Zweite Geburt nach Kaiserschnitt

Unsere erste Geburt, die ja ein Kaiserschnitt war, beschäftigte mich noch einige Zeit. Es ging mir alles zu schnell. Für unser zweites Kind wünschte ich mir sehr eine normale Geburt.
Ich wurde 8 Monate nach Kaiserschnitt wieder schwanger- geplant 😊 und mein FA sowie auch meine Hebamme ermutigten mich, es ohne Kaiserschnitt zu versuchen. Der Plan stand also.
In der 32. Woche dann der Schock: Baby viel zu groß/ schwer für die Woche, ich wurde gleich ins Krankenhaus zur Geburtsplanung geschickt. Dort einigten wir uns, dass bei 38+0 ein erneuerter Termin sein soll und wir dann entscheiden, ob Einleitung oder Kaiserschnitt. Ich war total traurig und hoffte so sehr, dass unser Kleiner wie seine Schwester noch vorher kommen wollte. Aber es tat sich nichts. Ich war wirklich frustriert.
An 37+4 war ich mir dann sicher, dass es vorher nichts mehr wird und schloss damit ab 😅 vormittags musste ich mit unserer Tochter zum Kinderarzt, danach haben wir einen Mittagsschlaf gemacht und nachmittags waren wir lange spazieren. Am Abend brachten mein Mann und ich die Kleine gemeinsam ins Bett. Gerade als ich die Zimmertür hinter mir schloss, kam die erste Wehe- und wie 🤣 ich war mir sofort sicher, dass es losgeht und ich freute mich total. Ich packte meine Kliniktasche und hab meinen Eltern schonmal Bescheid, da sie zum Aufpassen kommen wollten. Dann ging ich noch in die Wanne. Dort hielt ich es nicht lange aus. Die Wehen blieben im 7 Minuten Abstand, wurden aber noch intensiver. Ich musste schon ordentlich verarmen.
Wir beschlossen dann um 22 Uhr, ins Krankenhaus zu fahren. Dort kamen wir wieder ins Vorwehenzimmer und es wurde ein CTG geschrieben. Die Wehen waren gut zu erkennen und die Untersuchung der Hebamme ergab 4 cm. Sie schickte uns spazieren und nach einer Stunde sollten wir zurück kommen. Die Wehen blieben bei 7 Minuten Abständen und auch weiterhin sehr intensiv, doch es waren weiterhin nur 4cm offen.
Ich schickte meinen Mann heim, damit er sich noch ausruhen kann und ich wurde in einen Kreissaal geschickt, um mich auszuruhen. Haha 🤦🏼‍♀️ ich wehte weiter vor mich hin, kam aber gut zurecht.
Am Morgen dann die nächste Untersuchung- wieder 4 cm. Ich wurde langsam etwas sauer. Ich kam zwar mit den Wehen ganz gut zurecht, aber nach mittlerweile 13 Stunden Wehen wurde es immer schwieriger. Es wurde nochmal ein Ultraschall gemacht, da war aber alles okay. Um alles etwas anzustoßen, bekam ich einen Wehencocktail und sollte wieder spazieren. Nach einer Stunden bekam ich einen heftigen Wehensturm. Meinen Mann hatte ich zwischenzeitlich informiert, er brachte mich zurück in den Kreißsaal. Die Hebamme empfohl mir eine PDA, da der Muttermund immer noch bei 4cm war. Die PDA war eine Erlösung. Ich konnte mich kurz erholen, bis dann nach 24 Stunden ohne Fortschritt 2 Hebammen und 2 Ärzte hereinkamen. Die Fruchtblase wurde gesprengt, als letzte Lösung vor dem Kaiserschnitt. Das hatte leider die Wirkung, dass ich Presswehen bekam. Ich musste noch ca eine halbe Stunde veratmen, dann durfte ich endlich mitpressen. Nach 2 Stunden, Dammschnitt, Dammriss und Scheidenriss durfte ich dann endlich unseren Sohn in die Arme nehmen. Er hatte die Nabelschnur um den Hals und war etwas blau, aber er schrie direkt und durfte bei mir bleiben. Ich wurde noch 1,5 Stunden genäht und kann im Nachhinein sagen: nach dem Kaiserschnitt ging es mir viel besser! Dennoch bin ich froh, es geschafft zu haben und dass wir alle gesund sind 🥰

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Achso, er kam dann gerade so noch an 37+5 nach knapp 28 Stunden mit 4300 Gramm 🙊

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