Muss ein Kind in die Kita

Hallo erst mal. Muss ein Kind Ü3 unbedingt in die Kita? Soziales miteinander lernen sie doch zb auch in Spielgruppen oder auf dem Spielplätzen. Ich habe 6 Kinder und alle waren mit spätestens 4 in der Kita. Nur die letzte mag nicht so recht. Sie mag die Kita nicht. Sie ist 4 Jahre alt. Das Jugendamt meint, sie muss aber in die Kita. Was sagt ihr?

Kita ja oder nein?

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Nein, diese kurzen Begegnungen genügen meistens nicht und Kinder gehören unter (gleichaltrige) Kinder. Was spricht gegen einen Besuch der Kita? Der muss ja nicht den volltags sein.

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Grundsätzlich: JA!

Ich wüsste gar nicht, ob für Ü3-Kinder überhaupt Spielgruppen existieren. Wahrscheinlich eher nicht, da Kinder in diesem Alter ja in der Regel im Kindergarten sind. Auf Spielplätzen haben die Kinder kurze Begegnungen mit wechselnden Kindern (und in der Regel stehen die Mütter da auch noch mit dabei), das kann man nicht mit dem regelmäßigen Miteinander in der Kita vergleichen.

Da du ja 6 Kinder hast, daher dürfte deine Tochter ja schon in der Familie viel Kontakt mit anderen Kindern haben (oder wie alt sind die anderen 5? Leben sie alle bei euch im Haushalt?)

Warum mag sie die Kita denn nicht? Wie lange geht sie schon dort hin?

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Inwiefern interessiert das denn das Jugendamt? Mein älterer Neffe war nicht in der Kita und kommt jetzt in der Schule trotzdem gut zurecht. Das hat nie ein Jugendamt interessiert.
Wenn das bei euch ein Thema fürs Jugendamt ist, hat das ja vielleicht Gründe? Hast du mit den Mitarbeitern dort gesprochen, warum dein Kind in die Kita muss?

Ich persönlich glaube, dass zumindest ein paar Stunden Kindergarten (meine Kinder waren nur drei bis fünf Stunden täglich dort) den meisten Kindern gut tun. Ich denke aber auch, dass es Kinder gibt, die es nicht brauchen und ein paar wenige, die nicht dafür gemacht sind.

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von "Minuten-Kontakten" auf Spielplätzen oder geführten Stundenkontakten in Spielgruppen lernt ein Kind sicher nicht das, was in einer KiGa-Gruppe da über den ganzen Morgen Fünf Stunden abgeht.
Konflikte, Regelmässigkeiten, Gruppendynamik, Sozialverhalten usw... -- das lernt man nicht dreimal die Woche ne Halbe Stunde auf dem Spielplatz.
So viel grundlegendes wird gelernt, für das das Hirn in der ersten Klasse wirklich keinen Raum mehr hat, wenn Schulstoff drankommt.

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Es gibt keine Kindergarten-Pflicht.
https://www.service-bw.de/lebenslage/-/sbw/Kindergarten-5000998-lebenslage-0

Allerdings bin ich der Meinung, dass spätestens das letzte Jahr vor der Schule halbtags im Kindergarten verbracht werden sollte.
Mein Sohn geht in Kita/Kindergarten seit dem 2. Geb. bis 13 Uhr und ich find das sehr positiv seine Entwicklung.

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Hallo!

Es ist richtig, eine allgemeine Kindergartenpflicht gibt es nicht. Aber es gibt Familien, wo das Jugendamt den Kindergartenbesuch zur Auflage macht, damit das Kind in der Familie bleiben kann. Da die TE schon schreibt, dass das Jugendamt sagt, das Kind MUSS in die KiTa, gehe ich davon aus, dass die Familie in irgend einer Form unter Aufsicht des JA steht.
Meine Kinder gingen in eine KiTa, die am Rande eines Sozialwohngebietes lag. Ich kann mich an einen Elternabend erinnern, wo gesagt wurde, dass einige Kinder nur nach vorheriger Absprache oder mit ärztlichem Attest zuhause bleiben durften. Das waren eben solche Fälle.

LG

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Im Normalfall kann man auch in dem Alter eine entsprechende Eingewöhnung machen. Da muss man mit den Erziehern reden.
Da du von Jugendamt sowas kommuniziert bekommen hast, ist es offensichtlich, dass es nötig ist. Die sagen sowas nicht ohne Grund. Im Normalfall interessiert es das Jugendamt nämlich nicht. Nur, wenn sie in einer Familie die Notwendigkeit sehen Kinder extern zu fördern. Ich bezweifle ganz stark, dass du mit 6 Kinder die Kapazitäten hast das Kind altersentsprechend zu fördern, täglich mehrere Stunden auf dem Spielplatz oder in Spielgruppen zu verbringen.
In dem Fall tust du deinem Kind wirklich keinen Gefallen es zu Hause zu lassen.

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Ich tendiere zum Nein, muss es nicht.

Zumindestens dann, wenn ihr mit eurer jüngsten Tochter regelmäßig in mindestens eine feste Gruppe, wo sie immer auf die gleichen Kinder trifft, geht. Und wenn ihr dann dazu noch lockere Treffen mit Kindern habt (Spielplatz, Freunde, Verwandtschaft) und eure Tochter fünf große Geschwister hat, und ihr sie auch ansonsten angemessen fördern könnt (basteln, Ausflüge, ggf. Vorschule ...), dann sollte sie für die Schule gerüstet sein.

Auf der anderen Seite: Meine Patentante ist auch nie in den Kindergarten gegangen, das war auch kein Problem (Jahrgang 69). Sie hatte auch nur ihre Geschwister und die Kinder aus der Nachbarschaft.

Ich würde beim Jugendamt mal fragen, was genau die Gründe für das "sie muss" sind. Wenn das ein persönliches, auf eure Situation zugeschnittenes "Muss" ist, dann würde ich dem auch folgen und wenn es nur 3 Stunden am Tag sind.
Vielleicht hilft ihr ja auch ein anderer Kindergarten - falls das möglich ist.

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ein Kind braucht eine Kita für seine soziale Entwicklung und wenn das JA das will, könnte es zum sorgerechtsentzug führen, wenn nicht

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Hier Grundschule 🙋‍♀️
Kinder, die nicht in der Kita waren fallen uns immer auf. Meist erfahren wir dann auch erst, das die Kita nicht, oder nur sporadisch, besucht wurde.

Aktuell haben wir das Problem mehrfach, weil die Eltern ihre Kinder aus Angst vor Corona nicht mehr in die Kita haben gehen lassen.

Ein Kita - Jahr vor der Schule ist echt sinnvoll. Damit machst du deinem Kind den unvermeidlichen Schulstart leichter.

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