Kindergarten Qual der Wahl :(

Guten Morgen,

im September kommt unser dann 3,5 jähriger Sohn in den Kindergarten.

Eigentlich war für uns immer klar, dass er in den Kiga hier im Ort kommt. Es ist ein toller Kindergarten direkt am Waldrand mit kleinem Bachlauf.
Dort haben sie ein offenes Konzept und Platz für 100 Kinder.

Jetzt in der Kita sind es 30 Kinder.

Kürzlich hatten wir ein Gespräch mit seiner Betreuerin. Diese riet uns relativ eindringlich zu dem Kindergarten einen Ort weiter, da dort weniger Kinder sind und ein geschlossenes Konzept was für unseren Sohn wohl besser wäre, da er in kleineren Gruppen viel konzentrierter ist und allgemein ruhiger (unser Sohn ist sehr temperamentvoll und auch eher von der lauten, wilden Sorte 😆)

Wir sind jetzt so hin und hergerissen.... zu dem anderen Kindergarten müssten wir mit dem Auto fahren. Wir haben gar keinen Bezug zu diesem kiga und seine/unsere Freunde werden alle in den kiga vor Ort gehen.
Ich denke, dass die Kinder von dem kiga der weiter weg ist auch in eine andere Schule kommen werden.

Ich weiß, ihr könnt mir diese Entscheidung nicht abnehmen aber vielleicht hat ja jemand Tipps oder Erfahrungen die uns helfen könnten.

100 Kinder finde ich schon sehr viel.... ich möchte auch nicht, dass er dort irgendwie untergeht 😐

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Ich denke, die Frage sollte nicht sein, wo Dein Sohn sich 'angenehmer' verhält, sondern wo Dein Sohn sich wohler fühlt. Temperamentvoll, laut, wild sind doch per se keine schlechten Eigenschaften, die man einem Kind abtrainieren muss.

In der KiTa meiner Söhne waren 70 Kinder. Die Kinder hatten damit gar keine Probleme - ich war davon eher erschlagen ;).

Ich sehe überhaupt gar keinen Grund, warum Ihr Euren Sohn in der kleinen KiTa anmelden solltet.

Grüsse
BiDi

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Er würde sich bestimmt in beiden Kigas gut einfinden.
Aber er soll schon auch lernen, dass er sich in manchen Situationen ruhiger verhalten muss.
Zu Hause schafft er das ganz gut aber sobald mehrere Kinder um ihn rum sind ist er außer Rand und Band und muss zeigen was er kann.
Vielleicht kann hier ein kleinerer Kindergarten mit kleinen Gruppen besser "eingreifen" 😐

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Hi
Ich hab auch in einer Einrichtung mit 100 Kindern gearbeitet.
durch corona sind es ja eh gerade feste Gruppen.

Ich wuerd es dort hin geben kinder haben viel mehr Möglichkeiten.

Lg

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Ja gerade sind es feste Gruppen aber er wird 3 Jahre dort sein 🤷🏼‍♀️

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Fuer die kinder ist es klasse und nicht schlimm.
Haben. Die Berliner Eingewöhnungsmodell da? Lg andrea

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Huhu

Wir haben uns für unsere Tochter bewusst für eine kleine Einrichtung entschieden, 2 Gruppen (normal mischen sie sich auch, aktuell nciht), 40 Kinder insgesamt.
Es ist denke ich Charakter Sache.
Für mich sprach auch die Anzahl der Gruppen und somit Erzieher dafür, meine Tochter kennt jeden der Erzieher*innen.
(Abgesehen davon das es hier mit dem auswählen ohnehin schwierig ist, man muss froh sein überhaupt einen Platz zu bekommen)

Liebe Grüße

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Konzepte sind alles gut und schön, es steht und fällt mit den andren Beteiligten Personen. Er kann sich total einsam und verloren fühlen in einer kleinen Gruppe, wenn keiner charakterlich oder vom Alter her lässt (ging meiner Tochter z. B. Lange so).

Er hat schon Freunde aus der Kita, die mit euch in den Kindergarten kommen? Dann hat er ja schon mal Ankerpunkte . Gerade sind die offenen Einrichtungen eh in Gruppen geteilt - wer weiß wie lange noch... Und bis sie wieder öffnen ist er älter und vllt reifer, um mit dem großen Angebot zurecht zu kommen.

Wir hatte die Entscheidung mit der Schule. Unsere Tochter wird nun ab September auf eine "normale" staatliche Grundschule in laufnähe gehen. Ich wollte ihr nicht den Schulweg, die Gemeinschaft im Dorf etc nehmen (für mich war es asks Kind immer toll, dass man geneunsam kaufen konnte, dass man sich einfach so verabreden konnte, ohne Taxi zu brauchen...), nur für eine kleinere Einrichtung.

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Das ist auch unsere Hoffnung, dass er bis September nochmal einen Sprung macht und etwas ruhiger wird. Aber wenn nicht, wäre es auch eher kontraproduktiv wenn in dem großen Kiga dann nicht mit ihm gearbeitet werden kann.

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Aver wer sagt dir denn, dass in einer großen Einrichtung nicht/weniger /schlechter auf die einzelnen Bereiche und Kinder eingegangen wird, als in ner kleinen Einrichtung?

Und ganz ehrlich... Ich gksub nucgt, dass die kinder schon ab nächsten jahr wieder in offenen Konzerten spielen, sondern, dass das noch ne weile si, wie s gerade ist, bleibt.

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Schwer zu sagen, mein Neffe kommt mit dem offenen Konzept nicht so gut klar, aber vielleicht würde auch mit einem geschlossenen Konzept “Probleme” haben. Wie hier schon geschrieben, manchmal
Denke ich die Erzieher haben das Problem mit einem “wilden Kerl” und nicht das Kind.
Ich würde im Ort bleiben bei den Freunden, denn ich gehe davon aus, dass er auch im Ort zur Grundschule gehen wird? Da wäre es für ihn schöner, wenn er schon Kinder vom Kindergarten kennt.

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"Denke ich die Erzieher haben das Problem mit einem “wilden Kerl” und nicht das Kind."

Das Problem mit wilden Kindern hat immer das Umfeld und nie die Kinder selbst. #augen

Die finden es total spaßig über das Gebaute anderer Kinder zu trampeln, sie aus Übermut zu schubsen, ihnen das Spiel kaputt zu machen etc.
Denen ist auch vollkommen egal, ob die Erzieherinnen sich nicht mehr um Kinder mit angemessenem Verhalten kümmern können, weil sie ständig Schadensbegrenzung bei dem "wilden" Kind betreiben müssen.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Eltern von "wilden" Kindern sich deren unangemessenes Verhalten schön reden. Rücksicht ist halt das, was die anderen auf ihr Kind zu nehmen haben...

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Also unser Sohn ist genauso wie du schreibst 😅
Es wird aber immer besser und ich würde seine Wildheit niemals schön reden.
Im Gegenteil.. ich bin manchmal fast schockiert und kann mir nicht erklären wo es herkommt.

Zum Glück ist seine Kita da wirklich super und arbeitet mit ihm daran und es trägt auch Früchte. Also wäre der kleinere Kindergarten vermutlich wirklich die bessere Wahl...

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Hallo,

offene Konzepte sind etwas für Kinder, die weder schüchtern sind, noch mehr Anleitung/Beobachtung brauchen.

Ich denke, die Betreuerin hat die Befürchtung, dass Euer Sohn sich bei dem Kindergarten mit dem offenen Konzept vor allem drückt, was mit ruhig sitzen bleiben und konzentrieren zu tun hat.
Das hat da nämlich keiner im Blick, wenn 100 Kinder irgendwo herum wuseln.
In der Schule braucht er das aber.

Unsere Kinder waren in einem eingruppigen Kindergarten. Da wussten die Erzieherinnen von jedem Kind, wo es Stärken und Schwächen hat und haben die Kinder passend gefördert.

Ich finde diese Entscheidung in Eurem Fall auch nicht einfach.

Natürlich ist es besser, wenn die Kinder in dem Umfeld vor Ort eingebunden sind, nur ist die Frage, ob man dafür riskieren will, dass es einen Haufen Ärger in der Schule gibt, weil das Kind nicht still sitzen und konzentriert arbeiten kann, weil im Kindergarten versäumt wurde, mit ihm daran zu arbeiten.

Vielleicht gibt es noch mehr Kinder in Eurem Umfeld, für die dieses offene Konzept nicht passt, die mit Deinem Sohn in den anderen Kindergarten gehen würden?

LG

Heike

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Genau das ist eben meine Angst.
Ich kann null einschätzen, wie viel die Kindergartenzeit tatsächlich fürs spätere Schulleben mitgibt.

Es gibt noch ein paar Eltern, die überlegen aber aus genau dem anderen Grund: deren Kinder sind eher schüchtern und zurückhaltend.

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Nicht jedes Kind kommt gut mit dem offenen Konzept zurecht. Es erfordert eben auch ein Maß an Selbständigkeit und die Fähigkeit, sich selbst etwas zügeln zu können, sich einschätzen können. Natürlich sind Kinder in dem Alter gerade in der lernphase dazu. Aber bei manchen ist es sehr schnell sichtbar, das sie in einem offenen Konzept untergehen, weil sie einfach viel mehr Strukturen brauchen, einen sicheren Rahmen, in dem sie sich bewegen können und das bietet ein geschlossenes Konzept.

Klar kann man jetzt sagen, es steht und fällt mit dem Personal... aber das Personal arbeitet nunmal nach einem offenen Konzept und da kann man eben nicht für ein einzelnes Kind alles ummünzen. Wenn man sich mal vorstellt, das dann von dem 100 Kindern noch 30 andere eine gesonderte Behandlung brauchen, ist das einfach nicht machbar. Man sollte es also von beiden Seiten sehen.
Wenn dein Sohn im offenen Konzept untergeht, bringt es ihm auch nix, wenn die nachbarskinder mit ihm da sind. Freunde wird er auch im anderen Kindergarten finden. Er hätte eine unbeschwerte kindergartenzeit, die ihn anschließend auch gut in die Grundschule verabschieden kann.
Eine kindergartenzeit mit viel Trubel und Stress ist keine gute Basis für die Grundschule. Am Ende der drei Jahre möchten doch alle sagen, das es eine schöne Zeit war und man sich gerne daran zurück erinnert.

Ich würde auf die Empfehlung des Kindergartens hören. Sie arbeiten ja nicht erst seit gestern mit diesem Konzept und mit Kindern. Sie wissen, wer gut darin aufgehoben ist und sehen, wer andere Bedürfnisse an das Konzept hat und daher in einem anderen Konzept besser aufgehoben ist. Nur weil der Kiga näher ist, bringt es ja nichts, wenn ihr euren Sohn da jetzt an dem Konzept in Form presst.

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Du bringst es so ziemlich auf den Punkt...

Ich denke nicht, dass ihm in dem großen Kindergarten die Struktur gegeben werden kann, die er vermutlich braucht.

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Dann würde ich den kleineren wählen.

Um auf deine Frage bei einer anderen Antwort zu kommen: im Kindergarten wird schon einiges geübt, was für die Schule wichtig ist. Ich würde dieses Basis nicht riskieren wollen.

Man stellt sich immer etwas vor für das eigene Kind, wie etwas sein soll. Aber das passt nicht immer und dann muss man den Weg anpassen. Wichtig ist ja in erster Linie, dass es deinem Kind gut geht und es genau die Bedingungen zur Entwicklung hat, sie es braucht.

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Natürlich ist ein kleiner Kiga schön und gut.
Aber 100 Kinder und offenes Konzept heisst doch auch nicht gleich das 100 Kinder ständig auf einem Haufen hocken, oder?
Erkundige dich doch mal genau bei dem Kiga vor Ort nach deren Konzept, Tagesablauf usw. Bzw auch von dem Kiga einen Ort weiter. Dann hast du ein besseres Bild.

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Genau das haben wir vor 😊
Gerade ist das etwas schwierig wegen Corona. Aber das wird nochmal sehr in unsere Entscheidung mit einfließen.

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Unser Sohn wird in einen kleinen Kindergarten mit wenig Kindern kommen. Dafür müssen wir auch einen längeren Weg in Kauf nehmen und er wird nicht zu seinen Kumpels aus der Kita kommen. Das finde ich aber egal. Nachmittags kann man trotzdem mit den Kindern auf dem Spielplatz abmachen.
Unser Sohn kann sich gut konzentrieren und hat Spass an ruhigeren Beschäftigungen, aber die grossen KiGas schrecken uns einfach ab und die Betreuung in dem kleineren KiGa ist viel persönlicher und direkter. Dort wird schnell sichtbar werden, wo er noch Bedarf hat und was er schon kann. Wenn es also "nur" der nächste Ort ist, dann würde ich mir den Kiga mal ansehen (wenn das möglich ist) und dann entscheiden. Generell finde ich ein geschlossenes Konzept besser, als ein offenes.

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Danke, ja. Ich werde die Tage mal telefonieren inwieweit eine Besichtigung mit Gespräch möglich ist.

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