Meine 3 schöne Geburt auch ohne Partner

Auch ich möchte meinen Geburtsbericht niederschreiben.
Unser kleiner Sonnenschein kam am 25.4 5 Tage vor dem errechneten Termin zur Welt.
Am Montag war ich noch beim FA alles komplett Geburtsunreif und es sah nicht danach aus das es bald losgeht. Ab Donnerstag änderte sich das jedoch, mein Verhalten hat sich geändert, nochmal starker nestbau, und ich habe sehr viel geschlafen und hatte das extreme Bedürfnis mehrmals am Tag warm duschen zugehen, die übungswehen hatten sich verändert und sind zu einem mensartigen ziehen im unten Bauch und Rücken geworden. Dieses blieb auch so und kam immer in Wellen wieder. Ich mochte da schon nicht mehr spazieren gehen habe mich aber mit Mann und Kindern dazu aufgerafft. Freitag das gleiche wieder, bis auf das ich sehr starken Druck nach unten hatte und die wehe stärker waren und inzwischen ziemlich zwickten. Wir Video telefonierten mit meiner Tante die Geburtstag hatte. Ich legte mich danach ins Bett mit meiner treuen Begleiterin der Wärmflasche und verschlief den gesamten Nachmittag. Mein Partner hat die Kinder beschäftigt und noch ein paar Kleinigkeit eingekauft. Zum Abendessen war er dann der Meinung ich könnte ja mal wieder aufstehen denn was essen muss ich ja auch. So hab ich dann die Abend Routine übernommen, essen gemacht (mich dazu gezwungen etwas zuessen) Kinder Bett fertig gemacht ect. Als mein Partner und ich dann auf dem Sofa kuschelten sagte ich noch zu ihm; ich glaube der kleine wartet nur darauf das der Geburtstag von meiner Tante vorbei ist, der kommt in den nächsten Tagen so wie es sich anfühlt. Wir lachten beide noch darüber.
Um 23 sind wir dann ins Bett. Inzwischen war das zwicken schon schmerzhaft geworden der Bauch wurde regelmäßig hart und auch die untere Rückenmuskulatur verspannte sich immer wieder. An Schlaf war für mich nicht zu denken. Bitte bitte Platz endlich, waren meine Gedanken. Um kurz vor 1 merkte ich einen heftigen Ruck und ein ziehen im Bauch, ich winkelte das Bein etwas an und es lief und lief.... nachdem ich meinen Partner angepampt habe er soll das Licht anmachen weil die Fruchtblase geplatzt ist und ich im Dunkeln das Handtuch für diesen Fall nicht gefunden habe. Licht an und für meinen Partner der große Schreck das Wasser war Gift grün und flockig. Demnach kam die für uns geplante hausgeburt nicht in Frage, das wollte er dann nicht. Wie der Teufel dann im Detail mitspielen will waren auch die beiden betreuungen für die großen nicht vorhanden, die eine hatte ein krankes Kind daheim die andere auf Nachtschicht und konnte erst um halb 6 bei uns sein. Da die wehen aber sofort einsetzten und in Abständen von 5-3 min kamen hat mein Partner den Transport angerufen. Diese kamen mit Blaulicht #klatsch naja egal ich da rein und dann ab ins Krankenhaus. Auf den Weg dahin wurden die Abstände schon kürzer 2-3min sodass die Herren froh waren mich im Kreißsaal übergeben zu können. Wobei ich sagen muss die wehen waren noch super auszuhalten. Ich wurde von einer sehr netten Hebamme in Empfang genommen, die etwas irritiert war das mein Partner nicht dabei war,ich klärte sie auf. Sie hat sich rührend um mich gekümmert. Das ctg war super dem kleinen ging es gut und war trotz wehen sehr aktiv. Ich durfte mich gemütlich im wehenzimmer einrichten. Trotz der wehen die im Wechsel im Rücken und Bauch waren hab ich gelesen und nebenbei die ersten wehen veratmen müssen. So gegen 2.30 Uhr musste ich dann mal aufs WC was die Hebamme dazu genutz hat in den Kreißsaal umzuziehen da die wehen intensiver wurden und länger andauerten. Dort versuchte ich weiter zu lesen was mir dank der wehen nicht mehr gelang. Diese musste ich inzwischen vertonen. Meine Hebamme ist immer wieder zu mir gekommen hat mir Wasser gereicht gefragt ob ich etwas brauche gegen die Schmerzen oder oder oder. Ich verneinte. Um 4 Uhr untersuchte sie mich nochmal 5-6 cm Kopf gut tastbar aber Muttermund angespannt, logisch unterbewusst war ich angespannt (mein Partner fehlte mir bis um 6 muss der kleine drin bleiben bis Papa da ist, Krankenhaus allein Horror für mich). Sie hat mir vorgeschlagen einen buscopan tropf anzuhängen um die Nerven zu beruhigen und den Muttermund zulockern, bis 6 würde er nicht mehr warten. Ja ok. Also tropf dran. Ca 10 min später merkte ich das der Druck extrem war, der drang zum Pressen wuchs mit jeder wehe. Aber ich konnte den Rücken nicht rund machen da ich sowohl im Rücken als auch im Bauch wehen hatte. So wechselte ich in den 4 füssler Stand. Meine Hebamme wich nicht von meiner Seite, sie Atmete mit mir zusammen, massierte mein Becken. Ich sagte dann zu ihr das ich nun Pressen müsste und sie gab das ok. Ich merkte wie der Kopf durchs Becken ging. Die Hebamme sagte nur nicht weiter pressen der Kopf ist da... ich unterdrückte den Drang weiter zuschieben und begann zu zittern, ich sagte nur noch ich kann es nicht weiter unterdrücken und presste, ich spürte wie der kleine sich drehte und rausrutschte, meine Hebamme konnte ihn grad so auffangen.
Ich bin ehrlich dankbar eine so tolle und nette Hebamme bei der Geburt gehabt zuhaben, ich hab mich weder allein gelassen noch im Stich oder schlecht betreut gefühlt. Eigentlich wollte ich nun nur Ambulant bleiben, aber da der kleine Zuviel Fruchtwasser getrunken hatte verweigerte er die ersten 20 std seines Lebens die Brust. Er bekam dann etwas gegen die Bauchschmerzen und Übelkeit und danach hat er endlich getrunken. Papa und die großen Schwestern durften uns dann aber Montag abholen.

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