysio und Ergotherapie bekommt. Di muss er ins Krankenhaus und da wird dann geguckt ob mit seinem Gehirn alles in Ordnung ist, außerdem wird ein Hörtest unter Narkose gemacht.


Hat der Kinderarzt nie dazu irgendwas gesagt bei den U´s? Oder ist dir vorher nichts aufgefallen?

Lg Jule

2

Hallo,

doch ich wusste von Anfang an, das sich mein Sohn nicht so entwickelt wie es sein müsste.
Vor allem seine Sprache, ich schob es am Anfang auf die Zweisprachigkeit.

Und meine Kinderärztin hat schon bei den U's immer gesagt, das er hinterher hängt.
Er bekommt seit 1 Jahr einmal die Woche Ergotherapie und seit Sept. Frühförderung.
Ein Hörtest ist auch negativ ausgefallen, also ohne Befund.
Die Kinderpsychologin meint das er einen niedrigen IQ hat.#gruebel
Deshalb soll er ja nochmal von einem Kinderpsychiater getestet werden.
Jetzt warte ich erstmal was dabei rumkommt.#schwitz

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Nette Psychologin, erinnert mich an unseren "Er braucht irgendwann Logopädie" auch so ne Sinnvolle Aussage.

Was soll denn jetzt beim Psychiater getestet werden?

Bringt die Ergotherapie beim ihm irgendwas? Mein gibt es seitdem irgendwelche Änderungen in seinem Verhalten und seinen Problemen?

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Hi!

Mir spuckt zuerst mal eine Frage durch den Kopf:
#kratz Wo soll er sonst hin ,wenn nicht in den heilp. Kiga???

Vor allem, wenn er gute Fortschritte macht. Ärzte und Psychologen sich manchmal echt zum #heul- man muß um alles kämpfen :-[.

Ich kann ein Lied davon singen:
Mein 2. Sohn ist jetzt 3 Jahre, aber auch entwicklungsverzögert (Sprache ca. 1 Jahr zurück und Motorik ca. 1/2 Jahr). Außerdem hat er Wahrnehmungsprobleme (spürt Schmerzen nicht sofort, u.s.w.). Grund seiner Verzögerung ist seine frühe Geburt in der 30.SSW.
Seit August 2007 besucht er den heilp. Kiga und diese kleine Gruppe (nur 7 Kinder) tut ihm richtig gut.

LG

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Hallo,

ja ich wüßte auch nicht in welche Kiga er dann hinsollte.
ich denke es würde ein Integrativer Kindergarten sein, wo mehr Kinder mit Entwicklungverzögerungen sind.

Mein Sohn hat auch wenig Schmerzempfinden zumindestens weint er kaum, wenn er stürzt oder so.#kratz

Ich will ja auch nicht, das er den Kiga wechselt, weil ihm die Gruppe gut tut und ich sehr froh bin, solche nette Erzieher zu haben.

Jetzt warte ich ab, was das Gespräch beim Kinderpsychiater bringt und dann sehen wir weiter.

LG, fiori#blume

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Hi!
Wenn er in eine Integrationsgruppe soll bedeutet das ja eigentlich, daß er gute Fortschritte macht.
Denn dort sind ja mehr Kinder als in der heilpädagogischen Gruppe (bei uns sind es ca.10-12 normal entwickelte und bis zu 4 Förderkinder in einer Integrationsgruppe).
Sind in eurer heilp. Gruppe denn meist nur "behinderte" Kinder?
Bei meinem Sohn sind 7 Kinder in einer Gruppe und alle sind in der Entwicklung verzögert, keine Kinder mit körperlicher oder geistiger Behinderung.
Wann habt ihr das Gespräch mit dem Kinderpsychologen?
LG

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hm, so weit ich das alles was ich selbst mit meinem Sohn herausgefunden habe, verstanden habe, ist dein Sohn sicher nicht in allen Teilleistungsbereichen entwicklungsverzögert. Das heißt dein Sohn, wird in einigen Teilbereichen normal entwickelt sein, in anderen ist er vielleicht zurück. Es wäre von Vorteil, wenn der Kinderpsychater die Bereiche lokalisiert , die nicht zeitgerecht entwickelt sind und dir genau aufschlüsselt, damit man da ansetzten kann.

so wie ich es verstehe ist er ja noch lange im Kindergarten, aber wenn es soweit ist und er tatsächlich auf eine Förderschule muss, so ist es nicht das Ende. Es kommt darauf an mit welchem Schwerpunkt gefördert werden muss, bei den meisten Förderschulen besteht die Anforderung, dass so gefördert werden soll, dass eine Rückführung je nach Möglichkeiten des Kindes in eine Regelschule jedes Jahr neu überdacht wird. Ich habe jetzt zwei Förderschulen kennengelernt und ich muss sagen, dass ich sehr glücklich bin,dass mein Sohn diese Möglichkeit hat. Wenn ich an die Lehrer meiner beiden anderen Kinder denke (graus) und an die Lehrer meines kleinen Sohnes denke, die immer mit herzblut bei der Sache sind, denke ich so müsste es auch in Regelschulen laufen.

Der Kontakt zu den Lehren ist enger und vertrauter, verständnisvoller. Man gibt sich gegenseitig Tips im Umgang mit "unserem" kind. Alles läuft menschlicher ab. Auf Elternabenden wird viel gelacht, Weihnachtsfeiern sind wirklich fröhlich und nicht aufgesetzt.

Ich weiss wie schmerzhaft sowas ist, wie schwer zu akzeptieren. Auch heute denke ich noch oft " er muss es doch mal lernen...warum schafft er es nicht..es muss doch irgendwie gehen. " man hofft stets auf eine normalisierung.
Bei meinem Sohn ist es nicht klar, welche Entwicklung er nimmt.
Aber ich habe schon von einigen "Wundern" gehört, bei denen in der Kindheit grosse Probleme vorhanden waren, die aber später sogar abi gemacht haben.

Warte ab,was der Psychater dir sagt und lass dir alles genau erklären und informier dich dann danach weiter!

alles liebe

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Hallo,


es wird wohl auch so sein das mein Sohn, sollte er auf eine Förderschule kommen, irgendwann auf eine normale Grundschule zurückgeführt werden soll.
Mir wäre das so lieber, als wenn er von der Grundschule in eine Förderschule müsste.

Aber bis dahin vergeht ja echt noch Zeit und ich warte was der Kinderpsychiater sagt..
Ich über mit ihm schon zu Hause, nicht zuviel ich will ihn ja auch nicht überfordern.

Danke für deine Beitrag.

LG, fiori#blume

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Hallo,

ja, so war mein Sohn auch in diesem Alter, exakt. Hatte außerdem aber keine Freunde und in der Öffentlichkeit konnte man sich noch nie blicken lassen ohne Stress und Ärger.

Mit 5 hatte er auch den offiziellen Eintrag im U-Heft "entwicklungsverzögert".

Nunja, jetzt ist der 8 und ich habe nun die Diagnose ADHS mit einem hohen IQ.

Ich kann Dir nur raten am Ball zu bleiben.

Wenn Du mit einem Ergebnis nicht zufrieden bist, gehe zum nächsten Arzt.

Das Ganze sollte abgeschlossen sein bzw. diagnostiziert vor dem Schuleintritt.

Bei meinem Sohn wurde immer nur gewartet, zu lange gewartet. Er wurde erst später eingeschult, mit dem Ergebnis daß er jetzt einer der Besten ist und sich langweilg, weil einfach falsch behandelt.

LG und alles Gute

Kerstin

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Hallo,

dein Sohn war auch so. Schön zu hören das es Ihm heute gut geht und er gut ist.

Mein Sohn kann unwahrscheinlich gut mit Zahlen, Farben und Buchstaben umgehen. In diesem Bereich ist er seinen Altersgenossen vorraus.
Aber diese einfach Dinge wie Bilder erklären (z.b. der Junge isst Spaghetti) kann er nicht oder schlecht.

Ich kann auch nicht glauben das mein Sohn evtl. einen niedrigen IQ hat. Er interessiert sich nur nicht dafür.
Deshalb habe ich ja auch auf eine zweite Meinung eingewilligt, mal sehen was der Kinderpsychiater sagt.
Er wurde bisher nur von einer Psychologin getestet.

Mal sehen was kommt.


Lg, fiori#blume

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Ja, bis wir endlich die Diagnose hatten, habe ich oft manchmal gedacht (sorry) mein Sohn ist wirklich in manchen Bereichen einfach dumm.

Weit gefehlt, er hat einen IQ von annähernd 130 und manche Sachen interessieren in einfach nicht, dafür ist er in anderen Bereichen seinem Alter weit voraus.

Es geht einem insofern besser, daß wir endlich wissen was mit ihm los ist und keinesfalls auf eine Förderstufe oder sonstwas muß!

Wirst sehen, bei Deinem Kleinen wird etwas ähnliches vorliegen.

LG

Kerstin