4 1/2 Jährige kann kein Fahrrad fahren

Meine Tochter wird dieses Jahr 5 und kann leider überhaupt nicht Fahrrad fahren. Sie hatte auch zwei Jahre ein Laufrad, aber selbst damit hat es nicht geklappt und sie hatte keine Lust. Meine Großeltern machen da sehr Druck, die wohnen in einem Feriengebiet und meinen dass dort alle kleinen Kinder super Fahrrad fahren können... Meine Tochter kann nicht von selber aufsteigen und losfahren, sie tritt auch zu langsam und sie fällt immer nach rechts um. Also ganz plötzlich, sie zieht das Lenkrad nicht mal nach rechts, sie kippt einfach um.

Meine Großeltern hatten meine Tochter eine Woche und haben dort Stützräder ans Fahrrad gemacht, damit ist sie dann gefahren, aber auch schlecht. Wir haben die sofort wieder abgebaut, dann ist sie erst recht nach rechts umgefallen.

Ich weiß nicht, ob das damit zusammen hängt , aber wir haben auch eine Frühförderung, weil ihre Aussprache nicht so gut ist und sie sehr vorsichtig ist. Sie kann auch schnell an die Decke gehen, wenn etwas nicht klappt und redet 24/7 ohne Pause und sehr laut :/

Ich mache mir da selber ganz schön Druck, weil immer doofe Kommentare kommen und man ja bis zur Schule Fahrrad fahren muss, oder?

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1) Ja, alle anderen Kinder können in dem Alter Fahrrad fahren, waren mit 2 1/2 trocken und bringen sich vor der Schule das Lesen selber bei... ;-)

2) Januar, ein traumhafter Monat um Radfahren zu lernen. Da frieren ja die Hände am Lenker fest! Warte bis es wärmer wird, dann guck mal ob die Kleine Lust hat und bis dahin arbeitest Du mal an Dir, warum Du so einen Erwartungsdruck übernimmst und da nicht kontern kannst.

3) Hat sie auch bei anderen Dingen Probleme mit der Balance?

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Danke :D Wir versuchen es schon seit Sommer letzten Jahres :/

Sonst geht es mit der Balance bei ihr, sie kann auch länger auf einem Bein stehen. Aber manchmal ist sie so "komisch" ungeschickt, dann stolpert sie ohne Grund oder fällt einfach so fast um^^

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Ja, aber dann macht ne Pause in den Wintermonaten. Nur weil Oma gerne ein radelndenes Enkelkind hätte muss das ja nicht Dauerthema sein.

Ich würde das mal abchecken lassen, einfach so umfallen mit 4 1/2 klingt mir komisch. Da würde ich mal dran bleiben.

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Hallo!
Nur weil viele Kinder heute schon so früh Fahrrad fahren können, muss es nicht jedes Kind tun. Jedes Kind ist anders und hat andere Vorlieben und Fähigkeiten. Das sollten alle Menschen akzeptieren. Vielleicht kann die Oma auch nicht stricken, nähen oder sägen...

Unser Großer war immer sehr ängstlich und vorsichtig und konnte mit 5 1/2 einigermaßen Rad fahren, unsere Tochter (mit kleinem Handicap) hat es mit 6 1/2 Jahren gelernt. Das war auch ätzend bei der unfähigen Ärztin bei der Schuluntersuchung..., dass unsere Tochter dafür (etwas) Inliner fahren konnte, hat sie dann wieder nicht interessiert.
Unser 3 Kind, auch eher ängstlich und vorsichtig, hat Radfahren mit Ende 5 Jahren gelernt. Unser Jüngster ist ein ganz anderes Kaliber und konnte es mit etwas über 4 Jahren. Er wollte es unbedingt.

Den gleichen Stress machen viele auch ums Schwimmen lernen, da müssen ja auch alle unbedingt mit 4 ihr Seepferdchen haben...

Es gibt eben Kinder, die wollen das früh lernen und kriegen es auch gut hin, und andere trauen sich noch länger nicht und können es auch noch nicht. So wie man keim Kind bremsen sollte, sollte man auch keines trietzen, denke ich. Schon gar nicht in dem Alter Deines Kindes. Bis es in die Schule kommt sind es noch 1 1/2 Jahre - was sie bis dahin noch alles lernen und sich trauen wird. Da wirst Du staunen und die Großeltern auch ;-).
Grüße Jujo

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Danke, das beruhigt mich 😊

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Warum muss man bis zur Schule Fahrrad fahren?
Das ist Quatsch - Fahrradprüfung ist heutzutage erst in der 4.Klasse (das ist dann natürlich wirklich eine Prüfung im Straßenverkehr, da sollte man vorher schon sicher fahren).

Mit 5 ist doch völlig im Rahmen - ich habe damals kurz vor der Einschulung sowohl Schwimmen als auch Fahrrad fahren gelernt, das war damals völlig normal.

Heutzutage meinen alle, wenn man die Kinder nur früh genug fördert, dann geht das alles schneller. Das kann klappen, viele lernen es wirklich früh, seit es Laufräder gibt. Aber der Schuss kann auch nach hinten los gehen.

Meine Große hat zum 4.Geburtstag ein Fahrrad bekommen und es innerhalb weniger Tage gelernt.
Also haben wir die Kleine auch mit 4 aufs Fahrrad gesetzt. Erstmal mit dem Fahrrad der Schwester, zum üben. Ging nicht. Sie (sonst ein wilder Wirbelwind) fuhr vorsichtig und dadurch viel zu langsam. Dann fällt das Rad um, keine Chance.

Ein paar Monate später bekam die Große ein neues Fahrrad und das kleinere Rad gehörte offiziell der Kleinen. Da hat sie der Ehrgeiz gepackt, sie wollte auf "ihrem" Rad fahren lernen. Tagelang hat sie geübt, Opa hat das Rad (auf ihren Wunsch!) beim Spaziergang getragen, damit sie zwischendurch üben konnte.

Damit will ich sagen:
Das Kind muss es wollen. Und mit der Erwartungshaltung der Erwachsenen wird das nix. Denn Fahrrad fahren ist schwer, das lernt man nicht, wenn ein anderer sagt "du müsstest dich allmählich...".

Ihr könntet einfach Fahrradtouren machen und sie in den Kindersitz setzen. Vielleicht will sie dann irgendwann selbst fahren.
Oder ihr "erpresst" sie, indem es tolles Zubehör (Puppensitz, Gepäckträger?) erst gibt, wenn sie auch fahren kann, schließlich braucht sie es vorher nicht... Wobei ich Variante 1 deutlich besser finde.
Meine Eltern haben mir damals ein Gummibärchen gegeben, wenn ich einmal die Straße raufgefahren war - aus ernährungstechnischer Sicht eher fragwürdig... Da würde ich lieber abwarten, drüber schweigen, und in ein paar Monaten noch mal entspannt versuchen.

LG!

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Dankeschön. Meinst du, wir sollten es vielleicht mal mit einem Roller versuchen?

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Kommt auf das Ziel an.

Wenn sie zügig von A nach B soll, z.b. für den Weg von Kindergarten nach Hause oder für den Sonntagsspaziergang... Dann klar, einen Roller.

Wenn es darum geht, das Gleichgewicht zu halten und irgendwann aufs Fahrrad umzusteigen würde ich ihr lieber das Laufrad geben. Oder, falls noch nicht vorhanden, ein größeres Laufrad schenken.
Die Freundin meiner Tochter fuhr noch mit 7 gerne kurze Strecken mit Laufrad, obwohl sie schon längst Fahrrad fahren konnte. Wir hatten leider nur ein Laufrad in der ganz kleinen Größe.

LG!

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Will sie denn überhaupt Radfahren können? Damit steht und fällt doch alles.

Falls sie es möchte, aber noch Probleme mit dem Gleichgewicht und der Geschwindigkeit hat, warum um Himmels willen schraubt ihr die Stützräder wieder ab und nehmt ihr damit die Chance eigenständig überhaupt ein Gefühl für das Fahrrad zu bekommen? In der Tat, viele Kinder brauchen (dank des Laufrads) keine Stützräder, aber wenn es da auch Probleme gab dann sie die einfach ein Hilfsmittel und kein Teufelswerk.

Wenn du deinen (unverständlichen) Druck nicht rausnimmst, dann hat sie bald überhaupt keinen Bock mehr drauf.

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Also sie hatte vorher schon keine Lust, weil das Fahrrad mit Stützrädern wackelt und sie dann Angst bekommt. Das Problem ist, dass sie dank der Stützräder jetzt gar nicht mehr fahren kann :/

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Das ist Quatsch, sie konnte auch ohne Stützräder nicht fahren. Will es anscheinend auch noch.
Und damit ist das Thema auch durch, sie muß gar nichts. Es gehört weder als Pflicht zur Einschulung, noch ist es Pflicht auf dem Campingplatz fahren zu müssen. Und was andere denken ist doch eh Schnuppe.

Wenn sie so weit ist, dann wird sie es lernen, bis dahin ist das Thema einfach vom Tisch. Das Gleichgewicht könnt ihr mit anderen Spielen trainieren, ohne Zwang und ohne Hintergedanken, wenn es das ist woran es noch hapert.

Nimm den Druck raus, er macht alles nur schlimmer...für dich und das Kind.

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Wie ist sie denn sonst motorisch drauf und wie habt ihr bis jetzt geübt? Klar, es gibt Naturtalente, die steigen drauf und können es, es gibt aber auch viele Kinder, die mehr Übung benötigen.

Wenn es grundsätzlich an der körperlichen Fitness und Motorik hapert, würde ich umfassender ansetzen und alles tun, damit sich das verbessert. Im Moment gibt es nicht die Möglichkeit, zum Turnen oder ins Schwimmbad etc. zu gehen, aber raus auf den Spielplatz kann man ja trotzdem.

Ansonsten bringt viel Üben mit Spaß und ohne Druck meist irgendwann den Erfolg:
Nehmt das Rad so oft mit raus, wie es geht, am besten mehrmals wöchentlich. Die Stützräder kommen ab, mit den Dingern kann das Kind nicht lernen, das Gleichgewicht zu halten. Wenn sie allein nicht aufsteigen und fahren kann, haltet ihr sie am Sattel fest, so dass sie nicht umkippen kann, sich sicher fühlt und mit Freude ein paar Meter fahren kann. Mit Festhalten.

Das macht ihr so lange, bis sie immer sicherer wird, das Gleichgewicht halten kann und ein Gefühl für das Rad entwickelt hat. Es kann sein, dass das nach 2 Wochen der Fall ist, vielleicht auch erst nach 2 Monaten. Ganz egal, Hauptsache, das Kind hat Spaß.

Irgendwann wird sie dann so weit sein, dass sie ohne Festhalten am Sattel weiter fahren kann, später kommt dann das Anfahren alleine und das Bremsen mit der Rücktrittbremse, das ist meist schwerer, als das reine fahren.

Wichtig: Ein passendes Fahrrad, mit dem das Fahren nicht zusätzlich erschwert wird, weil es z.B. zu schwer ist oder die falsche Größe hat.

Viel Erfolg, das wird schon!

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Dankeschön, das versuchen wir mal. Auf dem Spielplatz traut sie sich auch auf größere Geräte, allerdings bin ich da oft das Problem, ich halte sie zb fest wenn sie die Leiter zur Rutsche hochklettert 😬 ansonsten ist sie sehr fit, aber mit dem Gleichgewicht hat sie es nicht so und sie ist oft auch etwas ungeschickt

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Das mit dem Gleichgewicht kommt sicherlich noch. Ansonsten ist eben der Spaß wichtig, erwartet nicht zu schnell zu viel von eurer Tochter. Sie soll sich sicher fühlen. Wenn es nötig ist, lauft ihr eben ein paar Wochen mit und haltet sie am Sattel fest.

Und dann spielt die Häufigkeit eine Rolle. Wenn sie sich sowieso schon etwas schwer tut, sollten die Abstände, in denen sie auf dem Rad sitzt, nicht zu groß sein. Mindestens 2 mal in der Woche solltet ihr das Rad schon mit raus nehmen.

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Habt Ihr schon mal die Ohren und alles was damit zusammenhängt, untersuchen lassen?
Nicht wegen dem Fahrradfahren - da ist es wie bei allem: Manche lernen es früher, andere später.
Aber wegen dem unwillkürlichen Umfallen, dem lauten Sprechen und der schlechten Aussprache.

Grüsse
BiDi

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Ja, da waren wir schon drei mal beim Ohrenarzt und auch der Augenarzt hat gesagt, dass alles in Ordnung sei. Sie hört auch sehr gut, wenn man zb flüstert.

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Ich seh das nicht so dramatisch. Meine konnte vor 4 solid fahren, aber dafür wird sie mit 7 noch nicht schwimmen können. Da hat sie null Motivation dafür, Fahrrad hingegen wollte sie selber unbedingt.

Ist halt so, wir bleiben beim Schwimmen ein wenig dran, ihr sicher beim Fahrradfahren auch und irgendwann klappt es. Und mal ehrlich: in ein paar Jahren kräht kein Hahn mehr danach, ob ein Kind etwas mit 4, 6 oder 8 konnte.
Ich selber kann bis heute nicht gut Inlineskaten, aber das spielt in meinem Leben nun mal keine Rolle. Und es gibt noch 1000 weitere Dinge, die ich auch nicht kann und nie lernen werde und so geht es den meisten von uns.
Ich habe lieber ein glückliches Kind, dass sich auch mal gegen etwas entscheidet, als eines, dass unter Druck alles lernt aber ohne Freude. Am liebsten hätten wir ja alle solche Kinder, die mit Leichtigkeit alles lernen, aber das haben wir nicht und damit müssen wir Eltern auch lernen umzugehen. Meist sind nämlich eher unsere Ansprüche das Problem und nicht die Fähigkeiten der Kinder.

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Meine Tochter hat auch erst mit 5 Jahren das Radeln gelernt.
Aber sie war von Anfang an motorisch nicht in der 1.Reihe unterwegs. Drehen, Sitzen,Stehen Laufen...Alle Gleichaltrigen könnten das vor ihr. Ihre Freundin aus der Krabbelgruppe könnte mit 10 Monaten schon an der Hand laufen, während meine Tochter da gerade Mal alleine sitzen könnte. Dafür war die die Erste die sprechen konnte, bevor sie richtig gelaufen ist.
Sie hatte auch ab 2 Jahren ein Laufrad und mit 3 ein PukyRad, hat alles nichts genützt. Sie hat das Prinzip des Laufrads nicht kapiert,Radeln sowieso nicht. Auch mit Stützrädern ginge es wie bei Deiner Tochter: Sobald es zur Seite gekippt ist, hat sie sich fallen lassen wie ein nasser Sack und gejammert.
Als sie dann 5 war, sind wir die Sache dann noch Mal angefangen und Sonntags auf einen Parkplatz vom Rewe und haben es ganz klassisch geübt. Papa hab ihr Schwung und hielt den Sattel fest, bis sie sich stabilisieren könnte und nach ein paar Versuchen hat sie es dann an dem Tag gepackt.
Das wird schon, mach Dir keinen Kopf!
Grüße
Tschitty

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Meine Erfahrung ist, dass Kinder auf zu kleinen Fahrrädern leichter lernen als auf passenden oder gar etwas großen.

Ich würde sie aber da sich nicht "trainieren". Ich würde ihr ein passendes Laufrad kaufen, falls sie das möchte. Und ein Tretfahrzeug mit drei oder vier Rädern (es gibt sehr coole Sachen von Berg für größere Kinder, ggf. mal gebraucht schauen, die sind leider nicht ganz billig) um das Treten zu üben.

Und erst wenn sie von sich aus will, dann das Fahrrad anbieten.

Wenn man Kinder da unter Druck setzt, dann verweigern sie irgendwann. Das bringt also nichts positives.
Im Gegenteil: Wenn sie dauernd Misserfolge hat, dann schadet das ihrem Selbstvertrauen. Ja, gelegentlich sind Misserfolge natürlich auch wichtig, aber nicht immer und immer wieder am gleichen Thema.
Also lass das Fahrrad weg, bis sie von alleine will und biete die Übung dafür (Gleichgewicht=Laufrad und Treten) erstmal separat voneinander an.

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