Kinder gehen ungern in den Kindergarten

Hallo zusammen,

ich wende mich heute mal wieder mit einer Frage wegen meiner 3-Jähringen Zwillinge an Euch. Habt ihr vielleicht Tipps wie ich es schaffe, dass meine Mädchen gern in den Kindergarten gehen? Schon von Anfang an gibt es abwechselnd Phasen, wo eine der beiden ungern geht. Wirklich gerne aufstehen und morgens hingehen tun sie beide nicht. Aber abwechselnd gibt es Tränen und Diskussionen deswegen.

Ich muss etwas ausholen. Die beiden sollten letztes Jahr im März in die Krippe kommen. Wir hatten da einen sehr schlechten Start. Die Eingewöhnung lief sehr schlecht, da sie beide sich sehr schwer von mir trennen konnten. Nach nicht mal zwei Wochen mussten wir dann Corona bedingt abbrechen und die Eingewöhnung wurde im Mai fortgesetzt. Da lief es dann richtig gut. Von da an gingen sie täglich von 8-14 Uhr in die Krippe, machten dort auch problemlos Mittagschlaf. Allerdings war es auch da schon so, dass sie nicht mit wirklicher Freude hingingen. Die ersten Monate gab es auch beim Abholen täglich Tränen.
Seit Januar diesen Jahres lief das Abholen dann besser. Die beiden machten seitdem keinen Mittagsschlaf mehr und kamen mir jeden Nachmittag freudig entgegen gerannt. Das Bringen morgens klappte zwar ohne Tränen, aber wie gesagt, wirklich freuten sie sich auch nicht auf den Kindergarten.

Im März diesen Jahres wurden die beiden 3 Jahre und wechselten von der Krippe in den Kindergarten. Weil wir hier zwei Plätze in unserem Ortsteil bekommen haben, haben sie damit auch die komplette Einrichtung gewechselt. Hier gab es eine corona-abgespeckte Eingewöhnung, ich war nur ein Tag mit in der Einrichtung. Insgesamt haben sie es aber eigentlich recht gut gemacht. In der jetzigen Einrichtung sind sie auch täglich von 8-14 Uhr.

Leider gab es in unserem Leben noch eine größere Veränderung. Mein Mann und ich trennten uns im Februar und Anfang diesen Monats bin ich mit den Mädchen zusammen ausgezogen.

Den Kindergarten haben sie nicht gewechselt, vorerst soll das auch nicht geschehen. Die beiden sehen ihren Papa regelmäßig, insgesamt würde ich sogar behaupten, verbringen sie jetzt sogar mehr Zeit mit ihm als vorher. In unserem neuen Zuhause fühlen sich die beiden auch sehr wohl.

Nun zu meinem Problem. Immer noch haben wir fast täglich Diskussionen weil eine der beiden nicht in den Kindergarten gehen möchte. Vor allem nach den Wochenenden, Feiertagen oder Ferien ist es besonders schlimm. Ich muss arbeiten und die beiden müssen in den Kindergarten gehen, es geht leider nicht anders. Ich würde mir so wünschen, dass die beiden mit Freude in den Kindergarten gehen, sich morgens darauf freuen. Gründe dafür, warum sie nicht gehen wollen, können sie nicht benennen. Meist kommt auf meine Nachfrage nur die Antwort „Weil ich lieber zuhause bleiben möchte“.
Beim Abholen sind sie inzwischen immer fröhlich und stürmen auf mich zu und erzählen was sie alles erlebt haben. Auf meine Nachfrage bestätigen sie dann auch immer, dass es im Kindergarten schön war.

Beim Abschlussgespräch für die Eingewöhnung mit der Leiterin der Einrichtung sagte sie mir, dass die beiden gut angekommen sind. Die beiden sind eher zurückhaltend und nicht so extrovertiert, vorallem wenn sie nicht in ihrer heimischen Umgebung sind. Das war schon immer so und hat es für uns alle schon oft sehr schwer gemacht. Ich hab das allerdings so akzeptiert, sie brauchen immer etwas, bis sie sich von mir lösen und auftauen.

Trotzdem frage ich mich, ob ich irgendetwas dafür tun kann, dass es den beiden besser gefällt und sie sich morgens darauf freuen. Ich muss sagen, dass es auch oft schwierig ist, die beiden zum Aufstehen zu motivieren. Sie wollen am liebsten noch lange im Bett lümmeln, Hörspiele hören und kuscheln. Ich versuche ihnen so viel Zeit zu geben wie sie brauchen, damit sie möglichst entspannt in den Tag starten können.

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps? Würde demnächst auch mal das Gespräch mit den Erziehern suchen, während der Hol- und Bring-Situation ist kein wirkliches Gespräch möglich. Leider weiß ich auch recht wenig über den Alltag und die Routinen dort.

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Mein Tip als Pädagogin und Mutter: Diskutiere nicht. Gehe einfach nicht mehr darauf ein. Wenn sie fröhlich aus dem Kindergarten kommen, dann ist doch alles gut. Sie spüren, dass du auch unsicher bist. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich klar bin, ist es auch mein Sohn. Und ganz ehrlich, welches Kind ist nicht lieber bei seinen Eltern, als in einer Fremdbetreuung? Versprühe Zuversicht. Äußere dich positiv über die Kita. Erzähle ihnen, was sie wieder alles Tolles erleben werden. Begrüße die Fachkräfte besonders freundlich. Verabschiede fröhlich deine Kinder und wünsche ihnen einen schönen Tag. Wenn du sie abholst, lass dir erzählen, was sie alles tolles erlebt haben usw. 😊

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Und natürlich kannst du jederzeit die Fachkräfte um einen Termin bitten.

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Das sind viele Veränderungen aber ich denke das es deinen Kindern in dem Kindergarten doch gut geht wie du schreibst.

Mein Sohn ist auch 3 und nach einem Wochenende will er zumindest Montags das ich ihn früher abholen. Den Rest der Woche denkt er darüber gar nicht nach.

Du machst schon das Beste für deine Kinder.

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Hi,
ich glaube, du erwartest zu viel. Ich bin zufrieden, wenn meine Kinder ohne Geschrei gehen und es ihnen dort laut Erziehern gut geht 😅
Mein Sohn wäre auch lieber daheim, Kindergarten ist einfach laut und anstrengend und bei Mama ists am Schönsten.
Liebe Grüße

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Hi!

So lange sie tagsüber in der Kita fröhlich sind würde ich mir keine Gedanken machen.

Ich glaube, das ist auch Charaktersache. Meine Große (6) freut sich, wenn sie nach längerer Zeit wieder in den KIGA darf. Ansonsten nimmt sie es halt so hin.

Der Mittlere (5) ist introvertiert und hat keine Lust auf Kita, ist aber dort fröhlich und zufrieden (habe ich beim Abholen oder bei Terminen selbst gesehen).

Die Kleine (1 3/4)) hatte jetzt ihre Eingewöhnung und geht sehr gerne hin. Sie freut sich, ihre Erzieherinnen zu sehen, trennt sich aber trotzdem ungern von mir.

Ich würde auch positiv bleiben, erzählen, wie toll die Kita ist, aber trotzdem evtl. Sorgen ernst nehmen.

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