Macht jemand die Sushi selbst?

Hallo Ihr Topfguckerinnen,

die Frage steht schon oben. Möchte auch probieren, aber wo kauft man die Zutaten(spezieller Reis, diese Algen-Blätter usw)? Ich wäre auch für ein paar ausprobierte Rezepte dankbar.

gruß schmide

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Hallo Schmide!

Schön, dass ich dir auch einen Tipp geben kann, bis jetzt habe ich einige Male deine leckeren Rezepte gelesen!

Also den speziellen Klebe-Reis und Algenblätter gibt es in Asialäden, aber auch bei Real z.B., dann brauchst du noch so eine kleine Matte zum zusammenrollen der Sushis und Essigreis(heißt es glaube ich).
Bei Real ist das alles in der Ecke, in der es internationale Lebensmittel gibt, auch aus der Türkei, Russland....

Die Algen-Blätter müssen mit angefeuchteten Finger behandelt werden. Aber vorsicht, zu viel Wasser macht sie dann glitschig und unansehnlich.....
Surimi, Gurken, Avocados, Thunfisch, Lachs kann man nehmen.

Reis abkühlen lassen.Auf die Rollmatte die Algenblätter legen, den Reis verteilen, anfangs lieber weniger als mehr...und in die Mitte längs geschnittene Surimi, Gurken.......legen, von einer Seite vorsichtig anrollen und wenn alles eingerollt ist, etwas fester rollen.

Wir haben es 2x probiert #schwitz und es hat etwas gedauert, bis man den Dreh raus hat.

Aber es schmeckt lecker #mampf

Viel Erfolg!!

Und viele Grüße

nariel

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Danke! Noch was: kann ich z.b geräucherten Lachs aus dem SUpermarkt nehmen? Oder muss es roh sein? Und Thunfisch? Und wo sind die Zutaten günstiger und von Qualität besser: im Asialaden oder bei Real?

Aus deiner VK weiß ich, dass du fremde Kulturen gerne kennenlernen würdest - wie sieht aus mit ausländischem Essen? Komme ursprünglich aus Russland und koche immer noch meistens russisch. Wenn du interesse hast, gebe ich dir gerne auch ein paar Rezepte - die Russen essen aber kräftig und deftig;-)!

gruß schmide

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Tschuldigung#hicks... du hast schon was von mir gelesen...hat es geschmeckt?

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Wir machen recht oft Sushi selbst.
Die Zutaten bekommt man am günstigsten in den kleinen Asia-Läden. Im Supermarkt gibt es zwar auch Zutaten und Zubehör, aber da diese meistens von Firmen wie Kattus etc. vertrieben werden, sind sie für die kleinen Mengen, in denen sie angeboten werden, viel zu teuer.

Was du brauchst ist
1. Sushi-Reis. Kauf am besten einen Reis, wo das auch ganz speziell draufsteht.

2. Reisessig - ich nehme da japanischen Mitsukan-Essig, der kostet bei uns im Laden 2,50 für 500 ml. Dieser spezielle Essig gibt dem Reis die nötige Würze.

3. Nori-Blätter. Das sind die Algenblätter, die es geröstet und ungeröstet gibt. Ich nehme immer die gerösteten, da sie etwas aromatischer sind.

4. Gari und Wasabi; das sind eingelegter Ingwer (leicht säuerlich) und der giftgrüne japanische Merrettich. Da diese zwei Zutaten nicht jedermanns Sache sind, sie nur nach Bedarf anschaffen

5. Sojasauce: traditionell die von Kikkoman, es darf aber auch eine andere sein, die dir schmeckt. Man kann auch Terriyaki-Sauce nehmen oder als nette Abwechslung süsse Sojasauce. Wir haben meistens eine salzige und eine süße beim Essen auf dem Tisch stehen.

6. Die Füllung: roher oder auch geräucherter Fisch. Hier sind am aromatischsten die fettreichen Sorten wie Lachs oder Thunfisch. Als geräuchertes Innenleben kann man auch Aal oder Räucherlachs probieren; neulich haben wir sogar nen Matjes verarbeitet, der sehr lecker war.
Außerdem bieten sich Schalentiere wie alle Krabben- oder Krebssorten an, Kaviar (Lachs- oder Forelle), Krebsfleisch und Muscheln.
Wer es nicht so fischig mag kann auch Pilze, eingelegten Kürbis etc. versuchen.
Dazu packen wir immer noch eine fein geschnittene Avocado, etwas Schnittlauch, Creme Fraiche, gerösteten Sesam, Mayonaise, grüne Gurke usw. mit rein, denn das gibt eine schöne Optik und verfeinert den Geschmack.
Für traditionelle Sushi gibt es je nach Sorte feste Bestandteile, die in so eine Rolle hineingehören, aber wir sind da eher experimentierfreudig und probieren auch gerne mal rum. Traditionelle Rezepte findest du in Sushi-Büchern oder über google ;-)

7. Das Werkzeug: ein Reiskocher ist praktisch, aber kein Muß!
Du brauchst aber auf jeden Fall eine große Schüssel, in der dein Reis abkühlen kann und wo du ihn würzt, eine Sushi-Matte, mit der du die Rollen formst, einen großen Löffel (zum portionieren), evtl. Klarsichtfolie und viiiiel Zeit und Ruhe.

Die Zubereitung:
den Reis sollte man gründlich waschen, damit der größte Teil der Stärke rausgeht, sonst wird er anschliessend zu klebrig und du hast nachher mehr davon an den Fingern als auf dr Matte.
Dann wird er in reichlich Wasser gekocht (Ich lasse immer aufkochen und drehe dann auf niedrigste Stufe zum Ausquellen). Kurz bevor er fertig ist, leicht salzen.
Wenn er gar ist, abgiessen und in die große Schüssel geben. Dort muß er auskühlen und gelockert werden. Dazu vorsichtig und gleichmässig mit dem Löfel durcharbeiten. Die Japaner machen das mit einer bestimmten Technik, wo der Reis immer wieder bahnenweise und kreuzförmig gewendet wird. Ist schlecht zu erklären, aber wenn du ihn immer mal wieder umschichtest, dann dürfte er schön locker werden.
Dann gibst du den Reisessig dazu (kosten, nicht zu sauer machen), wenn du es etwas intesniver magst darf auch eine kleine Prise Zucker oder ein Schluck Sake mit hinein.

Dein Innenleben schneidest du in lange, dünne Streifen (damit die Rollen nicht zu dick werden.

Dann kommt das Rollen:
auf die Sushimatte legst du ein ganzes oder halbes Noriblatt (je nach Größe) von dem du gut 3/4 dünn mit Reis bestreichst.
Im unteren Bereich legst du dann deinen Fisch, das Gemüse etc. hübsch geordnet aufeinander. Die Art, wie du es dort anordnest entscheidet beim Aufschneiden über das Aussehen der Sushi).
Nun rollst du die Sushimatte vorsichtig ein, ohne sie in die Rolle einzudrehen. Das Noriblatt nebst Inhalt wird schneckenförmig eingerollt, wobei du die Matte mit gleichmässigem Druck über das Sushi "abziehst".
Kurz bevor du das Ende des Nori erreicht hast, nimmst du ein paar Reiskörner, die du am Rand mit dem Finger verstreichst, denn das ist der "Klebstoff" der die Rolle zusammenhält.
Zum guten Schluß mit der Matte noch mal nachformen und die Rolle ist fertig. Bis zum Aufschneiden kühl aufbewahren, damit sie nicht weich wird.

Wenn du eine Inside-Out-Rolle machen willst, wo der Reis außen ist, mußt du deine MAtte voher mit Küchenfolie belegen.
Dann den Reis wie gehabt auf das Noriblatt pappen, Sesamkörner draufstreuen (dann klebt es nicht so), und dann das ganze mit dem Reis nach unten auf die Folie legen.
Dann wieder Füllung rein und sehr vorsichtig rollen.

Außerdem kannst du noch Nigiri machen, die sind nicht ganz so komplziert: Mit dem Löffel eine etwa daumenlange dickere Wurst vom Reis nehmen, in der Hand etwas zusammendrücken und ein längliches "Brot" daraus formen. Der Reis muß recht kompakt sein, damit das Gebilde beim Essen nicht auseinanderfällt.
Dann Fisch oder anderen belag darauf legen und das wares dann auch schon. Wenn due es dekorativer magst, kannst du noch nen Schnittlauchhalm drumbinden oder einfach einen dünnen Streifen Nori.

Und dann, nach ca. 2 Stunden Zubereitung, gemütlich hinsetzen und geniessen.......

Ist jetzt doch etwas umfangreicher geworden, aber Sushi besteht aus vielen Kleinigkeiten und ist daher ein Gericht, bei dem man auch die Zubereitung lieben und zelebrieren muß.

Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg bei deinem Versuch #stern

bine

8

Danke für die Mühe - da hast so viel geschrieben, probiere ich auf jedem Fall!!!

gruß schmide

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