Buchstaben lernen im Kindergartenalter?

Hallo.

Prinzipiell steht die Frage ja schon oben: Würdet ihr euren Kindergartenkindern Buchstaben beibringen?

Kurz zum Hintergrund: Unsere Tochter (gerade 4 Jahre alt) hat im 1. Lockdown angefangen sich für Buchstaben zu interessieren. Wir haben damals öfters Karten gebastelt für die Familie und ihre Freunde. Ich habe sie immer "unterschreiben" lassen. Anfangs war das nur eine Schlangenlinie und ich habe dann ihren Namen darunter geschrieben. Irgendwann hat sie mich dann überrascht und ein fehlerfreies "A" gefolgt von einer Schlangenlinie unter die Karte geschrieben. Ich habe erstmal blöd geguckt. Dann habe ich angefangen ihr zu erklären was das bedeutet. Sie schrieb relativ bald danach ihren ganzen Namen aus dem Kopf. Mittlerweile schreibt sie ihn ganz stolz auf ihre Bilder, insbesondere seit sie im Kindergarten gemerkt hat, dass viele andere Kinder das nicht können. Mittlerweile möchte sie auch andere Wörte schreiben. Fragt wie man was schreibt. Mit welchem Buchstaben ein Wort anfängt etc. Der Lockdown tut sein übriges dazu. Wir haben viel Zeit zusammen zuhause und sie beschäftigt sich gerne und viel mit dem Thema. Wir basteln Bilder zu den Buchstaben, schneiden Sachen aus die damit anfangen etc. So. Prinzipiell finde ich ihr Interesse toll. Eigentlich bin ich der Auffassung, dass man ein Kind unterstützen sollte, wenn es unbedingt etwas lernen möchte. Und das es keinen besseren Motivator als eigenes Interesse gibt. Allerdings kommt ab und an der Zweifel auf ob es nicht zu viel ist? Sie sich in der Schule langweilt oä? Wie seht ihr das?

Im übrigen machen wir natürlich auch genug andere Sachen. Schneemann bauen, Spazieren gehen, Backen, Gesellschaftsspiele, Rollenspiele, Höhlen bauen, ... Da wir momentan aber niemanden treffen und auch Vereine und der Svchwimmkurs gestrichen sind, bleibt einfach viel Zeit.

Liebe Grüße

Würdet ihr euren Kindergartenkindern Buchstaben beibringen?

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Ha klar, warum nicht?
Ist doch toll, wenn sie das interessiert 😀
Ihr macht das ja spielerisch u ohne Stress, da sehe ich keine Probleme.
Schau mal bei A***n, es gibt in Deutschland sicher auch solche Karten und Puzzle mit Buchstaben und Zahlen zum lernen.

Wir leben in USA und hier ist es normal, dass die Kinder im Kindergarten ab 3 anfangen, Zahlen und Buchstaben zu lernen.
Meine Tochter liebt das 😁

2

Du machst das genau richtig!
Wenn das Interesse da ist, dann unterstützt du das. Wenn nicht, dann nicht.
Glaub nicht, dass sie sich in der Schule langweilen wird, wenn sie jetzt schon die Buchstaben kann. Im Gegenteil, da kommt so viel auf die 1.Klässler zu am Anfang! Hab grad einen 1.Klässler :-)
Mein Sohn (fast 5) interessiert sich auch seit kurzem für Buchstaben und kann seinen (langen) Namen schreiben. Formt aus sämtlichen Spielsachen, Brotrinde was auch immer Buchstaben - total süss :-)

3

Machste doch alles richtig. Man sollte das machen, wenn die Kinder Interesse zeigen.
Achte drauf, dass zB „B“ nicht „Beeeee“ ist, sondern „Bö“. Also möglichst nur das B sagen.

21

So bringen wir den Kindern (Kita 5-6 jahren) auch bei. 👍🏻

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Dankeschön! Umso leichter ist es dann für uns, wenn die in die GS kommen.

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Huhu Kitara,
mein Sohn ist mit 2,5 definitiv noch zu klein, aber ich kann von mir selbst als Kind berichten. Ich war ähnlich wie deine Tochter schon mit knapp vier/viereinhalb in der Lage meinen Namen zu schreiben und laut Aussage meiner Mutter total verrückt drauf, alle möglichen Buchstaben und Wörter schreiben zu können. Meine Eltern haben mich dabei zwar nicht über Gebühr mit Lernmaterialien o.ä. gefördert, aber immer erklärt und gezeigt oder vorgeschrieben, was ich wussen wollte. Ich konnte zur Einschulung definitv schon alle Buchstaben erkennen, einige Wörter und sogar erste kurze Sätze lesen und größtenteils, wenn auch teils eher "gemalt" schreiben. Das hat mich in der Schule aber eher motiviert, statt gelangweilt. Lag vielleicht auch an der tollen Lehrerin, die für damalige Verhältnisse recht differenziert unterrichtet und Stärken der Schüler gezielt gefördert hat.

Ich bin definitiv dafür, dass du auf das Interesse deiner Tochter eingehst. Besser als spielerisch und motiviert durch eigene Neugier zu lernen, geht doch gar nicht. #pro

5

Hallo,

na klar, sie interessiert sich ja auch dafür!
Das ist doch toll!👍

Wenn sie noch kein Interesse hätte und du sie "zwingen" würdest, mit 4 Jahren schon lesen, schreiben, rechnen, chinesisch und Geige zu lernen, wäre das natürlich was anderes.😅

Apropos...unsere Tochter ist jetzt 2½ und kann seit kurzem alle Buchstaben von ihrem Buchstaben-Puzzle benennen.
Sie fragte bei jedem Buchstaben: Was ist das? Also antwortete ich. Und plötzlich konnte sie das ganze ABC.😂
Im Gegensatz zu deiner Tochter, weiß sie aber noch nicht, dass Buchstaben zum schreiben da sind...😉

Ganz liebe Grüße!

6

Ich finde das Verhalten jetzt tatsächlich nicht ungewöhnlich. Bin Erzieherin und erlebe es bei den meisten Kindern, daß sie zwischen 4 und 5 großes Interesse an Zahlen und/oder Buchstaben entwickeln.
Und natürlich sollte man darauf eingehen. Damit greift man der Schule nicht vor. Schule und Schulreife ist viel mehr als Buchstaben und Zahlen benennen können.

Wenn die Kinder alle Buchstaben kennen (wie bereits erwähnt, nicht BEEE und DEEE sagen, sondern nur den Laut), beginnen sie oft, diese, ohne daß man ihnen das zeigen muss, sie zusammenzuziehen und bringen sich quasi selbst das Lesen bei.

Buchstaben "abmalen" machen die meisten Kinder in dem Alter gerne. Sie fühlen sich da halt groß und bekommen in der Regel viel mehr Aufmerksamkeit dafür als für herkömmliche Bilder. Das animiert halt.

7

Hallo!

Wenn das Kind danach fragt auf alle Fälle.

Meine beiden Damen konnten schon mit 4 das Alphabet und ihren Namen schreiben. Nr. 2 kam lesend in die Schule. Na und?

Wichtig ist, dass du lautierst (b statt bee, weil es eine Banane ist und keine BEEEanane), sonst stehst du dem Lesenlernen im Wege. Also Lllllllllll statt El, ...

Ich hatte eine erste Klasse, als Nr. 2 anderthalb / zwei Jahre alt war. Wir lernten das E mit einem Lied: Lang - kurz - kurz -kurz. Die Dame beginnt mit E und übte fleißig ihren Anfangsbuchstaben. Heraus kam eine coole Unterschrift mit gaaaaanz vielen Querstrichen, genannt E´s Bürste. Damit hat sie im Kindergarten aber alle ihre Bilder unterschrieben :-)

Das passt schon. Ich habe meine Nr. 2 übrigens trotzdem erst mit 7 Jahren eingeschult, weil sie noch ganz lange Mittagsschlaf gemacht hat, erst spät nachts wurde, ... Einfach, weil Kindheit einen Wert hat. Die Dame hatte mit 4 ihren Freischwimmer, weil sie der großen Schwester nachgeeifert hat. Aber sie deshalb um ein ganzes Jahr Kindheit zu bringen und am Ende warten zu müssen bis sie endlich 18 ist für diese oder jene Ausbildung / Reisen etc.. Nö. Sie ging gerne in den Kindergarten (allerdings auch nur von 8-12) und wir hatten vor Corona ein vielfältiges Nachmittagsprogramm.

Alles Gute,
Gruß
Fox

8

Klar zumindest Namen schreiben und Anlaute erkennen, endreime bilden gehört zum Kindergarten 'vorschulstoff'. Kommt sie 21 in die Schule oder erst 22?

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Wahrscheinlich erst 2022 oder 2023. Sie wird erst im November 2021 5 Jahre alt. Eigentlich wollten wir ihr das eine Kindergartenjahr mehr lassen und sie nicht vorgezogen einschulen, also dann 2023 mit knapp 7 Jahren.

17

In welchem Bundesland wohnt ihr denn?

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Hallo
Natürlich gehen wir auf die Interessen ein. Ich kann die Angst vor dem „vorgreifen“ nicht verstehen. Nur weil ein Kind vielleicht schon etwas lesen kann, ist es ja nicht automatisch von der Schule, zu der so viel gehört, gelangweilt. Ebenso ist ein Kind dass sich in dem Alter für Buchstaben interessiert nicht automatisch überdurchschnittlich intelligent.
In anderen Ländern ist es völlig normal in dem Alter im Elternhaus und auch in Programmen ,vergleichsweise mit Kindergarten und Vorschule, Buchstaben, Zahlen,.. zu thematisieren. Wenn das nicht gerade falscher Ehrgeiz der Eltern ist, schadet das nicht.
Macht genau so weiter wie bisher.

LG

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