Ist das normal?

Hey. also mir ist grad folgendes passiert ich habe meine Tochter (4jahre) heute von der Kita abgeholt sie ist seit Februar dort aber war des öfteren auch krank sodass sie im großem und ganzem so 2 monate insgesamt da war. zu meiner Tochter sie ist unter fremden sehr schüchtern und redet nicht wie in der Kita mit den Erzieherin spricht sie garnicht nur mit paar Kids.. so nun zu dem was heute passiert ist die Erzieherin sprach mich drauf an das heute Geburtstag gefeiert worden ist und das meine Tochter nicht gratuliert und wen sie beim nächsten mal nicht gratuliert sie keine süßigkeiten tüte bekäme damit sie es lernt.. im ersten moment dachte ich mir ok alles klar doch im auto dachte ich nach und war geschokt sowas kann man doch nicht machen mit einem kind ich habe mit meiner Tochter geredet und sie meinte zu mir ich schäme mich. jetzt überlege ich wie soll ich damit umgehen was würdet ihr tun?

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Ich finde, das Thema ist stark Personen- und Situationsabhängig.
Ich habe auch schon mal ein Kind ohne Süßesmitgebsel heim geschickt.
Das Kind war nicht mehr neu (fertig eingewöhnt, kannte Kinder und Tagesabläufe), hatte aber einen sehr starken Willen.
An diesem Tag wollte er zb partout nicht mit zum Morgenkreis. Ich habe vorher mit ihm gesprochen, dass wir im Kreis Geburtstag feiern wollen und dass das Geb.Kind auch etwas zum verteilen hat.
Er wollte nicht, feierte nicht mit, bekam das Mitgebsel nicht. Beim Abholen schickte er seine Mutter zu uns, sie solle seine Süßigkeiten für ihn abholen. Nachdem ich die Mutter die Situation geschildert habe, war sie damit einverstanden, dass ihr Kind ohne die Tüte nach Hause geht. Wer bei den Aktivitäten der Gruppe nicht dabei ist, dass Geburtstagskind nicht mit feiern möchte, nicht gratuliert, muss auch nicht mit was süßem belohnt werden.
Für ihn war das der richtige Weg, seitdem sitzt er immer im Kreis, feiert mit und legt ein höfliches und soziales Verhalten an den Tag.

Ein anderer Fall, war ein sehr schüchternes Mädchen, was sich auch nicht getraut hat die Tüte entgegenzunehmen und Danke zu sagen. Für sie war das im Kreis vor allen anderen zu viel. Aber wenn die anderen Kinder spielten, konnte sie dem Geburtstagskind alleine im Flur gratulieren. Und ganz am Anfang hat sie ihre Mama mitgenommen, zum Geburtstagskind und hat noch mal gratuliert und bekam auch ihre Tüte.
Bei manchen Geburtstagen, hat sie auch lieber von sich aus auf die Tüte verzichtet, und gesagt sie möchte das jetzt nicht. Das war ihre Entscheidung, das ist auch okay.

Ich will sagen, es gibt hier kein schwarz und weiß. Sondern man muss genau in die Situation gucken und gucken welche Angebote es auch von Erzieher Seite für das Kind gegeben hat.
Wir gehen in solchen Situationen auch immer auf die Eltern zu und berichten von den Situationen. Je nachdem wie gerade die personelle Besetzung ist oder in welcher Situation das Kind abgeholt wird, hat man mal mehr oder mal weniger Zeit für so ein Tür und Angel Gespräch.

Wenn du dich damit unwohl fühlst, geh morgen noch mal zu den Erziehern hin und sprich sie an. Ganz blöd wäre es wenn du mit einem negativen Gefühl in den Kindergarten gehst, das merkt dein Kind, und macht es ihm im Alltag dort nicht leichter.

Lg 🙋‍♀️

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Ach du meine Güte,ist das unverschämt. Ich wusste nicht,dass die Erzieher dort die Eltern von den Kindern sind und solche Bestrafungen zu Tage legen. Wahnsinn!
Es ist doch bekannt,dass deine kleine schüchtern ist. Warum also sie zwingen und bestrafen? Ich finde das über griffig.

Ich würde morgen mit der Erzieherin in Ruhe sprechen und ihr freundlich sagen wie du es aufgefasst hast.

Meine Tochter ist nicht schüchtern ,gratuliert aber im Kindergarten auch nicht immer. Na und,ist halt so.

Es wird echt zu viel erwartet.

LG :)

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Hey,

Also ob das mit der Bestrafung so richtig ist oder nicht, ist immer ein schwieriger Weg! Ich verstehe, dass dich das aufregt, ich verstehe aber auch die andere Seite, dass es einfach dazu gehört anderen zum Geburtstag zu gratulieren wenn man mitfeiern möchte.

Ich persönlich lege sehr viel Wert darauf das mein Sohn anderen gartuliert. Aber auch bei anderen Sachen wie zum Beispiel Danke, Bitte, Hallo, Tschüss etc. einfach auf diese normale Höflichkeit. Ich finde das sehr wicjtig, dass er lernt das sich so etwas gehört und er das auch machen muss. Mein Sohn ist jetzt 5!

Wenn sie sich alleine nicht traut, könnte sie ja mit Hilfe der Erzieher gratulieren, dann müsste sie dies nicht alleine tun.

Ich hoffe ihr könnt das im Kindergarten klären und wünsche euch alles Gute...

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Hi,
naja, wichtig ist das anderen Eltern sicherlich auch und dennoch kann es passieren, dass deren Kinder einfach den Mund nicht aufbekommen, weil sie zu schüchtern sind. Wenn Kinder den Mund aufbekommen, ist das super, aber ob es immer die Eltern sind, die sich das auf die Fahne schreiben dürfen, wage ich zu bezweifeln. Wir gehören auch zu den glücklichen Eltern, deren Kinder das einigermaßen hinbekommen, aber als ich letzthin die 8-Jährige meiner Freundin erleben durfte, da konnte ich mal sehen wie die Königsdisziplin des Sich-Bedankens und -Verabschiedens aussieht.🤣 Und ich bin mir sicher, dass meine Freundin und ich da recht ähnlich ticken, was die Wertevermittlung bzw. das Vorleben anbelangt. Die kleine Lady kann’s halt einfach.
@TE: Seltsame Erziehungsmethoden haben die da in der KiTa, da würde ich nochmal des Gespräch suchen.

vlg tina

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Nur mal kurz als Beispiel: mein Mann und ich legen viel Wert auf höfliche Umgangsformen, ich selbst wurde -was zum Beispiel Höflichkeitsfloskeln und Hände schütteln etc. angeht auch sehr streng erzogen (war ja vor Corona 🤣) und natürlich wird bei uns auch bei einem Geburtstag gescheit gratuliert. Meine große Tochter ist ein total offenes Kind, alles andere als Schüchtern! Und da ist das alles überhaupt kein Problem. War es auch noch nie! Meine Kleine (jetzt 3,5) ist mega schüchtern. Sie muss sich erst richtig wohlfühlen, bevor sie mit jemandem spricht. Und glaub mir, sie kann sehr gut sprechen und weiß auch, wann man „bitte“ und „danke“ sagt etc. Trotzdem kann sie das in entsprechenden Situationen bei Fremden (noch) nicht. Sie hat sich zum Beispiel auch ewig im Kindergarten nicht getraut zu sagen, dass sie auf die Toilette muss. Obwohl sie schon lange trocken war. Sie hatte da so Angst, was zu sagen. Sie gratuliert da auch nicht bei jedem Kind alleine (da helfen dann die Erzieherinnen bei uns einfach mit, dann passt das für alle). Inzwischen ist sie nach vielen Monaten dort richtig angekommen und traut sich immer mehr. So ist einfach ihr Charakter. Meine Große war nach 1 Tag eingewöhnt und plappert allen das Ohr ab. Null Schüchternheit!

So kann es gehen! 100% Geschwister, 100% gleiche Erziehung , 100% verschiedene Kinder 🤷‍♀️

An die TE: Ich würde das im Leben nicht zulassen, dass das Kind da „bestraft“ wird, weil es sich einfach noch nicht traut. Such bitte deinem Kind zuliebe da nochmal das Gespräch, damit eine gute Lösung gefunden werden kann!

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Oh, ich glaube da habt ihr eine Erzieherin erwischt, die ich nicht als Kollegin wollte und erst recht nicht für meine Kinder wollte.

Ich finde die Kollegin unpädagogisch und unempathisch.
1. Man bestraft niemals mit Essensentzug oder Essenszwang
2. Eine Gratulation sollte nicht der Preis für eine Gegenleistung sein, sondern von Herzen kommen oder eben nicht.
3. Ein Kind, das generell schüchtern ist, sollte man niemals aufgrund seiner Zurückhaltung beschämen oder es gar dafür bestrafen. Pädagogisch wäre es gewesen, dem Kind anzubieten gemeinsam zu gratulieren, wenn es das möchte oder aber ein Nein zu akzeptieren, wenn es sich den Glückwunsch auch mit Hilfe nicht zutraut.

Ich finde die Erzieherin sehr grenzüberschreitend und ich denke, sie schadet dem Kind mit ihrem unprofessionellen Verhalten.

Bitte die Frau doch nochmal um einen Gesprächstermin. Und sag ihr, dass deine Tochter sich schämt. Wenn sie ein Herz hat, lenkt sie ein.

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Süßigkeiten sind kein "Essen".

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Dann entschuldige, wenn ich mich diesbezüglich falsch ausgedrückt habe. Es geht bei der Sache auch nicht darum, was es als Belohnung für die Kinder gab, ob es nun Süßigkeiten waren, oder ob es ein Apfel gewesen wäre, es geht darum, dass dieses Kind für etwas bestraft wurde, wofür es nichts kann. Es wurde beschämt und dadurch bestraft, dass es diese Süssigkeitentüte nicht bekommen hat, weil es nicht gratuliert hat.
Aber manchen Kindern fällt es unglaublich schwer bis hin zur Unmöglichkeit vor einer Gruppe von Kindern zu sprechen oder mit Fremden zu sprechen.
Das alleine ist schon belastend für ein betroffenes Kind. Und anstatt, dass man versucht diesem Kind bei seinem Problem zu helfen, geht man hin und beschämt und bestraft es für etwas, wo es eigentlich Hilfe und Unterstützung gebraucht hätte.

Und zusätzlich kommt einfach noch der Aspekt hinzu, dass man, egal worum es beim Thema essen geht, dem Kind nichts aufzwingen oder verweigern sollte, um damit irgendetwas zu erpressen. Häufig schon gelesen, dass Kindern der Nachtisch z.B. verweigert wird, wenn sie die Hauptspeise nicht aufgegessen, oder wenigstens probiert haben.
Und hier wurden die Süßigkeiten verweigert, weil das Kind nicht gratuliert hat. Das ist einfach so ungut, weil es das Essen bzw. die Süßigkeiten an eine nicht erfüllbare Bedingung geknüpft hat, und das Kind gedemütigt hat.

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Könnte dein Kind zufälligerweise selektiven Mutismus haben? Bei Mädchen ist die Quote soweit ich weiss irgendwo zwischen 1:1000 bis 1:2500. Viele Kinder kriegen reihenweise Strafen oder in der Schule schlechte Noten, weil sie nicht sprechen, obschon sie es selbst nicht ändern können.

Ich würde der Erzieherin auf jeden Fall klar machen, dass du auf keinen Fall möchtest, dass diese oder ähnliche Strafen zur Anwendung kommen und ggf. einen Riesenwind darum machen werdest, wenn sie sich daran nicht halte. Das sollte in der Regel ja ausreichen, die meisten Menschen werden da eine weitere Konfrontation vermeiden. Ggf. auch mit den Vorgesetzten sprechen und eine andere Bezugserzieherin verlangen, um sicher zu gehen, dass dein Kind nicht schikaniert wird.

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Und was tut IHR genau wenn Eure Tochter anscheinend mit der Situation in der Kita generell überfordert ist? Steht ihr mit der Kita im regelmäßigen Kontakt? Gibt es ein Konzept wer was wie wann versucht? Oder zumindest wie lange man noch zuschaut und ab wann man einschreitet?
Oder nehmt ihr es nur hin wie es ist und bringt die Erzieher damit in Zugzwang?

Was ich tun würde? Die Probleme die Deine Tochter hat und die ihr bestimmt auch den Spaß am Kindergarten zumindest zum Teil nehmen ernst nehmen und tätig werden, mit Kinderarzt und Erziehern ins Gespräch gehen was man tun kann um die Probleme zu verbessern.

Unser Sohn war ähnlich, wir haben dann auch zum Teil mit einer tiergestützten Therapie gearbeitet, und da die Erzieher wussten wir tun was haben sie sich auch mit "eigenen Ideen" zurückgehalten und uns unterstützt. Und er war auch als er diese extreme Anspannung überwunden hatte auch viel ausgeglichener.

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Ich muss sagen, ich finde, das geht gar nicht. Ein Kind sollte meiner Meinung nach niemals anerzogen bekommen, dass es etwas für andere tun muss, um eine Belohnung zu erhalten, obwohl es sich nicht wohl mit der Situation fühlt. Sich vielleicht schämt. Was vermitteln wir unseren Kindern damit? Ignorier deine emotionalen Alarmsignale und "stell dich nicht so an". Möchte man das? Ich möchte, dass meine Kinder lernen "Stopp" zu sagen, wenn sie sich unwohl fühlen, wenn sie das Gefühl haben, dass persönliche Grenzen überschritten werden. Kinder, in dem Alter, können da nicht unbedingt differenzieren zwischen harmlosen und weniger harmlosen Situationen. Ich versuche meinen Kindern vorzuleben, wie man mit anderen Menschen umgeht, wie ich mir wünsche, dass sie in Zukunft mit anderen Menschen umgehen. Ich sage schon mal "sagst du danke". Aber wenn nicht, dann nicht. Dann bedanke ich mich stattdessen.

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Nein das geht gar nicht, das würde ich den Erziehern auch sagen.

Habt ihr das schon abklären lassen? Oder ist es nur im Kindergarten so.

Ich frage weil meine Tochter (3) unter selektivem Mutismus leidet (kannst ja mal googeln) und auch nicht im Kindergarten spricht.

Wenn es in paar Monaten nicht besser wird, würe ich einfach mal den Kinderarzt fragen.

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Ich find allgemein grenzen diese Methoden schon an Bestechung/Zwang (gratulier gefälligst oder du bekommst keine Süßigkeiten) und sind keine besonders tolle Form der Erziehung.
So was muss doch von einem selbst kommen, was kriegen die Kinder denn da beigebracht?

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