Der nicht so schöne Geburtsbericht

Hallo Mamis

Leider erzähle ich nun meinen dritten geburtsbericht der leider alles andere als schön war.

Nachdem ich in der 29ssw ein blasensprung hatte und dann fast 6 qualvolle Wochen im
Krankenhaus verbracht habe wurde dann bei 34+0 ssw der Kaiserschnitt gemacht .

Ich bin zwar froh das ich es noch so lange geschafft habe den kleinen in meinem Bauch zu lassen aber das war der Anfang von einer Nicht so schönen Zeit.

Mir wurde täglich 3x blutabgenommen
24/7 hatte ich den wehenhemmer dran
Dann 3x täglich antibiose und dann noch zusätzlich 7 Tabletten täglich.
Dazu alle 3 Tage musste die braunüle gewechselt werden da die Venen von der Reizung der antibiose geplatzt sind. Thrombose spritzen täglich
Nadeln über Nadeln.

Ich habe schon in der zweiten Woche einfach nur noch geweint wenn ich die Schwestern oder Ärzte gesehen habe.
Der Druck kein Besuch zu haben meine großen Jungs 3 und 2 Jahre alt die ich so vermisst habe.
Nach den ganzen Wochen hat dann auch noch meine Psyche nicht mehr mitgemacht. Am Tag 34+0 wurde der wehenhemmer abgemacht und leider sind die Wehen sehr stark los gegangen und das innerhalb von 2 std also wurde mir gesagt sie holen ihn jetzt da er in querlage lag. Wobei der Kaiserschnitt sowieso gemacht werden musste das es der dritte gewesen wäre und ich eine Sterilisation wollte.

Also bin ich in den op gekommen und dort hat der Horror dann weiter begonnen .

Ich habe eine sanfte Spinalanästhesie bekommen das heißt ich konnte alle wie beim Zahnarzt spüren. Also ohne schmerzen aber man hat halt alles gespürt .

Der kleine war da und ich war mit der Psyche so am Ende das ich es nicht länger geschafft habe ihn ihm Bauch zu behalten das ich nur weinte.

Ich habe den kleinen nicht gesehen sie haben ihn sofort weg gebracht. Ich war so am Ende .

Dazu kam das ich dann auf einmal einen starken Schmerz gespürt habe beim schneiden . Diesen Schmerz werde ich mein Leben nicht mehr vergessen . Sofort sind meine Herztöne runter gegangen und der Blutdruck ist gefallen, ich wurde in Vollnarkose gelegt . Später habe ich erfahren die Betäubung hatte nachgelassen da ich schon über zwei std im op war.

Nachdem ich im aufwachraum alleine war ohne mein Mann und ohne Kind hatte ich schon Horror Vorstellungen was passiert ist.

Ich hatte so große Angst um meinen kleinen .

Im Zimmer habe ich ein Foto von ihm gezeigt bekommen , er war voller Schläuche und ich konnte es nicht glauben und Habe mir weiter die Schuld dafür gegeben .


Am nächsten Tag durfte ich endlich zu ihm auf die Intensivstation . Der kleine wurde mit 46cm und 2445 Gramm geboren mein kleiner Prinz.

15 unendlich lange Tage musste er dort bleiben bis ich ihn mit nach Hause nehmen durfte .
Er hat dafür gekämpft. Er brauchte Sauerstoff und konnte nicht saugen musste also über eine Sonde ernährt werden. Zusätzlich hatte er antibiose bekommen da er Entzündungswerte im Blut hatte. Die Temperatur konnte er auch nicht halten . Naja und dann hatte er immer wieder starke Herz Aussetzer .
Es war die Hölle die ich überstanden habe und ich bin froh das es das letzte mal war.

Im Nachhinein hatte man mir gesagt meine Plazenta war festgewachsen und ich hatte schon ein Riss Inder Gebärmutter Narbe vom vorigen Kaiserschnitt . Also alles war echt kurz vor knapp.


Überglücklich bin ich heute das der kleine nun fit ist.

Ich habe noch immer mit der Geburt zu kämpfen aber wenn ich ihn anschaue vergesse ich alles um mich herum .


Nun ist der kleine schon 8 Wochen heute alt und wiegt stolze 4800 Gramm und ist 54cm groß. Er hat sich so super entwickelt .
Ich weis der Bericht ist nicht so schön trotzdem möchte ich ihn mit euch teilen und euch sagen egal wie schlimm oder schwer eine Geburt ist

Wenn man sein Wunder anschaut vergisst man alles um sich herum.


Liebe Grüße Melanie

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