Zeitreise: Wie war eure „Eingewöhnung“ im Kindergarten als ihr Kind wart

Guten Morgen in die Runde,

ich würde gerne gerne eine kleine Zeitreise unternehmen. Könnt ihr euch noch an eure eigene Kindheit erinnern, wie war damals die Eingewöhnung im Kindergarten bei euch und wann war das?

Bei mir muss es 1986 oder 1987 gewesen sein, genau weiß ich es nicht mehr, aber auf jeden Fall Ende der 80er. Ich war war mit meiner Mutter einmal im Kindergarten und habe dort meinen Garderobenplatz gezeigt bekommen. Mein Garderobensymbol war eine Breze. Ich weiß noch, dass es mir an diesem Ort an dem Tag auch nicht gefallen hat und ich zu der Frau im Kindergarten gesagt habe, dass ich nicht wieder kommen werde 😂😂😂
Tja, Pech gehabt. Kurze Zeit später, an einem anderen Tag brachte mich meine Oma wieder dorthin und dann sagten sie mir, dass meine Oma jetzt einkaufen geht und mich dann wieder abholt. Damit war ich nicht einverstanden, ich wollte mit zum Einkaufen. Aber ich durfte nicht. Das Einkaufen kam mir auch extrem lange vor und ich habe es gehasst dort zu sein. Die ganze Zeit habe ich geweint. Bis sie mir ein Bett gemacht haben, dann konnte ich mich da hinlegen und hab unter der Decke weitergeweint. Spielen wollte ich nichts und schon gar nicht mich auf die anderen Kinder oder die Erwachsenen drauf einlassen.
Das ging wohl mehrere Wochen so. Ich kam, bekam ein Bett und hab die erste Zeit meine Zeit dort verschlafen. Irgendwann haben sie mir dann kein Bett mehr gegeben. Die Erzieherin fragte mich, was ich spielen möchte und ich sagte, ich will gar nichts. Dann sagte sie, das geht nicht, ich muss jetzt irgendetwas spielen. Dann hab ich mich für so ein Steckspiel entschieden. So ein Hexagon, wo man passende Trapeze reinlegen kann und ein Muster machen kann.

Ich hatte insofern Glück, als dass ich immer nur bis vor dem Mittagessen im Kindergarten sein musste, denn ich ging nie gerne hin. Es war viel schöner, als ich noch bei Oma zu Hause war. Aber je älter ich wurde, desto mehr habe ich mich daran gewöhnt, dass große Kinder eben in den Kindergarten gehen. Und es war vielleicht auch im Hinblick auf die Grundschulzeit nicht schlecht, dass ich es schon kannte, ohne Eltern zurechtzukommen.

Wie war eure Eingewöhnung im Kindergarten, wurdet ihr auch so wie ich einfach ins kalte Wasser geschmissen?
Seid ihr gerne hingegangen? Wie lange musstet ihr täglich dort sein? Und seit wann gibt es eigentlich richtige Eingewöhnungszeiten, so dass die Kinder mit dem Konzept Kindergarten warmwerden können?

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Guten Morgen,
Ich habe einen großen Bruder der 2,5 Jahre älter ist als ich. Er kam mit 4 in den Kindergarten und ich habe ihn jeden Morgen mit meiner Mama hingebracht und mittags wieder abgeholt. Es gab regelmäßig Theater weil ich dort bleiben wollte. Ich durfte dann, von der Leitung aus und heute unvorstellbar, einen Tag in der Woche dort bleiben, obwohl ich noch keine 3 Jahre alt war.
Mit 3 Jahren, 1986, durfte ich dann eeeeeeeendlich jeden Tag bleiben. Eine Eingewöhnung hat quasi nicht stattgefunden.
Ich habe nur positive Erinnerungen an die Kindergartenzeit!

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Unsere Betreuungszeit war von 8 bis 12 Uhr
Heute auch unvorstellbar.
Meine Mama war 13 Jahre zu Hause.

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Ich wurde von meiner Mutter gebracht. Hab im Flur meinen Platz zugeteilt bekommen und wurde dann in den Gruppenraum begleitet.
Dort saßen alle im Kreis, ich wurde der Erzieherin übergeben und meine Mutter ging nach Hause. Ende der Geschichte.

Wie ich das an dem Tag fand, weiß ich gar nicht mehr. Im Vorfeld hatte ich mich wahnsinnig darauf gefreut und rückblickend habe ich die Kindergartenzeit nur positiv in Erinnerung.

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Kiga so ab 1982.

Mama hat mich hingebracht, abgegeben, ist gegangen. Die Erzieherin hat mich auf dem Arm gehabt und ich habe geweint. Am gleichen Tag wurde ein Junge gebracht, der war ein anderer Typ. Hat ständig versucht abzuhauen. Einmal haben sie ihn erst an der Haupttür erwischt.

Ich mochte die Erzieherin sehr (Fräulein Simonis). Aber das war's.

Ich habe Kiga gehasst. Ich war zu schüchtern und hatte da keine Freunde. Zu Hause hatte ich Freunde in der Nachbarschaft, die nicht gehen mußten. Und ich habe zu Hause gelesen, das ging im Kiga nicht (keine Ahnung ab wann, sicher nicht mit 3, aber halt mit 5 oder so).
Meine Mutter sagt, ich mußte anfangs auch nachmittags bleiben, weil ich sonst keinen Platz bekommen hätte. Der Teil ist komplett aus meinem Gedächtnis raus.

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Huhu.

Ich kam 1995 mit 3 in den Kindergarten. Mama hat mich hingebracht,ich hab mich in der Gruppe vorbestellt und dann wurde gespielt. Um 12 Uhr hat mich meine Mutter abgeholt. Fertig 😂
So klar erinnern kann ich mich aber nicht mehr dran.
Meine Mutter hatte aber wohl nie Probleme bezüglich abgeben. Ich weiß noch ich war in der Pinguingruppe und hatte eine Glockenblume als Zeichen an meiner Garderobe. 😁

LG

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Hallo,

meine Kusine ist ein halbes Jahr älter als ich und war schon im Kindergarten und ich wollte unbedingt auch.
Also durfte ich, obwohl es anders geplant war.
Am ersten Tag kam meine Mama schon nach einer Stunde - und ich habe sie wieder nach Hause geschickt, war mir einfach zu früh.
Ab dem nächsten Tag ging ich ganz regulär in die Nachmittagsgruppe.

Meinem Bruder fiel es deutlich schwerer. Ich erinnere mich noch gut, dass die Erzieherin jeden Tag mit ihm am Fenster gewunken hat. Und nach wenigen Wochen gab es extra einen Zaun, zuvor war nur die Mauer des Pfarrgartens und der Spielplatz nicht extra abgetrennt. Aber selbst die Mauer konnte meinen Bruder nicht halten.
Heute völlig unvorstellbar, aber unsere Mama nahm es gelassen 😄

Lg

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Ich bin mit 4 in den Kindergarten gekommen und weiß noch wie unendlich peinlich es mir war, dass meine Mutter tatsächlich in den Kindergarten mit rein wollte.

Mir war so lange gesagt worden, dass ich nun ein großes Mädchen war, dass ich es extrem unangenehm fand. Ich glaube das war das erste Mal in meinem Leben, dass mir meine Mutter peinlich war und ich habe sie verzweifelt versucht zu überreden, mich alleine in den Kindergarten zu lassen.

Insgesamt hatte der Kindergarten aber nicht viel mit dem Kindergarten zu tun, den mein Kind heute besucht. Ich wurde gegen 9 gebracht und um 11:30 wieder abgeholt, Dienstag war mein Mama-Tag und Donnerstags mein Papa-Tag, und Freitags waren wir immer bei den Großeltern 🙈 also faktisch 2x die Woche 2,5 Stunden betreutes spielen mit meinen Freundinnen. Fand ich aber auch nicht schade, im Gegenteil, so toll war der Kindergarten auch nicht. Keinerlei Frühförderung oder sonst was, nur freies Spiel aber nach strengen Regeln.
Ich war sehr froh, als ich endlich in die Schule konnte und habe dort auch zeitnah eine Klasse übersprungen. Dann wurde es besser für mich.

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Hi,

ich kann mich nicht darin erinnern. Lediglich an die Übernachtung im Kiga, zum Abschluss habe ich Erinnerungen.
Ich kam 1988 in den Kindergarten und eine Eingewöhnung in dem Sinne gab es nicht. Man kam hin, Mama durfte erstmal mit und man hat sich alles zusammen angeschaut und dann ging Mama.
Wobei es in meinem Fall wohl so war (Erzählung meiner Mutter), dass ich meine Hausschuhe angezogen habe an meinem Platz und ihr dann mehr oder weniger gesagt habe, dass ich ja groß bin und sie heim kann,dann war ich auch schon in der Gruppe verschwunden und am spielen.
Es gab eigentlich nie Probleme, mal phasenweise Tage wo ich nicht wollte, aber eigentlich war ich immer gerne dort. Was wohl auch erklärt, warum ich kaum Erinnerungen habe 😂.
Kiga war bei uns von 9 -12 und dann konnte man ab 13 Uhr nochmal bringen, wenn man wollte.

Mein Großer hatte natürlich vor 3 Jahren schon eine Eingewöhnung, wir haben es immer wieder gesteigert mit den Zeiten und obwohl er so schüchtern ist und Zeit braucht, hat er sich dort wohl gefühlt und ist gerne hin.
Unsere Kleine wurde jetzt Ende Mai unter Coronabedingungen eingewöhnt. Ich hätte, da niedrige Inzidenz sogar mit reingedurft, aber die Kleine kommt nach Mama und ist daher mit großem Bruder und Erzieherin abgedampft und ich habe 1 Stunde später ein glückliches Kind abgeholt, dass eigentlich noch bleiben wollte.😅
Nach 2 Wochen blieb sie dann solange wie ihr Bruder. Alle Erzieher meinten sie wäre so entspannt und mache das super klasse.
Beide gehen jetzt von 8:30-13:15, wenn ich im Oktober wieder arbeite dann von 8 -13:30, bzw der Große ist dann ja in der Schule🙈

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Hallo
Ich kam 1982 mit knapp 2 Jahren in den Kindergarten. An die Eingewöhnung selbst kann ich mich nicht wirklich erinnern. Ich kam ziemlich zeitgleich mit meiner Cousine in den Kindergarten und wir sind wohl direkt einfach gemeinsam losgezogen. Mittags hat uns unsere Oma abgeholt und an 2 Tagen Nachmittags wieder hin gebracht.
Ich weiß allerdings noch sehr gut, dass wir das Konzept am Anfang nicht ganz verstanden haben. Die Erzieherinnen waren hauptsächlich ziemlich jung und wir haben wohl öfter mal gefragt, wann sie denn arbeiten gehen und warum sie hier so viel spielen und basteln #rofl

LG

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sehr süß 😂. Eine gute Freundin von mir ist Erzieherin und wird das auch heute noch regelmäßig gefragt 😂

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Mein Großer hat mich auch mal ganz erstaunt gefragt, warum die Erzieherin eine Pause bräuchte und ein anderes Mal war er ganz verwundert, als er eine Erzieherin in der Straßenbahn getroffen hat und sie auf seine Frage, wohin sie denn wolle, antwortete: "Nach Hause." Sie ist seiner Meinung nach in die ganz falsche Richtung, nämlich weg vom Kindergarten, gefahren #rofl

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Eingewöhnung, sowas gab es damals nicht. Wir düften im Juli mit den ältern nachbarskinder 1, 2 oder 3 Tage (weiß ich nicht mehr) zusammen in den kiga gehen. Oder schnuppern.
Das hieß wir wurden zuhause vom Kindergartenbus abgeholt, die Busbegleitung, Frau S. Hat uns in Empfang genommen und dann ging die 7 km zum kig und Danach mit dem Bus zurück.
Am Land hatten viel nur 1 Auto pro Familie oder Mama musste sich ein Auto mit den Großeltern teilen.
Ich war nur 1 Jahr 87/88 im kiga.
Den kigabus gab es bis ca 2002.

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