die anstrengende Geburt von Tobias

Hallo ihr Lieben,

auch ich möchte nun endlich mal meinen Geburtsbericht schreiben. Dieser wird etwas länger werden.

In der 18. SSW wurde bei mir eine tiefsitzende Plazenta festgestellt. Sie saß direkt am MuMu, aber die Ärztin meinte, dass sie noch hochwachsen würde. Allerdings tat sie dies nicht so wie gehofft und so bin ich am 09.12.11 um 7 Uhr mit Blutungen in den Kreißsaal gefahren. Die Untersuchung ergab: geburtsunreif und Plazenta 1 cm vom MuMu entfernt, wobei noch Gewebe direkt am MuMu saß. Aufgrund der Blutungen musste ich da bleiben und es hieß am nächsten Tag wird eingeleitet. Glücklicherweise blieb mir die Einleitung erspart.

Gegen 15 Uhr setzten die ersten Geburtswehen ein, die auch deutlich auf dem CTG zu sehen waren. Die Freude war groß, denn es hieß unser Kleiner macht sich auf den Weg. Die Wehen wurden schnell stärker und regelmäßiger. Leider wollte sich nur mein MuMu nicht öffnen. Die Nacht waren die Abstände bei 6 Minuten und ganz schön heftig, aber der MuMu war noch immer nur fingerdurchlässig. Morgens um 4 Uhr war ich dann schon ganz schön am Ende. Die Wehen waren sehr schmerzhaft und ich fragte dann nach einer PDA (die ich eigentlich immer ausschloss). Diese bekam ich dann um 5:30 Uhr und ich konnte glücklicherweise noch etwas schlafen. Um 8 Uhr rief ich dann meinen Liebsten an, damit er sich auf den Weg macht. Unter der PDA öffnete sich der MuMu dann ziemlich schnell bis auf 5 cm und dann stockte es wieder, so dass ich um 11 Uhr den Wehentropf angelegt bekam. Viel passierte auch jetzt noch nicht. 3 Stunden später war er bei 7 cm und meine Fruchtblase wurde gesprengt. Von da an ging es richtig los. Trotz PDA (die sehr gut gelegt war und bis dahin auch wirkte) waren die Wehen schmerzhaft. Der MuMu war dann auch bald komplett offen, aber so richtig voran ging es auch nicht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl er hängt im Becken fest und die Schmerzen ließen mich fast wahnsinnig werden. Ich schrie irgendwann nur noch, weil ich es nicht mehr aushielt und das auch noch um die 2 Stunden an. Ich hatte überhaupt keine Kontrolle mehr über irgendwas und der Drang zu pressen wurde immer stärker. Als dann die Presswehen richtig einsetzten wäre ich am liebsten geflüchtet. Die Schmerzen waren der Hammer und ich flehte die Hebamme an, das nur noch zu beenden. Sei es durch die Zange, die Saugglocke oder einen KS. Ich wollte überhaupt nicht mehr!! Ich presste und presste und es ging nicht wirklich vorwärts. Die Hebamme bereitete dann alles vor und es kamen 2 Ärztinnen mit der Sauglocke. Sie wurde ruckzuck angesetzt und dann war auch schon der Kopf da. Und als die Schultern kamen fühlte es sich an, als würde mein Becken brechen. Er war ein Sternengucker und hatte sich nicht richtig reingedreht, sodass er fest hing (was ich schon lange vorher merkte). Meine Beckenfehlstellung tat ihren Beitrag ebenso dazu. Ich bin zudem sehr stark gerissen (DR III) und musste zusätzlich geschnitten werden.

Aber als er auf meinem Bauch lag war alles egal. Er war endlich da und schaute sich gleich neugierig um. Er war wunderschön und absolut perfekt!! Da waren die ca. 27 sehr schmerzhaften Stunden völlig egal und eigentlich auch gleich vergessen.

Ich hoffe nur, dass es beim 2. Kind dann einfacher vonstatten geht.

Und noch die Daten:
Tobias wurde am 10.12.2011 um 18:25 Uhr geboren mit 54 cm, 3840 g und einem KU von 35 cm.

Wir hatten die ersten Wochen ein paar Probleme, aber nun ist er ein ausgeglichener und aufgeweckter Strahlemann und wir sind einfach nur glücklich. Er macht jeden Tag zu etwas besonderem und wir genießen jede Minute.

Liebe Grüße, Stefanie mit Tobias (10 1/2 Wochen)

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Schöner Bericht, hast ja ordentlich was mit gemacht. Mein schatz ist am

8.12.11 um 2:51 Uhr geboren mit fast den selben Daten 54 cm 36kopf und 3880 ;) allerdings leider ks ;(((((

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